In diesem Teil verwendete neue Charaktere, die nicht mir gehören, sind aus Hellsing entnommen. Es sei auch noch bemerkt, dass ich in diesem Kapitel natürlich nicht mit dem deutsch synrchonisierten Hellsing arbeite, sondern mit der Originalversion (Ja, ja, mit englischen Untertiteln). DIE IST SOWIESO VIEL TOLLER!! ES LEBEN DIE JAPANISCHEN SYNCHRONSTIMMEN (Besonders die von Alucard... schmelz)!!!
11.Kapitel Kousoseigyojitsu-gi Dai Ichi-go Kaiho Kinnouhenten Kaijou
Seepferd-chan und Fried-chan waren recht verwirrt. Sie waren bis jetzt fast immer irgendwo in Japan gelandet, wenn sie die Dimensionen gewechselt hatten. Doch diesmal waren sie in England, um genau zu sein, in London...
Die Anzahl von Fried-chans Männern betrug inzwischen dreizehn. Seepferd-chan hatte bis jetzt neun Männer erbeutet. Zusammen bildeten sie also eine Gruppe von 25 schönen Menschen (die Prinzessinnen mit eingerechnet). Und als sie da so durch die nassen Straßen des dunklen und nebligen Londons marschierten, fiel ihnen auf, dass sie doch gut ein Tässchen Tee trinken könnten. Sie suchten also ein Cafe auf und kauften innerhalb einer Stunde sämtliche Vorräte. Tja, wenn man einen Kaiser dabei hat, kann man sich einiges leisten... Als kein Krümel Kuchen und kein Tropfen Tee mehr im Cafe zu finden war, verließen sie den Laden und standen erst einmal im strömenden Regen. „England ist ja echt toll", sagte Seepferd-chan und nieste. Besorgt scharten sich ihre Männer um sie und umwickelten sie mit ihren Jacken und Mänteln. Weil Seepferd-chan mit so vielen Klamotten nicht laufen konnte, mussten sie sie anschließend tragen. Fried-chan hatte sich damit begnügt, sich unter Guts und Piccolos Umhängen trocken zu halten. „Wir sollten ein Hotel suchen; wir können nicht im Regen schlafen", sagte Nakago. Alle stimmten zu und Seepferd-chan sagte zu dem großen Monster neben sich: „Taro, flieg doch mal kurz auf die Dächer und such nach einem brauchbaren Hotel in der Nähe."Taro gehorchte. Er fand ein Hotel, zu dem sie liefen. Am Eingang stand ein Portier unter dem Vordach. Als die Prinzessinnen und ihre Männer eintreten wollten, hielt er sie auf. „Verzeihung, Monster und Schweine sind hier nicht erlaubt."Seepferd-chan und Fried-chan lächelten ihn an. „Aber, aber! Sie werden doch nicht so sein? Das Schwein und das Monster werden bestimmt keinen Ärger machen!"„Tut mir leid, aber ich befolge nur die Anweisungen des Hotelbesitzers. Und der sagt, dass Schweine und Monster hier nicht rein dürfen." „Wie traurig!", sagte Fried-chan und lächelte immer noch. „Dann muss Guts leider dich und den Hotelbesitzer umbringen..." Guts erschien an ihrer Seite und zog langsam und bedächtig seinen Drachentöter. Der Portier wich angsterfüllt zurück. „Aber ich bin sicher, der Hotelführer wird für sie gern eine Ausnahme machen, meine Damen...", stotterte er und Seepferd-chan und Fried-chan strahlten ihn an, als hätte er ihnen einen Beutel Bonbons geschenkt. „Oh, danke, das ist aber nett!", rief Seepferd-chan und sie betraten das Hotel. Taro passte nicht durch den Eingang. Sie mussten also erst heißes Wasser holen, bevor sie einchecken konnten. Aber immerhin konnten jetzt weder der Portier, noch der Hotelbesitzer sich noch beschweren.
