A/N: Dieses Kapitel ist für alle echten Moony-Fans. (Nicht wahr, meine Zucker-Beta-Leserin …) Taschentücher bereit? Er muss nämlich gleich ganz intensiv gestreichelt werden!

Imobilus: Also, ich habe mit Mila verhandelt. Du darfst Sirius drücken, aber nicht unter bestimmte Sperrzonen rutschen. Zu einem größeren Kompromiss war sie leider nicht bereit. Aber Du kennst ja unsere Jungs … wo ein Mittel ist, ist auch ein Weg. Heute braucht Dich Moony – denke ich – allerdings dringender. Armer Schatz …

ShiaAngel: Genau, übernimm Du Sirius und Imobilus kümmert sich um Moony. Dann brauchen wir nur noch jemanden, der James knuddelt … hm … Freiwillige?

Elektra van Hellsing: Hui, bei dem Namen muss ich immer an den Film denken. Fand ´van Hellsing´ so klasse – besonders, weil der Hauptdarsteller mich immer an Sirius erinnert … (Schmelz!) ´Tschuldige, ab heute sage ich dann auch nur noch Uli, versprochen! Und Gänsehaut ist guuuut! Gänsehaut ist meine Spezialität! (SMILE!)

Samara: Kenne das. Mein Hase heißt Moony – obwohl der Schlingel viel mehr von Sirius hat. (Lol!) Hoffe, Du bleibst bei uns! Herzlich willkommen in unserer erlauchten Runde!

Remus Bride: Hallo Süße! (Zwinker!) Bist von Padfood ja schon in der E-Mail nieder geknuddelt worden. Von daher weißt Du ja, was ich sagen will …

BlackForce: Na endlich kann ich Dir antworten! Herzlich willkommen bei uns und ich freue mich wie ein Keks über Dein Lob für meine Geschichten! Und daher, als Dank sozusagen … Duu, Padfood. Schau mal … Da bräuchte jemand eine Umarmung …

Kapitel 12

„Warum sitzen wir noch mal hier?"

Lily seufzte, schirmte ihre Augen mit einer Hand ab und antwortete: „Weil ich mich verquatscht habe und James der Meinung ist, dass die Freundin des Captains zumindest die Grundkenntnisse von Quidditch beherrschen sollte."

„Und warum hast Du Dich verquatscht?" Mila stellte diese Fragen mit süßlicher Stimme, die nur auf eines hinauszielte – dass Lily es endlich zugab.

„Weil ich eine blöde Kuh bin!"

Zufrieden nickte ihre Freundin und zupfte gelangweilt an einem Grashalm herum. Hätte Lily doch nur den Mund gehalten. Jetzt saßen sie hier dumm rum, um James Quidditch-Ausführungen zu lauschen. Gedankenverloren strich sie Sirius über die Stirn, der es sich richtig bequem gemacht hatte. Sein Kopf lag in ihrem Schoss und er blinzelte grinsend zu ihr hoch.

„Ihr Weiber könnt ruhig mal etwas mehr Begeisterung heucheln", stellte er gähnend fest. „Der arme Mann!"

„Das sagt der Richtige."

Seit ihrem Kuss auf dem Astronomie-Turm hatte sich nicht wirklich viel für ihn und Mila geändert. Sie lachten und stritten immer noch genauso wie vorher. Ihre Freunde wussten sowieso nichts davon … auch wenn Mila glaubte, dass Lily es ihr an der Nasenspitze angesehen hatte. Sirius schien es nur plötzlich wesentlich leichter zu fallen, Milas Schmuseeinheiten über sich ergehen zu lassen. Ab und zu war er sogar derjenige, der zuerst umarmte.

James stellte den großen Koffer mit den Quidditch-Bällen vor sich auf den Rasen und wischte sich die Hände an seiner Hose ab. Lily stöhnte gequält.

„Schatz, reicht es nicht, dass ich bei jedem Spiel anwesend bin?"

„Nein", erklärte er bestimmt und zog seine Freundin von Peter und Remus weg, der völlig versunken in einem Krimi schmökerte, den Mila ihm aus den Ferien mitgebracht hatte. Er liebte Muggel-Bücher und verschlang sie förmlich.

Schlecht gelaunt erhob sich Lily und zog eine Schnute.

„Sag ihm einfach, warum Du wirklich zu den Spielen kommst, Lil. Vielleicht gibt er dann endlich auf", schlug Mila grinsend vor und erntete einen mörderischen Blick. ‚Halt die Klappe´, formten Lilys Lippen stumm, doch Mila dachte ja gar nicht daran. „Sie will ja nur Deinen Knackarsch im Trikot sehen, James!"

Lily machte ein Gesicht, als wolle sie Mila jedes Haar einzeln ausrupfen. Und James grinste nur.

