A/N: Hallo, ihr Lieben. Habt ihr mich vermisst? Wenigsten sein kleines bisschen? Oder habt ihr schon die Schnauze voll von meinen Ergüssen? Wenn ja - tut mir leid - hier kommt noch einer! (Zwinker!)

ShiaAngel: Fand Lilys Tintefass-Attacke auch zum Schreien! Tja, Mr. Potter – soviel zum Thema Charme … (Fies Grins!)

Imobilus: Remus Entdeckung kommt auch noch. Nur immer schön weiter lesen!

KabaKakao: Yep, sie sind schon im zweiten Jahr. Und das dritte überspringe ich jetzt sogar komplett. (Schäm.) Sorry, aber wenn ich alle Schuljahre behandeln würde, würde ich noch in Jahrzehnten schreiben und auch meine Kreativität hat Grenzen … leider. Hoffe, Du verzeihst. Solche Zeitsprünge werden wohl öfters kommen. Und Mila wird sich schon noch ändern Spätestens jetzt …. (Zwinker!) Man muss schließlich was tun, um so einen leckeren Kerl wie Padfoot den Kopf zu verdrehen.

Zeraphine: Nicht wahr? Ich könnte meinen Remus auch die ganze Zeit herzen und küssen. Wenn Sirius nur nicht immer so furchtbar eifersüchtig wäre … Und Dein Bild von Mila braucht auch nicht wanken. Siehe Kapitel 5!

Kapitel 5

Es war das vierte Schuljahr. Lily hatte Mila in den Sommerferien besucht und die beiden hatten sich in diesen kurzen Wochen in Teenager verwandelt. Beide hatten großen Spaß daran entwickelt Make up, Klamotten und Frisuren auszuprobieren und sahen sich nun höchst zufrieden im Spiegel an.

Lily hatte es endlich geschafft Mila davon zu überzeugen ihr Haar offen zu lassen, was eine gewaltige Verbesserung bedeutete. Auch Lily hatte sich verändert, sie war in den letzten zwei Monaten deutlich weiblicher geworden. Beide waren das. Ihre Figuren wurden runder und der leichte Ansatz von Brüsten war nun nicht mehr zu übersehen. Lilys grünen Augen funkelten und bildeten einen atemberaubenden Kontrast zu ihrem dunkelroten, glatten Haar.

„Ich wünschte, ich hätte Deine Haare", seufzte Mila neidisch. Ihr Haar rahmte ihr Gesicht mit großen, dunkelbraunen Wellen ein und auch ihre Augen, eine Nuance dunkler als die ihrer Freundin, funkelten.

„Ich tausche gern. Wenn ich Deine Locken kriege!"

Beide sahen sich an und kicherten, als Milas Mutter das Zimmer betrat. „Wow! Lily, was hast Du gemacht? Mila trägt endlich ihr Haar offen."

„Eigentlich habe ich ihr nur erzählt, wie schwach die Jungs bei ihrem Anblick werden müssen, Mrs. Laundry."

Mila knuffte ihrer Freundin warnend in die Seite. Doch ihre Mutter lachte nur. „Beeilt euch und zieht die Schuluniformen an. In einer Viertelstunde müssen wir los, okay?" Die Mädchen nickten und schlüpften brav in ihre Uniformen.


Als sie am Bahnhof ankamen, stöhnte Lily leise und fächelte sich mit der Hand Luft zu. „Ist das heiß. Mila, ich schmelze in dieser verdammten Uniform!"

Auch Mila klebten ein paar Strähnen ihres Haares an der Stirn. „Ich weiß. Aber sie ist Pflicht in Hogwarts. Das weißt Du."

Sie stiegen in einen der Wagons ein und suchten sich ein Abteil. Es war bisher noch nicht besetzt und da viele Schüler ein Problem mit ‚Schlammblütern' hatten, war die Chance recht groß, dass es das auch bleiben würde. Grade dort angekommen ließ sich Lily in die Polster fallen und Mila lehnte sich aus dem Fenster, um ihrer Mutter ein letztes Mal zu winken. Doch sie entdeckte etwas anderes.

„Lily!" quietschte sie leise und gestikulierte wild in Richtung ihrer Freundin.

