A/N: Achtung, ihr Lieben, Hormone lauern überall. Dann wollen wir doch mal sehen, ob wir unseren guten James noch mehr zum sabbernden Teenager mutieren lassen können, als im letzten Kapitel. Ring frei zur nächsten Runde!
ShiaAngel: Tjaja, auch ein Black hat seine Schwachpunkte – schöne Frauen. Und da ist meine Mila ja genau die Richtige …
Imobilus: Nanana, ist da jemand etwa in James Potter vernarrt? (Smile!) Ich kann Lily ja mal fragen, ob sie ihn ab und zu mal ausleiht. Nach dem Motto: Rent a Potter. (Hihihihihi!)
KabaKakao: Na ja. Sagen wir einfach, das James heiße Liebelei zwar nach Hogwarts geht, aber in einem anderen Schuljahr und in einem anderen Haus ist. Deswegen „verabschiedet" er sich von ihr. Außerdem muss er doch DRINGEND bei seinen Mauderer-Freunden sitzen! Männerfreundschaften eben.
Zeraphine: Seufz – noch jemand, mit dem ich Padfoot teilen muss – erst Mila, dann Sarah (siehe Story von Remus Bride, „Back to Life" und „Anfänge") und jetzt auch noch Dich … ob er diese Anzahl an liebeshungrigen Frauen aushält? Sirius, hör auf begeistert zu Grinsen! (Bös guck!) Und zu Lilys Problem vom Begreifen offensichtlicher Tatsachen – hey, das Mädchen ist 15! Sie ist einfach viel zu unsicher. Und James ist ja nun mal ein Knaller von einem Kerl. Sie wird auch noch schlau!
Papabear: Hey, Mädels stehen manchmal auf arrogante Typen. Und James ist momentan voll pubertär – da weiß er manchmal nicht, was er so von sich gibt …
Kapitel 5
James stand immer noch im Gemeinschaftsraum und überlegte sich ernsthaft, ob er es schaffen würde sich selbst in den Hintern zu treten. Wenn nicht, könnte er zu Tatze gehen und ihn darum bitten. Sirius würde nicht fragen warum, er würde ihm einfach den gewünschten, saftigen Tritt verpassen.
War er ein Idiot! Er hatte das gar nicht sagen wollen! Er hatte nett zu ihr sein wollen. Und was hatte er gesagt? ‚Trägst Du immer rosa Unterwäsche? ´
Verdammte Hormone! Aber sie hatte ihm mit dem Auftritt am Bahnhof völlig aus der Fassung gebracht. Er hatte sie nur aus ihrer verdammten, braven Schale hervorlocken wollen.
James schluckte und versuchte nun seinerseits mit einem heftigen Kopfschütteln das Bild Lilys am Gleis zu vertreiben. Heute Nacht würde er sicher davon träumen. Er war zu sehr Teenager als das er erwachsen darüber hinweg gehen könnte. War sie schön gewesen!
Er zuckte zusammen, als Mila die Treppe hinunter kam und ihn wortlos überrascht musterte.
„Äh …"
Vielleicht konnte sie ihm helfen. Wenn er sie bat, Lily zu sagen, dass es ihm Leid tat … vielleicht …
Tief Luft setzte er zu dieser Bitte an: „Mila?"
Sie runzelte die Stirn, fast so als wundere sie sich darüber, dass er ihren Namen noch wusste. Kein Wunder, hatte er doch seit der Zugfahrt damals vor ihrem ersten Jahr kein Wort mehr mit ihr gesprochen.
„… ähm … sag Lily bitte …" Er wusste nicht, wie er es am Besten formulieren sollte. Frustriert fuhr er sich mit beiden Händen durch sein sowieso zerzaustes Haar und seufzte laut.
„Schon gut. Vergiss es", murmelte er schwach, bevor er sich umdrehte und hinauf zu seinen Freunden ging. Sirius fragte zwar, was mit ihm los sei – aber James erwähnte das grade Geschehene mit keinem Wort.
Eine Woche war vergangen und es war eher noch heißer geworden anstatt kühler. Zu allem Überfluss hatten die ZAGs dieses Jahr früher stattgefunden als sonst. Das war nicht so schlimm, war es schließlich schon in der Mitte des vergangenen Jahres angekündigt worden. Zeit zum Lernen hatte er genug gegeben. Aber es hatte dazu geführt, dass die Schüler in diesen heißen Tagen ihre Zeit eher in der stickigen Bücherei verbringen mussten, als draußen am See.
