A/N: Hallöchen! Heute widme ich mich mal einer mir sehr lange durch den Kopf gespukte Frage – wieso nennt sich Sirius in Hundegestalt eigentlich Schnuffel? Habt ihr euch das auch schon gefragt? Ich habe, wie gesagt, lange darüber nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen – der Name kann nur aus dem Mund einer Frau stammen … Viel Spaß beim Lesen!
ShiaAngel: Ja, genau! Gibs ihm, Süße! Danach kann ich ihn nämlich wieder trösten! (SMILE!)
Imobilus: Du bist mir ja eine – erst mit James rumknutschen und dann Moony zu Boden knuddeln. Tz, tz, tz. Was, Padfood? Ich soll ihr sagen, dass Du eifersüchtig wirst? Pah, das könnte Dir so passen! – Nee, ganz ehrlich, gutes Mädchen! Du machst das genau richtig! (GRINS!)
Ankantoiel: Na gut, da kann ich dann nicht mehr tröstend knuddeln, wenn Du es nach dem Tritt selbst übernimmst. (Schmoll!) Muss ich mich eben auf die Pflege seiner lädierten, sehr knackigen Apfel-Po-Kehrseite freuen … (Unschuldig in die Luft guck …)
Ac. Potter: Jajajajaja, gönn mir doch auch mal ne Pause. Ich mach ja schon! (Zwinker!)
Marrychan: Willkommen bei uns! Und nix da, Suizid gilt nicht. Bleib lieber mal bei meiner FanFiction, da gibt es genug Sirius zum Knuddeln für alle. Und wenn Dir diese Geschichte gefällt, lies´ ruhig auch meine Erste: Harry Potter und das letzte Gefecht. Nur so ein kleiner Tipp! (SMILE!)
Zeraphine: Langsam, Süße, der Mann kriegt ja kaum noch Luft. (SMILE!) Als ob Sirius das nicht gefallen würde, aber na ja … Zu Deiner Frage: ja, erwischt, in der Schule war ich auch in einer Gesangs-AG. Ist das so offensichtlich? (Schief grins!) Aber nur im Chor, ich wäre auch zu ängstlich, um mich voll ins Rampenlicht zu stellen. Und meine Lieder-Manie ist manchmal lästig, ich weiß. Ankantoiel hat auch schon mit mir geschimpft … Ich versuche mich zu bessern! Versprochen! Der Rest – hast ja jetzt eine E-Mail von mir!
Kapitel 10
Ein gutes Stück vom Gesangsraum entfernt holte dieses Mal Lily Mila ein. Als sie sie am Arm packte, riss sich Mila heftig los, nur um dann an der Mauer hinter ihr hinabzurutschen und zu weinen. Mitleidig kniete Lily sich vor sie und stich ihr unbeholfen übers Haar.
„Nicht weinen. Mila, nicht weinen. Komm schon, sonst muss ich auch …"
Doch ihre Freundin war nicht zu beruhigen. Und so ließ sich Lily vor ihr auf dem Boden nieder und war einfach nur da. Mehr konnte sie nicht tun.
Es verging eine ganze Weile, bis sich Mila so weit gefangen hatte, dass ihr Körper zumindest nicht mehr vollkommen von Schluchzern geschüttelt wurde. Als sie ganz langsam den Kopf von ihren Knien hob, die sie eng an den Körper gezogen hatte, mühte sich Lily all ihren Trost in ihre Berührung zu legen und strich ihr sanft eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie hatte gelernt, wie man ihre Freundin vor ungebetenen Gefühlen schützen konnte.
Dankbar blickte Mila sie an. Doch so ganz war sie noch nicht Herr ihrer Gefühle. Steifbeinig schob sie sich an der Wand hinauf und wischte sich mit dem Ärmel über die Augen.
„Ich würde gern spazieren gehen", flüsterte sie leise und Lily bot ihr sofort an mitzukommen. Doch Mila schüttelte den Kopf.
„Sei mir nicht böse, Lily. Ich möchte allein sein. Geh ruhig zurück zu James. Er wartet bestimmt."
„Lass ihn warten. Ich will Dich jetzt nicht allein lassen."
Ein kurzes, trauriges Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ich verspreche, dass ich bald zurück bin. Bitte, Lily."
Seufzend nickte ihre Freundin nach längerem Zögern endlich. „Wenn Du aber zu lange draußen bleibst, komme ich Dich holen, hörst Du!"
