A/N: Na seht ihr. Klappt doch mit den Reviews. Das man hier immer schimpfen muss. (Lol!) Habe, weil ihr alle so fleißig wart, heute sogar ein besonderes Schmankerl für euch. Ein bisschen Werbung. Auf unserer geschätzten gibt es eine wunderbare Autorin namens KendraPenDragon. Sie schreibt vorzugsweise über unser Kuschelwölfchen und versucht sich momentan an einer englischen FF mit dem Titel „How I know you". Es geht um Seelenverwandtschaft, sozusagen MEIN Lieblingsthema. Ich habe sie selbst schon gelesen und finde sie superschön! Keine Sorge, selbst ich Englisch-Niete konnte es ohne Wörterbuch verstehen. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr romantische Remus-FF mögt – und lasst ihr eine Review da, okay!

Silvertrust: Noch mal zu „Quiddich-Training" – auch Harry muss mal zeigen, dass er ein Mann ist, oder? (SMILE!)

ShiaAngel: Nicht so ungeduldig, meine Süße. Lily kommt jetzt. Und Remus ein wenig später. Also lasst euch überraschen.

Imobilus: Wird zwischen Halb- und Schlammblütern echt so ein Unterschied gemacht? Ups, Tschuldigung. Ihr kennt mich ja, ich und Einzelheiten … Ich hoffe, Du liest trotzdem weiter – außerdem, Voldy und seine Todesser sind doch so fanatisch, sie wollen doch die absolute Reinheit des Blutes – da werden sie vor Halbblütern auch nicht halt machen, oder? Und zu deiner Frage bezüglich Remus – ja, müsste sie eigentlich. Aber die gute Mila kann als Howler ja nur bei Hautkontakt Gefühle erspüren. Und unser Wölfchen ist ja immer so zugeknöpft … (Zwinker!)

Papabear: Schön, dass ich weiter von Dir lesen darf! Und danke für das Kompliment!

Zeraphine: Und, hat der Earl Grey und der Erdbeerkuchen geschmeckt? (SMILE!) Wusste nicht, dass meine Geschichte so schockierend ist (Lol!) Und Du hast Recht, Padfoot wirkt wirklich nicht wie ein elfjähriger. Das ist mir echt schwer gefallen, ist auch schon ein paar Jährchen her, dass ich selbst 11 war. Nehmen wir ihn einfach als frühreif und schrecklich früh „erwachsen" geworden, okay? Und Dein deutsch ist echt nicht schlecht! Wenn Du mein Englisch lesen müsstest – na ja, lassen wir das … (SMILE!)

Lia: Schön, dass Du auch wieder da bist. (Freu!) Aber zum Thema Babyboom - klar, als Hebamme muss ich doch für Nachwuchs sorgen, sonst bin ich bald noch arbeitsloser als momentan sowieso schon … (GRINS!)

Manya: Hoffe, ich kann Deine Erwartungen erfüllen (Wirf sich ins Zeug!)

Agnes: Hallöchen auch Dir! Hoffe, du bleibst bei uns!

Kapitel 2

„Erstklässler, bitte folgt mir!" Eine Viert-Klässlerin, sie hieß Belinda, rief diese Worte, bevor sie sich umwandte und mit selbstbewusst gestrafften Schultern den neuen Schülern vorausging. Sie liefen durch Korridore, verzauberte Treppen hinauf, an deren Wänden tausende von Gemälden hingen – die sich alle bewegten und sprechen konnte. Mila kam aus dem Staunen nicht heraus. Sie kam sich vor, als wäre sie grade in eines ihrer Märchen gestolpert. Alles bewegte sich und lebte.

Vor einem großen Gemälde, auf dem eine korpulentere Frau abgebildet war, blieb die Gryffindor-Vertrauensschülerin stehen. „Hört jetzt bitte zu! Das folgende Passwort müsst ihr das gesamte Jahr über behalten, verstanden? Sonst kommt ihr nicht in eure Schlafsäle! Und ihr dürft es keinem der anderen Häuser verraten. Dieses Passwort ist nur für Gryffindor-Schüler!"

Sie wandte sich zu der Dame im Bild um, die unschmeichelhafterweise den Titel ‚fette Dame' trug. Mila fand das nicht sehr höflich.