Sie bekamen Zimmer im zweiten Stock. Doch dummerweise gab es nur einen Aufzug. Also fuhren sie in Fünfergruppen nach oben. Guts, Jiba, Chichiri, Seepferd-chan und Fried-chan waren die letzten, die noch auf den Lift warteten. Er kam aus dem Untergeschoss und mit einem „Pling"öffnete sich die Tür. Die fünf wollten hineingehen, doch das war ein echtes Problem, denn der Aufzug war schon halb voll. Sie quetschten sich trotzdem dazu. Fried-chan war paralysiert. Der Aufzug war halb voll... Gut, daran gab es nichts, was bemerkenswert gewesen wäre. Aber... es war nur eine einzige Person außer ihnen im Lift... Nichts, dass diese Person dick gewesen wäre- sie war vielmehr dreimal so groß wie ein normaler Mensch... Seepferd-chan konnte ihre glänzenden Augen nicht von dem überdimensionalen Priester lassen. Ihr Blick wanderte über seinen langen grauen Mantel und die Handschuhe mit der Aufschrift „Jesus Christ is in heaven" und „Speak with Dead", sowie das große silberne Kreuz, das an einer Kette um seinen Hals hing. Sein Haar war kurz und blond und seine Augen leuchtend grün. Und trotz seiner Priester-Robe, dem Kreuz und der dünnen, runden Brille sah er nicht sonderlich nett aus. Dennoch war Seepferd-chan begeistert. Als sie im zweiten Stock ausstiegen, verließ auch der Priester den Aufzug. Seepferd-chan sah ihm nach, bis er in einem Zimmer am anderen Ende des Flures verschwand. „Ohh, Fried-chan, hast du den gesehen??", rief sie aufgeregt. „Seepferd-chan!! Wie sollte ich den übersehen???", knurrte Fried-chan entnervt. Seepferd-chan war völlig aufgekratzt. „War der nicht toll?", fragte sie hüpfend und springend. „Ja, doch... Und außerdem hat er Guts und Jiba vollkommen verängstigt. Schau dir die beiden mal an!"Tatsächlich zitterten sie am ganzen Körper, während Chichiri ihnen beruhigend auf den Rücken klopfte. „D-das war kein normaler Mensch!!", stammelte Guts und ließ sich von Fried-chan tröstend in den Arm nehmen. „Das war ein Monster!", sagte Jiba und Seepferd-chan kraulte seine silbernen Haare. „Der gehört nicht in ein Hotel, der gehört in den Zoo!"Seepferd-chan stemmte die Hände in die Hüften. „Hey, Moment! Du solltest nicht so über ihn reden! Das war schließlich ein Priester! Er ist längst kein Monster, nur weil er ein bisschen zu groß geraten ist!!"Fried-chan grinste Seepferd-chan an. „Ja ja, Seepferd-chan! Ein Priester!! Du bist dir doch bewusst, was das heißt? Du kannst vergessen, den Kerl mitzunehmen!! Ich erinnere dich nur ungern an etwas, das sich „Zölibat"nennt!!"Seepferd-chan seufzte. „Ach, verdammt! So eine Scheiße!!"Jetzt musste Jiba sie trösten. „Aber vielleicht...", sagte Fried-chan aufmunternd, „Vielleicht ist er gar kein echter Priester. Er tut vielleicht nur so!"„Ganz recht!", sagte Guts, der sich etwas erholt hatte. „Er ist garantiert kein einfacher Priester! Der hat was mit Monstern zu tun! Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede!"„Er ist Monsterjäger!", warf Chichiri mutmaßend ein. „Ja!", rief Seepferd-chan hoffnungsvoll und ihr Gesicht hellte sich wieder auf. „Ich will ja nicht meckern...", sagte Jiba. „Aber bist du sicher, dass du einen Monsterjäger mitnehmen willst, Seepferd-chan? Denk doch mal an Taro, Kyo, Hatsuharu, Tamahome und mich! Wir sind so Kerle, die gern gejagt werden... (Tamahome, weil er „Dämon"auf der Stirn stehen hat)"Seepferd-chan winkte ab. „Unsinn, ihr werdet euch schon vertragen! Guts hat auch ursprünglich Monster gejagt und Nakago und König Vegeta machen auch keine Probleme! Und du bist theoretisch auch einer von den Bösen, Jiba. Und du hast noch nie Ärger gemacht! Wieso sollte das bei dem lieben Priester hier anders sein?"„Ich habe Angst vor ihm!", jammerte Jiba. „Aber wenn es dich glücklich macht, dann nimm ihn mit."