„Was denn?" war die gequälte Antwort.

„Sieh Dir das an!" Als sie nicht sofort Anstalten machte sich zu erheben, zog Mila sie aus ihrem Sitz, schubste sie zum Fenster und deutete hinaus. Alles was Lily sah, war ein knutschendes Pärchen.

„Und jetzt?" fragte sie gelangweilt, doch Mila umfasste ihr Kinn und deutete erneut auf das Pärchen.

„Sieh hin! Wer ist das?"

Lilys Kiefer klappte fast sofort nach unten, als sie den Jungen erkannte. „Potter!" kiekste sie und starrte ihn fassungslos an. Er löste sich grade von dem Mädchen und lächelte gewinnend auf sie hinab. Und sie machte ein Gesicht wie eine schläfrige Katze, der man grade wunderbare Sahne angeboten hatte. Mila hätte schwören können, dass etwas Seltsames in Lilys Augen aufflackerte. Wenn sie es nicht besser gewusst hätte, hätte sie behauptet ihre Freundin wäre eifersüchtig. Aber doch nicht Lily! Sie mochte Potter ja nicht mal.

Mit einem schnippischen Geräusch zog sie das Fenster so heftig nach oben, das es knallte. Erschrocken fuhren James und seine Freundin auseinander.

„Soso, Potter wird erwachsen", murmelte Lily, während sie begann ihren Umhang von den Schultern zu zerren, genauso wie ihre Bluse aus ihrem Rock. Mit flinken Fingern knotete sie die Enden dieser zusammen, sodass ihr flacher, gebräunter Bauch zum Vorschein kam. Im nächsten Moment hatte sie in ihrer Tasche gekramt und ein Haargummi hervorgezaubert. Jetzt war sie es, die ihre Haare locker zusammenband und so den Blick auf ihren schlanken Hals betonte. Noch zwei Knöpfe am Hals geöffnet, dass ihr schweißfeuchtes Dekolltè hervorblitzte und schon war sie verschwunden. Mila blieb nichts anderes übrig, als ihr nachzulaufen.

An der Tür des Wagons blieb Lily stehen und lehnte sich in provozierender Haltung an die Wand. Einige der Jungs um sie herum begannen zu pfeifen und zweideutige Gesten hinter ihrem Rücken zu machen. Als Mila hinter ihr ankam und grade ihre Freundin hindern wollte etwas vielleicht ziemlich Blödes zu tun, entdeckte sie zu allem Übel Sirius. Ihre Knie verwandelten sich in Pudding. Bei Merlin, sah er gut aus! Er hatte die Ärmel seines Hemdes hochgekrempelt, was den Blick auf starke, braungebrannte Unterarme frei ließ. Lässig strich er sich die Haare aus dem Gesicht. Sie würde bestimmt gleich ohnmächtig werden!

„Potter!" Jetzt erst fiel Mila wieder ein, warum sie überhaupt hier stand. Aber es war schon zu spät. James drehte den Kopf und – ihm entgleisten die Gesichtszüge, als er Lily dort stehen sah.

„Evans?" fragte er fast ein wenig fassungslos – und zu seinem großen Ärger spürte er, wie Mengen von Blut nach der Überwindung des ersten Schocks bei ihrem Anblick in die falschen Körperregionen flossen.

Lily lächelte süffisant. „Ich hab gehört, dass Du dieses Jahr neuer Quidditch-Käptain in Gryffindor bist …"

Er nickte nur stumm. Hinter sich hörte er Sirius einen leisen Pfiff ausstoßen. Und er hätte seinem Freund dafür gerne eine reingehauen!

„Nun … vielleicht schaffst Du es dann dieses Jahr, Gryffindor nicht nur Punkte zu kosten!"

Mit diesem spitzen Kommentar wandte sie sich um und ging erhobenem Hauptes zurück ins Abteil. Mila blieb noch einen Augenblick mit geschlossenen Augen stehen und seufzte. Daher merkte sie nicht, wie Sirius Blick auf sie fiel. Überrascht zog er beide Augenbrauen in die Höhe. War das …? Nein, das konnte nicht sein.

