Okay, ein weiteres Kapitel, mir fällt grad auf, dass es nicht sonderlich lang is, ebenso das nächste, also werd ich einfach so gnädig sein und 2 auf einmal uploaden... ich hoffe darauf werden mal ein paar mehr reviews folgen lieb guck
Und an dieser Stelle dann erst auch mal THX an July und Henni Hun (my Surfer Gurl), ich weiß es seeeehr zu schätzen, dass ihr reviewt.
In diesem Sinne Read and Review!!
Langsam schritten sie nun die Straße hinab, in die Richtung die sich vom Hügel, dem Zentrum der Stadt, entfernte und geradewegs aus der Stadt hinausführte. Die Stadt war von einer grünen Mauer umgeben, die nur an einer Stelle eine Öffnung hatte, um der Straße Durchlass zu gewähren. Hinter der Mauer schlängelte sich die Straße zunächst über eine Brücke, die den tiefen Graben auf der anderen Seite der Mauer überwand. Valandil und Alassë folgten dem Verlauf der Straße während Valandil vieles über die lange Geschichte der Stadt und ihre beiden Herrscher erzählte. Als sie um fast die halbe Stadt gelaufen waren, hatte er seine Ausführungen noch lange nicht beendet, hielt jedoch inne um den Zauber nicht zu zerstören, der sich ihnen bot. Vor ihnen breitete sich eine große, ebene Fläche aus, die nur von einem Hügel unterbrochen wurde. Auf der Spitze des Hügels befanden sich mehrere Bäume, die sich in zwei Kreisen, wie zur Ehrerbietung um einen großen, herausragenden Baum versammelt hatten. Auf dem ganzen Hügel verteilt wuchsen weiße und goldene Blumen, die den Rasen zu einem kostbaren Teppich machten.
Andächtig schritten sie dem Hügel und dem angrenzenden, wieder beginnenden Wald entgegen. Valandil hatte wieder mit seinen Erläuterungen begonnen und war so vertieft und fasziniert, dass er nicht merkte, dass Alassë ihm nicht mehr zuhörte. Am Waldrand angekommen schickte sich Valandil an kehrt zu machen, doch Alassë hielt ihn auf.
„Es ist wunderschön hier. Ich möchte noch nicht zurückgehen. Glaubst du ich kann mich noch ein bisschen allein hier umschauen? Der Weg zurück ist doch nicht schwer zu finden."
Bittend schaute sie ihn an, doch seine Augen spiegelten, wie schon oft am heutigen Tag, Zweifel wider. Bevor er antworten konnte, ergriff sie erneut das Wort.
„Komm schon, nur ein wenig. Kann doch nicht sein, dass du nun hier die ganze Zeit meinen Babysitter spielen musst."
„Nun gut, schau dich ein wenig um. Aber ich werde hier auf dich warten. Dann können wir den Weg zurück gemeinsam antreten."
„Danke!"
Ein Strahlen hatte sich auf Alassës Lippen ausgebreitet, und zerstreute Valandils letzte Zweifel. Lächelnd schaute er ihr hinterher wie sie hinter einem dicken Mallornstamm verschwand und noch einmal kurz zurück winkte.
Fasziniert schaute sich Alassë um. Jeder einzelne Baum wirkte hier einfach nur wunderschön. Es war ganz anders als es zu Hause war. Dort war ein Baum eben nur ein Baum. Einer wie der Andere. Besonders angetan war sie nun von den größten, den schönsten Bäumen hier. Majestätisch hoben sie sich über jeden anderen Baum hinaus. Mallorn oder Mellyrn hatte Valandil sie genannt. Sein Stamm war silbrig-grau und war glatt wie Seide, die gold schimmernden Blätter wurden nur noch von den voll-goldenen Blüten übertroffen. Immer wenn sie dachte den schönsten Baum vor sich zu haben, stand hinter diesem ein noch schönerer. Alassë merkte nicht wie die Zeit verging, so vertieft war sie in diesen Wald, und die neue Welt, die sich ihr auftat. Der wartende Valandil war längst aus ihren Gedanken gewichen.
Knackend zerbrach ein Zweig unter ihren Füßen und im nächsten Moment sah sie sich erneut einer Pfeilspitze gegenüber. Ihre Überraschung wich schnell dem Ärger der sich nun in ihr aufbaute.