„Imperius infundibulus", sagte Belinda und das Portrait schwang zur Seite. Ein großes Loch in der Wand hinter ihr wurde sichtbar, durch das jetzt alle miteinander kletterten. Sie wurden von einem Raum in warmen Rot- und Goldtönen empfangen. Ein lustiges Feuer prasselte im Kamin, während die Erstklässler staunend alles in Augenschein nahmen. James und Sirius hatten sofort zwei große Sessel für sich beansprucht und wirkten fast so, als säßen sie schon immer dort. Mila wandte den Blick ab und wünschte sich, wenigstens einmal in ihrem Leben ein solches Selbstbewusstsein zu haben.

„Links geht es zu den Mädchenschlafsälen, rechts zu denen der Jungs", erklärte die Vertrauensschülerin und wies auf zwei Treppenfluchten in einer der gegenüberliegenden Wände. „Es ist strengstens untersagt, die Schlafsäle des anderen Geschlechtes zu betreten!"

James, dem die Vertrauensschülerin den Rücken zugedreht hatte, begann Grimassen zu schneiden und auch Sirius ahmte ihre Gestik nach. Mila seufzte und verdrehte die Augen zur Decke. Eben doch nur Jungs! Die beiden schienen sich gesucht und gefunden zu haben!

„Eure Namen findet ihr an den Türen. Geht jetzt bitte hinauf und packt eure Sachen aus. Danach würde ich euch empfehlen, schlafen zu gehen. Morgen ist euer erster Schultag. Und die Professoren von Hogwarts pflegen keine Rücksicht auf Schlafmützen zu nehmen."

Sie wirbelte so abrupt zu den beiden Jungs herum, dass manch einer in ihrer Umgebung heftig zusammenzuckte. Doch die beiden saßen still da und sahen wie Unschuldslämmer an die Decke. Schnell waren sie ja. Mit einem strafenden Blick in ihre Richtung scheuchte Belinda alle Anwesenden die Treppen hinauf.


Oben angekommen ging Mila langsam den kleinen Flur entlang, von dem zu beiden Seiten Türen abgingen. Andere Mädchen eilten kichernd an ihr vorbei, doch Mila trödelte absichtlich. Gang langsam ging sie die einzelnen Türen entlang. Erst auf der letzten las sie endlich ihren Namen.

Vorsichtig drückte sie die Klinke nieder – und schloss sie gleich auch wieder. Das konnte unmöglich ihr Zimmer sein! Aber da stand es, schwarz auf weiß: Milena Elisabeth Laundry!

Erneut öffnete sie die Tür und trat endlich ein. Es war zwar ein relativ kleines Zimmer, in das nur zwei Betten passten. Aber auch hier prasselte ein Kamin und zwischen den Betten war ein großes Fenster mit Blick auf das Schlossgelände.

Ehrfürchtig ging Mila zu einem der Betten hinüber, auf dem die Tasche mit Lucy lag. Die Katzendame hatte sich daraus befreit und lag nun eingerollt und schnurrend auf ihrem Bett. Auch ihr riesiger Schrankkoffer, den ihre Eltern extra für Hogwarts gekauft hatten, stand am Fußende. Das war zu schön, um wahr zu sein.

Als hinter ihr leise eine Tür knirschte, schrak Mila zusammen und wirbelte herum. Im Türrahmen stand jetzt ein anderes Mädchen, mit langen, rötlich schimmernden Haaren und blitzenden grünen Augen.

„Hi, äh …!" Sie lehnte sich noch einmal aus der Tür, um auf das Namenschild schauen zu könne. „…Milena." Sie grinste Mila an. „Ich bin Lily. Deine Zimmernachbarin."

„Hi", erwiderte Mila schüchtern und reichte ihr die Hand.

„Auch ein Schlammblut?"

Völlig überrumpelt starrte Mila sie an, bevor sie die Schultern sinken ließ und ergeben nickte. Jetzt würden die Anfeindungen beginnen.

„Prima! Ich auch! Oooh, ist die süß! Deine Katze?"

Überrascht sah Mila zu, wie Lily zu Lucy hinüberging und sie streichelte. Und Lucy ließ es sich auch noch gefallen! Normalerweise war sie Fremden gegenüber sehr abweisend.

Lily zwinkerte Mila zu und ließ sich auf ihr Bett fallen. Mit einem zufriedenen Seufzer streckte sie sich. „Meine Eltern wollten mir kein Haustier erlauben. Meine doofe Schwester Petunia ist angeblich allergisch."

Von der völlig ungekünstelten, offenen Art Lilys beeindruckt ließ auch Mila sich auf ihrem Bett nieder. „Petunia?"