Die Frage war nur, wie. Fried-chan wollte bis zum nächsten Tag warten. Doch Seepferd-chan quengelte noch zehn Minuten herum, bis sie akzeptierte, erst schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen fand Fried-chan Seepferd-chan vor der Hoteltür des Priesters. Sie saß dort schon seit fünf Uhr. „Er ist noch nicht rausgekommen.", sagte sie. „Ich bleib hier sitzen, bis er das Zimmer verlässt." Fried-chan war nicht sonderlich angetan von der Idee, sich mit Seepferd-chan stundenlang vor diese Tür zu setzen. Deshalb beschloss sie, mit ihren Männern einen kleinen Ausflug zu machen. Und so verließ sie das Hotel, um sich in der Umgebung umzusehen. Sie marschierte über Berg und Tal, erfreute sich an der dämmrigen Atmosphäre und als es wieder begann, wie aus Kübeln zu regnen, suchten sie, Guts, Ryoga, Kräutlein, Orphen, Sanji, Piccolo, König Vegeta, Shigure, Ayame, Hatori, Hotohori, Nakago und Chichiri in einem Krankenhaus Schutz. Sie setzten sich in den Eingangsflur. Von einem leisen Brummeln in der Nähe ließen sie sich nicht weiter stören.
„In the name of God, impure souls of the living dead shall be banished into eternal damnation. Amen."
Sanji packte ein Drei-Kilo-Lunch-Packet aus und verteilte Sandwichs an alle. „Mehr hab ich auch nicht dazu zu sagen", meinte er und sie sahen den Soldaten zu, die schwer bewaffnet an ihnen vorbei rannten. An der Spitze war eine junge blonde Frau, die eine... ziemlich große... ähh... Waffe bei sich hatte. Ein recht seltsames Krankenhaus. So viel Tumult...
Schüsse ertönten aus der Richtung, in die die Soldaten gerannt waren. Ein lautes, jämmerliches Rufen veranlasste Fried-chan dazu, sich an ihrem Sandwich zu verschlucken. „MICK(e)!! MICK(e)!!!"Während Fried-chan noch hustete und Hatori ihr auf den Rücken klopfte, kam der riesige Priester herein. Und nach ihm Seepferd-chan mit ihren Männern. „Ach, ihr seid auch hier? Wie schön!", sagte sie, „Ich bin ihm unauffällig gefolgt!!"Fried-chan sah den transformierten Taro an und Griffith, der sich ein lautstarkes Wortgefecht mit Kyo lieferte. „Ohne Zweifel. Sehr unauffällig."
„MICK(e)!! MICK(e)!!! MICK(e)!!!"König Vegeta stöhnte. „Kann der nicht mal das Maul halten??"„Was geht dahinten überhaupt ab?", fragte Seepferd-chan irritiert. „Was weiß ich? Interessiert mich gar nicht...", meinte Fried-chan laut, um das Getöse zu übertönen. „Hat wohl mein lieber Priester was damit zu tun??"„Scheint so, Seepferd-chan. Warum sollte er sonst da hin gegangen sein, höh?"„Dann muss ich hinterher!!", rief Seepferd-chan und rannte los.
Seepferd-chan lief suchend durch die Gänge. Das erste, was sie sehen konnte, war der Priester. Er tötete einen der Soldaten, die vorhin an Fried-chan vorbeigerannt waren und rammte der blonden Frau mit der riesigen Waffe ein kurzes Schwert durch den Hals. Seepferd-chan kicherte leise. „Schade, dass Fried-chan das nicht sehen konnte." Weiter hinten im Gang ertönte wieder das jämmerliche Rufen. „MICK(e)!! MICK(e)!!!"Ein Mann mit einem Laken/ langen (Bekleidungs-)Lappen um die Hüften schoss auf alles, was sich in seiner Nähe bewegte und wurde nicht müde, weiter zu heulen: „MICK(e)!!! MICK(e)!!!!!!"Der Priester wollte gerade auf ihn losgehen, als eine Hand den Brustkorb des MICK(e)-Schreiers von hinten durchbohrte. Zerborsten zu Staub blieb nichts mehr von dem Mann übrig, als der hellblaue Bekleidungslappen. Seepferd-chan musste ihre Verwirrung erst überwinden. Staub? Hand? MICK(e)? Die Erleuchtung kam. Der Lappenträger musste ein Vampir gewesen sein. Und wer auch immer ihn durchbohrt haben mochte, hatte (mit einem symbolträchtigen Aufdruck hübsch verzierte) weiße Handschuhe an. Die Frau mit dem durchbohrten Hals keuchte. Sie brachte etwas heraus, das sich so ähnlich anhörte wie „Mai Masta". Seepferd-chan sah sie an. Was war mit der denn los? Und warum lebte die noch? Schließlich hatte der wunderbare Priester sie doch so schön umgebracht! Unverschämtheit!
