So, also der nächste Teil... Öhn, dieser ist mir mal wieder nur so von der Hand gerutscht, und ich hoffe, dass er gut ist.
Die blöde IdeeFee hat mich mal wieder geschlagen!
IdeeFee: YEAH! mit ihrem Zepter wild in der Gegend rumfuchtel
MAi:Ach herrje! -.-
Inspiration habe ich mir aus den Yugioh-Mangas 32, 37 und 38 geholt.
Dass Yugioh mit Band 38 abgeschlossen wurde, käst mich so was von an! !
Allen, denen das Ende des letzten Bandes genau so wenig gefallen hat wie mir, sollten in der nächsten Zeit nach einem neuen one shot von mir Ausschau halten! Dieses Ende kann man einfach net so stehen lassen! mit der Faust rumwedel!
Nun gut... on with the Fic!
Stay By My Side XIII
Stöhnend öffnete Yami die Augen. Was war nun schon wieder geschehen? Das Letzte, an das er sich erinnern konnte war, dass Jono das Duell gegen Seth gewonnen hatte.
Erstaunt sah er sich um. Es schien so, als ob er sich in einem Palast befand.
Hohe Säulen umrahmten den Gang, in dem er lag. Auf der einen Seite erhoben sich prunkvoll verzierte Wände mit ägyptischen Schriftzeichen und Malereien, und die andere Seite gab den Blick frei auf eine üppige Vegetation.
Zu seinem Unmut musste er feststellen, dass Seto nicht mehr an seiner Seite war.
/Wahrscheinlich ist er irgendwo anders herausgekommen. Was auch immer das war/
Mühsam rappelte der Rotäugige sich auf und begann, in die Richtung zu gehen, in welcher der Gang in eine Sackgasse mündete.
Eine riesige, mit Gold überzogene Tür versperrte ihm den Weg.
Hinter ihr konnte Yami die schwachen Geräusche von Stimmen erkennen.
Neugierig lehnte er sich vor und glitt durch die Tür hindurch in den Raum dahinter.
"Was soll das heißen, du weißt nicht, ob du an dem Fest teilnimmst? Es wird allein für dich veranstaltet, Atemu!"
Eine schöne, hochgewachsene Frau wuselte vor einem deutlich älteren Atemu herum.
Yami betrachtete die Szene schweigend. So wie es aussah, hatte er einen gewaltigen Zeitsprung hingelegt. Es waren sicherlich 4 bis 5 Jahre vergangen, seit den Duellen von Jono und Seth.
"Ich weiß Mutter, doch ich fühle mich nicht wohl."
"Du fühlst dich nie wohl mein Sohn! Atemu, jetzt hör mir mal zu. Die Prinzessin von Beirut wird auch an dem Fest teilnehmen. Dort könntest du ihr endlich näher kommen!"
Ruckartig wandte sich Atemu zu seiner Mutter um.
"Ich werde nicht an diesem Fest teilnehmen. Es tut mir leid, wenn ich dich enttäuschen sollte, Mutter!"
Mit diesen Worten verließ er schnellen Schrittes das Zimmer.
Yami folgte ihm, verwirrt über das, was er gerade gesehen hatte.
Zielstrebig steuerte Atemu die riesige Gartenanlage an.
"Jono? Jono, bist du hier?"
Ein Rascheln, dann schnelle Schritte, und aus einem der Büsche tauchte der goldene Schopf Jonos auf.
"Atemu, was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deiner Mutter sein?"
"Ach... ich habe es nicht mehr ausgehalten... Ich musste dich sehen!"
Der Blonde verdrehte die Augen spielerisch und lächelte.
"Hat sie dich wieder mit der Prinzessin genervt?
"Ja und wie!... Wann wird sie nur endlich bergreifen, dass ich die Prinzessin niemals heiraten werde."
Leicht strich Jono seinem Prinzen durch das Haar.
"Sie will doch nur das Beste für dich."
Blitzschnell erfaste Atemu Jonos Handgelenk und drückte es fest an seine Wange. Genüsslich schmiegte er sich in die weiche Hand.
"Wie kommst du mit deiner Arbeit voran?"
