Hermine war kurz vor dem verzweifeln, sie lief in die Mädchentoilette in der sie einst den Vielsafttrank gebraut hatte. Schluchzend ließ sie sich auf den Boden sinken, die Hände vor den Augen und den Rücken gegen der Wand. Alles hatte sie falsch gemacht! Die Tränen liefen ihr über die Wange. Am Anfang hatte sie jeder gehasst, sie war nichts als eine Streberin. Dann befreundete sie sich mit Harry und Ron, doch die beiden hatten nur Unsinn im Kopf. Aber sie liebte die beiden, es waren ihre besten Freunde und sie hatten oft zusammen gelacht. Immer war sie es die beide beruhigte und aufklärte was ein Mädchen empfand. Nun war sie es die am Boden zerstört war, aber was bildete sie sich eigentlich ein? Hatte sie wirklich vermutet Snape hege Gefühle für sie.
Doch dieser Kuss, er war so voller Leidenschaft, dachte sie. Es konnte doch niemanden einen Menschen so hingebungsvoll in den Arm nehmen und küssen. Aber er war und blieb ein Todesser, daran konnte sie nichts ändern. Kein Todesser würde Gefühle für ein Schlammblut entwickeln, wie sie eines war.
Sie schluchzte laut, in der Annahme niemand würde sie hören. Doch wie immer saß Myrte in ihrem Klo und hörte das Mädchen.
„Wieso?" Schluchzte Hermine. „Das kann es doch nicht gewesen sein. Wieso war er auf der Party? Wieso hat er mich geküsst, wieso hat er mich immer beschützt? Wieso? Wieso?" Sie ballte die Fäuste und schlug verzweifelt auf den Boden.
„Wenn... du so weiter machst, dann verletzt du dich!" Myrte schwebte vor ihr. „Mach dir nichts draus, Jungs sind dämlich." Sie wimmerte. „Oh ja, ich kenne das!"
Das hatte Hermine auch noch gefehlt, das Myrte sich bei ihr ausweinte.
„Ist der Tod schlimm?" fragte sie.
Myrte setzte sich oben auf die Waschbecken. „Es ging so schnell, ich habe gar nichts gespürt!"
Hermine betrachtete Myrte. Würde sie als Geist auch jammernd durch das Schloss geistern und alle mit Büchern bewerfen. Am meisten Snape, ein Lächeln umspielte ihr verheultes Gesicht.
Myrte fing an ihr von ihrem Leben und den dummen Jungs zu erzählen die sie immer hänselten. Hermine hörte nichts zu, ihre Gedanken waren bei Snape. Zumindest hatte er seine Maske fallen lassen und das erste Mal Gefühle gezeigt. So etwas kannte sie bei ihm nicht. Vielleicht war er nur genauso dumm wie Ron, wenn es um Liebe ging.
Sie rappelte sich auf, ihre Knöchel waren wund und sie vergrub ihre Hände in einander.
„Oh, so sollte dich niemand sehen!" Myrte schien hoch erfreut das es jemanden anderes schlechter ging als ihr. „Oh sonst werden sie dich hänseln!"
„Danke, Myrte!" krächzte Hermine mit vom Weinen heiserer Stimme. „Aber es ist noch sehr früh!"
„Soll ich den Jungen Angst machen der dich gehänselt hat?"
„Mich hat niemand gehänselt, aber danke, ich komme darauf zurück." Hermine schlüpfte durch die Klotür. Draußen war es immer noch dunkel, doch sie war sich sicher das es auf 6 Uhr zuging, bald würden die ersten aufstehen.
Hermine blieb an einem Fenster stehen und sah hinaus. Der Regen hatte aufgehört und die Wolken waren weitergezogen. Nun erleuchtete der Mond wieder den Himmel und die Sterne glitzerten am Nachthimmel.
Etwas bewegte sich hinter ihr.
„Professor Snape?" Hermine drehte sich um, doch es war nicht Professer Snape der ihr gefolgt war, sondern Filchs Katze. „Du möchtest mich wohl verpfeifen, mach ruhig! Ich habe kein Problem damit, dann schleppt mich Filch sicher zu Snape... der wird sich freuen!" Doch die Katze betrachtete sie nur und setzte sich hin. „Keine Lust heute deinem Herrchen Schüler auszuliefern."
