Sorry Leute, das Kapitel davor war einfach zu kurz Also noch eines, ich hoffe es gefällt euch. Liebe Grüße, eure Jenny


Etwas fiel scheppernd zu Boden. Hermine zuckte zusammen und riss die Augen wieder auf, die sie gerade eben zufrieden geschlossen hatte. Stille.

Hermine setzte sich auf und versuchte um das weiße Tuch herum zu sehen, das auf der linken Seite gespannt war. War da nicht etwas dunkles? Hermines Herz fing an zu rasen.

Die glühenden Augen kamen ihr wieder in den Sinn. Das war alles nur ein Traum, versuchte sie sich wieder einzureden, alles nur ein Traum.

Doch ihr Herz wollte sich nicht beruhigen.

Was war das? Hermine hielt den Atem an und lauschte. Schritte? Fußtapsen?

Sie durfte nicht länger einfach nur da sitzen, es war gekommen, es würde sie umbringen! Es würde sie garantiert umbringen! Wieso konnte sie nicht aufhören so etwas zu denken?

Sie schlüpfte aus dem Bett, als ihre nackten Füße den Boden berührten spürte sie das, was auch immer es war, stehen geblieben war.

Es hat gemerkt das ich aufgestanden bin, Hermine zitterte in dem dünnen weißen Nachthemd. Wieso war Madame Pomfrey nicht da?

Sie machte einen Schritt nach vorne und sah um die Gardine herum, die Madame Pomfrey wahrscheinlich zugezogen hatte.

Eine Schale lag auf dem Boden. Bitte, lass noch jemanden auf der Krankenstation sein, dachte sie. Doch alle Betten waren leer. Der kalte Wind zog um ihre Beine und Hermine fröstelte. „War wohl nur der Wind!" flüsterte sie leise und wollte zu der Schale gehen um sie aufzuheben. Doch gleichzeitig machte sich ein anderer Gedanke in ihrem Kopf breit. Woher sollte der Wind kommen?

Sie sah auf. Ein Blitz erhellte den Raum und sie nahm eine dunkle Gestalt am Ende des Raumes wahr. Hermines Körper gefror zu Eis. Der Donner zerbrach die Stille und in diesem Moment sah sie die Augen wieder aufleuchten.

„Komm...komm ja nicht näher!" flüsterte sie unsicher.

Sie stolperte rückwärts und sah wie die leuchtenden Augen auf sie zu kamen. „Bleib weg von mir!" schrie sie und drehte sich in dem Moment um.

Sie flüchtete zur Tür und riss sie auf. Etwas hartes prallte gegen die Tür, als Hermine sie zuschlug, und ließ sie erbeben. Hermine ging mit starr auf die Tür gerichteten Augen rückwärts. „Ich muss...ich muss zu Professor Dumbledor!"

So schnell sie konnte lief sie über die kalten Steine. Bitte, bitte, flehte sie, lass mich endlich aufwachen. Die Steine waren eiskalt und Hermine meinte auf Scherben zu laufen. Ihre Füße schmerzten und der Schmerz zog hoch bis in ihren Kopf.

Was wenn es aus dem Zimmer rausgekommen ist? Vielleicht wartet es gleich um die nächste Ecke. Hermine konnte diese Gedanken nicht mehr los werden. Sie verfolgten sie und machten sie wahnsinnig. Doch zumindest schienen sie den Schmerz in Vergessenheit zu bringen.

Nur noch um die Ecke, keuchte sie und lief weiter. Da sah sie einen schwarzen Schatten der ebenfalls um die Ecke bog. Nein, schrie sie innerlich und bevor sie stehen bleiben konnte prallte sie mit ihm zusammen.

„Miss Granger, was zum Teufel treiben sie hier draußen!"

Hermine hob erleichtert den Kopf und sah zu Snape hinauf. „Professor! Oh Gott sei dank!" schluchzte sie und fiel ihm in die Arme. „Ich muss zu Professor Dumbledor! Es ist wichtig! Bitte bringen sie mich zu ihm!"

„Miss Granger, Professor Dumbledor hat soeben das Schloss verlassen, er hat eine wichtige Nachricht bekommen und ist sofort los!"