„Sag nichts." Lily schnitt eine Grimasse. „Meine Eltern hatten bei ihren Kindern eine Schwäche für blumige Namen. Vielleicht haben sie gehofft, damit den Charakter ihrer Töchter beeinflussen zu können."

„Und, konnten sie es?"

„Nö!"

Beide sahen sich einen Moment an, dann kicherten sie los. „Bin ich froh, dass Du normal bist", gab Mila zu und lächelte. Lily erwiderte es. „Dito. Danke für das Kompliment. Unreines Blut muss schließlich zusammenhalten!" Aus ihrem Mund klang diese furchtbare Sache gar nicht mehr so Unheil verkündend. Und plötzlich wusste Mila – mit Lily als Freundin konnte eigentlich gar nichts schief gehen.


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„Siehst Du den Jungen da hinten?" Lily wies unauffällig mit dem Kopf nach rechts von ihnen und Mila lugte hinüber. Sie waren an diesem ersten Schulmorgen früh aufgestanden und saßen jetzt zusammen in der Großen Halle am Frühstückstisch. Mila machte sich heißhungrig über die Pfannkuchen her.

„Wen meinst Du?" fragte sie jetzt möglichst leise und schob sich eine neue Gabel voll in den Mund.

„Der mit der Brille. Und den schwarzen Haaren."

Mila hob erneut den Blick. „Du meinst James?"

Während sie aßen war Lily dazu übergegangen Mila über manche Schüler zu informieren. Im Gegensatz zu Mila hatte sie, nachdem sie den Brief aus Hogwarts erhalten hatte nicht Trübsal geblasen, sondern sich über die Zaubererwelt informiert. Und das gründlich.

Jetzt sah Lily sie überrascht an. „Du kennst den?"

„Ich war mit ihm zusammen in einem Abteil", erklärte Mila.

„Weiß er, dass Du nicht reinblütig bis?"

„Ich denke nicht."

„Dein Glück. Familie Potter ist nämlich schon seit Ewigkeiten so was von reinblütig … genauso wie sein Freund da neben ihm. Sirius …"

„…Black", beendete Mila ihren Satz und erntete noch einen überraschten Blick.

„Du kennst Dich ja doch aus."

„Ich kenne nur die zwei. Ansonsten bin ich völlig ahnungslos."

„Na ja, wie auch immer. Die beiden sind auf jeden Fall Staatsfeind Nummer Eins. Wahrscheinlich sind sie vor lauter Inzest sowieso total beschränkt."

„Eigentlich sind sie nett. Sirius ist nur nicht sehr gesprächig."

Lily verdrehte die Augen über ihre neue Freundin und biss herzhaft in ihr Brötchen. „Na ja, nett! Ihr Verhalten gestern war nicht nett. Arme Belinda."

„Du hast ja Recht." Mila warf einen letzten Blick hinüber zu den beiden Jungs. Sie saßen sich am Frühstückstisch gegenüber und hatten die Köpfe zusammengesteckt. Neben ihnen hockte ein kleiner, pummliger Junge mit braunen Haaren. Hätte er nicht neben Sirius gesessen und wäre so durch den immensen Kontrast zwischen ihnen aufgefallen, hätte Mila ihn vermutlich übersehen. Ängstlich huschte sein Blick von links nach rechts.

Grade als Mila ihren Blick bereits wieder abgewandt, Lily ihn aber immer noch auf ihn gerichtet hielt, sah James zu ihnen hinüber. Ihre Blicke trafen sich – keiner der Beiden verstand, warum, aber eine geraume Zeit konnten sie den Blick nicht lösen. James lächelte in ihre Richtung und Lily erwiderte es fast. Doch als Sirius James mit den Fingern gegen die Stirn schnippte, war der Moment vorbei. Er wandte sich wieder Sirius zu und als er das nächste Mal in ihre Richtung schaute, hatte sie den Kopf gesenkt. Leichte Röte zeichnete Lilys Gesicht, als sie sich wieder ihrem Brötchen zuwandte.

Sie hatte keine Ahnung, was da grade passiert war. Lily runzelte die Stirn. Eine eigenartige Gänsehaut kroch ihr über den Rücken. Sie verstand sie nicht und so beschloss sie, sie als Instinkt zu nehmen. Das war wahrscheinlich irgendeine gruselige Fähigkeit von ihm gewesen. „Schwachkopf", murmelte sie leise.