Mila nickte, wandte sich um und schlich sich aus dem Schloss. Eigentlich war es verboten, nach dem Unterricht hier draußen in der Dämmerung herumzuschleichen. Doch so konnte sie wenigstens sicher sein, auf niemand ungebetenen zu stoßen.
Als Lily wieder bei James ankam - er war zurückgekehrt und wartete wirklich auf sie – sah sie überrascht hinter ihn.
„Wo ist …?"
Er wusste sofort, von wem sie sprach und zuckte nur die Schultern.
„Spazieren."
Lily seufzte und strich sich mit dem Handrücken erschöpft über die Stirn. „Dann lass uns hoffen, dass sie nicht aufeinander treffen." Sie machte einen Schritt auf James zu, schob ihre Hände unter seinen Pullunder und schmiegte sich eng an ihn. Mit geschlossenen Augen genoss sie einen Moment lang die völlige Stille und seine Wärme um sie herum, bevor sie ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen hauchte und murmelte: „Lass uns nach oben gehen."
Nachdem sie das Schlossportal hinter sich gelassen hatte, war Mila unwillkürlich losgerannt. Sie war gestolpert, hatte sich mühsam gefangen, nur um erneut in Tränen auszubrechen. Sie hatte sich ans Ufer des Sees geschleppt, in eine der geschützten Buchten, sich dort niedergelassen und hatte geheult wie noch nie in ihrem Leben.
Es war ein so magischer Moment gewesen. Sie hatte das erste Mal einen Menschen aus eigenem Wunsch heraus berührt – und er …. Er war zurückgeschreckt, als wäre sie ein Monster!
Erneut schüttelte sie ein heftiges Schluchzen und sie vergrub das Gesicht in den Händen. Verdammt! Verdammt, verdammt, verdammt!
„Ich wollte ihm doch nur helfen", schluchzte sie dem gluckernden Wasser zu, das sanft gegen das Ufer prallte.
Wie zur Antwort vernahm sie plötzlich ein Rascheln, relativ nah neben sich. Mila war einen Augenblick lang völlig still und versuchte, etwas zu erkennen, was in der Dämmerung nicht ganz so einfach war. Alles, was sie erspähte, waren zwei große, gelbe Augen, die sie anblinkten.
Ein riesiger, schwarzer Hund kauerte im Gebüsch und blickte ihr entgegen.
Ein erleichterter, zittriger Seufzer entfuhr ihr. Fast schon hatte sie befürchtet, es könnte einer ihrer Mitschüler sein. Ein Hund konnte sie ruhig heulen sehen. Erneut liefen ihr die Tränen die Wange hinunter und sie schluchzte leise. Sie würde nie wieder ins Schloss gehen. Dort war ER! Sollte Lily sie ruhig suchen. Wenn sie Glück hatte, würde sie sich einfach in einen Baum verwandeln und endlich Frieden finden.
Ganz starr saß Sirius in seiner Hundegestalt da. Er hatte sich absichtlich von James getrennt und war hinausgegangen. Dort hatte er sich verwandelt, um endgültig Ruhe zu haben. Als Hund sah er viel zu beängstigend aus, als dass sich jemand freiwillig in seine Nähe gewagt hätte. Und jetzt war er auf sie gestoßen. Ausgerechnet auf Mila.
Und er hatte ihre Worte gehört. ‚Ich wollte ihm doch nur helfen. ´
Das Echo hallte in seinem Kopf. Meinte sie ihn? Natürlich meinte sie ihn, wen denn sonst?
Er war vor Schreck fast zur Salzsäule erstarrte, als sie den Blick auf ihn gerichtet hatte, aus der völlig unbegründeter Angst heraus, sie könne ihn erkennen. Das war quatsch – aber oh Merlin, er wünschte sich so sehnlichst, sie hätte ihn nicht entdeckt. Der Schmerz, der in ihren Augen lag, war fast greifbar und entging selbst Sirius nicht, der es nicht gewohnt war Menschen und ihre Gefühle zu analysieren.
Er hörte sie schluchzen.
Leise, gequält.
Sie erinnerte ihn an sich selbst, als kleiner Junge, in diesem riesigen dunklen Kasten, den seine Mutter ‚zuhause´ nannte. Es war nie zuhause gewesen. Er war allein. Und Mila offensichtlich auch.
Mitleid durchflutete ihn. Kein Mensch sollte so leiden müssen. Er wusste selbst nur zu gut, wie furchtbar es war …
Ohne es wirklich zu bemerken hatte er den Schutz des Busches verlassen und war auf sie zugekommen. Sie hob erneut den Blick, da seine Schritte kleine Stöcke hatten zerknacken lassen.
