Hehe, thanks für den Review July... Bin wohl zu schnell für den Rest der Leser lacht... Na jedenfalls weißt du ja wies weiter geht und dass des nur ein kurzer ‚Ausrutscher' von ihr war. Die anderen erfahren es spätestens hier... Zumindest ansatzweise ;-)
Enjoy, R&R
Alassë merkte, dass ihre ursprüngliche Gesichtsfarbe einem leichten Rot gewichen war, als sie bei Legolas ankamen, der sie lächelnd willkommen hieß. Sein Blick schien länger auf ihr als auf Gimli zu ruhen, was Gimli erneut veranlasste laut loszulachen. Fragend und leicht irritiert blickten Legolas und Alassë ihn an. Grinsend wandte er sich zum gehen.
„Mir ist ganz plötzlich eingefallen, dass ich noch etwas zu tun habe. Ihr werdet sicherlich auch alleine zurecht kommen."
„Ach ja und was?", erkundigte sich Alassë argwöhnisch.
„Ähm,... einkaufen?"Mit einem entschuldigenden Schulterzucken machte er sich auf den Weg.
„Schlecht Gimli. Ganz schlecht!", mit gekonnt böser Stimme rief sie ihm dies hinterher und dehnte das letzte Wort theatralisch in die Länge.
Ihren Blick ließ sie noch eine Weile auf Gimli ruhen. Als dieser um eine Kurve verschwunden war, betrachtete sie nun notgedrungen die Bäume hinter denen er nun verschwunden war. Sie hoffte so einem weiteren Gespräch aus dem Weg zu gehen. Wie es zu erwarten war, klappte diese Taktik auch in dieser Welt nicht. Schon bald spürte sie seinen Blick auf ihr.
„Ich muss dann auch weg. Ich kann ja nicht zulassen, dass Gimli das Falsche kauft."Ohne ihn noch einmal anzublicken wollte sie gehen, spürte jedoch wie seine Hand ihr Handgelenk im letzten Moment umschloss.
„Das war noch schlechter als Gimli gerade."Eine Feststellung; sonst nichts.
Ihr Handgelenk ließ er trotzdem nicht los. Notgedrungen dreht sie sich in seine Richtung und richtete ihren Blick nach oben. Es war sicherlich nicht hilfreich nun seinen Oberkörper anstatt irgendwelcher Bäume anzustarren. Ein belustigtes Lächeln spielte um seine Lippen.
„Was hast du gesagt, das ich nicht hören soll? Fällst du mir Gimli gegenüber nun in den Rücken?", das Lächeln hatte sich zu einem Grinsen gewandelt, und endlich ließ er auch ihre Hand los.
„Quatsch, nein. Er hat nur wegen gestern gefragt.", interessiert betrachtete sie nun den Fluss und setzte sich ans Ufer. So schnell würde er sie nicht weg gehen lassen, wie er eben bewiesen hatte.
„Und da ist etwas geheimnisvolles dran, was mir nicht zu Ohren kommen darf?"
„Scheint so.", wies sie ihn ab. So leicht wie gestern würde sie es ihm nicht noch einmal machen. Was hieß leicht? Unmöglich traf es besser.
„Habt ihr über das Gespräch im Garten geredet oder hat er dich auch nach dem Abend gefragt?"
‚Schweig, bevor du wieder zu viel sagst', befahl sich Alassë und ihr Mund schien ihr zu gehorchen. ‚ Ein Wunder.', dachte sie noch sarkastisch, bevor ihr Gegenüber erneut das Wort ergriff.
„Wie ich ihn kenne, hat er dich nach unserem Gespräch am Abend gefragt."
Wieder empfing ihn nur Schweigen.
„Also ja.", antwortete er für sie, konnte aber erneut keine hörbare Reaktion hervorrufen. Er sah ihr jedoch an, dass sie langsam unruhig wurde.
Nachdenklich schaute er sie weiter an, er wusste, dass sie seine Blicke spürte, doch das war ihm relativ egal. Was hatte sie mit Gimli beredet, warum schwieg sie nun? Er hatte gedacht, dass sie wenigstens ihm gestern schon ein wenig Vertrauen entgegen gebracht hatte. Stattdessen hatte sie sich wieder verschlossen. Und doch sah er wie sie mit sich rang. Und auch er rang mit sich, wollte er wirklich weiter forschen? In dem Moment unterbrach sie seine Gedanken und fing leise an zu reden, immer noch stur geradeaus blickend.
„Vergiss was ich dir gestern Abend erzählt habe. Es war nicht von Bedeutung."Das Schweigen dahin, fort getrieben mit der Strömung des Flusses.
