So, seht ihr? Nun folgen die Chapter Scchlag auf Schlag... Morgen wird ein weiteres extra langes folgen, in dem dann aber auch wirklich Legolas auftaucht. Ich weiß ich versprech es schon viel zu lange schäm
Bevor ich das Chapter nun freigebe muss ich noch ganz ganz doll thanks an 2 Personen sagen. Henni ohne die ich die Story nie angefangen hätte, und July. Nich mal eine Woche her, dass ich dich geadded hab, und warst mir echt schon ne seeehr große Hilfe! Konstruktive Kritik is immer angebracht ;-), ich werde meinen Radar nun anschalten damit du gewisse Personen mit Regenwölkchen beglücken kannst
Off we go:
Als die letzten Worte gesprochen waren, trat Alassë wie selbstverständlich einen Schritt nach vorne und ließ es zu, dass das Licht sie umhüllte. Es schien in sie hinein zu fahren und in der gleichen Sekunde wieder hinaus, als wäre sie gar nicht da. Plötzlich fühlte sie sich als würde sie schweben, als wäre sie eins mit dem Licht, als wäre sie eine der tausend Farben, die durcheinander wirbelten. Alle Gedanken fielen in diesen Momenten von ihr ab, allein blieb das Gefühl der Freiheit und des Glücks.
So jäh dies begonnen hatte, so abrupt endete es und Alassë befand sich wieder in der Realität. Sie hielt ihre Augen geschlossen, um den Moment einen Augenblick länger zu halten, um einen Augenblick länger Zeit zu haben ihn für immer bei sich zu behalten. Seufzend atmete sie tief ein. Bis zu diesem Moment hatte sie angenommen sie wäre in ihrem Wohnzimmer, doch der Duft in ihrer Nase war neu, war fremd. Ihre Augen öffneten sich blitzartig. Das was sich ihr bot ließ sie taumeln. Schreck, Angst und vor allem Verwirrung. Um sie herum mehrere Bögen auf sie gerichtet, von denen sie jedoch kaum Notiz nahm, viel eindrucksvoller, erschreckender war ihre Umgebung. Hohe Bäume, unendlich viele Lichter, alles fremd. Alassë konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, nur an einem hielt sie fest: ein Traum. Dies musste ein Traum sein. Ja, wie sollte sie sonst, von ihrem Wohnzimmer zu einem solch machtvollen, unbeschreibbaren Ort kommen. Lächelnd blickte sie in die Höhe, doch selbes verging ihr, als sie endlich wahrnahm, dass sie nicht allein war. Mindestens 5 Bögen waren auf sie gerichtet. Stumme, starre und doch wunderschöne Gesichter blickten ihr misstrauisch entgegen. Diese Situation kam ihr sehr bekannt vor, und erneut erinnerte sie sich an Valandil zurück. Alassë entspannte sich sichtlich. Bei den vielen Gedanken, die sie an ihn verschwendete musste sie ja von diesen Elben träumen. Keinen Laut nahm sie um sich herum mehr war. Zu beginn schienen leise Stimmen in der Luft geschwebt zu haben, doch nun schien eine angespannte Stimmung zu herrschen.
Plötzlich sah sie eine Frau in einem weißen, fließendem Gewandt hinter den sie bedrohenden Elben auftauchen. Es war die gleiche Frau, die Valandil in dem gleißenden Licht erschienen war. Kaum hatte sie etwas in einer fremden, melodischen Sprache gesagt, ließen alle, die um Alassë herum standen, ihren Bogen sinken und machten der wunderschönen, anmutigen Frau den Weg frei. Das Gesicht der Frau spiegelte Freude wieder und als sie vor Alassë stehen blieb, schaute sie sie noch eine Weile weiter an. Alassë spürte, dass Worte ihrerseits momentan nicht angebracht waren, und wartete bis die Frau zu sprechen begann.
„Willkommen Alassë. Entschuldige diesen ungemäßen Empfang. Ich bin Galadriel, Herrin von Lothlórien. Du befindest dich im Innersten des von uns bewohnten Naith von Lórien und in unserer Hauptstadt. Folge mir, dann können wir wenigstens einige deiner Fragen zur Ruhe kommen lassen."
