Erst mal einen besonderen Dank an Fried-chan, die ein so rührendes Interesse an meiner Geschichte zeigt und mich ständig anfeuert! Ich mag deine Fanfics auch ganz doll! ^^

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5. Teil Ich bin nur eine Sklavin

Ohne wirklichen Appetit nahm Konya sich etwas von dem fladenähnlichen Brot und kaute darauf herum. Es war ihr lieber, zu essen, als von Radditz noch einmal zurechtgewiesen zu werden. Sie bezweifelte nicht, dass er sie auch zum essen zwingen würde. Sie nahm eine Flasche von dem Tablett und betrachtete sie skeptisch. Die Flüssigkeit darin war von einem grellen gelb. Zögernd schraubte sie den Deckel ab und roch daran. Na ja, Radditz würde sie nicht vergiften wollen... Sie nahm einen Schluck. Und dann noch einen. Gar nicht übel. Ein wenig fruchtig, nicht zu süß und sehr erfrischend.

Radditz kam wieder herein. "Sehr schön, du hast sogar gegessen. Ich hatte schon fest damit gerechnet, dich füttern zu müssen...", sagte er mit einem bösen Lächeln. "Komm jetzt, du kannst baden. Los." Gehorsam stand Konya auf und folgte ihm zur Türe heraus. Sie ahnte, dass es blödsinnig war, einen Fluchtversuch zu unternehmen. Als Radditz und sie durch die Flure gingen, folgten ihnen viele Blicke. Kein Wunder, so wie Konya aussah... Nicht nur, dass sie eine Menschenfrau war und dunkelgrünes Haar hatte, sie war auch noch voller Blut...

"Hier rein." Radditz blieb vor einer Tür stehen und öffnete sie. Dahinter war ein Gang, in dem viele Türen waren. "Hier sind die Bäder.", sagte Radditz und ein Putz(-Computerfritze)-Scherge lief herbei. "Hier ist das bereitete Badezimmer!", quiekte er untertänig und führte sie zu einer der Türen. Radditz schob Konya hinein und sagte: "Wenn du fertig bist, dann ruf nach dem (Computerfritzen) Schergen. Neue Klamotten müssten da irgendwo rumliegen." Dann wand er sich an den (Computerfritzen) Schergen: "Sag mir Bescheid, wenn sie klopft." "Jawohl!", quiekte dieser mit einer Verbeugung und Radditz schloss die Badezimmertür von außen zu.

Eine große Wanne stand an der hinteren Wand des Bades und auf einer Ablagefläche standen mehrere Flaschen mit Pflegeprodukten. Dort waren auch Handtücher und die neuen Anziehsachen. Der Raum war angenehm beheizt und Konya streifte sich ihre blutdurchtränkten Sachen vom Körper. Sie tauchte ins heiße Wasser ein und spürte, dass sich ihre Angespanntheit langsam löste. Sie schloss sie die Augen und atmete tief durch. Sie konnte die Tränen nicht aufhalten, die ihr Gesicht herabrannen. Das alles war zuviel. Einfach zuviel. Was würde bloß aus ihr werden? Würde sie jemals wieder frei sein?

Sie gehörte Vegeta. Wer war Vegeta? Der König der Saiyajin...?! War er noch schlimmer als jene, die sie schon kennengelernt hatte? Warum waren Radditz und Nappa sich so sicher, dass er Gefallen an ihr finden würde? Warum ausgerechnet an ihr? Und kannten die Saiyajin denn keinen Jugendschutz? Sie war erst sechszehn! Es mochte ja sein, dass sie älter aussah... Konya blickte ihren vom Wasser verzerrten Körper an. Ihre Freundinnen hatten ihr schon oft Komplimente gemacht, was ihre Figur anging. Viele Männer hatten sich schon nach ihr umgesehen... Aber es gab doch so viele gut gebaute Frauen auf der Erde! Wieso also ausgerechnet Konya? Lag es an ihrem Gesicht? Von der Wanne aus konnte sie in einen Spiegel an der Wand sehen. Große grüne Augen, grüne Locken; machte sie das zu etwas besonderem? Mädchen mit seltsamen Haarfarben fand man auf der ganzen Erde. Blau, rot, gelb, lila... das war doch nichts ungewöhnliches! War sie wirklich so hübsch, dass sie auf Anhieb als gute Sklavin für einen König bezeichnet werden konnte? Warum konnte sie das alles nicht verstehen?