Erstaunt blickt er das Mädchen an, welches vor ihm stand. Dem Geräusch nach, das er gehört hatte, hatte er etwas anderes erwartet. Aber wie konnte man auch so etwas erwarten? Nie zuvor hatte er sich einem Mädchen wie diesem gegenüber befunden. Einem Menschenmädchen wohl gesagt. Ihrer Art sich zu kleiden nach, musste sie von sehr weit herkommen. Einem Land so weit südlich, dass er nicht einmal in dessen Nähe gekommen war wahrscheinlich. Ihr Blick zog ihn in seinen Bann, hatte er doch etwas ihm Bekanntes im Innersten verborgen. Dies musste das Mädchen sein, von welchem gesprochen wurde. Es wurde gesagt, dass sie irgendeine Verbindung zu Valandil hatte, welche wusste wahrscheinlich nur die Frau Galadriel und Valandil selbst. Nun da er sie länger betrachtete, schien sie eine leichte Ähnlichkeit mit Valandil zu haben, was jedoch unmöglich war. Noch immer hielt er den Bogen gespannt, schien aber vollkommen vergessen zu haben, dass er ihn überhaupt in der Hand hielt.
Den überraschten Blick ihres Gegenübers ignorierend, drückte Alassë mit einer schnellen Handbewegung den auf sich gerichteten Pfeil beiseite. Den Schmerz in ihrer Hand, der dabei aufstieg verbann sie aus ihrem Kopf und stürmte, ohne ihn noch eines weiteren Blickes zu würdigen, an dem blonden Elb vorbei. Schnell schritt sie nun durch den Wald bis sie nach kurzer Zeit ein kleiner Fluss zum stehen brachte. Seufzend ließ sie sich auf einen großen Stein am Ufer sinken und betrachtete nun ihre Hand. Blut rann in einem kleinen Rinnsal ihre Handfläche entlang, da wo sie die Pfeilspitze gestreift hatte. Als sie nun länger darüber nachdachte fiel ihr ein, dass Valandil erzählt hatte, dass Elben unheimlich schnell waren, und ihre Schnelligkeit die des Menschen weit übertraf. Warum war es ihr möglich gewesen den Pfeil beiseite zu drücken, und warum hatte er nicht abgeschossen, wenn er sie schon als Bedrohung angesehen hatte? War es die Überraschung gewesen jemanden wie sie im Visier zu haben? Reglos hatte er sie angeschaut, doch seine Augen hatten, zumindest im ersten Moment, Überraschung und Verwirrung widergespiegelt. Wahrscheinlich hatte sie sich jedoch auch darin getäuscht, als sie nämlich ein zweites Mal hingeschaut hatte, hatte sie nichts mehr sehen können. Zumindest nicht in seinen Augen. Weiter betrachtet hatte sie ihn ja kaum. Was bildeten diese Elben sich auch ein, sie andauernd mit ihrem bescheuerten Pfeil und Bogen zu bedrohen. Hatte sie so eine gefährliche Ausstrahlung? Was konnte ein Mädchen aus einer anderen Welt schon gegen einen augenscheinlich kampferprobten Krieger ausrichten? Nichts. Sie gehörte offensichtlich nicht hier hin und wollte trotz des Zaubers den dieses Land ausstrahlte, einfach nur wieder zurück in ihre Wohnung. Was Kaya und Mira wohl jetzt machten? Wahrscheinlich standen sie noch immer an die Wand ihres Wohnzimmers gedrängt und blickten auf den Fleck an dem sie, Alassë, zuletzt gestanden hatte. Sie hätte dem Klang der Melodie, dem Rausch der Farben nie nachgeben dürfen. Ihr ganzes Weltbild war dadurch zerstört worden. Nichts verstand sie hier, und alle schienen es bei dem belassen zu wollen. Auch wenn Valandil noch so freundlich war, letzten Endes war sie hier allein. Viel einsamer, als sie es je gewesen war. Lächelnd blickte sie auf ihre Hand, auf die kleine Wunde die noch immer leicht blutete. Wenigstens dies war ihr bekannt. Der Schmerz ließ sie spüren, dass nicht alles gleichgültig und stumpfsinnig war. Sie konnte es mit dieser Welt aufnehmen.
