A/N: Hallo, ihr Lieben. Jaja, da sieht man es wieder – ich sollte James viel häufiger blamieren, dann bekomme ich nämlich ausreichend Reviews von euch. (SMILE!) Danke schön! Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob wir die Grundlage für Harrys Existenz legen können, oder?
Imobilus: Und geht es wieder? Hat Moony sein Taschentuch bekommen, oder musstest Du es für Dich behalten? (SMILE!) Ja, die Mauderers wissen, das Moony ein Werwolf ist. Szene am Bahnhof, erinnerst Du Dich? Wenn nicht, einfach noch mal nachlesen. Habe es dort so am Rande erwähnt. Aber Du warst vermutlich viel zu sehr mit Sirius gebräunten Unterarmen beschäftigt, was? Gott, kann ich das verstehen …
ShiaAngel: Ja, ich muss zugeben – eine gewisse Genialität ist meiner Mila wohl gegeben. (Zwinker!)
Ac. Potterfan: Danke schön! Natürlich schreibe ich weiter.
Cdt: Hallöchen, willkommen in unserer erlauchten Runde! Und danke schön für das Kompliment. Ich hoffe, Du bleibst uns erhalten!
KabaKakao: Okay, Imobilus, Du kannst Dein Taschentuch für Dich benutzen. Ich soll Dir ´Dankeschön´ von Moony sagen. Das Taschentuch hätte er dringend gebraucht. Und wie sagt man so schön: Bei guten Freunden kann man sich die Feinde sparen? Nich wahr, Padfood? So ging es James wohl auch … (SMILE!)
BilboBeutlin: Hallöchen auch Dir. Gott, so viele neue Gesichter. Was bin ich stolz! Vielen Dank für Deine lieben Worte (rot werd) und ich hoffe, Du bleibst bei uns. Muss ja wissen, ob ich diesen Level halten kann!
Zeraphine: Noch ein Taschentuch. Danke! Moony, jetzt ist aber gut! James redet nie wieder mit Dir, wenn Du jetzt nicht aufhörst zu lachen. – Wenn ich ihn richtig verstanden habe, soll ich Dir auch von ihm für dieses danken. Der Mann ist so schwer zu verstehen, weil er vor Lachen kaum noch Luft bekommt. Und ob James das Date jetzt wieder versaut oder Lilys Herz gewinnt … lies´ selbst!
Ankantoiel: Huhu auch Dir! Jaaaa, ich weiß, mit meinen Liedern kann ich manchmal nerven. Versuche mich ja schon zu beherrschen. Ist eine meiner großen Schwächen – neben meinem Talent, Einzelheiten zu verdrehen oder ganz außer Acht zu lassen. Ich warne euch aber ja vor. Einfach drüber lesen, okay?
Kapitel 8
Der nächste Tag schien überhaupt nicht vorbeigehen zu wollen. Lily hätte schwören können, dass die Zeit einmal sogar rückwärts gelaufen war. Sie hatte im Zaubertränke-Unterricht gesessen und diesem Idioten von Snape bei einem seiner ewigen, langweiligen Ausführungen über eine Zutat zugehört. Immer wieder waren ihre Augen zu James hinübergewandert. Und mehr als einmal hatten sich ihre Blicke getroffen.
Jetzt war es endlich fast soweit.
Wie ein gefangenes Tier wanderte Lily in ihrem Zimmer auf und ab und starb fast vor Nervosität. Zum millionsten Mal fragte sie Mila, über was um Himmels Willen sie sich denn mit ihm unterhalten sollte. Ihre Freundin beobachtete ihr Gerenne mit wachsender Ungeduld.
„Hey, ich hab das Date ausgemacht! Jetzt werde ich nicht auch noch eure Konversation planen!"
„Aber wenn wir uns anschweigen …!"
„Dann rede über Quidditch!"
„Ich weiß nichts von Quidditch!"
Mila verdrehte die Augen. „Natürlich kennst Du Quidditch. Du warst bei jedem Spiel!"
Unwillkürlich lief Lily knallrot an und Mila schaute fast ein bisschen fassungslos, als sie den Grund dafür begriff. „Hast Du auch mal woanders hingeguckt? Du wirst doch nicht bei allen Spielen nur James hinterher gestarrt haben!"
„Doch", gab sie geknickt zu und versuchte sich zu verteidigen: „Anfangs ja nur, weil ich gehofft habe, er fällt vom Besen."
