A/N: Wie immer, nur noch ein grosses Danke an alle die reviewt haben! Ihr habt mich aus der Depression vom vorletzten Kapitel rausgeholt. :) Ein noch grösseres für alle, die öfter reviewen, ihr wisst wer ihr seid.

Dafür gibts auch gleich ein Kapitel


Kapitel 14

Harry grinste von seinem Platz am Steuer aus. Er konnte endlich verstehen, warum Jack die Pearl so sehr liebte. Das Holz unter seiner Hand, die sanfte Auf- und Abbewegung, die Geräusche der Bewegungen des Schiffs. Es war wirklich Freiheit.

Anamaria lächelte gutmütig, als sie von ihrer Arbeit aufsah. Harry hatte schon diesen träumerischen Blick, den Jack immer hatte wenn er hinter dem Steuer der Pearl stand. Die grünen Augen glitzerten mit dem Versprechen von Freiheit und Abenteuer. Sie schüttelte den Kopf und stiess Cotton an, der neben ihr sass, und zeigte auf den frisch gebackenen Kapitän. Der stumme Mann lächelte auch, und ging wieder seiner eigenen Arbeit nach.

Harry bemerkte nichts davon. Er war auf die Bewegungen des Schiffs und darauf, der Black Pearl durch den Nebel zu folgen konzentriert. Nach ihm kam die Stormeagle mit den Turners an Bord. Jacqueline hatte sich geweigert auf ein anderes Schiff als das von Harry zu gehen, also stand sie neben ihm mit fast demselben Ausdruck auf dem Gesicht.

Sie segelten nicht nach Hogwarts, sondern gleich zur Isla de Muerta. Dort würden sie die Medaillons zurücklegen und das Blut der drei Turners benutzen, um sicherzugehen, dass der Fluch für immer weg war. Harry würde auch einige Zauber über die Truhe und das verfluchte Gold legen, sodass niemand über die Insel stolperte und es nahm. Oder um sicherzugehen, dass nicht ein anderer Affe auftauchte und etwas davon mitnahm.

Er grinste und sah hinunter zu Jacqueline. Sie grinste zu ihm hinauf und griff mit einer Hand nach dem Steuer.

Es war einfach zu sehen, dass beide für dieses Leben geboren wurden, und kein anderes.


Harry flog den Booten voraus, um zu sehen ob alles sicher war. Es war, und alles war wie sie es verlassen hatten.

Jack und die Boote kamen einige Minuten nach ihm an, und hinter ihnen kamen Barbossa und seine Mannschaft. Alle waren bewusstlos, Jack benutzte seine Kräfte um sie mitschweben zu lassen und liess sie in der Höhle zu Boden.

Harry öffnete die Truhe von Cortez und liess sein Medaillon hineinfallen, die anderen taten dasselbe. Jacqueline, Will und Bootstrap warteten auf Jack. Der Pirat gab ihnen sein Medaillon und Harry machte einen kleinen Schnitt in ihre Hände. Jeder von ihnen hielt das Medaillon kurz, bevor er es weitergab und Jacqueline war diejenige die das Ding auf die, die schon in der Truhe lagen, fallen liess.

Sie drehten sich um, als sie Stöhnen hörten und starrten. Barbossa und seine Crew wanden sich am Boden, ihr Fleisch schmolz und ihre Muskeln. Elizabeth versuchte den Anblick vor Jacqueline zu verbergen, aber das Mädchen ging weg von ihrer Mutter und hängte sich an Harry's Hand. Am Ende waren sogar die Skelette verschwunden.

„Ich nehme an, es hat funktioniert."Will war der erste, der etwas in die Stille hinein sagte, die darauf folgte.

Harry nickte. „Es hat."

„Lasst uns zurück nach Hogwarts gehen, bevor Dumbledore Panik kriegt." Sagte Jack.

Die Mannschaften folgten ihm zu den Booten. Wieder flog Harry vor ihnen her und dachte gerade noch rechtzeitig daran, auf der Raven zu landen, nicht auf der Pearl. Er lächelte und half Jacqueline hinauf, als die Boote das Schiff erreicht hatten. Er konnte Jack Befehle erteilen hören, und die schwarzen Segel wurden gehisst. Bootstrap tat dasselbe, und er folgte ihren Beispielen.

„Anker lichten! Segel setzen!"befahl er seiner kleinen Mannschaft und ging wieder ans Steuer.

Jacqueline rannte herum und half wo man sie brauchte. „Der Anker is' gelichtet, Capt'n!"schrie sie.

„Lasst uns gehen!"antwortete Harry mit einem Grinsen und nahm hinter Jack und Bootstrap Fahrt auf.


Die Leute in Hogwarts waren glücklich, dass die Piraten sicher zurückgekommen waren. Wer hätte gedacht, dass sie diese schwarzen Herzen tatsächlich vermissen würden? Wie auch immer, sie bekamen einen Schock, als ein drittes Schiff durch den Nebel erschien, der ihnen zu folgen schien wo immer sie hingingen. Sie waren noch überraschter als sie sahen, wer hinter dem Steuer stand.

Harry grinste und winkte, dann gab er den Befehl, den Anker auszuwerfen, und durch das ganze Schiff zu gehen um zu prüfen, wie viel Wasser und Essen sie brauchten, ob er etwas vergessen hatte zu reparieren, und so weiter. Die Mannschaft verteilte sich auf dem Schiff und der Job war schnell erledigt. Sie brauchten mehr Wasser und zu Essen, sonst war seit Harrys Reparatur alles völlig in Ordnung. Das Schiff hätte aber neue Segel und eine gute Säuberung nötig.