„Geh weg, Hund", flüsterte sie mit tonloser Stimme.
Fast schon wollte er ihr gehorchen, doch im letzten Moment entschied er sich anders. Sie zog ihn auf eigenartige Weise fast magisch an. Sirius wusste nicht warum – aber er machte noch einen Schritt auf sie zu und stieß mit seiner Schnauze sanft gegen ihre Schulter.
Mila schaute widerwillig auf und direkt in die Augen des Hundes. Täuschte sie sich, oder sah er sie mitleidig an? Sie entschied sich, dass es ihr egal war. Erneut rollten ihr Tränen über die Wange – und ohne darüber nachzudenken beugte sie sich vor und umarmte den Hund. Sie legte die Arme um seinen Hals, krallte ihre Finger in sein warmes, weiches Fell und verbarg ihr Gesicht darin. Sie spürte seine Schnauze auf ihrer Schulter, warm und sicher.
„Ich wollte ihm wirklich nur helfen", flüsterte sie in das schwarze Fell. „Er sah so verloren aus. So … traurig. Ich wollte ihm einfach nur seinen Schmerz nehmen. Und er … er hat mich angesehen, als ob … ich ihm wehtun wollte. So was könnte ich doch gar nicht. Niemals. Niemals."
Hilflos schloss er die Augen und schob sie noch ein wenig näher. Wie eine Ertrinkende klammerte sie sich an ihn und in diesem Moment hasste sich Sirius für seine Reaktion. Was hatte sie denn getan? Seine Hand berührt? Er war so ein gottverdammter Feigling!
‚Ich war vermutlich zu lange Kind meiner Mutter´, dachte er düster, während er einfach nur dasaß und sie weinen ließ. Er hatte sich zwar geschworen niemals zu werden wie sie – aber grade in diesem Moment erkannte er viel zu viele schlechte Eigenschaften in sich, die nur das Erbe seiner Mutter sein konnten. Als ob eine freundliche Berührung ihn umgebracht hätte …
Irgendwann hatte sie sich endlich beruhigt. Ganz langsam löste sie sich von ihm und schniefte vernehmlich. „Gott sei Dank ist Dir egal, wie ich aussehe, Hund", flüsterte sie mit einem kleinen Lächeln und strich sich die Haare aus ihrem Gesicht. Für ihn hatte sie nie schöner ausgesehen.
Sirius wunderte sich selbst am meisten über diesen Gedanken.
Mila erhob sich vom Boden und kraulte ihn hinter seinem Ohr. Genüsslich schloss er die Augen.
„Hast Du auch einen Namen?"
Er hätte ihr gern geantwortet, allerdings fehlte ihm dazu die Stimme. Er schaute zu ihr auf – selbst in Hundegestalt reichte er ihr noch bis zur Hüfte.
„Weißt Du …?" Sie strich ihm zärtlich über die Schnauze und sein Nackenfell stellte sich auf vor Wohlbehagen. „Ich werde Dich einfach Schnuffel nennen."
Hätten seine Freunde jetzt neben ihm gestanden, hätte er sich gegen diesen Baby-Namen gesträubt. Aber aus ihrem Mund gefiel er ihm. Zustimmend wedelte er mit seinem Schwanz.
Mila kicherte und wuschelte ihn ordentlich durch. Das Ergebnis war, dass all sein Fell in jede erdenkliche Himmelrichtung stand. Er würde aussehen wie ein zerrupftes Huhn, wenn er zu seinen Freunden zurückkehrte. Und es war ihm scheißegal!
„Du bist ein ganz cleveres Kerlchen, oder?" Sie lächelte und Sirius Herz machte einen unfreiwilligen Hüpfer.
„MILA!" Mila wandte sich um und schnitt eine Grimasse. Lily hatte ihre Drohung wahr gemacht. Offensichtlich suchte sie sie. Und wenn sich Mila nicht bald zeigte, würden sie und ihre heiß geliebte Vertrauensschüler-Freundin gehörigen Ärger kriegen.
„Ich muss los. Auf Wiedersehen, Schnuffel." Mit diesen Worten verließ sie ihn – und ließ einen reichlich verwirrten Sirius zurück.
Oh Gott, ist der mann Zucker! Oder? Sagt mir Bescheid, ob ihr Padfood so auch am liebsten habt. (SMILE!) Und was sagt ihr zu meiner Schnuffel-Idee? Reviews! Bitte, bitte, bitte!