"Oh gut! Ich will dir was zeigen, komm!"
Aufgeregt packte Jono Atemu und schleppte ihn hinter sich her.
Yami musste seine Schritte um einiges beschleunigen um mit ihnen Schritt halten zu können.
"Da sieh nur! Sind sie nicht wunderschön?"
Aufgeregt zeigte der Größere auf einen Busch mit rosafarbenen Blumen.
"Ich habe Ewigkeiten gebraucht, bis sie so wuchsen! Ich hoffe, sie werden dem Pharao gefallen!"
"Mein Vater wird sich ohne Zweifel darüber freuen."
"Sie sind schön, nicht?"
"Ja, wunderschön..."
Jono drehte sich zu seinem Freund um und stupste ihn leicht an.
"Aber du hast doch gar nicht richtig hingesehen!"
"Nein, entschuldige..." Zärtlich strich Atemu über Jonos Gesicht. "Ich bin von der schönen Aussicht abgelenkt worden..."
Der Blonde schenkte ihm einen verwirrten Blick, der preisgab, dass er seinem Freund nicht ganz folgen konnte, zuckte jedoch nur die Achseln und begann, wieder über die verschiedenen Pflanzen zu reden.
Yami schmunzelte. Wenn ihm jemals jemand gesagt hätte, dass Joey im alten Ägypten Gärtner gewesen war... er hätte es nicht geglaubt!
Eingehend betrachtete er sein altes Ego. Die Liebe und Zuneigung in Atemus Gesicht waren unübersehbar. Na ja - Jono schien es zu übersehen.
Irgendwie tat ihm sein altes Ich leid, wie es schmachtend dastand, und sein Angebeteter nicht einmal die leiseste Ahnung davon hatte.
Doch dieser Gedanke spannte sich weiter und flog zu seinem Geliebten, der sich in der Gegenwart eines unbekannten, vielleicht tödlichen Virusses erwehren musste!
Er durfte keine Zeit verlieren! Aber wie sollte er das Gegenmittel finden?
Er wusste es nicht.
Das Einzige, das er wusste war, dass ihm die Zeit davon zu laufen schien!
"Atemu, stimmt es eigentlich, dass Seth auch an den Festlichkeiten teilnimmt?"
Jonos Honigaugen sahen seinen Prinzen fragend an.
Atemu zuckte leicht zusammen. Das war der zweite Grund, warum er nicht an diesem Fest teilnehmen wollte. In all den Jahren hatte er Seth nur ein einziges Mal wiedergesehen, und er hatte ihn fast nicht erkannt.
Seine Augen waren so kühl geworden, dass es den jungen Prinzen fröstelte.
Er wollte Jono die Begegnung mit Seth ersparen, denn wer wusste, wie sehr sich ihr gemeinsamer Freund in all den Jahren veränderte hatte.
Er bezweifelte, dass es zum Guten war!
"Was soll das heißen, du hast ihn nicht gefunden?" Wütende Saphire blitzen den knienden Diener an.
"Es tut mir leid, Herr, aber es scheint unmöglich zu sein, die von euch gesuchte Person ausfindig zu machen. Ich habe mich in der ganzen Stadt umgehört, doch niemand kennt diesen Jono, Herr."
Hektisch verbeugte der Diener sich noch tiefer.
Bei Jonos Namen horchte Seto auf. Er wusste nicht genau, wo er sich befand, hatte aber bei näherer Betrachtung seiner Umgebung festgestellt, dass es sich um eine Art Tempel handeln musste. Als er dann auch noch Seth über den Weg lief, war es für ihn klar: So wie es aussah, befand er sich in dem Tempel Seths.
Anscheinend versuchte Seth verzweifelt, Jono ausfindig zu machen, was ihm aber nicht gelang. Interessiert beäugte Seto sein altes Ich.
Er konnte nicht leugnen, dass Seth eine imposante Persönlichkeit war. Jemand, der Macht ausstrahlte.
Und das gefiel Seto. Allein der Gedanke, dass er in seinem alten Leben ebenso mächtig war wie in der Gegenwart, berauschte ihn.