Hermine starrte Snape mit großen Augen an. „Prof...Professor Dumbledor ist nicht da?" sie fing an zu zittern und machte einen Schritt von Professor Snape zurück. „Was soll ich nur machen?" sagte sie leise zu sich selbst. Ihre Beine gaben nach und sie fiel zu Boden.

„Miss Granger, wieso laufen sie in dem Nachthemd durch das Schloss?"

Hermines Körper bebte und sie schluchzte leise. Snape sah sich um, doch keiner war in der Nähe der ihm helfen konnte.

„Miss Granger, sie sollten zurück auf die Krankenstation und sich ausruhen!" Er zog das schluchzende Mädchen an den Armen nach oben. „Sie sind eiskalt! Kommen sie!" Er zog das Mädchen den Weg zurück, doch Hermine stemmte sich gegen ihn.

„Nein, nein, bitte Professor! Ich kann da nicht mehr zurück!"

Snape drehte sich zu ihr um, die nackte Angst konnte er in ihren Augen sehen. „Wieso wollen sie nicht dorthin zurück, Miss Granger?"

„Es ist da!" schluchzte sie und zitterte. „Ich kann da nicht zurück, es ist da!" wiederholte sie immer wieder.

Snape sah sie einen Moment verwirrt an, er konnte seine Schülerin doch nicht halbnackt und weinend alleine im Flur zurück lassen. Was würden seine Kollegen in diesem Fall tun.

„Kommen sie Miss Granger, gehen wir in mein Büro, sie sollten ein Tee zum aufwärmen trinken."

Hermine ließ sich mit ziehen. Alles, nur bloß nicht mehr zurück auf die Krankenstation dachte sie.

Als sie an der Treppe hinunter zu den Kerkern angekommen waren blieb Hermine wieder wie eingefroren stehen und starrte in die Dunkelheit hinunter. Dort hatte sie die Augen das erste Mal gesehen.

„Miss Granger, was ist es nun schon wieder? Ich kann mir nicht vorstellen das in meinem Büro auch ein Monster sitzt, ohne Passwort kommt es dort nicht hinein!" fügte er hämisch hinzu. Hermine sah ihn an, wollte er sie aufmuntern? Langsam ließ sie sich wieder mitziehen. Umso weiter sie die Treppe hinunterging, umso mehr fröstelte es ihr.

„Kommen sie!" Snape öffnete die Tür und ließ Hermine eintreten. „vielleicht sollten sie sich etwas wärmeres anziehen!" er zog seinen Zauberstaub aus dem Umhang und schwenkte ihn kurz. „Ziehen sie die Kleidung dort drüben an!" Hermine trat zu dem Tisch und nahm die Kleidung in ihre Hände, dann drehte sie sich zu ihm um. „Wo, wo kann ich mich umziehen?"

„Stellen sie sich nicht so an Miss Granger, ich habe nicht vor sie dabei zu beobachten!" mit diesem Worten verließ er das Zimmer durch eine andere Tür.

Hermine überlegte nicht lange und schlüpfte in die Sachen. Es war ungewohnt für sie ganz in schwarz gekleidet zu sein, doch es war angenehm warm. Sie setzte sich in den großen schwarzen Ledersessel vor Snapes Bürotisch.

„Wie ich sehe passen ihnen die Sachen, sehr schön!" Professor Snape hatte ein Tablett in der Hand. „Die Elfen sind schon sehr nützlich!" meinte er nebenbei und Hermine sah ihn starr an.

„Sie meinen wohl eher die Sklaven!"

Snape hob eine Augenbraue und sah sie verwirrt an. „Nun, wie auch immer!" er stellte ihr eine Tasse hin und goss den heißen Tee hinein. „Trinken sie solange er noch heiß ist, das wird ihnen gut tun!"

Hermine griff nach der Tasse und wärmte sich die Hände daran. Snape beobachtete sie und wartete darauf das sie den ersten Schritt machte um ihm zu erklären was sie in dem Nachthemd auf den Gängen gemacht hat und was sie von Professor Dumbledor wollte, doch Hermine genoss die wärme erst mal und kam nicht auf die Idee Snape etwas zu erzählen.