Die Katze sah sie durch die Smaragdgrünen Augen an. „Du bist gar nicht Filchs Katze, oder?" Hermine ging in die Hocke und streckte die Hand aus. Die Katze blieb sitzen und regte sich nicht. Ihre Smaragdgrüne Augen leuchteten. „Wer bist du denn? Ich habe dich noch gar nie im Schloss gesehen, gehörst du einen der Schüler?" Hermine ging auf die Knie und streckte die Hand nach der Katze aus, sie wollte das weiche Fell berühren, doch die Katze wich ihrer Hand aus. Hermine seufzte. „Du bist nicht die einzigste die mir ausweicht! Ich sollte mich wohl beeilen und in unser Schlafzimmer gehen, oder? Sonst werde ich sicher mit Fragen bombardiert wieso ich nicht da war." Sie richtete sich auf, die Katze sah ihr nach und bewegte sich nicht von der Stelle.
Hermines Knie tat immer noch weh, sie hatte den Schmerz bis jetzt total vergessen gehabt. Und es war schrecklich kalt. Sie war sich nicht sicher ob sie ihre Füße überhaupt noch spürte. Hätte sie doch zu Snape nichts gesagt, er hatte sich so lieb um sie gekümmert. Wieder traten Tränen in ihre Augen, doch sie schluckte sie tapfer hinunter.
Sie blieb an der großen Treppe stehen und sah hinunter. Dort unten führte die Treppe zu den Kerkern, dort unten war Snape. Sie musste husten und brach zusammen. Ihr Körper fing plötzlich an zu brennen und ihr Kopf schmerzte. Der Hustenanfall durchschüttelte ihren ganzen Körper. „Es tut so weh!" keuchte sie und blieb schließlich auf dem Gang liegen.
„Miss Granger, schön das sie wieder wach sind."
Hermine blinzelte verwirrt. „Madame Pomfrey?"
„Sie haben eine Lungenentzündung. Mädchen was machen sie nur? Waren ganz Unterkühlt als man sie fand. Mitten in der Nacht alleine durch das Schloss zu wandern, nur im Nachthemd."
Hermine sah sich um. Sie lag mal wieder auf der Krankenstation. Ihr Kopf pochte und sie schloss wieder die Augen.
„Ich habe ihnen einen Trank eingeflösst, er sollte bald wirken. Aber vielleicht sollte ich sie gleich auf der Krankenstation behalten. Zumindest wären sie hier nicht alleine!"
Hermine öffnete die Augen und sah zu ihrem Nachbar hinüber. Lupin lächelte sie an. „Ich war ziemlich erschrocken als ich sah das sie dich hier einlieferten."
Hermine antworte nicht, sondern richtete sich wieder zu Madame Pomfrey. „Wer hat mich denn gefunden?"
„Professor Snape hat dich aufgespürt, bevor alle anderen aufgewacht sind, ist mal wieder durch das Schloss gelaufen, hat wohl gehofft jemanden zu finden der es wagt die Schulregeln zu brechen!" Sie steckte Hermine ein Thermometer in den Mund. „War allerdings ziemlich ruhig, sagte ich solle mich ja um dich kümmern! Wahrscheinlich ist er es leid sie immer wieder zu der Krankenstation zu tragen!"
Madame Pomfrey redete ohne Unterlass. „Na, dann lass mal sehen, ah sehr schön, das Fieber ist gesunken, der Trank scheint schon anzuschlagen. Sie bleiben heute erst einmal hier, wehe sie rennen wieder weg!"
„Nein, das werde ich nicht!" schwor sie der Heilerin.
Madame Pomfrey wuselte davon.
„Hermine, möchtest du mir erzählen wieso du in der Nacht durch das Schloss läuft, nur mit einem Nachthemd bekleidet?" Lupin sah zu dem jungen Mädchen hinüber, die nicht wusste wie sie es erklären sollte. „Madame Pomfrey möchte mich einfach nicht gehen lassen, sie meint ich solle warten bis die gesamten Wunden zu sind und Professor Snape hat wohl zu ihr gemeint das es bei den Trank zu Nebenwirkungen kommen kann!"
Hermine versuchte ihn anzulächeln, doch bei der Erwähnung von Snapes Namen wurde ihr wieder ganz bange.
„Hat mich wirklich Professor Snape hier her gebracht?" fragte sie Lupin.
„Ja, oh ja, er hat dich auf den Armen getragen. Was mich eigentlich gewundert hat!"
„Wieso?" hackte Hermine nach.
„Er hätte ohne Probleme eine Krankentrage zaubern und dich darauf zur Krankenstation bringen können!"
Hermine sah auf ihre Hände, die Knöchel waren noch immer rot.
„Hermine, kann es sein das du wegen Snape in der Nacht unterwegs war?"
Hermine sah ihn nicht an, nach einigen Sekunden nickte sie schließlich.
„Was hat er getan?"
„Professor Lupin, ich...!"