Die melodische Stimme, die Alassë schon kannte, hatte sie erneut verzaubert. Als nun Galadriel ihren Arm zart berührte, um sie mit sich zu führen, gab Alassë dieser Berührung wie in Trance nach, folgte Galadriel ohne weiter zu fragen. Sie spürte wie viele Blicke auf ihr lasteten, doch konnte sie niemanden außer den fünf Elben hinter ihr sehen. Dies war alles so unwirklich, doch nachdem Galadriel gesprochen hatte, stellte sie es momentan nicht mehr in Frage. Galadriel führte sie durch viele Bäume hindurch auf einen Hügel, der im Zentrum der ‚Stadt' zu liegen schien. Auf der Spitze des Hügels angekommen, breitete sich eine weite Rasenfläche vor ihr aus, auf der nur ein weiterer riesiger Baum und ein Brunnen standen, von welchem aus ein Bach den Hügel wieder hinunterfloss. Vollkommen fasziniert schaute Alassë sich um, auch auf die Stadt hinab.
„Viel Zeit wird dir bleiben dich umzusehen. Komm nun, es gibt wichtiges zu besprechen."
Galadriel ging auf den Baum zu und grüßte einige Elben, die eine weiße Leiter bewachten, in derselben seltsamen Sprache die sie vorher benutzt hatte. Langsam stieg sie die Leiter hinauf und gab Alassë zu verstehen ihr weiterhin zu folgen. Eng schmiegte sich die Leiter an den dicken, glatten und silbrig schimmernden Baumstamm. Links und rechts befanden sich alle paar Meter Plattformen aus Holz auf denen sich diverse Möbel, manchmal sogar ganze kleine Häuser und auch weitere Elben befanden. Jeder dem sie begegneten schaute sie verwundert an. Galadriel grüßte jeden einzelnen von ihnen und jeder schien mit Freude erfüllt sie zu sehen. Verwundert schienen sie dann, als sie Alassë sahen. Doch darüber konnte Alassë gerade kaum nachdenken, da sie sich sehr konzentrieren musste keine Sprosse der Leiter zu verfehlen. Als sie schon dachte, sie würden niemals oben ankommen, erreichten sie eine weitere Plattform, die um den ganzen Stamm herumführte und auf der sich ein weiteres Haus, um nicht zu sagen eine Art Palast befand. Dies schien ihr Ziel zu sein.
„Setz dich und ruh dich aus. Da du es nicht gewohnt bist, wird es sehr anstrengend für dich gewesen sein."
Lächelnd bot Galadriel Alassë einen Platz an und nahm selbst in einem der großen Sessel nahe dem Stamm platz, die eher aussahen wie Throne. Neugierig blickte Alassë sich um. Die Wände waren grün und silbern, die Decke dagegen golden. Alles was Alassë sehen konnte war so überwältigend, dass sie bis jetzt keinen weiteren Gedanken daran verschwendet hatte, ob dies nun wirklich ein Traum sei. Skeptisch blickte sie Galadriel an.
„Mein Kind, du hast sicherlich viele Fragen, doch kaum werde ich dir alle beantworten können, noch dürfen."
Stumm blickten sie sich an. Alassë versuchte ihre Fragen in Worte zu fassen, und als Galadriel dies bemerkte schien sich ihr Blick zu intensivieren. Alassë fühlte sich als ob ihre Gedanken gelesen würden, als würden alle Fragen, alle Ängste und ihre gesamte Verwirrung plötzlich im Raum schweben. Fragend blickte sie Galadriel an, die Macht die sie spürte kam von ihr aus.
„Alles was ich dir sagen kann ist, dass dies kein Traum ist Alassë. Die Frage nach dem warum, musst du dir selbst beantworten. Ich weiß, dass dir dies momentan noch nicht möglich ist, aber mit der Zeit kommt das Wissen. Den genauen Zeitpunkt kann selbst ich noch nicht vorherbestimmen. Bis es soweit ist, wirst du die Möglichkeit haben, dich hier weiter umzusehen, und auch Valandil wieder zu treffen."