Jetzt waren die schlimmsten Prüfungen überstanden – trotzdem war James schlecht gelaunt. Die Begebenheit mit Lily ließ ihm einfach keine Ruhe und sie ignorierte ihn seitdem völlig. Er saß mit seinen drei Freunden am Seeufer und spielte geistesabwesend mit dem Schnatz in seiner Hand, den er nach dem gestrigen Quidditsch-Training nicht wieder weggepackt hatte. Wieder und wieder ließ er ihn frei, nur um ihn im nächsten Moment flink wieder zu fangen. Peter sah ihm dabei mit offenem Mund zu, etwas was ihn normalerweise noch weiter angespornt hätte – aber dieses Mal bemerkte er es nicht einmal.
Remus las in einem Buch und Sirius hatte sich neben ihm ausgestreckt, einen Grashalm zwischen den Lippen und döste.
Immer wieder huschte James Blick zu der Gruppe von Mädchen hinüber, die etwas entfernt ebenfalls am Ufer saßen. Viele von ihnen hatten die Schuluniform abgelegt und wateten in Alltagskleidung mit bis zu den Knien hochgekrempelten Hosen durch das seichte, kühle Wasser. Aber die sah er eigentlich gar nicht. Sein Blick suchte und fand das Mädchen mit den tiefroten Haaren und den unergründlichen grünen Augen, das grade begann zu lachen. Sein Herz hüpfte kurz. Er würde sie auch so gern zum Lachen bringen. Aber immer wenn er sie ansah funkelten ihre Augen nur wütend.
„Hör endlich auf vor Dich hinzuschnaufen, Krone."
Überrascht blickte James zu Sirius hinüber, der ihn, seine Augen mit einer Hand gegen die Sonne abschirmend, anblinzelte.
„Ich schnaufe gar nicht."
„Doch, das tust Du. Wie ein Walross!"
Aus den Augenwinkeln sah er das leise Zucken in Remus Mundwinkeln, als sein bester Freund ihn wenig schmeichelhaft so titulierte. Sirius drehte sich auf den Bauch und blinzelte ebenfalls zu den Mädchen hinüber. Einige davon begannen unter seinem Blick ihre Haare zurückzuwerfen und lächelten einladend. James Freund hatte diese Wirkung auf Mädchen. Und auch wenn er es genoss, manchmal hatte James das Gefühl, dass Sirius es nicht wollte.
Auch er suchte mit den Augen die Mädchen ab und als er bei Lily Evans ankam, sah er wieder zu James hinüber. „Ich glaube, Du musst Dich mal wieder abreagieren, James."
„Und wie?"
„Hmmmmm ……" Sirius Blick schweifte weiter und plötzlich zeichnete ein teuflisches Lächeln seine Züge. „Schau mal, wer da ist."
James wusste sofort, wen sein Freund meinte – Schniefelus! Severus Snape, einer der Slytherin-Schüler, war ein dürrer, blasser Junge gegen den sogar Remus an Vollmond bei bester Gesundheit zu sein schien. Mit fettigen Haaren und einer großen Vorliebe für schwarze Magie. Er war recht schnell zum erklärten Todfeind von James und Sirius – und somit von allen Rumtreibern - geworden. Er war einfach nur ein armer Irrer. Und genau dieser saß jetzt nur wenige Meter von ihnen entfernt.
Ohne noch etwas sagen zu müssen kamen sowohl James wie auch Sirius auf die Füße und schlichen sich mit gezogenen Zauberstäben an ihn heran. Remus versuchte zwar, sie von dieser dummen Idee abzubringen, aber er blieb erfolglos. Nur kurze Zeit später hing der arme Snape kopfüber in der Luft und man hatte freien Ausblick auf seine fleckige Unterwäsche. Die beiden Freunde wieherten vor Lachen. Aber nur solange, bis eine schneidende Stimme von hinten ertönte.
„Lasst ihn runter!" Es war Lily. Mit in die Hüften gestemmten Händen funkelte sie die beiden Jungs an, als wolle sie ihnen eigenhändig den Hals umdrehen, wenn sie nicht gehorchen würden. Ihr Vertrauensschüler-Abzeichen funkelte Unheil verkündend in der Sonne.
„Hey Evans!" James schenkte ihr sein umwerfendstes Lächeln, doch anscheinend prallte es an ihr völlig wirkungslos ab. „Lasst ihn runter!" forderte sie erneut und bei ihrem Blick wäre es kein Wunder gewesen, wenn irgendjemand der Beteiligten tot umgefallen wäre.
James zog widerstrebend seinen Zauberstab zurück und nach einem scharfen Blick in Sirius Richtung tat dieser das Gleiche. Unsanft prallte Snape auf den Boden und rappelte sich mühsam auf.
Wütend zog er sich die Kleidung zu Recht und funkelte plötzlich gehässig in Lilys Richtung. „Ich brauche keine Hilfe von Dir, wertloses Schlammblut!" fauchte er sie an. Fassungslos erwiderte sie seinen hasserfüllten Blick.
