Ich gebe zu, ich kann nicht schlafen und es ist schon wieder Morgen... -.- und in ein paar stunden muss ich arbeiten, aber ich hoffe das euch dieses Kapitel gefällt. Ich kenne mcih mit Voldemort etc nichts so gut aus und wahrscheinlich kommt der viel zu lieb rüber :seufz: tut mir leid


Hermine lief über die Wiese, der Wind wehte ihr das Haar ins Gesicht, doch ihr Blick blieb fixiert auf die dunkle Gestalt. Wenn sie ihn einfrieren würde, dann würde er merken das sie da war. Sie musste ihm still und leise folgen, sonst würde er es niemals erlauben. Doch sie hatte noch nie eine andere Person verfolgt und hoffte das sie es mit ihrem Apparieren hinbekommen würde.

Snape sah sich nicht um, er ging zielstrebig von den Ländereien hinunter. Er bemerkte nicht das ihm Hermine auf den Fersen saß.

Plötzlich blieb er stehen, Hermine stolperte schnell hinter einen einsamen Baum. Na mach schon, sie blinzelte hinter dem Baum hervor und in dem Augenblick war er verschwunden. Hermine schluckte und lief zu der selben Stelle. Bitte, ich muss zu Snape, zu Snape, sagte sie sich immer wieder und hoffte das sie schon mächtig genug war ihm zu folgen. Sie schloss die Augen und apparierte.

Im nächsten Augenblick wurde es eiskalt. Wo war sie? Es war dunkel und kalt. Ihr fröstelte es in dem dünnen Umhang.

Sie streckte die Arme aus und stieß gegen Stein. Die Luft war so schlecht, Hermine war sich sicher tief in einer Höhle zu stecken. Langsam ging sie vorwärts und traute sich nicht ihren Zauberstab zu nutzen um Licht zu machen.

Sie stieß mit dem Fuß gegen etwas hartes und stolperte beinahe. Ihr Herz schlug gegen die Brust und ihr Atem ging stockend. Vorsichtig stieß Hermine noch einmal gegen das harte Etwas vor ihr. Es gab leicht nach und Hermine spürte wie ihr die Übelkeit hochkam. Bitte lass es das nicht sein. Sie zückte nun doch den Zauberstab. „Lumos!" flüsterte sie.

Im gleichen Moment als das Licht den unterirdischen Gang erhellte schrie sie laut auf. Vor ihr lag ein Mensch, er musste dort schon seit einiger Zeit liegen, die Augen waren offen, die Pupillen verdreht, auf der Haut ließen sich weiße und dunkelblaue Muster erkennen. Die Lippen waren aufgesprungen und an der Seite des Kopfes klaffte eine große Wunde.

Sie versuchte sich zu beruhigen, doch der Anblick einer Leiche beruhigte sie keineswegs. Mit einer Hand auf dem Herz stieg sie über den Leichnam und wollte den Gang entlang laufen, doch etwas hielt sie am Bein fest und sie fiel nach vorne.

Dreh dich bloß nicht um, dachte sie und griff nach dem Zauberstab der ihr aus der Hand gefallen war. „Expelliarmus!" war das erste was ihr einfiel und sie hielt den Zauberstab nach hinten. Der Griff um ihren Fuß ließ nach und sie sprang auf. Snape, wo war er nur? Vielleicht hatte er noch einmal appariert um sich Verfolger vom Leib zu halten. Aber wieso lag dann eine Leiche in diesem Gang und wieso zum Teufel hatte die Leiche nach ihr gegriffen.

Ihre Schritte hallten durch den Tunnel wieder, diesmal ließ sie es sich nicht nehmen mit dem Zauberstab Licht zu erzeugen. Noch einer Leiche wollte sie nicht über den Weg laufen, dieser Anblick würde sie für immer verfolgen.

Sicher hatte man sie gehört, dachte sie. Der Schrei war nicht zu überhören gewesen, ob Snape wusste das sie da war.

Sie blieb stehen, am Ende es Ganges war Licht. „Nox!"

In der Hoffnung das niemand aus dem nichts auftauchen würde lief sie langsam auf das Licht zu.