Nachdenklich blickte Alassë Galadriel an. Wenn dies nun doch ein Traum war, dann war es ein verdammt echter, und dann hatte sie auch schon vor langer Zeit angefangen zu träumen, nämlich spätestens als Valandil aufgetaucht war. Solange sie nicht wusste ob sie zurzeit in Traum oder Realität weilte, beschloss Alassë auf das sich ihr bietende einzugehen. Was blieb ihr anderes übrig?
„Wie lange werde ich denn hier sein? Hab ich überhaupt noch eine Möglichkeit wieder nach Hause zu kommen?"
„Ich habe eine Möglichkeit gesehen, ob diese nun aber tatsächlich eintreffen wird steht noch in den Sternen. Ich möchte dir nicht zuviel Hoffnung machen, noch möchte ich dich aller berauben."
„Na das sagt mir ja jetzt viel..."
Mehr zu sich selber als zu Galadriel hatte Alassë diesen Satz gesagt, doch natürlich war er Galadriel nicht entgangen. Mitfühlend lächelte sie Alassë an und Alassë überkam ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit.
„Ich werde dich nun zu deinem Zimmer geleiten. Morgen wirst du Valandil treffen und er wird dich mit allem hier bekannt machen. Eine Sache sollte ich noch erwähnen. Nicht alle Elben hier werden dich verstehen. Zwar sprechen die meisten mittlerweile wenigstens grundsätzlich die Allgemeinsprache, doch gibt es noch viele die nur eine der Elbensprachen beherrschen. Doch mach dir darüber keine Gedanken. Folge mir nun."
Geschmeidig stand Galadriel auf, verließ das Haus und begann wieder mit dem Abstieg. Vorsichtig folgte Alassë ihr und war erstaunt wie viel schneller es doch diesmal ging. Zielstrebig und schweigend ging Galadriel auf einen Baum am Fuße des Hügels zu. Die Prozedur des Aufstiegs begann von neuem, war diesmal jedoch wesentlich kürzer, da der Baum zwar ebenfalls eine beachtliche Höhe hatte, dennoch um einiges kleiner war als der vorige. Wieder stiegen sie bis ganz nach oben und standen dann vor einem kleinen Haus, das jedoch nur aus einem Raum bestand. Lächelnd drehte sich Galadriel zu Alassë um und wartete bis sie sich erst einmal einen groben Überblick verschafft hatte. Der Raum war nicht so groß wie der in dem sie ihre Unterhaltung begonnen hatten, er war jedoch mit Sicherheit größer als Alassës Wohnzimmer und ihr Schlafzimmer zusammen. Auch hier waren die Wände grün und silbern und die Decke golden. An einer Seite war ein großes Fenster in die Wand eingelassen durch dass man aus bestimmten Blickwinkeln durch das Blätterdach des Baumes den Sternenhimmel sehen konnte. An der gegenüberliegenden Seite stand ein großes hölzernes Bett, Decke und Kissen in grün gefasst. Des Weiteren befanden sich ein Schrank, ein Tisch und zwei Stühle im Raum. Jedes einzelne Stück kunstvoll und auf seine Weise verziert.
„Hier kannst du dich nun erst einmal ausruhen. Es tut mir leid, dass ich dir momentan nichts Edleres bieten kann, doch herrscht reger Betrieb in Lothlórien in diesen Tagen. Im Schrank hängen Kleider, deren du dich bedienen kannst. Sobald du etwas brauchst, scheue dich nicht zu fragen. Ich werde Valandil in Kenntnis setzen, dass du eingetroffen bist. Er wird dich morgen früh abholen."
„Danke. Ich finde, das hier reicht vollkommen. Ich brauche nichts besseres, so wichtig bin ich ja dann auch nicht. Ich werde dann morgen also hier auf Valandil warten."
„Das ist gut. Hab eine geruhsame Nacht, Alassë."
„Gute Nacht und danke noch mal."