Macht war etwas, dem er niemals entsagen konnte.
Macht war alles für ihn... na ja, alles, bis auf sein Hündchen und Mokuba.
Aber war da nicht noch jemand gewesen.
Er konnte sich so schwer erinnern...
Seth kochte. Was bildete sich dieser Diener eigentlich ein? Kam da mit der Nachricht, dass seine Suche fehlgeschlagen war und besaß dann auch noch die Frechheit, seine Belohnung einfordern zu wollen.
"Ich habe Kinder, Herr. Ich muss ihre hungrigen Mäuler stopfen, und ich habe getan, was ihr von mit verlangtet!"
"So, eine Belohnung willst du?" Ein kaltes Lächeln schlich sich auf Seth Züge.
Eine Belohnung sollte er erhalten.
Geschwind erhob Seth sich von seinem thronähnlichen Sitz und schritt die grauen Steinstufen hinunter auf den Mann zu.
Lässig hob er seinen Millenniumsstab und richtete ihn auf den Diener.
"Du willst die Belohnung, die dir zusteht? Diese sollst du auch bekommen!"
Der Stab fing an zu leuchten, und die Erde erbebte.
"Ich rufe dich, mein Monster, erscheine und verschlinge diesen unwürdigen Menschen!"
Augenblicklich schoss der Mann in die Höhe, sein Gesicht war vor Angst verzerrt, und er zitterte am ganzen Leib.
Plötzlich - wie aus dem Nichts - erschien eine riesige Kobra und schlängelte sich blitzschnell um den ahnungslosen Diener, um ihn einzukreisen.
Erschrocken schrie dieser auf. Angstvoll flehte er um sein Leben, doch Seth kannte kein Erbarmen.
Mit einem Kopfnicken zu der Kobra hin besiegelte er des Mannes Schicksal.
Begeistert besah er sich das blutige Schauspiel.
Er konnte nichts anderes empfinden, als dass ihm das Geschehen immer wieder neue Wellen der Begeisterung über den Rücken schickte.
Angeekelt drehte Seto sich weg. Er konnte dem erbärmlichen Ende dieses Menschen nicht zusehen.
Er müsste lügen, würde er sagen, dass Seths begeistertes Gesicht ihn nicht ängstigte.
Es schien fast so, als ob sein altes Ego es genoss, den Tod dieses Mannes mitzuerleben!
Als die Schlage ihr grausames Mahl beendet hatte, löste sie sich in Rauch auf und kehrte in ihre Steinplatte zurück.
"Wie ich sehe, hatte deine Suche nicht ihren erwünschten Erfolg?"
Langsam drehte Seth sich zu seinem Meister um.
Heishin war in völlige Schwärze gehüllt, und seine boshaften Augen funkelten zufrieden.
"Er konnte ihn nicht finden. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, Meister!"
Unzufrieden legte der Braunhaarige seine Stirn in kraus.
"Bedenke Seth... nicht alle Plätze sind dem gewöhnlichen Pöbel zugänglich. Was, wenn dein geliebter Jono sich an einem Ort aufhält, den sonst niemand aus dem Volk betreten darf?"
Seths saphirblaue Augen weiteten sich.
Aber natürlich! Warum hatte er nicht schon früher daran gedacht? Der Palast!
Atemu hatte Jono mit sich in den Palast genommen!
"Ich würde mich beeilen, Seth. Er hat einige Jahre an Vorsprung... Wer weiß, was er schon alles mit Jono angestellt hat..."
Über Heishins Gesicht legte sich eine boshafte Fratze. Als er die Panik in Seths Augen sah, vertiefte sie sich nur.
"Ihr denkt, dass er...?" Verloren sah Seth seinen Meister an.
"Nun ja, er hat ihn schon damals geliebt, nicht wahr? Warum sollte er sich zurückhalten? Er hat das Objekt seiner Begierde genau vor seiner Nase!"
"Aber es gab keine Pläne für eine Hochzeit! Das hätten wir erfahren! Wir wären doch eingeladen worden! Das ganze Volk von Ägypten hätte das Brautpaar gefeiert!"