Sie erntete einen strafenden Blick, bevor Mila fragte: „Und jetzt?"
„Jetzt … weil er so einen süßen Hintern hat?"
Mila schloss die Augen und schüttelte den Kopf. ‚Weiber´, schoss es ihr unwillkürlich durch den Kopf.
„Also, worüber könnten wir sonst reden?"
Sich ein fieses Lächeln nicht ganz verkneifend antwortete Mila süffisant: „Darüber, dass Du ihn hast warten lassen?"
Verständnislos runzelte Lily die Stirn und Mila deutet auf die große Uhr über ihrer Tür. Lily war schon 5 Minuten überfällig.
„Ach Du meine Güte!" Hastig griff sie sich ihren Umhang und stürmte aus dem Raum. Mila grinste in sich hinein, griff sich ihr Märchenbuch und rollte sich auf den Bauch. Na, wenn das nichts gab …
Lily stürmte die Treppe so hastig hinunter, dass sie fast James umgerannt hätte, der unten auf sie wartete. Nur im letzten Augenblick – und mit seiner Hilfe – gelange es ihr, rechtzeitig zu bremsen. Beherzt griff er nach ihren Oberarmen.
„Oh, entschuldige James"
Seine Hände immer noch da, wo sie gewesen waren, lächelte er leicht. „Schon gut. Ich lebe noch."
Lily wusste, dass sie etwas erwidern sollte. Aber ihr Kopf war wie leer gefegt. „Nein, auch wegen der Verspätung", erklärte sie schließlich hastig und senkte verlegen ihre Augen. Doch James zuckte nur mit den Schultern.
„Wenn ich ehrlich bin – ich habe nicht geglaubt, dass Du wirklich kommst …"
„Wieso nicht?"
„Vermutlich, weil ich schon einmal zu oft abgeblitzt bin."
Schuldbewusst schnitt sie eine Grimasse, doch James überging dieses Thema einfach, indem er sie losließ, die Schultern straffte und bemüht fröhlich sagte: „Na los, gehen wir spazieren."
Sie folgte ihm nach draußen auf die Ländereien Hogwarts. Eine ganze Weile herrschte Schweigen zwischen den Beiden und Lily kaute unbehaglich auf ihrer Unterlippe. Sie hatte noch nicht viele Dates gehabt, aber normalerweise unterhielt man sich doch, oder? Sie war fast schon wirklich soweit, Interesse an Quidditch vorzugaukeln, als er endlich das Wort ergriff. Seine Frage traf sie völlig unvorbereitet.
„Warum hast Du mich eigentlich so oft abblitzen lassen?"
Sekundenlang war Lily überrascht über seine Offenheit, mit der er dieses Thema ansprach. Doch da er gefragt hatte, wollte sie ehrlich sein. „Weil ich Dich für einen aufgeblasenen Idioten gehalten habe."
„Wieso?" Er wirkte so niedlich mit diesem Hauch von Betroffenheit in seinen Augen.
„Weil Du Dich wie einer benommen hast", antwortete Lily ohne Zögern.
„Nenne mir ein Beispiel", bat er und sah sie abwartend an.
„Erinnerst Du Dich an meinen Tintenanschlag?" James zog eine Grimasse. „Wie könnte ich den vergessen? Mein Hemd ist nie wieder sauber geworden."
„Entschuldige", murmelte sie kleinlaut.
„War ja nur ein Hemd. Wenn meine Haare blau geblieben wären, hätte mich das härter getroffen."
„Hätte zu Deinem blauen Blut gepasst."
Fragend runzelte er die Stirn und erst jetzt fiel ihr wieder ein, dass ihre Worte aus der Muggel-Umgangssprache stammten. Er konnte sie nicht kennen. „Das erkläre ich Dir später", seufzte sie. Als er zustimmend nickte, fuhr sie fort:
„Du hast mich mit diesem Gesichtsausdruck angesehen …"
„Ich sehe mich in solchen Situationen nicht oft im Spiegel, also musst Du ihn mir näher beschreiben."
Lily suchte nach Worten. „Na ja. Dieser Blick der sagt: ‚Hey Baby, ich bin der absolute Hauptgewinn und wenn Du jetzt nicht augenblicklich ohnmächtig wirst, stimmt mit Dir etwas nicht. ´ Verstehst Du? Du warst einfach so furchtbar von Dir und Deinem Charme überzeugt."