Und dann standen sie sich gegenüber. Der riesige Priester und der Fremde mit dem langen roten Mantel und dem großen Hut. Der Fremde sah gefährlich aus. Er wollte doch wohl dem Priester nicht weh tun?? Er blickte bösartig grinsend durch die gelben Gläser seiner Brille. Seepferd-chan kiekste und sprang vor den Priester. „Nein, tu meinem lieben Priester nicht weh!! Er hat dir doch gar nichts getan!!"Völlige Fassungslosigkeit spiegelte sich in den Augen des Priesters und des Fremden. „Wer bist du denn, hä?", fragte der Priester und sah auf Seepferd-chan hinunter. „Hallo! Ich bin Seepferd-chan, wir sind gestern in einem Aufzug gefahren, und wer bist du?"
Eine schneidende Stimme stoppte das entgeisterte Starren des Priesters und des Fremden. „Was macht ihr denn da??? Ich dachte, ihr würdet kämpfen!! Paladin Alexander Anderson(g)!!! (Ich persönlich mag ja Anderson lieber, aber man munkelt, er könnte auch Andersong heißen) Ich bin hier, um dich aus England zu werfen!! Hier!! Da hast du deine Rausschmissbescheinigung!! Deine Aufenthaltsgenehmigung is gelaufen, du Arsch!!"Eine Frau mit langen blonden Haaren stand am Ende des Flurs. „Und du, Alucard!! Ab nach Hause und schämen!! Hättest den Alexander auch umbringen können, wenn er schon mal da war!! Mann, aber echt! Und Seras Victoria, du hast da übrigens was am Hals!!"Mit diesen Worten ging sie wieder. Paladin Alexander Anderson!! Das war also der Name des lieben Priesters! Seepferd-chan war schon einen bedeutenden Schritt weiter! Beleidigt schlurfte Alexander aus dem Krankenhaus. „Menno...", murmelte er, drehte sich noch mal kurz zu dem Fremden um, der offensichtlich Alucard hieß und sagte: „Wir sehen uns, oder? Bis denne! Tschö!!"
Seepferd-chan folgte Alexander und hing sich an seinen Arm. Der bemerkte sie nicht. Ganz ähnlich, wie man nicht bemerkt, wenn einem ein Blatt auf dem Arm liegt. Griffith, Hiko, Jiba, Zorro, Taro, Trunks, Kyo, Hatsuharu und Tamahome krallten sich an Seepferd-chan. Jetzt spürte Alexander doch ein leichtes Gewicht an seinem Ärmel. „Ach, du bist das. Was willst du?"Seepferd-chan strahlte ihn an. „Ich will dich mitnehmen!!"
Fried-chan sah Alexander nach, wie er mit Seepferd-chan und deren Männern am Arm durch die Tür nach draußen ging. „Toll, und somit ist sie wieder weg. Und was mache ich jetzt?"
Eine Intuition sagte Fried-chan, dass sie doch einfach mal dorthin gehen sollte, wo Alexander und Seepferd-chan hergekommen waren. Also tat sie das auch. Und später dankte sie noch oft ihrer Intuition, indem sie ihr einen heiligen Dank-Lappen opferte. Ihre Männer ließ sie zurück, denn die waren noch am Essen und wenn man sie dabei unterbrach, wurden sie immer unausstehlich.
Sie fand zwei Personen vor. Einen Mann in rotem Mantel und eine Frau, deren Stimme sich etwas belegt anhörte, als hätte sie etwas im Hals. Bei näherem Hinsehen war es ein Schwert. Fried-chan wollte sich nützlich machen und zog es ihr aus dem Hals heraus. „Tag!", sagte Fried-chan. „Tag!", sagte die blonde Frau mit dem Loch im Hals. Der Mann mit dem Mantel stand mit dem Rücken zu ihnen und sagte nichts. „Er wurde von Integra-sama ausgeschimpft und schmollt jetzt", sagte die Frau entschuldigend. „Ich bin Seras Victoria." „Ich heiße Fried-chan.", sagte Fried-chan. „Und wer ist das da?"Sie zeigte auf den Mann. Seras Victoria sah mit ihren roten Augen offen und freundlich in Fried-chans Gesicht. „Das ist Alucard, mein Meister."„Hallo Alucard!", sagte Fried-chan. „Ich habe Hunger!", antwortete Alucard. „Dann geh doch essen!", meinte Fried-chan unschuldig. Alucards Stimmlage wurde tiefer. „Ja, das werde ich auch gleich tun!", sagte er und drehte sich zu ihr um. Sprachlos wich Fried-chan ein paar Schritte zurück. Die Erkenntnis überrannte sie. Im Schatten des breiten Hutes konnte sie sein Gesicht nicht erkennen, doch sie bemerkte sehr wohl die Brille mit den gelben Gläsern und zwei lange Eckzähne, die kurz aufblitzten.