„Für dich schien es das schon."
„Aber für niemanden sonst."
„Ich habe dich gefragt, ich habe dir zugehört und ich habe nun wieder gefragt. Glaubst du wirklich ein Prinz gibt sich mit belanglosen Dingen ab?", mit wenig Erfolg versuchte er erneut das Eis zu brechen.
„Was mich betrifft... ja."
„Ich weiß nicht wie du in deiner Welt gelebt hast, noch wie deine Welt überhaupt funktioniert, aber ich weiß, dass du in dieser Welt niemand gewöhnliches bist. Ich weiß nicht warum, und auch du scheinst es nicht zu wissen. Du und die Dinge die du fühlst sind hier für niemanden belanglos."
„Ich habe niemandem, das erzählt was ich dir gestern auf deine Frage geantwortet habe. Nicht einmal meinen engsten Freunden."Unmöglich würde sie es ihm machen? Nun er hatte es doch geschafft...
Nachdenklich sah er sie an, ihr Blick noch immer gesenkt, als spräche sie mit sich selbst. Behutsam hakte er nach um sie nicht wieder ins Schweigen zu stürzen.
„Wieso?"
„Gedanken, die ich zu verdrängen versuche, werden durchs Aussprechen nur umso realer. Ich muss mich dem stellen wovor ich weglaufe und gleichzeitig der Person die zuhört."
„Wenn dir ein Freund zuhört, wird er dich nicht verurteilen."
„Verurteilen vielleicht nicht, dass heißt aber nicht das er versteht. Und das kommt einer Verurteilung doch sehr nahe oder?"
Er ging nicht auf die Frage ein, er wusste, dass sie nur rein rhetorisch gestellt worden war.
„Und du hast Angst ich verstehe nicht?"
Was waren das für Menschen die Schmerz der ihnen offenbart wurde und die Ängste welche demaskiert wurden verurteilten und nicht verstanden. Selbst wenn er es selbst nicht erlebt hatte, konnte er mit einem Blick in ihre Augen, das verstehen was über ihre Lippen drang.
Zum ersten Mal seit sie begonnen hatte zu sprechen blickte sie nun auf, und ihm direkt in die Augen.
„Ja..."
Er sah ihr an, dass sie noch etwas hinzufügen wollte, als sie schlussendlich aber schwieg, wollte er sie nicht dazu drängen. Er hatte nicht gelogen um sie zu beruhigen als er gesagt hatte, dass sie nicht gewöhnlich war, dass sie besonders war. Wieso, konnte ihm vielleicht Valandil erklären. Zwar wusste er nicht wie dieser in das Bild hineinpasste aber er würde es herausfinden. Nicht aus Neugierde, sondern weil er fühlte, dass er es musste.
„Was hältst du davon wenn wir ein wenig am Fluss lang gehen und dann zurück zur Stadt?"
„Klar, würde doch eh nichts bringen nein zu sagen oder?"Langsam richtete sie sich auf.
„Wofür hältst du mich? Ich zwinge niemanden...", lächelnd folgte er ihr am Ufer entlang.
„Ach ja, aber Gimli beim einkaufen helfen darf ich nicht?"Auch sie setzte nun ein Lächeln auf, jedoch konnte sie ihm nicht vorenthalten, dass es ein leicht gequältes war.
„Ich unterstütze keine Lüge meine Dame."
„Ja, ja, diese Diskussion könnten wir nun ewig weiterführen, da du Gimli auch hast gehen lassen."
„Vielleicht wollte ich mit dir allein sein?" herausfordernd blickte er sie an.
„Und dann?"Etwas unsicher schaute sie nun wieder auf den Fluss, fühlte sich wie eines der schimmernden Blätter, mitgerissen von der Strömung.
„Hinter deine Maske blicken."
„Was..."
„Alassë ich bitte dich. Man spürt es.", unterbrach er sie.
„Dann wärst du der erste.", gab sie bitter von sich und kickte einen Stein in die Richtung in die sie gehen würden.
„Was wäre wenn ich verstehe?", griff er ihr früheres Thema wieder auf.
„Dann würdest du nicht nur die Maske sondern auch mich zerbrechen."
Sie hatte beschlossen ehrlich über sich zu sein, aber warum wusste ihr verdammtes Mundwerk nie wann Schluss war? Es würde sich rächen, dass sie ihre Gedanken nun aussprach. Bald, sehr bald. Da war sie sich sicher.
„Oder dein wahres Ich freilassen."