Nachdem auch Mila im Inneren des Zuges verschwunden war, wandte sich Sirius an seinen Freund, der grade missgelaunt seine Schultasche aufhob und sich wenig liebevoll von dem Mädchen verabschiedete, dass er eben noch so hingebungsvoll geküsst hatte.

„War das …?"

„Evans, ja", antwortete James mürrisch, während auch er in den Zug stieg.

„Doch nicht die", schimpfte Sirius, der ihm folgte. „Das andere Mädchen! War das …"

„Ihre Freundin Mila."

„Die, die immer stundenlang mit Moony gepaukt hat?"

„Ich gehe davon aus, Tatze."

Im vergangenen Sommer hatten die beiden und ihr Freund Peter es wirklich geschafft. Sie hatten sich in Animagi verwandelt. Menschen, die willentlich die Form eines Tieres annehmen konnten. Ihr Freund Remus hatte sie dazu inspiriert – sie hatten endlich herausgefunden, warum er einmal im Monat für ein paar Tage verschwand. Remus war ein Werwolf. Und der Dummkopf hatte so lange geschwiegen, weil er gefürchtet hatte, dass seine Freunde sich von ihm abwenden würden.

Seitdem hatten die 4 Freunde auch neue Spitznamen. Moony war Remus, James Krone, da er sich in einen riesigen Hirsch verwandelte und Sirius wurde Tatze gerufen. Er nahm die Gestalt eines großen, schwarzen Hundes an. Der kleine Peter war zu einer Ratte geworden und hieß innerhalb der Gruppe Wurmschwanz.

„Das war niemals dieses farblose, schüchterne …" Sirius konnte es einfach nicht fassen.

„Lebe damit, Sirius", war James lapidare Antwort. Das Bild von Lily Evans ließ ihn nicht los und seine Hormone purzelten wild durcheinander. Verdammt, wieso war sie den Sommer über so sexy geworden? So etwas sollte verboten werden.

„Alles in Ordnung?" fragte Peter, der den vieren ein Abteil freigehalten hatte und sah besorgt zwischen dem ärgerlichen James und dem fassungslosen Sirius hin und her. Und als jetzt auch noch Remus dazu stieß, dessen Gesicht dem von Sirius sehr glich, war Peter wirklich irritiert. „War das …?" Remus deutete mit dem Daumen hinter sich – er hatte Mila grade auf dem Flur getroffen, als er pflichtbewusst im Abteil der Vertrauensschüler vorbeigeschaut hatte, und war mindestens so verdattert über ihre Wandlung wie sein Freund.

„Ja." Sirius nickte. „Verdammt, wenn ich gewusst hätte wie die sich entwickelt, wäre ich ein bisschen netter gewesen. Und ich hätte auch bei ihr Nachhilfe haben wollen."

Empört schnappte Remus nach Luft bei seinen Worten, doch Sirius grinste nur und wackelte mit den Augenbrauen. „Einzelunterricht! Und ich hätte das Fach bestimmt, Leute!"


Seufzend ließ sich Mila auf ihr Bett sinken und streckte sich. Die Zugfahrt nach Hogwarts war höllisch heiß gewesen und das normalerweise wunderbare Festessen die reine Qual. Es mussten dieses Jahr Millionen von Erstklässlern gewesen sein! Jetzt sehnte sie sich nach nichts anderen mehr als einer kühlen Dusche.

Lily ging es nicht anders. Ohne ihre Sachen aus dem Schrankkoffer auszupacken kramte sie sich eine Handtuch, frische Unterwäsche, ihr Nachthemd und ihr Duschzeug heraus, nahm ihr Vertrauensschüler-Abzeichen ab und ging zur Tür. Sie hatte dieses Abzeichen, genauso wie Remus, kurz vor den Ferien erhalten und war fürchterlich stolz darauf.

„Kommst Du mit, Mila?" fragte sie, fast schon die Türklinke in der Hand.

„Gleich", antwortete ihre Freundin, ohne ihre Augen zu öffnen.

„Okay."

Flink schlüpfte Lily auf nackten Füßen aus dem Zimmer und lief die Treppe hinunter. Unten angekommen rutsche ihr dummerweise ihr Duschgel aus der Hand und in dem Versuch es aufzufangen verlor sie auch den Rest. Sich seufzend eine Haarsträhne aus der Stirn pustend bückte sie sich nach ihrer Kleidung. Eine Bewegung hinter ihr ließ sie allerdings aufhorchen.