James hingegen explodierte fast sofort bei seinen Worten und richtete erneut seinen Zauberstab auf Snape. „Bastard! Entschuldige Dich sofort bei ihr, ansonsten …" Wie konnte er es wagen? Sein Zauberstab zitterte heftig vor kaum unterdrückter Wut in seiner Hand. Wie konnte er SEINE Lily nur so nennen! Er würde ihn umbringen! Er würde …
„JAMES!"
Sein Blick huschte fast ein wenig überrascht zu ihr hinüber. Es war ewig her, dass sie ihn mit seinem Vornamen angesprochen hatte. Ihre Augen schienen zu lodern, als sie ihn ansah. „Ich will Deine Hilfe nicht", fauchte sie ihn an. Irritiert blickte er zu ihr hinüber. „Lily …"
Was denn, war sie jetzt etwa sauer auf ihn? Er begriff das nicht. Er hatte sie doch nicht so übel beleidigt. Das würde er doch nie tun!
Lily wandte sich erneut mit einem nichtdeutbaren Blick zu Snape. Dann drehte sie sich abrupt um und ging ohne ein weiteres Wort zu sagen. James blieb fassungslos stehen.
Kurz vor dem Schloss holte Mila ihre Freundin endlich ein. „Lily! Lily, warte!" Sie griff nach ihrem Arm und nur widerwillig blieb Lily stehen. "Was ist denn? Hat …?"
Als ihre Freundin sich umdrehte, schwieg Mila betroffen. Heiße Tränen liefen Lilys Wangen hinunter und ihre Lippen zitterten.
„Lily." Milas Stimme klang leise vor lauter Mitgefühl. Es gehörte schon einiges dazu, ihre sonst so starke und unverletzliche Freundin zum Weinen zu bringen. „Snape ist ein Idiot. Hör nicht auf …"
„Ach, Snape." Sie schnaubte und begann dann leise zu schluchzen. „Der ist mir doch völlig egal! Ich weine ja gar nicht wegen ihm!"
„Aber warum dann?" Ratlos suchte Mila in ihren Augen nach einer Erklärung.
Lily senkte den Blick, bevor sie leise flüsterte: „Wegen … wegen James." Erneut brach sie in Tränen aus und wurde hilflos von ihrer Freundin in den Arm genommen. „Er hat mich verteidigt! Mila, ER hat mich verteidigt!" Ihr ganzer Körper erzitterte unter ihren Schluchzer.
Mila biss sich auf die Lippen, während sie Lily fest an sich drückte. Auch wenn es verrückt war, Lily weinte weil James nett zu ihr gewesen war. Eine Tatsache, bei der sonst jedes zweite Mädchen in Hogwarts Herzklopfen bekommen hätte! Lily Evans weinte …
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie sich wieder halbwegs im Griff hatte. Nach einer Weile, in der sie lange mit sich gerungen hatte, fragte Mila behutsam: „Du hast ihn gern, oder?"
Widerwillig nickte Lily nach langem Zögern und wischte sich mit beiden Händen über die Augen. „Ich möchte das nicht … er ist … er hat …"
„Was? Lily, was hat er?" Mila musste fast ein wenig lachen, als sie in das unglückliche Gesicht vor sich sah. „Ach Süßes. Gut er kann manchmal ein ziemlicher Idiot sein …"
„Fast immer", korrigierte sie leise. Doch Mila ließ sich nicht beirren.
„… aber was hat er Dir getan? Dich angelächelt?"
Auch Lily musste unter Tränen leise lachen. „Du bist gemein. Erinnere mich doch nicht ständig an dieses Lächeln!" Sie schniefte vernehmlich und Mila reichte ihr ein Taschentuch. Dankbar nahm sie es entgegen.
„Eigentlich sollte ich ihn gar nicht mögen, oder! Nicht nur wegen der Sache, dass seine Familie so verdammt reinblütig ist! Er ist arrogant, gerät ständig in Schwierigkeiten und hat mir unter den Rock geguckt!"
Bei ihren letzten Worten lachte Mila los und auch Lilys Mundwinkel zuckten.
Als sie sich langsam wieder ein bisschen beruhigt hatte, wischte sich Mila die Lachtränen aus den Augen. „Ach Lily." Sie legte einen Arm um die Schulter ihrer Freundin und ging mit ihr die Treppen zum großen Eingangsportal hinauf. „Ich sage ja gar nicht, dass Du Deine gesamte Meinung über ihn ändern sollst. Vielleicht versuchst Du ihn einfach ohne Deine üble Meinung von ihm zu sehen. Menschen ändern sich. Auch ein James Potter."
Trübsal blasend hockte James am Abend immer noch am Ufer des Sees auf einem großen Stein. Er hatte sich seit heute Nachmittag eigentlich nicht mehr dort wegbewegt, seit Lily wütend davon gestürmt war.