Sie fühlte sich beobachtet, wandte ihren Blick ab von ihrer Hand und drehte sich um. Aus dem Gebüsch sah ihr das gleiche Paar Augen entgegen, vor dem sie vor einigen Minuten weggelaufen war. Gerade wollte der dazugehörige Elb aus dem Gebüsch heraus an die Uferböschung treten. Sein Blick ruhte auf ihrer Hand. In dem Moment blieb er stehen und auf der anderen Seite der kleinen Böschung trat Valandil aus dem Wald und kam schnellen Schrittes auf sie zu. Besorgt kniete er nieder.
„Alassë! Wo warst du? Du bist vor bestimmt zwei Stunden am Waldrand aufgebrochen. Hast du dich verlaufen gehabt? Ich folge deiner Spur schon seit einer guten Stunde, und sie führt kreuz und quer durch den Wald. Weißt du was alles hätte passieren können? Am Waldrand sind vor einigen Tagen Orks aufgetaucht. Hier sind zwar überall Wachen, aber die haben keine Zeit auf dich aufzupassen. Wir hatten doch vereinbart, dass du dich nur kurz alleine umschau.... Was ist mit deiner Hand passiert?"
„Das ist nur ein Kratzer. Kleiner Unfall mit einem von deinen Elbentypen. Sag mal, wurde euch nicht beigebracht, dass man mit gefährlichen Waffen nicht spielt? Ich scheine hier ja echt ein begehrtes Zielobjekt darzustellen. Na ja, und es tut mir leid, dass ich so weit gegangen bin. Diese Bäume haben mich irgendwie in ihren Bann gezogen."
„Ich kann deiner Geschichte zwar nicht folgen, doch sieht dies wirklich nur nach einer kleinen Wunde aus. Komm nun, wir gehen zurück."
Seinen Arm bekräftigend um ihre Schulter gelegt zog er sie mit in die Richtung aus der er gekommen war. Kurz bevor sie wieder in den Wald traten warf er dem Elben, der noch immer im Gebüsch stand und keinen Laut von sich gegeben hatte, einen fragenden Blick zu, konzentrierte sich im nächsten Moment aber schon wieder auf Alassë.
Nachdenklich blickte der Elb ihnen hinterher. Was hatte ihr Blick zu bedeuten gehabt? Und warum interessierte es ihn was ein Mädchen, ein Mensch, tat oder fühlte?
Auf dem Weg zurück in die Stadt bestand Valandil darauf alle Einzelheiten von Alassës kleinem Ausflug zu erfahren. Bereitwillig erzählte sie warum sie so lange weg geblieben war und von dem Elb der mit gespanntem Bogen vor ihr gestanden hatte. Valandil versuchte sein Verhalten zu erklären in dem er erneut die gesichteten Orks erwähnte.
„In den letzten Jahren sind die meisten Orks von uns vernichtet worden. Dies fiel uns nicht sonderlich schwer, da sie nach dem Tod des dunklen Herrschers sehr geschwächt waren. Doch scheinen sich einige versteckt gehalten zu haben und sind nun wieder hierher zurückgekehrt. Wahrscheinlich um Moria wieder für sich zu beanspruchen. Dort haben jahrelang mehrere große Stämme von ihnen gehaust, doch seit wir unser Bündnis mit den Zwergen erneuert haben, ist ihnen ein Zugang nicht mehr möglich. Die Zugänge zu ihren Behausungen in den Tiefen des Berges wurden zugeschüttet und unzugänglich gemacht. Die Stadt der Zwerge wurde nachdem sie komplett zerstört worden war, nun wieder aufgebaut. Du wirst sicher die Möglichkeit haben, dich dort umzusehen."
Der Weg zurück zur Stadt war diesmal bedeutend kürzer, da Valandil sie geradewegs durch den Wald führte und nicht mal links, mal rechts ging, wie Alassë es getan hatte. Erneut verfiel er in Erzählungen über Geschehnisse im Umland mit denen Alassë jedoch recht wenig anfangen konnte.
Als sie zurück zu ihrem Ausgangspunkt in der Stadt kamen bestand Valandil darauf Alassës kleine Wunde zu säubern und zu verbinden. Zwar sträubte sie sich zunächst, musste aber bald einsehen, dass Valandil sehr stur sein konnte und gab nach. Fasziniert und ein wenig skeptisch beobachtete sie Valandil dabei wie er verschiedene Blätter zur Hilfe nahm und danach ihre Hand verband.