„Miss Granger!" setzte er nun an. „Möchten sie mir vielleicht erzählen was auf der Krankenstation passiert ist das sie den Schulleiter so dringend sprechen müssen?"

Hermines Augen starrten ihn wieder ängstlich an. Genau, deswegen war sie hier, deswegen war sie im Nachthemd durch das Schloss gelaufen und hatte Professor Dumbledor gesucht.

„Miss Granger? Hören sie mir überhaupt zu?"

„Ich...!" fing Hermine stotternd an. „ich muss ihnen etwas gestehen!"

„So?" Snape faltete seine Hände und sah Hermine aufmerksam an. „Und das wäre?"

„Ich habe ihnen doch von den leuchtenden Augen erzählt! Als...als ich ... kurz bevor ich zusammengebrochen bin...da habe ich sie auch gesehen...sie waren hier unten im,...Kerker...und...", sie schluckte, „und sie haben zu mir hinauf gesehen!"

„Nun, ich vermute mal das diese Augen auch einen Körper hatten!" Snape grinste sie spöttisch an. „Oder möchten sie mir erzählen das seit neusten zwei leuchtend rote Augen durch unser Schloss schweben? Ist das vielleicht irgendein dummer Streich von den Gryffindors, die Farbe würde ihnen ja stehen!"

„Nein!" fauchte Hermine und sprang auf, wobei sie die Tasse fallen ließ die scheppernd auf dem Boden zerbrach.

„Reparo!" seufzte Snape und ließ die Tasse wieder heile auf den Tisch schweben. „So, was möchten sie mir also erzählen!"

„Die Augen haben einen Körper! Ja!" Hermine lief nun durch den Raum. „Auf der Krankenstation, da waren sie auch! Professor McGonagall hatte die Tür hinter sich geschlossen und dann war es wieder da. Davor bin ich geflohen!" Sie blieb stehen und sah Snape an. „Es wollte mich umbringen! Ich bin davon gelaufen und wollte dem Schulleiter alles sagen!"

„Miss Granger!" Snape faltete seine Hände wieder und lehnte sein Kinn darauf. „Ich würde behaupten das sie das alles nur träumen!"

„Ich träume nicht! Es war da! Ich habe es doch gesehen!" schrie Hermine gereizt.

„Seien sie still!" fauchte nun Snape und stand auf, sofort verstummte die Schülerin. „Sie sahen die Augen kurz bevor sie in Ohnmacht vielen und kurz nachdem sie die Augen geschlossen hatten, habe ich nicht recht?"

Hermine nickte schweigend.

„Sie lernen die ganze Zeit, nach dem Unterricht sitzen sie solange wie möglich in der Bibliothek und danach geht es im Gemeinschaftsraum weiter."

Hermine sah ihn groß an, woher wusste er das?

„Es ist doch nicht verwunderlich wenn ihnen Ihre Augen einen Streich spielen!"

Hermine ließ sich wieder auf den Sessel sinken, jetzt wenn Snape das so erklärte, dann könnte er womöglich recht haben. „Aber auf der Krankenstation hat es die Schüssel zu Boden gestoßen!"

Snape verschränkte die Hände auf den Rücken und lief nun, wie Hermine zuvor, im Büro auf und ab. Er schien in Gedanken versunken zu sein und Hermine beobachtete ihn eine Weile.

„Professor, Sir, was soll ich denn nun machen?"

Snape blieb stehen und sah Hermine an. „Vielleicht wäre es besser wenn sie wieder im Gryffindorturm schlafen würden. Ich gebe ihnen einen Trank damit sie traumlos schlafen können!"

Hermine nickte.

„Ich bin mir sicher wenn sie erst einmal wieder richtig ausgeschlafen haben, dann sehen sie auch nicht mehr ihre roten Augen!" ein spöttisches Grinsen umspielte wieder seine Lippen.


Und, soll ich weiter schreiben? Ist noch Interesse da?

Bin selber tierisch müde im Moment und wenn ich nicht bald schlafen gehe sehe ich wohl selbst irgendwelche Augen :sich schüttel