„Du hast mich enttäuscht, Severus, ich dachte du würdest jedem Befehl folgen. Doch du bist nicht erschienen als ich die Todesser zusammen gerufen habe. Und wo bleibt das Schlammblut?"

Hermine hielt den Atem an, das war die Stimme von Voldemort, da war sie sich sicher.

„Es tut mir Leid, dunkler Lord, aber es wäre aufgefallen wenn ich Her... wenn ich das Schlammblut mitgenommen hätte! Ich wäre nicht mehr in der Lage im Schloss zu spionieren!"

Stille.

„Sehr interessant, du hast das Schlammblut wohl nicht mitgenommen weil du ihr was gegenüber empfindest!"

„Da irren sie sich! Ich musste das Vertrauen des Schlammblutes gewinnen, da war es mir nicht anders Möglich ihr zu zeigen das ich sie beschützen und lieben würde."

„Das ist noch lange keine Entschuldigung dafür das du sie nicht mitgebracht hast! Wenn sie unter dem Imperiuszauber gestanden hätte wäre uns dies sehr nützlich. Doch noch nützlicher wäre uns ihre Freie Mitarbeit! Du weißt das ich dich bestrafen muss, weil du mir nicht gehorcht hast! Crucius!"

Snape gab kein Laut von sich und Hermine biss sich verzweifelt die Lippen blutig. Es war nicht mehr anders möglich, sie musste zu Snape halten um ihn zu retten.

„Hören sie auf!" schrie sie und trat ins Licht. „Snape hat mich nicht mitgenommen weil er wollte das ich weiterhin das Vertrauen von Dumbledore habe!"

„Nun hört euch diese Ausrede an!"

Hermine wurde es bei Voldemorts Anblick übel. Um ihn herum standen einige Todesser, Snape lag auf den Boden und rappelte sich gerade auf. Doch ihr Blick haftete an der Gestalt in der Mitte des Raumes. Nun konnte sie Harry verstehen, Voldemorts rote Augen sahen sie an, der schmale Mund verzog sich zu einem Grinsen.

„Glaubst du wirklich, das ein Schlammblut, das noch so schwach ist wie du, mich, Lord Voldemort, anlügen kann! Schnappt sie euch!"

Zwei Todesser gingen sofort auf Befehl auf Hermine los und zogen sie an den Armen zu Voldemort. Snape sah sie mit kalten Augen an. Hermine versuchte seinen Blick zu ignorieren.

„Sie wollten das ich hier bin! Nun bin ich hier! Es ist doch egal aus welchem Grund!"

„Sie sind naiv!" Snape trat neben Voldemort und sah sie aus seinen schwarzen Augen abwertend an. „Meinen sie ich habe nur einen Moment so etwas wie Gefühle für sie gehabt? Sie sind ein kleines dummes Schlammblut!"

Hermine schluckte, es fiel ihr schwer die Tränen zu unterdrücken, das konnte doch unmöglich wahr sein.

„Jetzt wäre es wohl an der Zeit zu fragen!" Hermine blickte zu einen der Todesser die aus dem Kreis heraustraten. „Würdest du denn freiwillig für den dunklen Lord arbeiten? Es wäre zu schade dich unter einen Imperius Fluch weiterhin zur Schule gehen zu lassen. Sicher würde es auffallen."

Sie war sich sicher das es sich bei diesem Todesser um Luscius Malfoy handelte. Doch was bezweckte Snape mit seinem Verhalten? Es war doch klar das er ihr Vertrauen verlieren würde wenn sie ihn anfängt zu hassen und darüber wäre Voldemort sicher nicht erfreut.

„Dunkler Lord, würden sie mich bitte über sie wachen lassen. Im Schloss würde ihr niemand glauben!" mischte sich Snape ein.

„Ich mache es freiwillig!" Hermine presste die Lippen zusammen und versuchte Snapes durchdringenden Blick nicht zu beachten.

„Wie amüsant, ein Schlammblut das einen Todesser liebt!" Voldemorts Gesicht verzog sich zu einer grinsenden Maske, die, wie Hermine fand, noch schlimmer aussah. „Möchtest du uns sagen wieso wir dich aufnehmen sollte, vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, aber ihr geliebter Severus hat schon mehr Schlammblüter umgebracht als sie denken, wieso sollte er es nicht mit ihnen machen!"