„So, das sollte vorerst genügen. Der Schnitt ist ja wirklich nicht sehr tief. In ein paar Tagen wird es verheilt sein. Hast du Hunger? Ich könnte uns etwas zu essen besorgen."
Beim Gedanken an Nahrung, fiel Alassë erst auf wie hungrig sie war. Seit nunmehr fast einem ganzen Tag hatte sie nichts mehr zwischen die Zähne gekriegt, und auch ihr Magen fing nun an verdächtige Geräusche von sich zu geben. Grinsend blickte sie Valandil an, der ihr mit dem gleichen Blick begegnete.
„Gut, ich verstehe. Ich werde mich beeilen."
Und damit verschwand Valandil aus der Tür ihres Raumes und ließ sie für einen kurzen Moment alleine. Wie schon am Vorabend trat Alassë nun wieder ans Fenster und blickte hinaus. Erst bei genauerem Hinsehen erkannte sie das rege Treiben auf den benachbarten Bäumen. Auch am Boden bewegten sich mehrere Elben, soweit sie dies von oben erkennen konnte. Jeder einzelne von ihnen strahlte. Innerlich wie äußerlich. Selbst aus der Ferne konnte sie ihre majestätische Ausstrahlung wahrnehmen. Sie bewegten sich elegant und fließend, beinahe schwebend. Unwillkürlich kam ihr ein Bild aus ihrer Kindheit in den Sinn. Kleine Holzflößchen, die sie kurz zuvor gebaut hatte, trieben auf den ruhigen Wellen eines kleinen Bachlaufs. Geschmeidig passten sie sich der Bewegung des Wassers an und trieben sanft dem kleinen See entgegen.
Diese Elben hatten jedoch mehr an sich als ihre Ausstrahlung und ihre Bewegungen. Wenn man sie ansah, konnte man nicht anders als über ihre Schönheit zu staunen. Es schien als hätte nicht einer von ihnen auch nur den kleinsten Makel. Wenn man ihnen in die Augen blickte wusste man von ihrer Stärke, ihrer Güte. Alassë hatte schon immer geglaubt, dass die Augen mehr über jemanden verrieten als sonst irgendetwas anderes. Hier schien sich dies zu bestätigen. Die Freude, die die Elben beim Anblick von Galadriel gefühlt hatten, hatte sich nicht nur in ihre Stimmen gelegt, sondern strahlte nahezu aus ihren Augen. Und hatte sie nicht die Verwirrung in den Augen des Elben im Wald sehen können, wo doch der Rest des Gesichtes reglos geblieben war? Sie wurde in ihren Gedanken unterbrochen, als Valandil wieder durch die Tür kam. Er trug ein Tablett mit mehreren Schüsseln und schloss die Tür mit dem Fuß. Sicher stellte er das Tablett auf den Tisch und wartete bis Alassë sich setzte und nahm dann selbst Platz. Neugierig und hungrig betrachtete Alassë das Mitgebrachte. Brot, Obst und Gemüse. Nicht unbedingt das was sie tagtäglich aß, dennoch sah es sehr appetitlich aus. Und das war es auch. An dieses Essen würde sie sich schon gewöhnen können, da war sie sich sicher. Während sie aßen sprach keiner von beiden ein Wort, beide waren in ihre eigenen Gedanken vertieft. Alassë dachte weiter über diese neue Welt und ihre Bewohner nach, wohingegen Valandil sich über Alassë den Kopf zerbrach. Auch für ihn war ungewiss wie dies weiter gehen oder auch enden würde. Fragend hob er seinen Kopf, als er Alassës Blick auf sich spürte. Nachdenklich sah sie ihn an.
„Schmeckt gut..."
Abwartend sah er sie weiter an ohne etwas zu erwidern. Er sah ihr an, dass sie auf etwas anderes hinaus wollte.
„Weißt du, obwohl du fast eine Woche bei mir gewohnt hab, weiß ich kaum etwas über dich... du hast immer von dieser Welt erzählt. Geschichten und so."
„Was möchtest du wissen?"Lächelnd blickte er sie an.
„Ich weiß nicht genau... Hast du eine Freundin?"