"Du bist immer noch zu naiv, Seth!", schimpfte Heishin ungehalten.
"Warum sollte Atemu einen gewöhnlichen Bauersohn heiraten? Das würde der Pharao niemals erlauben! Also, sag mir, warum... wenn er ihn sich als Lustsklave jeder Zeit holen könnte?"
Der Blauäugige starrte seinen Meister fassungslos an. "Das würde Atemu niemals tun! Er weiß, dass es Jono das Herz brechen würde!"
"Bist du dir da sicher? Vielleicht will er ja nur nicht teilen... Wenn er Jono einmal gebrochen hat, kann dieser nirgendwo mehr hin, Seth. Er hat kein andere Wahl, als bei Atemu zu bleiben... Überlege gut... Willst du zulassen, dasd er Jono bricht?"
"Niemals!" "Dann wähle deine nächsten Schritte mit Sorgfalt!"
Mit diesen Worten und einem Grinsen auf den Lippen verschwand Heishin in seine Gemächer.
Er ließ einen fieberhaft grübelnden Seth zurück.
/Ja, was wäre, wenn Yami genau das vorhätte? Was, wenn er mir Joey wegnehmen wollte, damit er ihn nicht teilen muss? Es war doch Yamis Idee gewesen, hierher ins alte Ägypten zu reisen! Was, wenn er mich hier allein zurück lassen wollte/
Setos Gedanken überschlugen sich und er hatte Mühe, auch nur etwas Ordnung in das Chaos seiner Gedanken und Gefühle zu bringen.
Was würde nur geschehen?
So in Gedanken versunken sah er nicht die glühenden Augen, die seine Gestalt flüchtig musterten, bevor sie verschwanden...
Fortsetzung folgt...
O.k. was werden Seth und Seto jetzt tun?
Was ist mit Teana über die Jahre geschehen?
Wie steht es um Jonos Herz, und welche Wendungen wird das große Fest mit sich bringen?
Und die alles entscheidende Frage:
Sind die antiken Kuriboh auch so zuckersüß oder nicht?
Das und vieles mehr in der nächsten Folge, bleiben sie dran! XD
Die blöde IdeeFee hat mich mal wieder geschlagen!
IdeeFee: YEAH! mit ihrem Zepter wild in der Gegend rumfuchtel
MAi:Ach herrje! -.-
Inspiration habe ich mir aus den Yugioh-Mangas 32, 37 und 38 geholt.
Dass Yugioh mit Band 38 abgeschlossen wurde, käst mich so was von an! !
Allen, denen das Ende des letzten Bandes genau so wenig gefallen hat wie mir, sollten in der nächsten Zeit nach einem neuen one shot von mir Ausschau halten! Dieses Ende kann man einfach net so stehen lassen! mit der Faust rumwedel!
Nun gut... on with the Fic!
Stay By My Side XIII
Stöhnend öffnete Yami die Augen. Was war nun schon wieder geschehen? Das Letzte, an das er sich erinnern konnte war, dass Jono das Duell gegen Seth gewonnen hatte.
Erstaunt sah er sich um. Es schien so, als ob er sich in einem Palast befand.
Hohe Säulen umrahmten den Gang, in dem er lag. Auf der einen Seite erhoben sich prunkvoll verzierte Wände mit ägyptischen Schriftzeichen und Malereien, und die andere Seite gab den Blick frei auf eine üppige Vegetation.
Zu seinem Unmut musste er feststellen, dass Seto nicht mehr an seiner Seite war.
/Wahrscheinlich ist er irgendwo anders herausgekommen. Was auch immer das war/
Mühsam rappelte der Rotäugige sich auf und begann, in die Richtung zu gehen, in welcher der Gang in eine Sackgasse mündete.
Eine riesige, mit Gold überzogene Tür versperrte ihm den Weg.
Hinter ihr konnte Yami die schwachen Geräusche von Stimmen erkennen.
Neugierig lehnte er sich vor und glitt durch die Tür hindurch in den Raum dahinter.
"Was soll das heißen, du weißt nicht, ob du an dem Fest teilnimmst? Es wird allein für dich veranstaltet, Atemu!"