„Uahhhh, ist das kalt!" Zähneklappernd huschten Mila und Lily gemeinsam in ihren Schlafsaal und ließen sich auf ihren Betten nieder. Fast gleichzeitig begann sie, sich die dicken Schuhe von den Füßen zu ziehen und ihre Umhänge abzunehmen, welche vor lauter getautem Schnee bereits durchnässt waren. Es war Winter geworden und das gesamte Schulgelände lag unter einer dichten Schneedecke begraben. Grade waren sie draußen bei den Gewächshäusern gewesen und hatten Kräuterkunde gehabt. Der anschließende Kampf, zurück zum Schloss zu gelangen, war reichlich anstrengend gewesen.

„Wenn Potter nicht seine blöden Dibrus herausgeholt hätte, wäre das bestimmt eine tolle Stunde geworden. Die Mistviecher haben Professor Rens ganze Pflanzen angenagt! Kein Wunder, dass er Gryffindor Punkte abgezogen hat!"

Wütend zerrte sich Lily ihren Schal über den Kopf und schleuderte ihn in eine Ecke.

„Es waren nur zwei", versuchte Mila ihre Freundin zu beschwichtigen.

„Trotzdem haben sie die Arbeit von Monaten kaputt gemacht! Aber so was kann er ja am Besten! Und dieser blöde Black hat auch noch gelacht!" Lily war in Fahrt, das konnte Mila deutlich sehen. Daher hielt sie es für besser ihr nicht zu sagen, dass nicht nur Sirius sondern auch der Rest der Klasse gelacht hatte. Und die Dibrus waren auch ganz süß gewesen. Wie Mäuse, nur etwas größer. Vielleicht hatte James sie ja sogar vor dem Erfrieren gerettet!

Ihre Meinung behielt sie allerdings besser für sich! Wenn Mila eines in den letzten Monaten gelernt hatte, dann war es das, dass man Lily in dieser Stimmung bloß nicht widersprechen durfte. Potter war für sie wie für jeden Stier das rote Tuch und brachte sie ständig auf 180. Das Beste war es, wenn sie sich abreagierte, ohne das man das Gespräch länger als nötig auf diesen besagten Stachel in ihrem Fleisch verweilen ließ. Außerdem wurde Lily immer fuchsteufelswild, wenn Mila auch nur Ansätze machte, das Verhalten von James Potter zu erklären.

„Irgendwann, Mila … irgendwann reiße ich ihm den Kopf ab und … und …" Ihrer Freundin schien nichts einzufallen, was sie ihm danach antun konnte, daher stampfte sie wütend mit dem Fuß auf und hob schließlich ihren Schal vom Boden. Mila hatte sich mittlerweile aus all ihren Schneesachen geschält und lag mit einem ihrer geliebten Märchenbücher bäuchlings auf dem Bett.

Ein paar Minuten verstrichen und bei Lilys nächsten Worten hatte Mila die begründete Hoffnung, dass sich ihre Freundin endlich beruhigt hatte. „Eigentlich müsste ich noch meinen Aufsatz für Zaubertränke fertig schreiben", erklärte Lily, grade in ihrer Schultasche kramend.

„Dann tu das."

„Kann ich nicht!"

„Warum nicht?" In der nächsten Sekunde wurde ihr klar, dass sie besser nicht gefragt hätte. Lilys Ruhe war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm gewesen … Wütend funkelte sie die Tür an.

„Weil ER bestimmt da unten ist!"

Mila schloss kurz die Augen und schwieg.

„Und wenn ich jetzt da runter gehe, werde ich ihn durch ein Fenster werfen!"

„Dann schreib den Aufsatz hier."

„Hier ist kein vernünftiger Tisch. Und ich habe mein Buch unten. Außerdem wäre das ja noch schöner, wenn ich mich hier oben verbarrikadieren müsste. Nur wegen IHM!"

Seufzend fasste Mila unter ihr Bett und fischte ihre eigene Schultasche hervor. Sekunden später warf sie Lily ihr eigenes Buch entgegen. „Nimm einfach meins und sei endlich still, okay!"

Mit noch einem letzten giftigen Blick zur Tür ließ sich Lily widerstrebend auf einem Stuhl an ihrem kleinen Tisch nieder – und Mila ignorierte ihre folgenden wütend gemurmelten Worte und ihr Seufzen einfach.


Hört ihr das leise Schluchzen des Review-Knöpfchens? Es ist soooo lange schon nicht mehr gestreichelt worden und ich hab leider grade die Hände voll. Muss Lily davon abhalten, runter zu gehen und James den Kopf abzureissen ... Könntet ihr wohl ...? DANKE!