„Du kannst mich immer noch Remus nennen, Professor Snape ist ja im Moment nicht da!" versuchte er Hermine aufzumuntern, doch es half ihr nicht wirklich. „Ich bin mir sicher das deine Freunde nachher kommen und dich besuchen! Du kannst dir gar nicht denken wie froh ich bin das ich nicht mehr alleine hier liegen muss. Madame Pomfrey scheint es langweilig zu sein und sie kümmert sich übertrieben um mich!"
Hermine musste nun doch lächeln. Wieso konnte sie sich nicht in einen Lehrer wie Lupin verlieben.
„Nun? Wenn du reden möchtest du kannst mir jederzeit alles erzählen!"
„Es ist nur so das... ich weiß nicht ob ich das erzählen kann, es ist wirklich nicht gut!"
„Wie meinst du das? Ist dir etwas passiert oder hast du Angst das ich über dich richten werde?"
Hermine musste ihm nicht antworten, denn die Tür zur Krankenstation wurde aufgerissen und Harry und Ron kamen hereingestürmt. Als sie Lupin saßen sahen sie ihn ziemlich erstaunt an. Bevor sie antworten konnte erklärte Lupin.
„Ich habe mich bei Vollmond mit einem anderen Werwolf gestritten!" er versuchte dabei zu grinsen. „Dumbledore hat mich hier her gebracht!"
„Ich hätte nicht gedacht das wir sie so schnell wieder sehen Professor!" Harry schien hocherfreut, Lupin war schon immer sein Lieblingslehrer gewesen.
„Ihr könnt mich ruhig Remus nennen!" wies er Ron und Harry nun auch drauf hin.
„Hermine, wieso bist du hier?" fragte Ron.
„Ich... Ich habe nicht schlafen können und wollte zu Madame Pomfrey weil ich mich wirklich nicht wohlfühlte, da bin ich wohl unterwegs zusammen gebrochen!" log sie ihre besten Freunde an und fühlte sich sehr schlecht dabei. Lupin mischte sich nicht ein. Als die beiden wieder gingen, weil sie sonst das Frühstück verpassen würden, war Hermine erleichtert, sie wollte ihre Freunde nicht anlügen, doch es ging nicht anders.
„Mach dir keine Gedanken! Manchmal muss man lügen, Notlügen sind nicht schlimm!"
Hermine lächelte Lupin dankbar zu. „Aber ... Remus... glauben sie... glaubst du das Professor Snape noch vorbei schauen wird?"
„Möchtest du das denn?"
Hermine zuckte mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht! Vielleicht wäre es besser wenn ich ihm aus den Weg gehen würde!"
Lupin hackte nicht nach, er war sich sicher das Hermine zu ihm kommen würde wenn sie Hilfe benötigte.
Den Morgen verbrachte Hermine damit Lupin zuzuhören wie er von früher erzählte, als er noch Schüler in Hogwarts war. James und Sirius hatten viel Unsinn angestellt und er erzählte auch von Snape, den einfach keiner Leiden konnte. Hermine musste oft anfangen zu lachen.
„Sie waren ja noch schlimmer als Fred und George!"
Lupin grinste sie an. „Nun, ich versuchte mich immer heraus zu halten, aber James und Sirius konnten einfach nicht die Finger von Verbotenen Dingen lassen. Manchmal frage ich mich ob ich daran Schuld bin das Snape so verbittert geworden ist!"
Hermine blinzelte. „Wie kommst du darauf?"
„Nun, ich war Vertrauensschüler, ich hätte James und Sirius davon abhalten müssen sich über ihn lustig zu machen und immer wieder anzugreifen."
„Aber dann sind sie doch nicht daran Schuld. Wenn ein Mensch so verbittert ist, dann hängt das mit vielen Dingen zusammen. Du musst dir nicht die Schuld geben!"
„Oh, Miss Granger, das ist aber schön das sie eine so gute Menschenkenntnis haben!"
Hermine gefror das Blute, Snape war tatsächlich gekommen. In seiner Hand hielt er zwei kleine Fläschchen.
„Professor Lupin!" er ging um Hermines Bett herum. „Ich habe ihnen den Trank noch einmal gebraut, damit sollte es dem dunklen Lord nicht mehr möglich sein in ihren Geist einzudringen und sie wie eine Marionette zu behandeln!"
„Danke Severus!" Er nahm das Fläschchen entgegen und schluckte den dunkelgrünen Saft mit äußerstem Ekel hinunter.
„Miss Granger, Madame Pomfrey hat mir gesagt sie habe keinen Trank mehr gegen eine Lungenentzündung."