Der Ausdruck auf seinem Gesicht nahm eine fragende Gestalt an.
„Na eine Frau mit der du dein Leben teilst. Jemanden den du liebst. Eine Freundin halt. Ich weiß ja nicht ob ihr hier so etwas wie ‚heiraten' habt. Und wenn ja, ob du jetzt schon fest gebunden bist."
Lachend antwortete er ihr. „ Jetzt schon? Ich bin 2764 Jahre alt."
„Was?"
„Ich hab dir doch erzählt, dass wir unsterblich sind. Nur noch wenig junge Elben gibt es. Die Zeit der Elben geht vorbei. Die meisten von uns sind so alt wie ich, viele auch älter."
„Oh Mann, wie jung bin ich denn dann bitte für euch? Ein naives kleines Kind... na ganz toll."
„Ach Alassë, niemand hält dich für ein naives kleines Kind. Deine Welt ist anders, niemand kann das ändern. Aber was hältst du davon, wenn ich dich nun einigen Bewohnern von Lórien vorstelle und wir dann zu einigen meiner Freunde gehen, die gerade für einige Zeit hier sind?"
Nickend willigte Alassë ein und stand auf um Valandil zu folgen, der bereits zur Tür gegangen war. Daraufhin folgte eine kaum enden wollende Prozedur des Vorstellens und nett Lächelns. Alassë schien es als würde ihr diese ganze Stadt vorgestellt, die anscheinend viel größer war als sie angenommen hatte. Schon nach dem zweiten Elben der mit ihr bekannt gemacht wurde, konnte sie sich die Namen nicht mehr merken. Wären es Namen wie Matthias oder Nina gewesen, wäre sie ja zumindest die ersten zwanzig Leute mitgekommen. Doch wer kam bitte auf Namen wie Leffien? Sie war sich nicht einmal mehr sicher ob es ein Name für einen Mann oder eine Frau gewesen war. Mit Sicherheit aber hatte auch die Person mit dem Namen Leffien, sie neugierig angeschaut und ihr zum hundertsten Mal an diesem Tag die Frage gestellt, ob sie denn wirklich von einer anderen Welt käme. Alassë hatte dann nicht einmal mehr fragend zu Valandil geschaut, ob sie diese Frage nun beantworten durfte, sondern hatte wie bei jedem anderen, der sie dies gefragt hatte, nur mit einem lächelnden Nicken geantwortet. Dieses Vorstellen und Bekannt machen war definitiv anstrengender als drei Stunden durch den Wald zu laufen. Endlich schien die Qual zu einem Ende zu kommen. Strahlend blickte Valandil sie an. Mit jedem einzelnen dem er Alassë vorgestellt hatte, hatte er sie mehr integrieren wollen, hatte er sie sich mehr zu Hause fühlen lassen wollen. Nun merkte er wie anstrengend dies wohl für sie gewesen war, dass wirklich jeder sie als eine Attraktion betrachtet hatte, wie sie es am Morgen formuliert hatte. Vor allem da einige nicht einmal die Gemeinsprache sprachen, sich also nur mit Valandil unterhalten konnten. Er war aber noch immer der Meinung, dass dies zumindest zum Teil an ihrem Kleidungsstil lag. Das musste auf Neugier stoßen. Selbst er hatte zweimal hinschauen müssen, obwohl er ihre Art sich zu kleiden ja schon einigermaßen gewohnt war.
„So, ich glaub das reicht nun erst einmal. Wir gehen jetzt nur noch zu meinen Freunden. Sie müssten im Moment in einem der Gärten hier am Ende der Stadt sein. Von zweien habe ich dir schon erzählt. Sie haben den Gefährten im Ringkrieg angehört. Dort können wir uns dann etwas ausruhen und es wird sicherlich auch bald etwas Essen gebracht."
„Okay, aber das war es dann aber auch mit Leute vorstellen für die nächsten paar Tage. Ich würde die meisten eh nicht noch einmal wieder erkennen, wenn ich die nun so auf der Straße treffen würde. Und diese Namen! Na gut, sollte mich nicht da drüber aufregen, meiner ist nicht viel besser."
„Deiner ist der schönste von allen."Erwiderte Valandil zwinkernd und ging in Richtung der eben erwähnten Gärten.