Eine schöne, hochgewachsene Frau wuselte vor einem deutlich älteren Atemu herum.
Yami betrachtete die Szene schweigend. So wie es aussah, hatte er einen gewaltigen Zeitsprung hingelegt. Es waren sicherlich 4 bis 5 Jahre vergangen, seit den Duellen von Jono und Seth.
"Ich weiß Mutter, doch ich fühle mich nicht wohl."
"Du fühlst dich nie wohl mein Sohn! Atemu, jetzt hör mir mal zu. Die Prinzessin von Beirut wird auch an dem Fest teilnehmen. Dort könntest du ihr endlich näher kommen!"
Ruckartig wandte sich Atemu zu seiner Mutter um.
"Ich werde nicht an diesem Fest teilnehmen. Es tut mir leid, wenn ich dich enttäuschen sollte, Mutter!"
Mit diesen Worten verließ er schnellen Schrittes das Zimmer.
Yami folgte ihm, verwirrt über das, was er gerade gesehen hatte.
Zielstrebig steuerte Atemu die riesige Gartenanlage an.
"Jono? Jono, bist du hier?"
Ein Rascheln, dann schnelle Schritte, und aus einem der Büsche tauchte der goldene Schopf Jonos auf.
"Atemu, was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deiner Mutter sein?"
"Ach... ich habe es nicht mehr ausgehalten... Ich musste dich sehen!"
Der Blonde verdrehte die Augen spielerisch und lächelte.
"Hat sie dich wieder mit der Prinzessin genervt?
"Ja und wie!... Wann wird sie nur endlich bergreifen, dass ich die Prinzessin niemals heiraten werde."
Leicht strich Jono seinem Prinzen durch das Haar.
"Sie will doch nur das Beste für dich."
Blitzschnell erfaste Atemu Jonos Handgelenk und drückte es fest an seine Wange. Genüsslich schmiegte er sich in die weiche Hand.
"Wie kommst du mit deiner Arbeit voran?"
"Oh gut! Ich will dir was zeigen, komm!"
Aufgeregt packte Jono Atemu und schleppte ihn hinter sich her.
Yami musste seine Schritte um einiges beschleunigen um mit ihnen Schritt halten zu können.
"Da sieh nur! Sind sie nicht wunderschön?"
Aufgeregt zeigte der Größere auf einen Busch mit rosafarbenen Blumen.
"Ich habe Ewigkeiten gebraucht, bis sie so wuchsen! Ich hoffe, sie werden dem Pharao gefallen!"
"Mein Vater wird sich ohne Zweifel darüber freuen."
"Sie sind schön, nicht?"
"Ja, wunderschön..."
Jono drehte sich zu seinem Freund um und stupste ihn leicht an.
"Aber du hast doch gar nicht richtig hingesehen!"
"Nein, entschuldige..." Zärtlich strich Atemu über Jonos Gesicht. "Ich bin von der schönen Aussicht abgelenkt worden..."
Der Blonde schenkte ihm einen verwirrten Blick, der preisgab, dass er seinem Freund nicht ganz folgen konnte, zuckte jedoch nur die Achseln und begann, wieder über die verschiedenen Pflanzen zu reden.
Yami schmunzelte. Wenn ihm jemals jemand gesagt hätte, dass Joey im alten Ägypten Gärtner gewesen war... er hätte es nicht geglaubt!
Eingehend betrachtete er sein altes Ego. Die Liebe und Zuneigung in Atemus Gesicht waren unübersehbar. Na ja - Jono schien es zu übersehen.
Irgendwie tat ihm sein altes Ich leid, wie es schmachtend dastand, und sein Angebeteter nicht einmal die leiseste Ahnung davon hatte.
Doch dieser Gedanke spannte sich weiter und flog zu seinem Geliebten, der sich in der Gegenwart eines unbekannten, vielleicht tödlichen Virusses erwehren musste!
Er durfte keine Zeit verlieren! Aber wie sollte er das Gegenmittel finden?
Er wusste es nicht.
Das Einzige, das er wusste war, dass ihm die Zeit davon zu laufen schien!