„Lass es einfach okay? Wann ich ich bin und wann nicht, dass entscheide ich immer noch selber."
Und mit diesen Worten machte sie kehrt und lief den Weg zur Stadt allein zurück. Nachdenklich schaute er ihr hinterher. Sie blickte nicht zurück. In den letzten Tagen hatte er viel nachgedacht, mehr als sonst. Und doch kam er zu keinem Ergebnis, kam er nicht zum Stillstand. Was war es an ihr, das ihn faszinierte? Was reizte ihn? Sie hatte zugegeben, dass sie eine Maske trug, war aber wieder davon gelaufen.
Sie hatte anders ausgesehen heute. Ihre eigene Kleidung hatte sie abgelegt, ein elbisches Kleid hatte sie nun getragen. Von weitem war sie kaum zu unterscheiden von Seinesgleichen. Und doch stand sie noch immer heraus. Und wieder dachte er an Valandil, und dass er vielleicht die Lösung des Problems wusste. Zielstrebig wandte er sich nun in eine Richtung. Die Richtung, die auch Alassë zuvor eingeschlagen hatte, jedoch ließ er den Ort, an dem sie sich vermutlich befand nun unbeachtet. Kurz hatte er überlegt zu ihr hinaufzusteigen, im Endeffekt war ein Gespräch mit Valandil jedoch sinnvoller und so ging er zu dem alles überragenden Mallorn auf dem Hügel im Zentrum der Stadt.
Nachdem er die vielen Treppen und Wege hinter sich gelassen hatte, die ihn zu seinem Ziel führten, machte er am Fuße des Mallorns bei den Leiterwächtern halt.
„Seit gegrüßt, ist Valandil noch bei Frau Galadriel?"
Nickend wandte sich einer der drei Elben an ihn: „Ja, wenig Zeit ist vergangen seit er uns passiert hat."
„Könnt Ihr ihm eine Nachricht zukommen lassen wenn er wieder zu euch stößt?"
„Natürlich, was soll ich ihm berichten?"
„Sagt ihm, Legolas warte auf ihn und wünsche ein Gespräch mit ihm. Er weiß wo er mich finden kann. Verbindlichsten Dank.", mit einem Nicken verabschiedete er sich und steuerte auf einen der zahlreichen Gärten zu.
Etwa zur gleichen Zeit trat Valandil in den Raum in welchem ihn Galadriel erwartete. Auch Celeborn war diesmal anwesend, widmete sich jedoch nach einer kurzen Begrüßung wieder einem Zwerg, der ihm Bericht von Moria brachte. Nachdem Galadriel Valandil einen Platz angeboten hatte blickte sie ihn zunächst nachdenklich an. Valandil hielt ihrem forschenden Blick stand und während nun ein Lächeln um ihre Lippen spielte kam sie sofort auf den Grund seines Kommens zu sprechen.
„Wie mir berichtet wurde, hast du Alassë bereits wieder in das hiesige Leben eingeführt."
„Ja das habe ich Hohe Frau. Wie Ihr mir aufgetragen habt, berichtete ich ihr von Lórien und auch anderen Plätzen in Mittelerde. Ich habe sie des Weiteren mit vielen Bewohnern Eurer Stadt bekannt gemacht."
„Das ist gut, je mehr du berichtest desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich erinnern wird. Hast du schon irgendwelche Anzeichen bemerken können?"
„Nein, ich habe sie heute noch nicht gesprochen. Ich beauftragte Gimli Gloinssohn mit ihrer Beaufsichtigung an diesem Morgen, da sie sich gut zu verstehen schienen. Vielleicht kann er Euch in dieser Frage eine bessere Antwort geben."
„Hat es bereits Anzeichen gegeben, so werden sie sich mehren. Momentan sollten wir keinen weiteren Personen Bericht erstatten. Aber eine andere Frage wirst du mir sicherlich beantworten können. Wie hat sich Alassë bisher eingefunden?"
„Sie scheint mir zu Weil etwas verunsichert und verwirrt, was mit Sicherheit nicht verwunderlich ist. Diese für sie augenscheinlich neue Welt birgt viele Impressionen, die selbst schon mit ihnen Vertraute immer wieder aufs Neue zum staunen bringen und überraschen. Zudem ist sie wütend, dass man ihr nicht sagt welchen Grund dies alles hat."
„Du weißt, dass es nicht uns zusteht es ihr zu berichten. Wir haben dies bereits mehrmals besprochen Valandil. Wenn du etwas Auffälliges bemerkst, so zögere nicht zu mir zu kommen. Und nun geh, unterstütze wo du unterstützen kannst."