Mit einem Lächeln verschwand Galadriel geräuschlos aus der Tür und war im selben Moment schon die Leiter hinunter aus Alassës Blickfeld heraus verschwunden. Langsam begab sich Alassë zum Fenster hin und blickte hinaus. Im ersten Moment konnte sie nicht viel mehr als einige Lichter, welche die Dunkelheit durchbrachen, erkennen. Als sie jedoch eine Weile hinausgeblickt hatte konnte sie einzelne, gold schimmernde Blätter vor ihrem Fenster erkennen. Die Lichter verwandelten sich in bunte Lampions, die von jeder Holzplattform aus in die Nacht hinaus schimmerten. Bis auf wenige Elben auf einer Plattform im benachbarten Baum, konnte sie keine weiteren Lebewesen sehen. Sie konnte dafür umso mehr hören. Stimmen schwirrten in der Luft herum, als wäre es früher Morgen auf einem Großmarkt. Kein Schreie, sondern liebliche Stimmen. Alassë wusste kein besseres Wort als lieblich, um diese Stimmen zu beschreiben. Manche schienen sich nur zu unterhalten, viele jedoch sangen. Sie konnte verschiedene Lieder ausmachen, den Text verstand sie dennoch nicht. Nach schier endloser Zeit riss sie sich endlich von diesen neuen Eindrücken los und ging auf die andere Seite des Raumes. Prüfend setzte sie sich aufs Bett und musste feststellen, dass dies das wohl komfortabelste Bett war, auf welchem sie je gesessen, geschweige denn geschlafen hatte. Zufrieden ließ sie sich in das große Kissen sinken und schob alle Gedanken von Traum oder Realität beiseite. Schon nach kurzer Zeit hatten die vielen lieblichen Stimmen, die wohlklingende Lieder sangen, sie in einen traumlosen Schlaf versetzt.
Schon als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen, schlug Alassë die Augen auf und begrüßte den Morgen mit einem herzhaften Gähnen. Hatten Wände und Decke im Sternen- und Lampionschein noch geschimmert, so waren sie nun bei der Berührung mit den Strahlen der Sonne in ein wahres funkeln und strahlen übergegangen. Überwältigt betrachtete Alassë das Farbenspiel. Schon nach kurzer Zeit wanderten ihre Gedanken jedoch wieder zu den Geschehnissen des Vorabends. Noch immer versuchte sie sich einzureden, dass dies ein Traum sei, wusste aber im tiefsten Innern, dass es bittere Realität war. Bitter, weil sie nicht wusste was sie erwarten würde. Bitter, weil alles fremd war. Bitter, weil sie nicht sagen konnte, ob sie ihr altes Leben jemals wieder haben würde. Alles war ungewiss und niemand schien sie aufklären zu wollen. Gerade als ihre Gedanken einen altbekannten Weg einschlugen, einen Weg der sie sich nur noch einsamer fühlen ließ, klopfte es an der Tür. Unsicher blickte Alassë in die Richtung der Tür, setzte sich dann auf.
„Ja?"
Langsam öffnete sich die Tür und herein schritt eine, wahrscheinlich die einzige, ihr bekannte Person. Valandil. Schnell stellte sie sich hin und erwiderte seinen lächelnden Blick. Nach einigen Momenten der Stille schritt Valandil auf sie zu und umarmte sie. Überrascht blickte Alassë ihn an, und Valandil ergriff das Wort.
„Guten Morgen Alassë, es freut mich dich endlich hier begrüßen zu dürfen. Hast du gut geschlafen?"
„Ja... danke... Eigentlich kann ich mich nicht erinnern je einen so ausgeruhten Schlaf gehabt zu haben."
„Ja da wirst du Recht haben. Ich muss zugeben, auch ich habe nicht allzu gut in deiner Welt geschlafen. Der Lärm, der Geruch, die Farben... Kaum etwas hat mich an mein Zuhause erinnert."
„Na ja, so schlimm ist es ja bei mir nicht. Nachts fahren kaum Autos, und dunkel ist es da wie hier. Wenn man immer da gewohnt hat, merkt man den Geruch eh nicht mehr. Also ich zumindest. Mir fällt halt dann nur auf, dass es hier irgendwie angenehmer ist. Du kannst mir nicht zufälligerweise ein paar winzige Fragen beantworten?"
