A/N: Wie immer.
Danke für die Reviews.... immer schön weitermachen :)
Viel Spass
Kapitel 15
Die nächsten Tage verbrachte Harry damit, sein neues Schiff zu putzen und zu reparieren. Er beseitigte die Stücke und Teile, die er nicht mochte oder von denen er Schwarze Magie ausströmen spürte, und ersetzte sie mit seinen eigenen Materialien. Die Hauselfen weigerten sich, das Schiff zu verlassen bis es vollständig sauber war, und Anamaria, Gibbs, Cotton, Jacqueline und Will halfen auch mit. Jack verbrachte in den letzten Tagen viel Zeit damit, mit Dumbledore zu sprechen, und sie sahen ihn nur wenn er für die Nacht oder zum Essen zurück auf die Pearl kam. Hermione hatte sich erkundigt, warum sie nicht nach ihm suchten, wo sie sich doch offensichtlich Sorgen um ihn machten, und Harry hatte ihr einfach erklärt, dass Jack ein Pirat sei.
Hermione hatte endlich entschieden, wie sie sich gegenüber Harry verhalten würde, und behandelte ihn jetzt wie eine Schwester. Harry schien erleichtert, als sie ihn endlich behandelte wie früher, und wurde wenn sie dabei war etwas mehr zum alten Harry. Sie brauchte einige Tage dafür, dass Harry und Draco sich nicht mehr böse anstarrten wenn sie im selben Zimmer waren. Jetzt fragte Draco höflich über das Leben auf den sieben Weltmeeren, und Harry bot an, sie auf der Raven mitzunehmen, wenn der Krieg vorbei sein würde. Vielleicht als Hochzeitsgeschenk, hatte der grün-äugige Pirat vorgeschlagen, hatte sich dann aber leise zurückgezogen als er bemerkt hatte, dass Hermione und Draco sich wieder einmal in den Augen des anderen verloren hatten.
„Draco hat ihr immer noch keinen Antrag gemacht, oder?"fragte ihn Anamaria, als er wieder an Bord kam. Sie waren in der Kombüse, wo sie Teller abwusch.
„Nein, er is' ein Slytherin durch und durch, Ana. Er wird's tun, wenn er meint dass die Zeit gekommen is'."Antwortete Harry und grinste dann. „Nicht um zu sagen, dass du nicht dasselbe erfahren wirst. Du hast unseren guten Zaubertränkelehrer in letzter Zeit etwas oft beobachtet."
„Keine Ahnung wovon du redest."Protestierte sie schnell.
„Komm schon, Ana, wir reden hier von mir. Du fällst gerade für Snape. Warum würdest du sonst wohl soviel Zeit in Hogwarts verbringen?"
„Ich mache Nachforschungen für Jack!"
„Ja, klar, du hast selbst gesagt dass du von diesen Büchern nichts verstehst. Jack wollte nur dass du die Bibliothek findest. Und Dobby erzählt mir, dass du viel mehr Zeit in den Kerkern als in der Bibliothek verbringst."
„Ich lese die Bücher von Severus!"
„Also isses jetzt Severus, hä?"Harry grinste.
Anamaria seufzte und liess sich fallen. „Ich komm da wohl nicht raus, oder?"Harry schüttelte den Kopf. „Du bist wie Jack. Verdammter scharfsinniger Kerl."
„Mach dir keine Sorgen darum, Ana, dein Geheimnis ist sicher bei mir. Ich frage mich nur etwas."
„Aye?"
„Wie zur Hölle hältst du ihn nur aus?"Harry ging schnell aus der Küche und zuckte zusammen, als er hörte wie sich ein Messer in die Tür bohrte.
Er würde Anamaria die nächsten paar Stunden aus dem Weg gehen, das war sicher.
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„Onkel Harry! Onkel Harry!"schrie Jacqueline vom Boden aus und Harry streckte seinen Kopf über die Reling.
„Aye?"fragte er und sah runter zu dem aufgeregten Mädchen, während er sich die Hände an einem Lappen abputzte.
„Mr Hagrid hat etwas, dass er dir zeigen will! Er sagt es ist dringend!" sie sprang auf und ab.
„Na gut. Warte."Harry sprang über die Seite und Jacqueline zog ihn zu Hagrid's Hütte.
Der Riese wartete davor auf sie und winkte fröhlich als er sie kommen sah. „Kommt schon! Kommt schon!"sagte er aufgeregt. „Es is' mein Bruder Grawp. Erinnerst du dich an ihn Harry?"
„Schwer zu vergessen, Hagrid."Harry lächelte. „Was is' mit ihm?"
„Grawp und ich haben an seiner Schrift gearbeitet, und er hat's endlich geschafft!"Hagrid war fast hysterisch als er sie um die Hütte herumführte. „Siehst du?!"
Da wo einmal das Kürbisbeet gewesen war sass Grawp. Er hielt eine grosse Tafel und ein grosses Stück Kreide und schrieb gerade das Alphabet mit seiner Zunge zwischen den Zähnen. Er sah extrem konzentriert aus. Jacqueline lächelte auch glücklich, und Harry sah gutgelaunt zu. Der gute alte Hagrid mit seinem grossen Herz. Etwas, das er vermisst hatte während er mit Jack segelte.
„Das is' sehr gut Hagrid."
Grawp sah auf als er Harry's Stimme hörte und runzelte die Stirn. „Du sein Harry?"Harry nickte. „Harry sein Haggers Freund und Grawp mag Haggers Freunde."