Fried-chan fand ihre Stimme wieder: „Du bist kein Mensch!"(Eine Erkenntnis, die Seras Victoria etwa drei Mal in jeder Folge heimsucht)
„Ganz recht!", murmelte Alucard und ging auf sie zu. „Wollen wir nicht einen Spaziergang durch die Nacht machen, weiblicher Nicht-Polizist?" „Wäääh!"Mehr fiel Fried-chan dazu nicht ein. Doch Seras Victoria meldete sich zu Wort: „Meister! Sie ist eine Unbeteiligte! Wollt ihr sie wirklich...?"„Unbeteiligte?", knurrte Alucard und bleckte seine weißen Zähne zu einem breiten, amüsierten Lächeln. „Sie hat doch alles hier gesehen! Sie ist nicht mehr unbeteiligt! Ich kann nicht zulassen, dass sie etwas ausplaudert! Geh ruhig nach Hause, weiblicher Polizist."Seras zuckte mit den Schultern, sagte „Wie ihr wollt, Meister"und ging.
„Ich... ähh... Ich finde, es ist viel zu kalt um spazieren zu gehen!", versuchte es Fried-chan. „Und ich werde bestimmt keinem sagen, was ich hier gesehen habe! Und ich habe doch auch gar nichts gesehen!" Alucard grinste nur. „Komm, weiblicher Nicht-Polizist. Es ist eine schöne Nacht. Ich will dir nur den Mond zeigen. Heute ist er voll."„Wenn du schon keinen Wert auf Namen legst, könntest du mich wenigstens „weibliche Prinzessin"nennen!", murrte Fried-chan leise und bat dann weiter: „Bitte, ich habe dreizehn Männer zu versorgen und bin grade in der Blüte meiner Jahre und außerdem..."Alucard schnitt ihr das Wort ab. „Du kannst nicht an meine menschlichen Gefühle appellieren, ich bin kein Mensch, weibliche Prinzessin. Komm einfach mit."Fried-chan gehorchte. Es war, als hätte er sie unsichtbar an sich festgekettet. Sie gingen durch den Flur zum Eingang des Krankenhauses. Fried-chans Hoffnung kehrte zu ihr zurück. Dort mussten doch noch ihre Männer rumsitzen! Und die würden diesem Alucard sicher die Hölle heiß machen! Guts würde es diesem Nicht-Mensch schon zeigen!! Ha, ha, ha!! Der Eingangsflur war leer. Fried-chans Männer fort. Die ließ wieder ein leises „Wäääh!"verlauten. Warum waren diese Kerle nie da, wenn man sie brauchte?? Waren die denn alle auf dem Klo??? Als Fried-chan in Alucards Schlepptau aus dem Krankenhaus trat, sah sie, wo die Männer abgeblieben waren. Ein Eiswagen stand hinten an der Straße und alle dreizehn scharten sich begeistert um den Verkäufer, um sich den Bauch voll zu schlagen. Fried-chan wollte sie anbrüllen, doch sie bekam keinen Ton heraus und so sehr sie auch gestikulierte, die Männer bemerkten sie nicht. Verzweiflung machte sich bei ihr breit. Händeringend wand sie sich an den Himmel, der jetzt wolkenlos war. „Waruhuhum?? Ich bin doch noch so jung!! Warum hilft mir keiner? Wäääh!! Seepferd-chan!! Du musst mir helfen!!! Meine Männer sind zu verfressen dazu!!! Wääääääääh!!!"Ihre Gedanken schwangen sich empor zum Himmel; der schwieg und lachte sich ins nicht vorhandene Fäustchen. „Das ist nicht nett!", dachte Fried-chan geknickt.