„Also."Harry nickte Anamaria zu. „Da es das erste Mal in Jahren ist, dass dieses Schiff geputzt werden soll, werden wir die Hauselfen von Hogwarts damit betrauen. Wir werden natürlich helfen, aber sie werden das Schlimmste davon nehmen."Er ignorierte Hermiones mörderischen Blick und rief nach Dobby.

„Mr Harry Potter-Sparrow Sir will Dobby sehen?"fragte der Hauself als er aufpoppte.

„Ja, ich brauch Hilfe um mein Schiff sauberzumachen. Haste Lust?"grinste Harry.

Dobbys Augen wurden gross und er begann vor Freude auf und abzuhüpfen. „Natürlich Mr Harry Potter-Sparrow Sir! Dobby kommt mit Hilfe sofort Sir!" die kleine Kreatur poppte davon und erschien einige Minuten später mit einer ganzen Horde Hauselfen wieder.

„Na, dafür wär jetzt gesorgt – für eine Weile."Lächelte Anamaria. „Wir sollten einige dieser Hauselfen an Bord haben."

„Nein, dann könnte uns Jack nicht mehr damit bestrafen, das Deck zu fegen."

Die Frau lachte und die beiden gingen rüber auf die Pearl, die Zauberer zurücklassend.

Hermione schüttelte den Kopf. Harry hatte sich zu sehr verändert, er war wie ein Fremder und sie war sich nicht sicher, wie sie sich um ihn herum verhalten sollte. Wie eine Freundin? Wie eine Schwester? Als ob sie sich frisch kennengelernt hätten? Es war so schwer herauszufinden, aber immerhin hatte sie Draco dachte sie, als er sie in seine Arme schloss.

„Komm schon Herm, du weißt wie diese Piraten sind."Sagte der blonde Mann. „Sie sind völlig süchtig nach ihren Schiffen."Fuhr er fort und schüttelte den Kopf.

„Sie sind ihre Freiheit."Meinte Dumbledore und lächelte gutmütig. „Und ich kann sehen warum. Tatsächlich, wenn dieser Krieg vorbei ist frage ich Jack, ob ich für ein Abenteuer mitkommen kann, bevor die Schule wieder losgeht."

„Ich habe bei Harry schon einen Platz gebucht."Sagte Tonks, die plötzlich auftauchte. „Kingsley kommt bald. Fudge wollte über irgendwas mit ihm reden."

Hermione nickte. „Sie scheinen wirklich frei und sorglos. Es ist als wären sie Kinder."Sie sah hinüber zur Pearl.

„Kinder, sicherlich."Pflichtete der alte Direktor ihr bei. „Aber gefährliche Kinder. Gefährlicher als wir uns je vorstellen könnten."


Anamaria sah sich um und zitterte. Sie hatte definitiv eine falsche Abbiegung genommen. Sie war auf einer Mission von Jack, die Hogwartsbibliothek zu finden, aber im Moment war sie gerade irgendwo in den Kerkern.

'Ich hasse magische Schlösser!' entschied sie, als sie noch eine Treppe hinunterging. „Was zum Teufel!"knurrte sie, als ihr Fuss schon wieder durch eine Trickstufe ging. Es war unmöglich, ihn herauszuziehen und sie fuhr fort zu in allen Sprachen die sie kannte zu fluchen. Sie erfand sogar einige.

„Charmant."Kam eine Stimme von hinter ihr und sie drehte sich soweit um wie sie konnte. Ein schwarzgekleideter Mann stand auf der Treppe. Er hatte schwarze Augen und schwarzes, glänzendes Haar. Seine Haut war bleich, aber das passte gut zu seinen schwarzen Kleidern. „Brauchen Sie Hilfe?"

„Ja."Antwortete Anamaria und zupfte an ihrem Bein, um das zu betonen. „Wer zur Hölle sind sie eigentlich?"

„Severus Snape, komisch dass sie mich nicht vom ersten Abend her erkennen. Sie haben mich damals sehr genervt."Antwortete er in seiner dunklen Stimme und berührte einen weissen Stein in der Wand. Die Trickstufe liess Anamaria sofort gehen und sie konnte endlich aufstehen. „Also, was tut einer von euch Piraten in meinen Kerkern?"fragte er.

„Ich suchte die Bibliothek, aber hab irgendwo eine falsche Abbiegung erwischt."Anamaria kletterte die Treppe hinauf, bis sie auf derselben Stufe stand wie Snape. Er war gut vier Zoll grösser als sie. „Sie könnten mir nicht zufällig die Richtung zeigen?"

„Folgen sie dieser Treppe nach oben, dann nach links. Am Ende des Korridors werden sie die Bibliothek finden."Snape begann die Treppe hinunterzugehen, er übersprang die Trickstufe.

„Danke!"rief sie hinter ihm her, aber erhielt keine Antwort. Sie zuckte die Schultern und machte was er gesagt hatte, und zwanzig Minuten später erreichte sie die Bibliothek. Zu dieser Zeit verfluchte sie diese Treppen zur Hölle und war völlig ausser Atem. Kein Wunder war Snape so schlank, und kein Wunder hatte sie in diesem Schloss noch keinen, der auch nur ein wenig mollig war gesehen. Diese verdammten Treppen waren genug Training für eine ganze Schwadron von Rotmänteln!

Wenn sie aus diesem Ort wieder rauskam, würde sie Jack umbringen.

Seht ihr den Knopf? ;)