Hermine schluckte kräftig, sie durfte keine Schwäche zeigen, sie wusste jedoch das Voldemort in der Lage war Gedanken zu lesen.

„In Ordnung, ja ich liebe einen Todesser! Aber ich kann sie unterstützen, im Gegensatz zu Professor Snape komme ich an Harry Nahe heran! Und das wollen sie doch! Sie wollen doch sicher das Harry ungeschützt ist, er vertraut mir!"

Ein Gemurmel ging von den Todessern aus, Voldemort betrachtete sie interessiert. „Seid ruhig!" fuhr er seine Gefolgsleute an. „Du würdest freiwillig deine Freunde verraten? Für jemanden der dich nicht einmal liebt? Jemand der dich ohne mit der Wimper zu zucken umbringen würde? Nicht das es für mich nicht auch eine Genugtuung wäre ein Schlammblut zu töten!"

Noch nie hatte Hermine so oft das Wort Schlammblut gehört wie in diesen Minuten. Natürlich tat es ihr weh was Snape gesagt hatte, doch sie vertraute ihm, sie liebte ihn und sie konnte nicht glauben das er nichts für sie empfand.

Snape starrte sie an, seine Augen waren zu schmalen Schlitzen geworden. „Wissen sie eigentlich was sie hier tun? Ich hielt sie immer für intelligent, sie sind dümmer als ich dachte!"

„Severus!" fuhr Voldmeort ihn an. „Wenn sie es für dich tut, dann lass sie doch! Es wäre doch nichts neues für dich eine Frau auszunutzen!" Hermine merkte das Voldemort darauf aus war sie zu testen.

„Manchmal ist es einem egal ob man ausgenutzt wird. Ich würde Professor Snape meinen Körper schenken! ... Ohne mit der Wimper zu zucken!" fügte sie hinzu.

Für Snape wurde es immer schwerer die Fassung zu wahren, er musste Hermine unverletzt aus dem Todeskreis heraus bekommen, doch Voldemort durfte nicht merken das ihm was an ihr lag und sie schon gar nicht. Denn Voldemort las ihre Gedanken und sobald sie wissen würde das Snape auf ihrer Seite stand, würde er und sie nicht mehr leben. Er versuchte soviel Hass und Ekel auszustrahlen wie nur möglich.

„Beruhig dich Severus!" Voldemort machte einen Schritt auf Hermine zu und seine weiße lang gliedrige Hand griff nach ihrem Gesicht. „So? Du würdest jede Schande über dich ergehen lassen?" Er zückte seinen Zauberstab und Snape war drauf und dran sich zwischen ihn und Hermine zu werfen.

„Wenn sie mich umbringen, dann werde ich ihnen keine große Hilfe mehr sein!" Hermine sah in die roten Augen.

„Für ein Schlammblut hast du sehr viel Mut!" zischte Voldemort.

„Ich bin eine Gryffindor, da ist es nur natürlich viel Mut zu besitzen!"

„Und schlagfertig. Wie enttäuschend das du ein Schlammblut bist. Aber du könntest uns eine große Hilfe sein... Solange du keinen Fehler begehst!"

Er fuhr mit dem Zauberstab an Hermines Kleidung hinunter und plötzlich fiel sie gezweiteilt zu Boden. Hermine stand nun bis auf die Schuhe nackt da. Was hatte er nur vor? Was würde Voldemort mit ihr machen? Ihr wurde immer schlechter, doch sie musste sich zwingen ruhig zu bleiben. Sie roch seinen Atem und spürte die Blicke aller auf ihren Körper, bis die auf Snape. Snape sah ihr genau in die Augen und beinahe hätte Hermine darüber gelächelt, doch es war Tatsache das Voldemort vor ihr stand und überall sonst Todesser.

„Du bist für alles bereit?"

Hermine nickte unsicher.