Lily blieb stehen und vollführte eine wütende Geste. „Und so etwas bringt mich auf die Palme, James! Dieses blasierte Lächeln, dieses Gefummel mit Deinen Haaren. Dieser ganze Mist! Du wirkst dann so, als wäre Dir eigentlich alles scheißegal, weil Du sowieso der König der Welt bist."
Grade war sich James wieder durch die Haare gefahren, hielt bei ihren Worten allerdings abrupt inne und ließ die Hand hastig sinken. Und Lily spürte fast so etwas wie Bedauern. Eigentlich war er doch ganz süß, wenn er es tat …
Er schien ehrlich über ihre Worte nachzudenken. „Aber ich bin nicht der König der Welt ….", bemerkte er vorsichtig.
„Doch, in Deiner irgendwie schon."
Er schwieg einen Moment und Lily fürchtete schon fast zu weit gegangen zu sein. Doch dann lächelte er plötzlich und sah sie wieder an. „Du hast Recht."
„Was?" Sie klang fast, als habe er ihr grade eröffnet, dass der Mond aus Käse sei.
„Vermutlich war ich wirklich etwas zu selbstherrlich. Das wollte ich nicht. Ich bin nur so gewesen, um … um Dich zu beeindrucken. Ich wollte Dir zeigen, dass ich es wert bin, mit Dir auszugehen."
„Du, wert mit mir auszugehen?" Lily entfuhr ein ungläubiges Lachen. „Natürlich bist Du das. Ich bin diejenige, die es nicht wert ist …"
Er wollte etwas sagen, doch sie schnitt ihm das Wort ab. „Du brauchst mir nichts vorzumachen, James. Auch in der Muggelwelt gibt es solche Dinge. Es ist mir klar, dass ich Dir nicht ebenbürtig bin. Ich bin schließlich nur ein wertloses Schlamm…"
Weiter kam sie nicht, denn James hatte sie an den Armen gepackt und schüttelte sie leicht. Seine Augen blitzten. „Nenn Dich nicht so!"
„Aber es ist doch wahr."
„Nein, ist es nicht." Er wirkte richtig wütend – und süß. Lily schluckte.
„Hast Du Dir mal diese ganzen verdammten Reinblüter angesehen? Diese aufgeblasenen Versager, die nichts können, sich aber fürchterlich was darauf einbilden? Du bist so viel mehr wert als die, Lily Evans! So viel mehr! Sieh´ … sieh´ Dir zum Beispiel Sirius Familie an. Seit fast 2 Jahrhunderten Reinblüter. Aber sie schaffen es nicht einmal, ihren eigenen Sohn gut zu behandeln."
Lily hatte ihm sprachlos zugehört. „Aber ich dachte …", versuchte sie sich zu erklären, wusste aber selbst nicht, was sie sagen wollte. Er nahm ihr Gesicht in beide Hände und sah sie ernst an.
„Beurteile einen Menschen niemals anhand seines Stammbaumes, Lily. Wenn meine Eltern mir eines beigebracht haben, dann das."
Lily konnte es kaum fassen. Sprachlos starrte sie ihn an. Alle Gründe, die sie in den letzten Jahren in ihrem Kopf gesammelt hatte, um James Potter nicht zu mögen, zerbarsten in diesem Moment zu Staub. Und übrig blieb ein schwarzhaariger Junge mit einem furchtbar guten Herzen und einem fürchterlich ernstem Blick.
Mit Übermacht wurde sie sich plötzlich seiner Hände bewusst, die immer noch ihr Gesicht umrahmten. Nicht mal ein Schritt lag zwischen ihnen. Und sie nahm das erste Mal seinen Geruch war – Shampoo. Und sonst einfach nur er selbst. Sie mochte es, dass er sich nicht mit irgendwelchen Duftwässerchen zuparfümierte. Er roch herrlich, wenn sie ehrlich war. Warm. So, als wäre sie einfach nur absolut sicher, wenn er die Arme ausbreitete und sie an sich drücken würde.
Ihr Herz begann zu pochen und tausende von Schmetterlingen purzelten durch ihren Bauch, während sie ihn ansah. Sein Gesichtsausdruck änderte sich - von ernst zu … sie konnte es nicht benennen.
„Lily, ich …"
„Ja?"