Mittlerweile brannte der Schnitt auf seiner Wange wie Feuer. Snape hatte die Gelegenheit genutzt, als er von Lily abgelenkt gewesen war, um ihm einen Fluch auf den Hals zu jagen. Er hatte ihn an der Wange gestreift und Sirius war herumgewirbelt, um es ihm heim zu zahlen. Doch der Feigling war so schnell getürmt, dass ihn Sirius Fluch verfehlt hatte.
Besorgt musterte Remus ihn. Sirius, der neben ihm stand, seufzte leise.
„Können wir irgendwas für ihn tun?" fragte Remus leise. Er mochte es nicht, seinen Freund so zu sehen. Doch Sirius zuckte nur mit den Schultern.
„Keine Ahnung, Moony."
„Vielleicht solltest Du mit ihm reden …"
„Ich bin nicht gut in so was."
„Versuche es wenigstens, Tatze. Du bist schließlich sein bester Freund."
Sirius verdrehte die Augen und vergrub die Hände in seinen Hosentaschen – eine Geste, die immer deutlich machte, wenn ihm unbehaglich zumute war. „Und wenn das auch nichts bringt, werfe ich ihn einfach in den See", grollte er, ging aber brav auf James zu und ließ sich neben ihm auf dem Stein nieder.
„Ich will nicht darüber reden", brummte James, der, sein Kinn in eine Hand gestützt, trübselig zum Schloss hinaufstarrte.
„Gut. Ich auch nicht. Lass uns einfach hier solange sitzen, bis Remus Mitleid bekommt und uns wieder ins Schloss lässt."
Einen kurzen Augenblick herrschte wirklich Schweigen, doch dann platze James damit heraus: „Ich verstehe sie einfach nicht! Ich meine, was sollte das? Ich habe sie doch nicht mit diesem fürchterlichen Wort bezeichnet, sondern dieser … dieser …. Und auf mich ist sie sauer! Auf MICH!"
Sirius, recht unglücklich darüber, dass sein Freund nun doch quatschen wollte, zog eine Grimasse. „Glaubst Du allen Ernstes, ich könnte Dir die Weiber erklären?"
„Nenn´ sie nicht so. Sie ist kein Weib."
„Sondern …?"
„Sie ist Lily." ‚Meine Lily', fügte er stumm in Gedanken hinzu.
„Du bist echt verknallt, oder?"
Einen Moment lang widerstrebte es ihm, es zuzugeben. Doch schließlich brummelte er: „Ja."
James schnaubte. Er wusste, was jetzt unweigerlich kommen musste. „Na los. Fang schon an mich zu verarschen. Ich bin ein liebeskranker Trottel. Los, mach weiter!" Doch Sirius schwieg. Er begann dafür leise zu zählen.
James runzelte die Stirn. „Was denn jetzt?"
„Sei still, sonst verzähle ich mich. 6, 7, … ah, da ist es." Er ergriff James Arm und zog ihn hinüber zum Schloss. An einem großen Baum blieb er stehen und drückte seinen Freund auf den Rasen. Brav ließ James sich nieder. „Und jetzt? Soll ich hier vielleicht nach Gold graben?"
Sirius legte einen Finger auf die Lippen und flüsterte: „Siehst Du direkt vor uns das Fenster?" James nickte. Da er und Sirius gut ein paar hundert Meter vom Schloss entfernt waren, konnte er ziemlich genau in eines der Fenster schauen, das hell erleuchtet war.
„Das ist ihr Schlafsaal."
Überrascht sah James ihn an, während Sirius mit den Augenbrauen wackelte.
„Woher weißt Du das?" fragte er fassungslos. Sein Freund zuckte nur grinsend die Schultern.
„Sagen wir es so – ich habe meine Methoden. Abends kann es sehr entspannend sein, wenn man hier unten sitzt …" Er wackelte höchst zweideutig mit den Augenbrauen. „Außerdem wollte ich sicher sein, dass das Mädchen im Zug letzte Woche wirklich Mila war. Ich will meine Bemühungen schließlich nicht an die Falsche verschwenden."
„Sirius Black, Du bist ein Schwein!"
„Yep! Und verdammt stolz darauf. Viel Spaß beim Schmachten, Krone." Mit diesen Worten ließ er seinen Freund allein zurück.
Ich weiß, ein bisschen kürzer als normal. Hoffe, dass ich am Wochenende ein wenig mehr Zeit zum Schreiben habe ... Vielleicht könntet ihr mich ja motivieren ... Eine kleine Review wirkt Wunder. Hey, hat übrigens jemand eine gute Idee für einen Streich? So richtig nach Mauderer-Art! Ich war leider immer nur die brave Schülerin. Wahrscheinlich stehe ich deshalb auf ´böse Jungs´. (GRINS!) Frei nach dem Motto: If you wanna to be good, girl, get yourself a bad boy!