Seepferd-chan hing immer noch an Alexander Anderson und ihre Männer hingen an ihr. Plötzlich zuckte sie kurz zusammen. „Häh? Mir war gerade, als ob ich Fried-chan hätte brüllen hören. Sie hat auf ihre Männer geschimpft. Und dass... Hey, Moment!!"Sie rüttelte an Alexanders Arm. „Hey!! Alexander!! Wir müssen Fried-chan retten tun!! Die ist voll in Gefahr, glaub ich!! Los!! Los!!"„Nein! Und wer ist Fried-chan?", gab Alexander zurück und blieb stehen. „Das ist meine Freundin und Schwester!", rief Seepferd-chan aufgeregt und zupfte weiter an seinem Ärmel. „Hilf uns, sie zu suchen, Alexander!!"Der Paladin versuchte, sie kühl anzusehen, schaffte es jedoch kaum. Er bemühte sich, abweisend zu klingen: „Warum sollte ich das tun?"Seepferd-chan zog ihn auf die Knie, so dass sie „fast"(Wuahaha...) auf einer Augenhöhe waren. Dann legte sie ihr mitleiderregendstes Gesicht auf und hauchte tränenerstickt: „B i t t e ! ! ! B i t t e , b i t t e ! ! !" Alexander schluckte. Er versuchte erneut, sich ihrem Charme zu entziehen und seine Gefühle zu ignorieren. „Nein, ich..." Aber er schaffte es doch nicht. „Na, schön!!!"Seepferd-chan sprang hoch und warf sich ihm um den Hals. „Hurraaaah! Danke!!"
Der Himmel war rot verfärbt. Alucard hatte mit Fried-chan einen abgelegenen Park aufgesucht. Endlich spürte Fried-chan, dass sie wieder sprechen konnte und die unsichtbaren Fesseln gelöst waren. Sie machte auf dem Absatz kehrt und wollte schreiend wegrennen, doch Alucard war sofort bei ihr und hielt sie fest. „Können wir nicht noch mal darüber reden??", schlug Fried-chan zitternd vor, doch Alucard lachte nur kurz und nahm seine Brille ab. Ein Windstoß fegte seinen Hut fort und Fried-chan sah zum ersten Mal sein Gesicht.
Seepferd-chan lief in Richtung Park. „Hier muss Fried-chan irgendwo sein!", rief sie. „Los, kommt!! Schnell!!!"Selbst Alexander Anderson, mit seinen 1,50 Meter-Beinen, konnte kaum mit Seepferd-chan mithalten. „Macht schon, Jungs! Sonst kommen wir noch zu spät!! FRIED-CHAN, WO BIST DU BLOSS??? UND WAS MACHST DU SCHON WIEDER FÜR EINEN SCHEISS???!!!"
Obwohl Seepferd-chan schon so nah war, konnte Fried-chan sie nicht hören. Sie war auch viel mehr damit beschäftigt, wie gelähmt zusehen zu müssen, während Alucard ihren Hals freilegte. Sie konnte sich nicht bewegen und diesmal war nicht nur die Schönheit des Mannes daran Schuld. Alucards schwarzes Haar wurde leicht von Wind zerzaust und die roten Augen schienen Fried-chan regelrecht zu durchschauen. Als könne er ihre Gedanken lesen, grinste er sie an. „Du willst also nicht sterben, weibliche Prinzessin? Möchtest du ewiges Leben? Ist es das, was du willst?"Er legte seine Hand an ihren Kopf und neigte ihn zur Seite. Dann beugte er sich vor und versenkte seine Zähne in ihrem Hals. Fried-chan schloss die Augen. Sie fühlte keinen Schmerz.
Alexander Anderson stieß Alucard ein Schwert in den Rücken. Alucard zuckte zusammen und drehte den Kopf zu ihm. Blut tropfte aus seinem Mundwinkel. „Paladin! Was fällt dir ein?"Er legte Fried-chan, die regungslos in seinen Armen lag, behutsam auf dem Boden ab. Seepferd-chan baute sich vor ihm auf. „Was Alexander einfällt? Die Frage ist doch: WAS FÄLLT DIR EIN??? DU ARSCH!!!"Dann stürzte sie zu Fried-chan und kniete sich neben sie. „Fried-chan! Fried-chan! Was hast du denn schon wieder gemacht?? SANITÄTER!!!"Sofort erschien Jiba an ihrer Seite und sprach einen Heilzauber. „Sie wird es überleben", sagte er aufatmend. „Sie hat nur zwei Liter Blut verloren."