„Ich … ich würde gern …"
Bei seinem Gestottere musste sie lächeln. „James?"
Er klappte den Mund zu und wartete auf ihre nächsten Worte. Ein spitzbübisches Lächeln huschte über ihr Gesicht und ließ ihn trocken schlucken. „Hör auf zu reden – und küss mich einfach. Okay!"
Die sonst so rationelle und alle Möglichkeiten abwägende Lily dachte nicht nach. Ohne Zögern legte sie ihre Arme um seinen Hals und lächelte. Er hingegen schien völlig überrumpelt. Es dauerte einen Augenblick, bis ihre Worte wirklich zu ihm vordrangen. Und dann zog er sie an sich und küsste sie so hastig, als habe er Angst, sie könne es sich vielleicht doch noch anders überlegen.
Verschwommene Erinnerungen an seine Träume von Lily tauchten in ihm auf und am liebsten hätte er gejubelt vor Freude. Diese frühpubertären Phantasien kamen der Wirklichkeit nicht einmal nahe. Sie schmeckte nach Sonne, Lachen und ganz viel Liebe. Er würde ganz sicher nicht mehr damit aufhören können, sie zu küssen.
Ihre Lippen waren voll und weich, süß und viel versprechend und nicht so methodisch wie die anderer Mädchen, die er geküsst hatte. Sie tastete, probierte und überließ ihm die Führung. Und James ging in seiner Rolle als Anführer vollkommen auf.
Ganz sanft schob er ihre Lippen auseinander, wartete auf ihre Reaktion. Sie zögerte kurz, bevor sie ihm entgegenkam. Auch wenn es für sie das erste Mal zu sein schien, so geküsst zu werden – vielleicht war es sogar generell das erste Mal für sie – verhielt sie sich nicht plump oder folgte irgendeinem Schema, das sie vielleicht schon einmal in einem dummen Buch gelesen hatte. Sie erforschte ihn, wie er es auch bei ihr tat.
Ein gequältes Stöhnen entfuhr ihm und Lily zuckte ein winziges bisschen zurück. „Hab ich …?" fragte sie und zog erneut ihre Unterlippe nervös zwischen die Zähne, wie sie es schon so oft getan hatte. Er liebte diese Geste!
Atemlos schüttelte er den Kopf und ihm gelang ein zittriges Lächeln. „Nein. Ich … möchte Dich nur kurz daran erinnern, was Dir Deine Eltern über Jungs wie mich beigebracht haben."
Lily lächelte bei seinen Worten. „Du meinst, dass ihr alle nur das Eine wollt und brave Mädchen gern in Schwierigkeiten bringt?"
James nickte atemlos. Und zu seiner Überraschung löste sie sich nicht von ihm, sondern kam ihm sogar noch ein Stückchen entgegen, sodass ihre Lippen wieder nur Millimeter voneinander entfernt waren. „Ich denke, ich war in den letzten drei Jahren brav genug für den Rest unserer Schulzeit. Vielleicht sollte ich endlich damit anfangen, mich in Schwierigkeiten bringen zu lassen …"
„Du weißt gar nicht, was Du mir antust, oder?" fragte er kläglich und Lily lachte leise. Eine Gänsehaut kroch bei diesem wunderbaren Geräusch über seinen Rücken. Und auch wenn er all seinen Anstand zusammengekratzt hätte – es hätte sowieso nicht gereicht. Also küsste er sie noch mal. Und noch mal. Und noch mal.
Mila lag immer noch lesend auf ihrem Bett, als Gepolter aus dem Gemeinschaftsraum zu ihr hinauf drang. Lautes Geschrei ertönte. Hastig sprang sie auf, stürmte aus ihrer Zimmertür und die Treppe hinunter. Auf halber Höhe blieb sie verblüfft stehen.
Es herrschte ein fürchterlicher Tumult. Potter und Black jagten durch den Raum, während Lily wütend schimpfend in der Mitte des Raumes stand. „James! Sirius! Aufhören!" brüllte sie. „Zwingt mich nicht, Professor Mc Gonagall zu holen!"
James hatte seinen Freund endlich erwischt, ihn zu Boden geworfen und saß jetzt auf ihm, ihn wütend anfunkelnd. Mila war beim Anblick dieser Szene ziemlich ratlos.
„Entschuldige Dich bei ihr, Padfoot, oder …!"
