Kapitel 4 - Illidan Stormrage *by Tom Marvolo Riddle

Schwer keuchend lag Fyrande am Boden und langsam verschafften die magischen Kräfte der Mondbrunnen und der Druiden ihr Linderung. Sie konnte sich aufrichten. Direkt vor sich sah sie die mächtigen Hufe des Dämonenjägers. Die von einem schwarzen Tuch verhüllten blinden Augen Illidans waren auf sie gerichtet. Eine starke Hand mit langen Krallen streckte sich ihr entgegen. Sie vernahm Illidans tiefe Stimme. "Steh auf, Elfe! Dir verdanke ich mein neues Leben! Wie ist dein Name?" Fyrande ergriff die Hand und wurde auf die Beine gezogen. "Ich bin Fyrande Whisperwind." "Dann danke ich dir, Fyrande. Du scheinst die Schwester von Tyrande zu sein." Illidans Kopf wand sich der Mondpriesterin zu. "Ja, Tyrande, du magst das alles vor Malfurion geheim gehalten haben, aber nun weiß ich sehr viel über deine Vergangenheit und kann inzwischen kaum noch erklären, wie ich dir jemals eine solche Verehrung entgegen bringen konnte!" Tyrande wirkte geschockt.

Ohne weiter auf Tyrande einzugehen, lenkte Illidan seine Aufmerksamkeit wieder auf Fyrande. "Ich nehme an, es gibt einen Grund dafür, dass ich wieder lebe? Ist Arthas wieder da?" "Noch nicht. Aber das ist alles nur noch eine Frage der Zeit. Und er darf auf keinen Fall den Lich-König erreichen.", klinkte Malfurion sich ein. "So, so.", sagte Illidan, ohne seinen Bruder weiter zu beachten. "Dann würde ich vorschlagen, Prinz Kael'thas aufzusuchen. Der müsste noch in Kontakt mit Lady Vashj stehen und so könnten wir auf die Unterstützung der Blutelfen und der Naga hoffen."

Und so war der gesamte Trupp wieder auf Reisen. Die erste Rast wollten sie unter einem großen Baum einlegen, doch eine laute Stimme ließ sie zurückschrecken. "WEG!! WEG!! SOFORT!! GEHT WEG!!" Hatte der Baum gesprochen?? "Wer spricht da?", rief Malfurion und alle hatten ihre Waffen bereit zum Kampf. "VERSCHWINDET!!" "Das ist der Baum!", rief Da'None ratlos und alle starrten das Gewächs an. "JAWOHL!!", brüllte der Baum. "ICH BIN RÜHRMICHNICHAN, EIN STACHELBAUM!!!" (Und stolz verkünde ich: Dieser Baum ist Karo!! Sie wollte es so!) Morphbert hatte es sowieso nicht so sehr mit Bäumen und so versteckte er sich vorsichtshalber hinter Qurgar, der schützend seine Axt vor sich hielt. Von hinter dem Baum ertönte eine weitere Stimme. "Hey!! Hallo?? Helft ihr mir mal?? Ich bin hier hinten!!" Fyrande traute sich um Rührmichnichan herum. Dort war ein Blutelf festgebunden. "Bitte, ich hänge hier jetzt seit drei Tagen!! Macht mich los!!", jammerte er verzweifelt.

"Wer hat das gemacht?", fragte Fyrande, während sie die Fesseln einfach durchriss. "Das sind zehn komische Kerle gewesen, die haben mich festgebunden und sind um den Baum getanzt. Davon ist der Baum dann aufgewacht und hat angefangen, zu brüllen. Von dem Geschrei sind zwei andere Leute angelockt worden, ein Blutelf mit ganz großem Schwert und eine Nachtelfe und die sind den zehn Kerlen hinterher gejagt und seitdem hänge ich hier... Ich bin übrigens Pham (Phillip)!"

Pham beschloss, sich den elf Reisenden anzuschließen, da er sowieso arbeitsloser Söldner war und schon immer mit Helden hatte zusammenarbeiten wollen.

Tyrande, Malfurion, Fyrande, Illidan, Rakan, Qurgar, Kramlam, Ithilglin, Da'None, Morphbert, Gorgadúl und Pham trafen in der neuen Festung von Prinz Kael'thas ein, der seit der scheinbaren Friedenszeit eine ziemlich große Blutelfenstadt in der Nähe von Lordamere Lake gegründet hatte. Prinz Kael'thas war ein prächtiger Anblick. Sein langes blondes Haar fiel ihm über die Schultern und er war außerdem ein sehr mächtiger Magier. Er kam ihnen schon entgegen und an seiner Seite war eine sehr schöne Blutelfe. Kael'thas begrüßte die Reisenden herzlich und stellte die Elfe als seine Frau Lilith (Sarah) vor. "Wir hörten durch Boten von eurer Ankunft und ich stelle begeistert fest, dass ihr wieder lebt, Illidan!" "Dank Fyrande Whisperwind bin ich wieder am Leben. Wir sind hier, um euch erneut zum Kampf gegen Arthas aufzurufen. Die Bedrohung durch ihn wird wieder größer.", sagte Illidan und alle gingen in die Festung hinein.

Nun würden die Vorbereitungen beginnen.

-Ende Kapitel 4-