"Atemu, stimmt es eigentlich, dass Seth auch an den Festlichkeiten teilnimmt?"
Jonos Honigaugen sahen seinen Prinzen fragend an.
Atemu zuckte leicht zusammen. Das war der zweite Grund, warum er nicht an diesem Fest teilnehmen wollte. In all den Jahren hatte er Seth nur ein einziges Mal wiedergesehen, und er hatte ihn fast nicht erkannt.
Seine Augen waren so kühl geworden, dass es den jungen Prinzen fröstelte.
Er wollte Jono die Begegnung mit Seth ersparen, denn wer wusste, wie sehr sich ihr gemeinsamer Freund in all den Jahren veränderte hatte.
Er bezweifelte, dass es zum Guten war!
"Was soll das heißen, du hast ihn nicht gefunden?" Wütende Saphire blitzen den knienden Diener an.
"Es tut mir leid, Herr, aber es scheint unmöglich zu sein, die von euch gesuchte Person ausfindig zu machen. Ich habe mich in der ganzen Stadt umgehört, doch niemand kennt diesen Jono, Herr."
Hektisch verbeugte der Diener sich noch tiefer.
Bei Jonos Namen horchte Seto auf. Er wusste nicht genau, wo er sich befand, hatte aber bei näherer Betrachtung seiner Umgebung festgestellt, dass es sich um eine Art Tempel handeln musste. Als er dann auch noch Seth über den Weg lief, war es für ihn klar: So wie es aussah, befand er sich in dem Tempel Seths.
Anscheinend versuchte Seth verzweifelt, Jono ausfindig zu machen, was ihm aber nicht gelang. Interessiert beäugte Seto sein altes Ich.
Er konnte nicht leugnen, dass Seth eine imposante Persönlichkeit war. Jemand, der Macht ausstrahlte.
Und das gefiel Seto. Allein der Gedanke, dass er in seinem alten Leben ebenso mächtig war wie in der Gegenwart, berauschte ihn.
Macht war etwas, dem er niemals entsagen konnte.
Macht war alles für ihn... na ja, alles, bis auf sein Hündchen und Mokuba.
Aber war da nicht noch jemand gewesen.
Er konnte sich so schwer erinnern...
Seth kochte. Was bildete sich dieser Diener eigentlich ein? Kam da mit der Nachricht, dass seine Suche fehlgeschlagen war und besaß dann auch noch die Frechheit, seine Belohnung einfordern zu wollen.
"Ich habe Kinder, Herr. Ich muss ihre hungrigen Mäuler stopfen, und ich habe getan, was ihr von mit verlangtet!"
"So, eine Belohnung willst du?" Ein kaltes Lächeln schlich sich auf Seth Züge.
Eine Belohnung sollte er erhalten.
Geschwind erhob Seth sich von seinem thronähnlichen Sitz und schritt die grauen Steinstufen hinunter auf den Mann zu.
Lässig hob er seinen Millenniumsstab und richtete ihn auf den Diener.
"Du willst die Belohnung, die dir zusteht? Diese sollst du auch bekommen!"
Der Stab fing an zu leuchten, und die Erde erbebte.
"Ich rufe dich, mein Monster, erscheine und verschlinge diesen unwürdigen Menschen!"
Augenblicklich schoss der Mann in die Höhe, sein Gesicht war vor Angst verzerrt, und er zitterte am ganzen Leib.
Plötzlich - wie aus dem Nichts - erschien eine riesige Kobra und schlängelte sich blitzschnell um den ahnungslosen Diener, um ihn einzukreisen.
Erschrocken schrie dieser auf. Angstvoll flehte er um sein Leben, doch Seth kannte kein Erbarmen.
Mit einem Kopfnicken zu der Kobra hin besiegelte er des Mannes Schicksal.
Begeistert besah er sich das blutige Schauspiel.
Er konnte nichts anderes empfinden, als dass ihm das Geschehen immer wieder neue Wellen der Begeisterung über den Rücken schickte.
Angeekelt drehte Seto sich weg. Er konnte dem erbärmlichen Ende dieses Menschen nicht zusehen.