„Verausgabe Dich nicht, Prongs." Sirius schüttelte sich vor Lachen. „Küssen ist verdammt anstrengend! Die ganzen Muskeln, die man dabei benutzt!"
Mila starrte zu Lily hinüber, die sofort puterrot anlief und auch ihr einen Blick zuwarf.
„Lily! Hast Du …?" fragte Mila atemlos.
Lily nickte nur mit gesenktem Kopf verlegen.
Ein plötzliches, lautes Kreischen ertönte und im nächsten Moment war Mila Lily um den Hals gefallen und tanzte wild mit ihr durch den Gemeinschaftsraum. „Dein erster Kuss! Oh Lily!"
Auch James war bei Milas Blick knallrot angelaufen, was Sirius Lachanfall nur noch verstärkte. Andere Gryffindor-Schüler, die ebenfalls von dem Tumult wach geworden waren, kamen nun verschlafen ihre Treppen hinunter. Der Gemeinschaftsraum füllte sich zusehends. Auch Remus war darunter, der sich verschlafen die Augen rieb.
Im nächsten Moment war Sirius irgendwie unter James weggetaucht und stürmte nun auf seinen Freund zu, der ihn verwirrt ansah. „Moony! Du wirst es nicht fassen! Prongs knutscht …"
Er vollendete den Satz nicht, da James ihm hinterher gehechtet war und ihm nun unsanft den Mund zuhielt. Wütend zischte er in Sirius Ohr: „Schrei es hier herum, Padfoot, und ich erzähle jedem – JEDEM, sogar den Lehrern – das Du den Mädchen beim Duschen zuguckst!"
Remus, der diese Worte ebenfalls gehört hatte, runzelte missbilligend die Stirn – ebenso wie Mila. Sie würde nie wieder entspannt duschen gehen können.
„Irgendwann fliegst Du, Sirius", murmelte Remus matt.
Doch James Drohung schien zu wirken, denn Sirius wurde ein wenig blass. Vorsichtig ließ James ihn los und wirklich – sein Freund schwieg. Allerdings nicht lange. „Ich erzähle es Dir im Schlafsaal", versprach Sirius Remus, der aber nur die Augen verdrehte.
James hatte sich mittlerweile den anderen Schülern zugewandt, die diese Szene interessiert verfolgten. „Was glotzt ihr so?" blaffte er und scheuchte alle wieder zurück in ihre Schlafsäle. Nur er, Sirius, Remus, Lily und Mila blieben übrig.
James und Lily tauschten einen verstohlenen Blick. Dann wirbelte James erneut zu Sirius herum und funkelte ihn an. „LOS!"
„Was denn?" Sirius grinste unschuldig, doch bei einem Blick in die Augen seines besten Freundes schien ihm klar zu werden, dass es ernst war – das freche Grinsen verschwand und er senkte betreten den Kopf. „´Tschuldigung", nuschelte er etwas mürrisch.
„Schau Mila. Mr. Black kann das Wort doch, ich hatte Recht." Lilys Stimme klang ein wenig spitz, dann wandte sie sich an Mila und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Sie kicherte, nickte und flitzte zurück in den Schlafsaal. Auch James scheuchte seine zwei Freunde zurück in die Betten.
Als sie endlich allein waren, ging James auf Lily zu und lächelte sie vorsichtig an. „Ich wusste wirklich nicht, dass er auf mich warten würde", versuchte er zu erklären, doch Lily hob nur gebieterisch eine Hand und gebot ihm zu Schweigen. Betreten schloss er den Mund und schien auf sein Urteil zu warten. Aber zu seiner grenzenlosen Überraschung grinste Lily übermütig, beugte sich vor und küsste ihn erneut, bevor sie in Rekordgeschwindigkeit die Treppe zum Schlafsaal hochstürmte.
„Wünsche diesem Blödmann gute Nacht von mir", kicherte sie, bevor sie endgültig verschwand. James blieb verdattert stehen und starrte ihr nach. Dann stahl sich ein Lächeln auf sein Gesicht, und er musste sich ziemlich beherrschen, um ihr nicht zu folgen.
Jaja, der erste Kuss ... Seufz. Seid ihr noch alle da? Wenn ja, erzählt mir doch, ob ich eure Erwartungen erfüllt habe. Ich klopfe Moony so lange noch ein wenig auf den Rücken. - Hörst Du jetzt bitte auf zu lachen?