Und wieder standen sie sich gegenüber. Alexander Anderson und Alucard. Alucard zog eine monströse Pistole, in die längs „Jesus Christ is in Heaven now"eingraviert war. Alexander nahm zwei seiner Schwerter zur Hand. „Heute geht für dich und deine gesegneten Messer die Pilgerfahrt zu Ende!", sagte Alucard gereizt. Alexander Anderson grinste breit. „Ich werde dich zur Hölle schicken, verfluchter Vampir!"Er griff an. Alucard wich seinen Stichen und Hieben aus und verharrte schließlich. Alexander bohrte ein Schwert in seinen Magen. Alucard legte seine Pistole an den Kopf des Paladins. „Du hättest mich nicht bei der besten Mahlzeit, die ich jemals hatte, stören sollen", knurrte er und drückte ab. Alexander wurde nach hinten zu Boden geschleudert. Seepferd-chan schrie auf. „ALEXANDER!! DAS KANNST DU MIR NICHT ANTUN!! WIR HABEN DOCH NOCH GAR NICHT GEHEIRATET!!"
Alucard zog sich Alexanders Klinge aus dem Magen und warf sie zur Seite. Er wollte sich zu Fried-chan umwenden, doch dann realisierte er, dass Alexander wieder aufstand. „Was? ... Du bist Regenerator? Du kannst dich selbst heilen???"Alexander gluckste. Auf seiner Stirn schloss sich die Schusswunde von selbst. Alucards Blick wurde blutrünstig. „Na, schön. Doch selbst als Regenerator kannst du mehrere meiner Kugeln nicht überleben. Grüß den Lappenträger und Mick(e) von mir, Schweinepriester!!"Er zielte erneut auf Alexanders Kopf. „Nein!", rief Seepferd-chan. „Lass das sein, du Arsch!!"Alucard grinste. „Ihr seid es doch selbst Schuld!" Sein Finger wanderte zum Abzug.
„Bitte, Meister, tut das nicht!"
Alucard hielt inne. „Weibliche Prinzessin?"
Fried-chan versuchte, aufzustehen, fiel aber dabei immer wieder um. „Meister, das ist ein Mann meiner Freundin und Schwester! Ihr dürft ihn nicht töten! Bitte, Meister!"Alucard sah sie an. Dann senkte er die Waffe. „Na gut, weibliche Prinzessin."Seepferd-chan seufzte erleichtert auf und bat Alexander, den Kampf einzustellen. Dann versuchte sie, Fried-chan zu helfen, auf den Beinen zu bleiben. „Jetzt hör mal, Fried-chan! Ich bin dir ja dankbar, aber hast du eben „Meister"zu Alucard gesagt? Soll das heißen, du bist jetzt Vampir??"„Nö, ihr habt ja die Verwandlung versaut", sagte Fried-chan. „Aber das hindert mich doch nicht daran, ihn als meinen Meister anzusehen, oder?"„Und was nicht ist, kann ja noch werden!", fügte Alucard grinsend hinzu und hob Fried-chan auf seine Arme, bevor sie wieder umfallen konnte. „Weibliche Prinzessin- ... Fried-chan. Ich habe einen Entschluss gefasst. Ich folge dir überall hin. Scheiß auf Integra!!" Fried-chan schwenkte zwei kleine Fähnchen. „HURRAH!!" Seepferd-chan hob den Zeigefinger und belehrte Alucard streng: „Du wirst Fried-chan nicht mehr ohne meine Einverständniserklärung beißen, verstanden?? Merk dir das!!"„Okay!", versprach Alucard mit ehrlichem Lächeln.
Alexander Anderson nahm Seepferd-chan auf seine Schultern und meinte zu Alucard: „Wir sollten Frieden schließen. Denn wir werden uns von jetzt an wohl oft sehen."Alucard nickte.
„FRIED-CHAN, WO BIST DU???"Eine Horde von dreizehn, mit Eiswaffeln ausgestatteten Männern rannte suchend durch den Park. Sie fanden Fried-chan erleichtert, doch die legte erst jeden einzelnen übers Knie, bevor sie wieder froh in Alucards Arme zurückkehrte.
Alle blickten zum Vollmond hinauf, der am roten Himmel seine Bahn zog. „Eine schöne Nacht", sagte Alucard.
-Fortsetzung folgt-