„Und ich bin sehr erfreut dich kennenzulernen, Grawp."Harry lächelte den Riesen an.
Grawp nahm vorsichtig Harrys Hand und schüttelte sie, sah dann Hagrid an als er sie losliess.
„Sehr gut Grawp, du wirst immer besser. Hagrid wird dir einen riesigen Kuchen backen!"
Harry und Jacqueline zogen sich zurück, als Hagrid begann ein grosses Aufhebens um seinen Bruder zu machen. Harry schüttelte amüsiert den Kopf als sie zurück zu den Schiffen gingen. Hagrid war schon nicht jemand, der aufgab.
„Hör mal Jack."Sagte er und wandte sich zu dem Mädchen. „Kannst du zurück zur Raven gehen und Ana sagen dass ich mit Dumbledore rede?"
„Aye Capt'n!"Jacqueline grinste und rannte davon.
Harry schmunzelte und ging hinauf nach Hogwarts um den Direktor zu suchen. Er fand den alten Zauberer als er die grosse Halle verliess, gerade als Harry das Schloss betrat. Der Direktor hielt an als er Harry auf sich zukommen sah.
„Irgendetwas mit dem ich dir helfen kann Harry?"fragte Dumbledore.
„Ja."antwortete Harry. „Ich möchte wissen, wie Bellatrix Lestrange gestorben ist."Fuhr er fort und hatte seinen Akzent wieder einmal völlig verloren.
„Natürlich mein lieber Junge, folge mir in mein Büro und wir reden dort."
Harry folgte dem Direktor in sein Büro. Der Ort hatte sich in den zwölf Jahren kaum verändert. Alle Sachen die Harry nach Sirius' Tod ruiniert hatte, waren ersetzt worden, und das einzige Neue war Fawkes' Käfig. Der Phönix fiepte als sie hineinkamen und liess sich auf Harrys Schulter nieder. Harry sass vor Dumbledores Pult auf einen Stuhl und streichelte den Vogel, während er geduldig darauf wartete, dass Dumbledore anfing.
„Niemand ist wirklich sicher, wie sie gestorben ist."Begann der Direktor nachdenklich. „Eines Morgens wurde sie vor dem Ministerium gefunden. Ihre Leiche war nicht einmal in Stücke gerissen oder irgendetwas, das einzige das gefunden wurde, war ein Pfotenabdruck auf ihrem Rücken."
„Pfotenabdruck?"Harry hob eine Augenbraue, er hatte seine eigene Theorie woher dieser Abdruck kam.
Dumbledore's Augen funkelten fröhlich. „Ja, ein Pfotenabdruck. Wahrscheinlich von einem Grimm."
Harry grinste. „Jemand hat seine Rache bekommen, nicht wahr Professor?"
„Allerdings."Plötzlich war Dumbledores fröhliches Verhalten verschwunden und er nagelte Harry mit seinen durchdringenden blauen Augen an seinem Stuhl fest. „Jetzt habe ich eine Frage für dich, Harry Potter-Sparrow."
Wieder hob Harry eine Augenbraue. Dumbledores Blicke hatten nicht mehr die Wirkung von früher auf ihn. „Aye?"
Dumbledore griff nach seiner Büchse mit Zitronendrops, warf eins der gelben Bonbons in seinen Mund und schüttelte seine Finger um den Zucker daran loszuwerden. Harry verkrampfte sich sofort und baute alle psychischen Mauern die er aufbringen konnte um sich auf. Es gab einen Grund warum Dumbledore als verrückt, aber auch als einer der genialsten Zauberer dieser Zeit angesehen wurde.
„Tatsächlich habe ich zwei Fragen."Fuhr der Direktor fort und sah Harry an. Harry traf seinen Blick ruhig. „Als du uns erzählt hast, wie du mit Jack in die Vergangenheit gekommen bist, hast du uns nie erzählt wie Jack ohne Zeitumkehrer durch die Zeit reisen kann. Und ich bin auch an seinem Kompass sehr interessiert."
Harry grinste in sich hinein als Dumbledore versuchte mit Legilimentik seine Gedanken zu lesen. Er erlaubte nur einem Gedanken durch seine Barrieren zu kommen. Alles was Dumbledore lesen könnte, war ein foppendes: bllla-bla-bla-bla-bla-bllll!!!! und eine imaginäre Zunge würde herausgestreckt.
Der Direktor zog sich etwas plötzlich wieder zurück, aber lächelte. „Gut, das war eine der interessanteren Blockaden, die ich je gesehen habe."
„Und wo das herkommt is' noch viel mehr."Antwortete Harry und stand auf. Fawkes flog zurück zu seinem Käfig. „Ich verlasse sie jetzt, ich muss ein Schiff betreuen."Der grün-äugige junge Mann lächelte ein letztes Mal und ging zur Tür raus.
„Ja, gewiss."Dumbledore lächelte vor sich hin. „Fawkes, ich denke Voldemort wird bald eine grosse Überraschung erleben."
Der Phönix zwitscherte zustimmend.
Voldemort würde nicht wissen, was ihn da getroffen hat.
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Leider gibts jetzt nur noch drei Kapitel zu der Story, aber es gibt schon ein Sequel. Red ist gerade am vierten Kapitel, glaub ich. Ich wollte fragen, ob ich das Sequel auch übersetzen soll?