„Dann werde ich dich heute noch am Leben lassen, solltest du mir aber keine Hilfe sein ... ich bin mir sicher deine Eltern würden sich über ein Besuch sehr freuen, meinst du nicht auch!" Voldemorts Gesicht wirkte wie eine Maske die über die Knochen gezogen wurde, er hatte den Geruch des Todes an sich kleben. „Ich bin mir sicher einige der Todesser würden sich gerne mit dir vergnügen!" Dieses hinterhältige Grinsen auf seinem Gesicht widerte sie an und würde sie nicht solche Angst vor ihm haben, dann hätte sie ihm eine reingeschlagen.

Voldemort trat zur Seite und wollte seinen Todessern, die noch etwas verwirrt zu sein schienen, den Vortritt lassen. Vortritt? Hoffentlich würde er sich nicht auch über sie hermachen.

„Ich dachte sie wäre meine Gespielin!" zischte Snape in dem Augenblick. „Ich werde sie sicher nicht mehr benutzen nachdem sie eine dreckige Schlampe geworden ist."

Hermine tat der Ton in seiner Stimme weh, sie blickte zu der Kleidung hinunter die vor ihren Füssen lag.

„Überlassen wir sie doch Severus!" dies war Luscius Stimme. „Mich widert ihr Anblick an!"

„Severus, ich warne dich wenn du mich dieses mal wieder enttäuscht!" Voldemort sah Snape mit einem Blick an der töten könnte.

„Auf keinen Fall!" Severus kniete sich nieder und küsste den Umhang des dunklen Lords. Danach rappelte er sich wieder auf. „Ich danke ihnen, mein Lord, ich werde ihnen keine Schwierigkeiten bereiten!" Er ging hinüber zu Hermine und packte sie grob an den Haaren. „Und das kleine Schlammblut können sie mir überlassen." Er stieß sie in den Gang hinaus, Hermine war zum Weinen zumute. Snape stieß sie immer weiter, sein Zauberstab erhellte den Gang, Hermine hielt den ihren krampfhaft in der Hand. Als sie bei der Leiche ankamen stellte sich Snape überraschend vor sie, er sprach einen Zauberspruch. Hermine konnte nicht verstehen was er sagte, Snape hatte sich nicht geändert, er war ein Todesser geblieben... Sie hatte ihren Körper verkauft und würde ihre Freunde verraten! Tränen stiegen in ihr auf und ihr Körper fing unter den stummen Schluchzern an zu zittern.

„Dir ... ist sicher kalt!" hörte sie die Stimme von Snape, die jetzt einen sanfteren Ton angenommen hatte. „Nimm den hier!" Er nahm seinen Umhang ab und schlang ihn um ihren Körper. Hermine hielt sich die Hände vor das Gesicht, sie wollte nicht das Snape ihre Tränen sah. „Du brauchst keine Angst mehr zu haben!" Er nahm sie in den Arm und drückte sie an sich. „Wieso bist du mir nur gefolgt, ich hatte gehofft das du es nicht bemerken würdest wenn du im Unterricht sitzt!" Hermine hörte ihm zu, meinte er das nun ernst oder war es vielleicht doch eine Lüge. Es war schwer Snape zu durchschauen. Doch seine Wärme tat gut und sein Geruch beruhigte sie etwas.

„Ich möchte mich entschuldigen, für alles was ich gesagt habe!"

„Dann...!" sie brach ab, ihre Stimme zitterte noch und ihr war schlecht. Das Gesicht von Voldemort würde sie nie wieder vergessen können.

Snape drückte sie fest an sich. „Ich würde niemals zulassen das dich einer von ihnen berührt! Ich...!" er brach ab, Hermine spürte was er sagen wollte und schlang ihre Arme um den Hals. Der Umhang fiel zu Boden und sie weinte nun laut. Sie schämte sich nicht mehr, der Schmerz tief in ihr drinnen kam zum Vorschein.

„Ich liebe dich doch!" schluchzte sie und Snape fühlte wie seine Schulter immer mehr von ihren Tränen durchweicht wurde. „Ich liebe dich doch, ich liebe dich doch!"

„Beruhigen sie sich!" Er umarmte sie und apparierte mit ihr im Arm zurück nach Hogwarts.