Innerlich seufzend stand Valandil auf und verabschiedete sich mit einer leichten Verbeugung.
Auf der Suche nach Alassë lief Valandil Gimli über den Weg und war sehr erstaunt diesen allein anzutreffen. Zielstrebig steuerte er auf den Zwerg zu, da dieser ihn noch nicht bemerkt zu haben schien. Mit leichter Unruhe, da Gimli seiner Funktion als Aufpasser nicht pflichtgemäß nachgekommen zu sein schien, wartete Valandil bis dieser sein Gespräch mit Orophin beendete.
„Gimli, ich hab dir aufgetragen bei Alassë zu bleiben bis ich mein Gespräch mit der Frau Galadriel beendet habe. Wo ist sie nun? Du hast sie doch nicht wieder allein durch den Wald streifen lassen?"
Lachend werte Gimli ab: „Ach wo, damit sie den Prinzen wieder verwirrt und er sie für einen Ork hält? Da hab ich sie lieber gleich bei ihm gelassen. Wir sind am Ufer des Anduin auf ihn gestoßen."
„Aber Legolas erwartet mich in einem der Gärten, laut der Leiterwachen war er allein.", verwirrt betrachtete er den Zwerg. Wenn er es verschuldet hatte, dass Alassë nun wieder allein durch eine ihr momentan unbekannte Gegend wanderte, dann...
„Valandil, wer hat dich deines Verstandes beraubt? Sie wird auf ihrem Zimmer sein.", unterbrach Gimli ihn, für ihn war und blieb es ein Vergnügen seine elbischen Freunde aufzuziehen.
„Da könntest du Recht haben, ich werde sofort nach ihr sehen."Ohne eine Verabschiedung schlug Valandil den Weg zu Alassë ein.
„Ich wünsche dir auch einen schönen Tag, Herr Elb.", rief Gimli ihm nach, und murmelte dann: „Nicht nur sein Verstand, auch seine Manieren scheinen sich zu verabschieden. Kopfschüttelnd und mit einem Grinsen auf den Lippen, welches jedoch unter seinem ausladenden Bart versteckt war, beschloss er Legolas im Garten Gesellschaft zu leisten.
Wartend stand Valandil nun vor der Tür zu Alassës Zimmer. Auf sein Klopfen hatte sie zunächst nicht reagiert, doch nun hörte er Schritte auf die Tür zusteuern.
„Ach du bist es nur.", einladend hielt Alassë ihm die Tür auf.
„Nur ich? Welch hohen Besuch hast du denn erwartet?"
„Ach niemand, ich dachte nur es wäre wieder dieser nervtötende...", mitten im Satz brach sie ab und setzte erneut an als Valandil sie fragend ansah. „Was verschafft mir die Ehre? Gimli meinte du hast zu tun."
„Ja, aber nun bin ich fertig, und bringe dir eine Botschaft von Frau Galadriel. Sie wünscht dich zu sprechen. Gehe bitte so bald wie möglich zu ihr, sie erwartet dich schon.", natürlich hatte er den Themawechsel bemerkt, beschloss aber diesen zu ignorieren.
„Ja werd ich machen, worum geht's denn?", die Hoffnung auf baldige Aufklärung war nicht geschwunden.
„Sie selbst wird dich davon in Kenntnis setzen, dies steht mir nicht zu."
Als Alassë, außer einem nicht für seine Augen bestimmten Augenrollen, zu keiner Antwort ansetzte, ergriff er wieder das Wort.
„Wenn sie dich entlassen hat, kannst du zu uns in die Gärten kommen. Wir werden dort sein, wo wir auch gestern weilten. Das wirst du doch finden oder?"
Das leichte Zweifeln in seiner Stimme, ließ Alassë sich fragen für wie dumm er sie eigentlich hielt. Schnell schalt sie sich jedoch selbst für diesen Gedanken, war er doch nur in Sorge.
Ein Stück des Weges gingen Alassë und Valandil noch gemeinsam bis Valandil sich von ihr für den Moment verabschiedete. Während Alassë die Richtung zum Zentrum der Stadt einschlug, blickte Valandil ihr noch einige Sekunden nach. Würde Galadriel nun mehr erfahren, als er ihr hatte sagen können? Er hoffte es, denn diese Ungewissheit nagte an ihm. Zwar kaum spürbar, aber was würde auf längere Sicht daraus werden? Ohne auf den Weg zu achten begab er sich zu den Gärten um das Gespräch mit Legolas zu führen, um das er ihn gebeten hatte.