Als sie durch ihre nackten Beine hindurchspähte, erkannte sie James hinter sich, der sie angrinste.

„Kann ich Dir helfen?"

Hastig kramte sie ihre Klamotten zusammen und richtete sich feuerrot auf. Er grinste immer noch. Und das übermütige Blitzen in seinen Augen hätte sie warnen sollen.

„Trägst Du immer rosa Unterwäsche?" fragte er ohne etwas an dieser leicht anstößigen Frage zu finden.

Lilys Röte vertiefte sich jedoch noch und ihr kam ein schrecklicher Gedanke. Er hatte doch nicht etwa …? Heiße Wut auf ihn brandete in ihr hoch. „Verschwinde, Potter!"

Er rührte sich nicht vom Fleck. „Weißt Du, was ich mir überlegt habe?"

Wortlos funkelte sie ihn an.

„Ich dachte mir, dass wir beide wirklich mal miteinander aufgehen sollten."

Seine Unverschämtheit verschlug ihr die Sprache. Scheinbar verwechselte er diese Tatsache mit Charme oder etwas dergleichen. „Was sagst Du, Evans?"

Nun, Lily sagte gar nichts. So selbstbewusst wie möglich rauschte sie an ihm vorbei und verließ den Gemeinschaftsraum, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen.

In der Mädchendusche angekommen ließ sie ihre Kleidung und den Rest einfach achtlos zu Boden fallen und schlug die Hände vors Gesicht. Ausgerechnet vor ihm! Ihr Gesicht brannte vor Scham und am liebsten hätte sie etwas zertrümmert. Warum grade Potter? Sie konnte sich lebhaft vorstellen, wie er grade dabei war Black ihre Unterwäsche in allen Einzelheiten zu beschreiben.

Blöder Idiot! Sie war so wütend auf ihn! Allerdings – sie zögerte, es vor sich selbst zuzugeben. Sie war nicht nur wegen eben böse auf James. Ein Teil dieser Wut auf ihn gründete auf etwas Anderem und ungebetenerweise stahl sich das Bild dieser blöden Kuh vor ihr inneres Auge, die er heute am Bahnhof geküsst hatte. Lily schüttelte heftig den Kopf bei dieser Erinnerung, als könne sie damit die verräterische Eifersucht in ihrem Inneren verscheuchen. Hätte dieses Weibsstück ihm die Zunge doch so tief in den Hals gesteckt, dass er daran erstickt wäre! Und verdammt! Wer hatte ihm erlaubt innerhalb dieses Sommers so süß zu werden? Er war schon vorher hübsch gewesen – natürlich war er das, es hätte ja nicht gereicht, dass er einfach nur beliebt und stinkreich war. Aber jetzt war er fast so groß wie Black. Sein gesamter Körperbau hatte sich zu seinem Vorteil entwickelt – er war immer noch schlank, dank Quidditch aber mittlerweile auch muskulöser. Und seine Haar ….

Einen ungeduldigen Laut ausstoßend lehnte sie schließlich seufzend den Kopf an die kühlen Fliesen der Wand und begann, sich aus der verschwitzten Schuluniform zu schälen. Solche Gedanken musste sie sofort unterdrücken. Sonst hatte er sie in der Hand. Er war schließlich so ein verdammter Reinblüter. Er würde sich holen, was er wollte und ihr danach ins Gesicht lachen. Sie ging nun immerhin schon 3 verdammte Jahre auf diese Schule und hatte ihre Lektion gelernt. Jemand wie er sah in ihr keinen vollwertigen Menschen. Und wenn sie es zuließ, dass sie ihn mochte, wäre sie verloren. Nein, sie würde nicht klein beigeben. Sie würde nicht auf sein hübsches Lächeln hineinfallen! Sollte er sich doch an ihr seine verdammten, ebenmäßigen Zähne ausbeißen!


Okay, okay, etwas kürzer als gewohnt. Dafür aber um so gehaltvoller, wie meine Beta-Leserin immer so schön sagt. Reviews? Bitte, bitte!