Er müsste lügen, würde er sagen, dass Seths begeistertes Gesicht ihn nicht ängstigte.
Es schien fast so, als ob sein altes Ego es genoss, den Tod dieses Mannes mitzuerleben!
Als die Schlage ihr grausames Mahl beendet hatte, löste sie sich in Rauch auf und kehrte in ihre Steinplatte zurück.
"Wie ich sehe, hatte deine Suche nicht ihren erwünschten Erfolg?"
Langsam drehte Seth sich zu seinem Meister um.
Heishin war in völlige Schwärze gehüllt, und seine boshaften Augen funkelten zufrieden.
"Er konnte ihn nicht finden. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll, Meister!"
Unzufrieden legte der Braunhaarige seine Stirn in kraus.
"Bedenke Seth... nicht alle Plätze sind dem gewöhnlichen Pöbel zugänglich. Was, wenn dein geliebter Jono sich an einem Ort aufhält, den sonst niemand aus dem Volk betreten darf?"
Seths saphirblaue Augen weiteten sich.
Aber natürlich! Warum hatte er nicht schon früher daran gedacht? Der Palast!
Atemu hatte Jono mit sich in den Palast genommen!
"Ich würde mich beeilen, Seth. Er hat einige Jahre an Vorsprung... Wer weiß, was er schon alles mit Jono angestellt hat..."
Über Heishins Gesicht legte sich eine boshafte Fratze. Als er die Panik in Seths Augen sah, vertiefte sie sich nur.
"Ihr denkt, dass er...?" Verloren sah Seth seinen Meister an.
"Nun ja, er hat ihn schon damals geliebt, nicht wahr? Warum sollte er sich zurückhalten? Er hat das Objekt seiner Begierde genau vor seiner Nase!"
"Aber es gab keine Pläne für eine Hochzeit! Das hätten wir erfahren! Wir wären doch eingeladen worden! Das ganze Volk von Ägypten hätte das Brautpaar gefeiert!"
"Du bist immer noch zu naiv, Seth!", schimpfte Heishin ungehalten.
"Warum sollte Atemu einen gewöhnlichen Bauersohn heiraten? Das würde der Pharao niemals erlauben! Also, sag mir, warum... wenn er ihn sich als Lustsklave jeder Zeit holen könnte?"
Der Blauäugige starrte seinen Meister fassungslos an. "Das würde Atemu niemals tun! Er weiß, dass es Jono das Herz brechen würde!"
"Bist du dir da sicher? Vielleicht will er ja nur nicht teilen... Wenn er Jono einmal gebrochen hat, kann dieser nirgendwo mehr hin, Seth. Er hat kein andere Wahl, als bei Atemu zu bleiben... Überlege gut... Willst du zulassen, dasd er Jono bricht?"
"Niemals!" "Dann wähle deine nächsten Schritte mit Sorgfalt!"
Mit diesen Worten und einem Grinsen auf den Lippen verschwand Heishin in seine Gemächer.
Er ließ einen fieberhaft grübelnden Seth zurück.
/Ja, was wäre, wenn Yami genau das vorhätte? Was, wenn er mir Joey wegnehmen wollte, damit er ihn nicht teilen muss? Es war doch Yamis Idee gewesen, hierher ins alte Ägypten zu reisen! Was, wenn er mich hier allein zurück lassen wollte/
Setos Gedanken überschlugen sich und er hatte Mühe, auch nur etwas Ordnung in das Chaos seiner Gedanken und Gefühle zu bringen.
Was würde nur geschehen?
So in Gedanken versunken sah er nicht die glühenden Augen, die seine Gestalt flüchtig musterten, bevor sie verschwanden...
Fortsetzung folgt...
O.k. was werden Seth und Seto jetzt tun?
Was ist mit Teana über die Jahre geschehen?
Wie steht es um Jonos Herz, und welche Wendungen wird das große Fest mit sich bringen?
Und die alles entscheidende Frage:
Sind die antiken Kuriboh auch so zuckersüß oder nicht?
Das und vieles mehr in der nächsten Folge, bleiben sie dran! XD
