Soho und noch ein kleines mini Kapitelchen :)


Hermine lief nach dem Abendessen hinunter in die Kerker, doch plötzlich vernahm sie Stimmen und sie blieb stehen.

„Wir müssen den Schulleiter zurück holen!" Das war McGonagalls Stimme und Hermine konnte genau heraushören wie besorgt sie war. „Wieso haben sie nicht gemerkt das es bereits hier ist?"

„Woher sollte ich wissen das es sich bis nach Hogwarts durchschlagen würde?" Snape, Hermine drückte sich an die Wand und lauschte weiter.

„Und selbst wenn es auf die Länderein kommen würde, so hätte ich niemals vermutet das es ins Schloss kommt!"

„Ich bitte sie!" McGonagall war empört. „Sie wissen selbst wie viele Geheimgänge es in diesem Schloss gibt. Was sollen wir den Schülern erzählen?"

„Das ist nicht meine Angelegenheit!" Snape hörte sich extrem gereizt an. „Sie sind die Stellvertretende Schulleiterin, also müssen sie wissen was zu tun ist!"

Stille. Hermine hörte ihr Herz schneller schlagen. Was war ins Schloss gekommen?

„Es hat bereits einen Schüler attackiert! Haben sie die Wunden gesehen? Einfach grauenvoll!" McGonagall Stimme hörte sich schrill an. „Madame Pomfrey hat ihn zwar soweit wieder hergestellt, aber er ist immer noch nicht aufgewacht! Sie sind dafür verantwortlich das dieses...dieses...Monster hier im Schloss ist!"

Hermine stieß einen kurzen Schrei aus. Ein Monster? Sie hielt sich die Hand keuchend vor den Mund. Also gab es diese Bestie tatsächlich und sie hatte auch schon jemand anderen attackiert.

„Ich werde den Schulleiter eine Eule senden!" McGonnagall drehte sich um und lief den Gang entlang. Auch wenn es Hermine schwer fiel versuchte sie so zu wirken als wäre sie gerade die Treppen in den Kerker hinuntergestiegen und hatte kein Wort von alle dem gehört.

„Guten Abend, Professor!" sie versuchte fröhlich zu klingen, doch ein dicker Kloß saß in ihrer Kehle.

„Miss Granger!" McGonagall blieb stehen und sah sie besorgt an. „Sie sollten Abends nicht alleine durch das Schloss gehen! Was wollen sie in den Kerkern?"

„Ich muss Nachsitzen!"

McGonagall sah ihre beste Schülerin erstaunt an. „Nachsitzen? Nun, das passiert wohl jedem Schüler einmal!" Und sie versuchte dem blassen Mädchen ein Lächeln zu schenken. „Wenn Snape sie grob behandeln sollte, dann sagen sie mir bescheid!" Mit diesen Worten ging sie die Treppe wieder hinauf.

Hermine klopfte vorsichtig an die Tür zu Snapes Büro an.

„Herein!" hörte sie ihn gereizt rufen.

Hermine öffnete zaghaft die Tür und trat in den Raum ein.

„Miss Granger!" Snape sah auf. „Machen sie die Tür bitte hinter sich zu, ich möchte mit ihnen reden!"

Hermine schloss die Tür und nahm wieder in dem Sessel vor dem Schreibtisch platz.

„Miss Granger!" fing Snape an und wirkte äußerst nervös. „Ich hoffe es geht Ihnen besser!"

Hermine nickte. „Ja, Professor!"

Snape faltete seine Hände und sah Hermine eine zeitlang schweigend an. „Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen!" sagte er schließkich und Hermine wollte ihren Ohren nicht trauen. „Sie sind im Schloss in Gefahr und ich denke sie sollten das wissen. Ich weiß nicht wieso diese Bestie es gerade auf sie abgesehen hat...!"

„Aber es hat doch jemand anderen angegriffen!" unterbrach in Hermine verstört.

Snape zog eine Augenbraue an. „Verstehe!" Hermine hätte sich Ohrfeigen können, nun musste ihm klar sein das sie gelauscht hatte. „Sie sagten mir gestern Nacht das sie in Trance waren!"

Hermine nickte.

Snape sprang auf und lief im Zimmer auf und ab. „Ich vermute das die Bestie nur aus Wut ein anderen Schüler angegriffen hat! Sie wären gestern zu... zu ... na zu diesem Ding gegangen!" Er blieb stehen und sah Hermine durch seine schwarzen Augen an. „Sie sind in Gefahr, Miss Granger."

Hermines Augen wurden größer und sie fühlte wie ihr Herz wieder hinabsackte. „In...in Gefahr?" wiederholte sie.

„Miss Granger!" Snape trat zu ihrem Sessel. „Diese Bestie ist gefährlich und ich gehe davon aus das es nicht eher ruhen wird bis es sie hat!"

„Aber wieso ich?" stammelte Hermine verzweifelt, Tränen traten in ihre Augen. „Was habe ich denn getan?"