„Blöde Kuh! Na warte!" Lily wandte sich süßlich lächelnd an ihren Freund. Wenn Mila sie verpetzte, konnte ihre Rache ruhig furchtbar sein.

„James? Weißt Du, Mila hat ja eigentlich auch keine Ahnung." Lily streckte ihrer Freundin triumphierend die Zunge raus, als James wie erwartet reagierte und eine Augenbraue hob.

„Wirklich?"

Wild schüttelte Mila ihren Kopf. „Denk nicht mal dran, James! Außerdem kann ich gar nicht." Sie deutete auf Sirius, der mittlerweile vor sich hindöste.

„Komm schon, Du alte Petze. Das ist ja peinlich, dass meine besten Freunde keine Ahnung von Quidditch haben", schimpfte James lächelnd. Er reichte ihr die Hand. „Los Padfoot, hoch mit Dir!"

Sirius mit dem Fuß anstupsend sprach er diese Worte, worauf dieser blöderweise auch brav den Kopf anhob, sodass sein Freund Mila hochziehen konnte. Seufzend und mit verschränkten Armen standen jetzt beide Mädchen vor dem Koffer, der bereits erwartungsvoll rumpelte. Die Schlösser schnappten auf und James hielt den Mädchen jeweils einen Schläger hin. Misstrauisch wurden sie beäugt.

„Glaubt mir, ihr braucht ihn." Er beugte sich zu dem großen, braunen Ball hinunter, und während er ihn losließ erklärte er: „Das ist der Klatscher."

Der Ball jagte senkrecht in die Luft, kam zurückgerast und während Mila sich kreischend duckte, holte Lily aus und feuerte das arme Ding mit aller Kraft auf die andere Seite des Feldes.

Verblüfft folgte ihm James mit den Augen. Als er sich wieder umwandte und sie anstrahlte, schüttelte Lily den Kopf.

„Nein!"

Sein Lächeln wurde nur noch breiter und ihr Kopfschütteln noch vehementer. „Nein, ich werde nicht in Deinem Team spielen!"

„Ach komm schon. Das wäre lustig."

„Vergiss es!"

„Bitte?"

„Nein!"

„Bitte, bitte?"

„NEIN!"

Als er erneut ansetzte, hielt sie ihm den Mund zu und schüttelte den Kopf. Er nuschelte trotzdem irgendwas und setzte seinen treuesten Hundeblick auf.

„Bist Du jetzt still?" fragte sie leise. Erneut nuschelte er etwas, was wie ein gedämpftes ‚nein´ klang.

„Lässt Du Dich mit einem Kuss bestechen?" Lily lächelte ihn an. Und er nickte nur heftig.

Sie ließ sich natürlich nicht lange bitten.

„Oh nein, jetzt geht das schon wieder los." Peter seufzte leise.

„Du bist ja nur neidisch", urteilte Sirius, der gegen die Sonne blinzelte und Mila angrinste. Mit einer flinken Bewegung hatte er sie an ihrem Rock gepackt und Sekunden später landete sie kreischend auf ihm. Einen winzigen Moment sah er aus, als wolle er sie auch küssen – doch zu Milas Bedauern, begann er eher mit dem Kitzeln. Kreischend und lachend kugelten beide über den Rasen.


Remus mühte sich redlich, nicht auf das Gekicher und die schmatzenden Kussgeräusche neben ihm zu achten. Aber so ganz gelang es ihm nicht. In zwei Tagen würde Vollmond sein. Und er spürte das Tier in sich, welches gegen sein Gefängnis kämpfte und kratzte und biss, um frei zu kommen. In diesen Tagen fiel es ihm schwer, dieses Geplänkel zwischen seinen Freunden zu ertragen. Er sollte nicht so mit Körperlichkeiten konfrontiert werden. Nicht jetzt, wo er so danach hungerte.

Natürlich wollte der Wolf es – nicht er! Er war zufrieden, so wie es war. Das versuchte er sich zumindest einzureden.

Kreischend war Mila geflohen und brachte sich nun – wie so oft – hinter ihm in Sicherheit. Er fühlte ihre warmen Hände auf seinem Rücken und der Wolf in ihm begann ihm Momente, Bilder vorzugaukeln, die ihn ruhelos werden ließen. In denen kein Stoff mehr zwischen ihnen war.

Mühsam diese Vorstellungen zurückdrängend, krallte er seine Finger in sein Buch und starrte krampfhaft darauf. Er brauchte auch gar nicht hinzusehen, er wusste, wie Mila aussehen würde …. Gerötete Wangen, ein Lächeln auf den verführerischen Lippen. Aber sie lächelte nicht wegen ihm … würde sie immer noch Lächeln, wenn er …?