„Aber mein Fieber ist schon runter gegangen!" erklärte Hermine. „Sie sagte das sie mir bereits einen Trank eingeflösst hat!"
„Meinen sie etwa das ein Trank gleich gegen alles hilft?" fragte Snape und drückte ihr das Fläschchen in die Hand. „Ich möchte sie beide nicht weiter stören, sie scheinen sich ja sehr anregend zu unterhalten!"
Hermine presste die Lippen zusammen und starrte auf das Fläschchen das ihr Snape gegeben hat.
„Severus!" hielt Lupin ihn auf.
Snape drehte sich mit hoch gezogener Augenbraue um. „Wollen sie sich über den Trank beschweren?"
„Nein, aber ich möchte gerne das du nichts missverstehst!"
„Missverstehen? Ich glaube nicht das es hier irgendetwas misszuverstehen gibt!"
„Severus, ich bitte dich!"
Doch Snape drehte sich um und verließ die Krankenstation.
Am Abend bekam Lupin und sie einen Trank von Madame Pomfrey.
„Damit schlafen sie ungestört. Snape hat ihn extra für sie noch angefertigt."
Lupin nahm ihn sofort ein, doch Hermine nicht. Sie ließ das Fläschchen unter ihrem Kissen verschwinden. Wieso sollte sie den Trank nehmen? Was hatte Snape vor?
Es war dunkel und sie hörte Lupin neben sich schnarchen. Madame Pomfrey hatte die Gardine zwischen ihnen zugezogen damit sie in Ruhe schlafen konnten.
Hermine hatte die Augen geschlossen, doch sie lauschte, sie konnte nicht schlafen. Da sah sie einen Lichtstrahl durch die Tür dringen, irgendjemand trat in das Zimmer. Die Tür wurde geschlossen und es war wieder dunkel im Zimmer. Sie blinzelte, als der Schatten auf sie zukam schloss sie schnell die Augen.
Lange Zeit geschah nichts, dann hörte sie wie sich jemand auf einen Stuhl setzte und fühlte wie jemand sie betrachtete.
„Miss Granger, es tut mir Leid das ich ihnen diesen Trank geben musste. Aber ich denke es war besser für sie." Anscheinend nahm Snape an das sie den Trank genommen hatte. „Wenn sie morgen aufwachen erinnern sie sich an nichts!" Sie hörte ihn seufzen. „Hermine!" flüsterte er ihren Namen. „Möchtest du wissen wieso Voldemort dich töten möchte?"
Am liebsten hätte sie ‚ja' gesagt, doch sie hielt sich zurück. „Ich war mir selbst darüber nicht bewusst. Er hat dich wohl in meinen Gedanken gesehen. Ich dachte an dich während ich bei einem Todessertreffen war. Das du solche Gefühle in mir wecken würdest, daran hätte ich niemals zu denken geglaubt. Es war ein großer Fehler. Doch für dich ist es besser alles zu vergessen. Morgen früh werde ich nur noch dein Lehrer sein, wehe du verliebst dich noch einmal in mich. Aber ich werde schon dafür Sorgen das du es nicht tun wirst."
Sie hörte wie er aufstand und dann spürte sie seinen Atem auf ihrem Gesicht. „Du bist eine wunderschöne junge Frau, was auch immer ich sagen werde in nächster Zeit." Hermines Herz sprang fast aus der Brust. Snape hatte sich zur ihr hinunter gebeugt und ihr einen Kuss gegeben.
Sollte das ein Abschiedskuss gewesen sein? Überlegte sie. Ich habe den Trank doch nicht genommen, dachte sie. Tränen traten in ihre Augen und liefen über ihre Wangen. Sie konnte sie einfach nicht unterdrücken, sondern liefen immer weiter.
Snape sah sie erstaunt an. „Liebst du mich so sehr?" Er wischte die Tränen mit der Hand weg. „Ich wünschte ich könnte sehen was du träumst! Aber ich werde nicht in deine Gedanken eindringen. Schlafen Sie gut."
Sie hörte die Schritte die sich entfernten und Hermine schluchzte tonlos in ihr Kissen.
Ich musste über meine Eigene Story heulen...ich habe die Melody gehört die bei Sailor Moon kommt als bei der ersten Staffel Endymion stirbt und Sailor Moon sagt sie könne ihn nicht küssen weil ihre Freundinen auch nciht den Man den sie liebten küssen konnten. Die Musik passt zu diesem Kapitel ende so gut, mir kamen die Tränen :sniff: Das ist alles so traurig finde ich, arme Hermine...armer Snape :sniff bin dumm...heule bei meiner eigenen story