Hoffnungsvoll blickte Alassë zu Valandil auf. Dieser wich ihrem Blick jedoch aus, wollte er sich doch nicht erneut einen Patzer leisten. Schweigend betrachtete Alassë Valandil. Als sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte war ihr nicht aufgefallen wie schön er eigentlich war. Ja wirklich schön, ‚gut aussehend' reichte dort als Attribut nicht mehr. Seine Augen strahlten von Innen heraus und waren strahlendblau. Seine Kleidung die er bei ihr getragen hatte, die sie so sehr an Robin Hood erinnert hatte, hatte er abgelegt und gegen ein silbrig-grünes Gewand getauscht. Beinah königlich wirkte er nun. Robin Hood, König der Diebe schoss ihr durch den Kopf und lächelnd blickte sie ihn an. Auch er hatte seinen Blick zurück auf sie gerichtet.
„Ich kann und darf dir nichts sagen Alassë. Viel was dein Interesse wecken würde, kann ich dir nicht mehr sagen. Frau Galadriel weiß mehr in dieser Sache. Ich bitte dich, frag nicht weiter."
„Aber was meintest du mit dem, was du zu CJ gesagt hast?"
„Alassë, ich darf nicht."
Frustriert schaute sie ihn an. Sie sah ihm an, dass er ihre Fragen gerne beantwortet hätte, doch sah sie auch, dass sie es nicht schaffen würde ihn weich zu bekommen. Seufzend gab sie auf.
„Was machen wir dann?"
„Ich wurde beauftragt dir Lothlórien zu zeigen, und alles Wissenswerte zu berichten. Ich werde dich Bewohnern vorstellen. Vorher solltest du dir aber vielleicht etwas anderes anziehen."
„Wieso? Ich fühl mich wohl in dem hier. War zwar eigentlich für einen Club gedacht, aber das hier konnte ich ja nicht ahnen."
„Niemand trägt hier so etwas."
„Na und? Ich schon. Bin ja auch die einzige aus einer anderen Welt, nehm ich mal an."
Der sarkastische Unterton in Alassës letztem Satz, ließ Valandil nun schweigen, auch wenn er seine Zweifel nicht verbergen konnte.
„Nun gut. Dein Erscheinen hier gestern war sowieso so auffällig, dass du selbst in einem elbischen Gewand noch ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten würdest."
„Was?"
„Viele haben es mitbekommen, unter den anderen hat es sich schnell verbreitet."
„Oh Mann, bin ich jetzt hier eine Attraktion, oder was?"
„Wenn du es so ausdrücken willst, dann ja. Aber nun komm, wir wollen doch nicht den ganzen Morgen hier oben verschwenden."
Damit drehte er sich um, ging zur Tür und hielt ihr diese auf. Zweifelnd, ob dies ein guter Tag werden würde folgte ihm Alassë und trat ins Freie auf die Plattform. Valandil ließ ihr kaum Zeit sich erneut die Umgebung anzuschauen, sondern stieg direkt die Leiter hinunter. Langsam folgte ihm Alassë. Unten angekommen ließ Valandil ihr ein wenig Zeit sich bei Tageslicht umzuschauen und betrachtete das Geschehen als sehe er es selbst zum ersten Mal.
„Man wird es nie müde Lothlórien zu betrachten. Diese Stadt, die Bewohner, das ständige Kommen und Gehen, die Bäume und ein jegliches Lebewesen welches hier sein Zuhause gefunden hat. Es scheint im ständigen Wandel und doch bleibt seit tausenden Jahren alles beim Alten."
Nun da die Stadt nicht mehr von Lampions, Sternen und dem Mond beleuchtet wurde, sondern die Sonne ihren Strahlen freien Lauf ließ, sah wirklich alles anders und doch gleich aus. Viele Elben und auch Lebewesen die offensichtlich einer anderen Rasse angehörten, die Alassë jedoch nicht direkt bestimmen konnte, liefen nun die weiß gepflasterte Straße entlang und stiegen die Leitern zu den Plattformen rauf und runter. Jeder der in ihre Nähe kam warf Alassë einen mehr oder weniger unauffälligen Blick zu, nicht selten auch mehrere. Viele grüßten Valandil, und auch Alassë, freundlich, nickten ihnen zu, jedoch blieb niemand stehen um sich mit ihnen zu unterhalten. Jeder schien zu wissen, dass es Valandil überlassen war mit Alassë den ersten Rundgang zu machen.