Er stöhnte leise und sofort erregte er damit Milas Aufmerksamkeit. Sie beugte sich zu ihm hinüber und er konnte sie riechen! Bei Merlin …!

„Remus?" Besorgt sah sie ihn an. „Alles in Ordnung?"

Er nickte nur stumm, mit in den Händen vergrabenem Gesicht. Wenn sie ihn jetzt berührte, dann … dann würde er … fast betete er darum, dass sie es tat. Er war dieses elende Versteckspiel so leid!

„Du entkommst mir nicht, Hexe!" Mila wurde von Sirius abgelenkt, der aufgesprungen war, auf sie zukam und schließlich einfach über ihm stehen blieb und sie so erneut zur Flucht zwang. Nur langsam entspannte sich Remus wieder. Und plötzlich war da ein Gedanke in ihm.

Rivale!

Er konnte den Wolf knurren spüren und schüttelte den Kopf. ‚Nein. Nicht Rivale. Er gehört zu meinem Rudel´, versuchte er das Tier zum Schweigen zu bringen, es zu besänftigen. Es gelang ihm nicht. Bittere Eifersucht stieg in ihm auf.

Ohne ein Wort zu sagen kämpfte sich Remus so schnell er konnte auf die Füße und ließ seine Freunde einfach stehen, die ihm verwirrt nachsahen. Er musste hier raus! Wieder einen kühlen Kopf bekommen. Alles, nur raus hier. Und weit weg von diesem verführerischen Mädchen!


Wieder dieser lange Tunnel. Wieder diese schäbige Hütte. Remus hasste Vollmond. Er hasste ihn mit tiefster Innbrunst und aus ganzer Seele. Fast so sehr wie den Werwolf, der ihm das Ganze angetan hatte. Seine Knie waren wie Pudding und er spürte wie sein Herz schmerzhaft gegen seine Rippen hämmerte.

Starr hielt er den Blick auf Professor McGonnagals Rücken gerichtet, die ihm mit einer Laterne vorausging. Nicht mehr lange. Nicht mehr lange, dann würde der Wolf den Kampf gewinnen. Sie mussten sich beeilen.

Endlich in der heulenden Hütte angekommen setzte er sich wortlos auf das staubige Bett in der oberen Etage und zog die Knie an. Heute konnte ihn nicht mal der Gedanke an seine Freunde, die ihm bald Gesellschaft leisten würden, aufheitern.

„Tja … Mr. Lupin, wir … wir sehen uns dann morgen. Ich werde ihnen das Essen bringen."

Ohne aufzusehen nickte er. Natürlich würde sie das tun. Seine Hauslehrerin hatte diese Pflichten übernommen. Sich um ihn zu kümmern, wenn er zum Monster wurde. Er wollte, dass sie endlich ging. Und als habe McGonnagal ihn gehört, drehte sie sich um und verließ den Raum.

Er hörte das Klappern und das leise Zischen des Verriegelungszaubers, der über die Falltür gelegt wurde, um ihm den Weg heraus aus dem alten Haus zu versperren. Etwas wie ein grimmiges Lächeln huschte über sein Gesicht, während er ohne darüber nachzudenken aufstand und aus seiner Schuluniform stieg. Es hatte James nicht einmal eine Stunde gekostet, den Zauber zu brechen.

Sorgfältig faltete er seine Kleidung zusammen und legte sie auf die staubige Bettdecke. Als er fertig war, begann es. Er spürte, wie seine Knochen sich verformten, wuchsen, ihm unsägliche Schmerzen bereiteten. Seine Haut spannte, seine Fingernägel wuchsen und wurden zu Krallen. Er taumelte gegen die Wand und presste die Lippen aufeinander. Der Rest menschlichen Verstandes, der ihm noch geblieben war, weigerte sich standhaft, auch nur einen winzigen Schmerzenslaut von sich zu geben. Doch schließlich wurde der Wolf übermächtig und er ergab sich. Es hatte keinen Sinn, sich zu wehren. Das machte es nur noch schlimmer. Die Götter wussten, dass er es versucht hatte.

Minuten später war nichts mehr von Remus übrig. Hechelnd kam der Wolf auf die Füße und blickte sich in dem verhassten, kleinen Raum um. Ein leises Knurren entfuhr ihm, gefolgt von einem lauten, lang gezogenes Heulen. Das war das Zeichen. Er rief sein Rudel zu sich. Sirius, James und Peter wechselten einen kurzen Blick, bevor sie sich verwandelten und dem Ruf ihres Freundes folgten.


Erfinde doch mal jemand den Wolfsbanntrank! Mensch! Armer Kerl! Haben wir hier nicht ein paar schlaue Köpfe, die das erledigen könnten? Rezept bitte per Review-Knöpfchen an mich!