Snape sah sie mitleidig an. „Ich wünschte ich wüsste wieso sie das Ziel sind."

Hermine schlug sich die Hände auf das Gesicht und fing an zu schluchzen. Sie hatte doch wirklich schon genug erlebt und sie hat doch immer ihr bestes gegeben.

„Miss Granger!" Snape stand nur da und wusste nicht was er tun sollte. „Es tut mir wirklich Leid!"

Hermine riss die Hände vom Gesicht und starrte ihren Lehrer plötzlich hasserfüllt an. Bevor sie sich versah stand sie. „Meinen sie wenn sie sich entschuldigen ist alles in Ordnung?" ereiferte sie sich erregt. „Nein, sie will es ja nicht umbringen!"

Sie drehte sich um und wollte aus dem Büro flüchten, doch Snape hielt sie fest.

„Miss Granger, reißen sie sich verdammt noch mal zusammen!" seine Stimme hatte einen scharfen und strengen Ton angenommen. Hermines Schultern zuckten unter den stummen Schluchzern.

„Miss Granger, beruhigen sie sich!" Snape drehte sie zu sich um. „Ich...!" er sah in das verstörte Gesicht seiner Schülerin. „Vielleicht hätte ich ihnen das nicht sagen sollen, aber ich dachte sie sollten es erfahren!"

Hermines Lippen bebten. „Oh danke sehr, wirklich sehr freundlich das ich erfahren muss das ich verfolgt werde! Ich fühle mich gleich viel besser wenn ich höre das eine Bestie es auf mich abgesehen hatte! Oh wirklich, ich danke ihnen Professor! Ich...!"

Hermine verstummte und hielt sich stumm die Hand an die Wange, ihre Tränen waren versiegt und sie sah ihren Lehrer erschrocken an.

Snape ließ die Hand sinken. „Tut mir Leid! Aber sie waren gerade hysterisch!"

Hermine schluckte, dann fiel sie ihrem Lehrer plötzlich in die Arme. „Ich habe solche Angst, Professor!"

Snape war mit dieser Situation nun wirklich überfordert. Er hielt Hermine in den Arm und wusste nicht was er sagen oder tun sollte.

Als Hermines Tränen allmählich versiegten löste sie sich verschämt von ihren Lehrer. Nun hatte sie ihn nicht nur geküsst, nein, sie hatte ihn nun auch noch umarmt. „Es tut mir Leid!" flüsterte sie leise.

„Miss Granger, ihnen muss nichts leid tun! An dieser Sache bin ich Schuld!" Er wandte sich von ihr ab und ließ sich seufzend in seinen Sessel nieder. „Diese Wunde die Madame Pomfrey versorgt hat, die stammte von diesem Ding!"

Hermine folgte seinen Beispiel und setzte sich ihm gegenüber wieder in den Sessel. „Sie meinen, diese Bestie hat sie angegriffen?"

„Miss Granger, sie dürfen über das was ich ihnen jetzt erzähle, nie wieder ein Wort verlieren!"

Hermine nickte stumm und sah ihren Lehrer neugierig an.

„Sie wissen das ich für den Orden spioniere." Begann er vorsichtig. „Während einer dieser... Missionen wurde ich erwischt. Ich vermute das die Bestie einmal ein Mensch gewesen ist. Was auch immer der Dunkle Lord gemacht hat, es hat aus dem Menschen eine Bestie gemacht. Miss Granger, sie sollten wirklich nicht die Zielscheibe werden." Er legte seine Hände verzweifelt an die Stirn. „Wäre ich doch nicht zum Schloss geflüchtet!"

„aber Professor!" unterbrach ihn Hermine zaghaft. „Dann würden sie vielleicht jetzt nicht mehr leben!"

Snape sah auf. „Mein Tod wäre zu verkraften! Er würde vermutlich sogar noch begrüßt werden!"

„Professor, das stimmt nicht!" sagte Hermine erschrocken.

„Miss Granger, ich bitte sie, es ist allen bekannt das der Zaubertrankunterricht allen missfällt."

„Nein, nicht mir!" Hermine sah verlegen weg.

„Nun, dann wären sie wohl mal wieder die einzigste!" Snapes Stimme hatte einen sanften Ton angenommen.

Wieder einmal? Wollte Snape jetzt etwa auf den Kuss ansprechen?

„Miss Granger, ich möchte nicht das sie verletzt werden!"

Hermines Herz fing an schneller zu schlagen, wurde sie gerade nervös bei Snape? Nicht das er sie nicht schon früher nervös gemacht hatte, nein, das war es nicht. Es war diesmal ein schönes Gefühl und gerade deshalb machte es ihr Angst.

„Machen sie sich keine Sorgen, Sir! Wie sie sich vielleicht erinnern habe ich schon schlimmere Dinge erlebt!" Stimmte das?

Snape betrachtete seine Schülerin wieder schweigend. „Sie sollten vorerst nicht alleine bleiben!" meinte er schließlich.