Konya tauchte kurz unter und wollte auf der Ablage nach einem Shampoo greifen, als ihr auffiel, dass sie nicht lesen konnte, was auf den Flaschen stand. "Äääh... Hilfe??", rief sie verzagt und sofort ertönte von draußen die Stimme des (Computerfritzen) Schergen. "Ja? Gibt es ein Problem?" "Ääähm, ja... Ich weiß nicht, in welcher Flasche Shampoo ist... Ich kann diese Schriftzeichen nicht lesen!" "Moment, ich schicke eine Sklavin, die euch helfen kann!", rief der (Computerfritze) Scherge und kurze Zeit später klickte das Schloss und die Türe öffnete sich. Eine Frau trat ein und verbeugte sich. Sie hatte einen langen Schwanz und schwarze Haare- Eine Saiyajinfrau?

Konya lächelte sie schüchtern an und sagte: "Hallo...! Ich kann die Etiketten auf den Flaschen nicht lesen... Was ist denn hier bitte ein Shampoo?" Die Frau lief zu der Ablagefläche und fragte: "Was für Bedürfnisse hat euer Haar?" "Häh? Mein Haar? Na ja, ich hab trockenes Haar!" "In Ordnung." Die Frau griff nach einer langhalsigen Flasche und trat damit an die Wanne heran. "Dreht ihr euch bitte mit dem Rücken zu mir?", bat sie Konya und öffnete die Flasche. "Hey, sie müssen mir nicht die Haare waschen, das kann ich doch selbst machen, ich bin doch auch nur eine neue Sklavin!!", wehrte Konya ab und lächelte die Frau an. Diese lächelte flüchtig zurück und sagte: "Nein, ihr seid eine hochgestellte Sklavin. Ich stehe weit unter euch." Dann schäumte sie Konya die Haare ein. "Unter mir?", fragte Konya entsetzt. "Bei Sklaven gibt es auch noch Ränge?" Die Frau massierte sanft Konyas Kopfhaut. "Ja." "Wie heißen sie?" "Bitte redet mich nicht mit "sie" an." "Nur wenn sie mich nicht mehr mit "ihr" anreden." "Das darf ich nicht." "Was? Ehrlich nicht? Na gut. Wie heißt du denn jetzt?" "Wieso spielt das für euch eine Rolle? Ich bin nur eine Sklavin." "Ich finde dich sympathisch! Ist doch normal, dass ich da deinen Namen wissen will!" Die Sklavin stockte kurz mit der Massage. "Ihr findet mich sympathisch?" "Ja!" "Ich bin euch untergestellt!" "Na und?" "Selbst wenn es neue Sklavinnen waren, sie haben mich nie nach meinem Namen gefragt! Sie haben mich meines Standes gemäss behandelt. Ihr seid zu freundlich! Ihr dürft mich behandeln wie ihr wollt! Warum seid ihr so freundlich?" "Na, weil ich mich nicht als etwas höheres fühle! Du bist die erste Person in diesem Raumschiff, die mir nett erscheint! ...Du bist eine Saiyajin, oder?" "Ja." "Warum versklavt ihr Leute eures eigenen Volkes, wenn es so viele andere Völker im Universum gibt?" "Ich bin die Tochter eines untersten Unterklassekriegers. Wir taugen zu nichts. Darum sind wir Sklaven." "Aber das ist doch Blödsinn!" Die Frau antwortete nicht. Konya seufzte. "Ich verstehe das alles einfach nicht."



Ende 5. Teil



Ich hoffe, ich hab noch Leser! Reviewt doch mal, ja?