A/N: Hallöchen! Na, genießt ihr alle das wunderbare Wetter in Deutschland? Womit mal wieder bewiesen wäre, dass auch good old Germany so etwas wie einen Sommer hat … Gut zu wissen, oder?

Ich muss euch dann jetzt mal ausgiebigst WARNEN! Wir reden hier jetzt schon relativ lange über Teenager und bis jetzt ist da noch gar nichts so richtig Feuchtes passiert. Das wird sich jetzt RADIKAL ÄNDERN! Also: diejenigen, die Sex in dieser Geschichte nicht mögen, einen Herzschrittmacher haben oder sonst irgendwie gehandicapt sind – überlegt euch bitte gut, ob ihr das verkraftet! Nein, nein, keine Angst, ich fange recht sanft an. Wer meine Kurzgeschichten allerdings kennt, weiß, dass ich guten Sex sehr (!) zu schätzen weiß … Also, lesen auf eigene Verantwortung, okay!

Unbekannt: Mein Freund hat leider Deine Review schon gelöscht, bevor ich darauf antworten konnte. Von daher fehlt mir Dein Name … ich gehe jetzt in meine Ecke und schäme mich. … … Okay? Hoffe, Du erkennst Dich trotzdem wieder. Vielen Dank für Dein riesen Lob. Und natürlich werde ich weiter schreiben, bei der Aussicht auf noch eine treue Reviewerin! Danke!

Imobilus: Keine Sorge, Moony hat Milas Geständnis relativ gut verkraftet. Lag wohl daran, dass ihn eine gewisse Reviewerin nicht mehr loslassen wollte. Na, wenn das nichts fürs Ego ist …

ShiaAngel: Na, dann wollen wir Dir doch noch mal eine kleine Freude machen. Viel Spaß beim Chap. Du gehörst ja nicht zu den zart besaiteten.

Uli: Womit man wieder sieht – auch anbetungswürdige, sexy Männer sind manchmal zum Umfallen schüchtern. (SMILE!) Und bevor bei Dir dieses eklige Händezittern einsetzt (ich kenne das, bin auch süchtig nach manchen Geschichte – nicht wahr, meine süße Beta-Leserin?), hier Nachschub. Aber Vorsicht! Es geht um einiges heißer her!

Kapitel 16

„Okay, wer geht mit mir spazieren?"

Seine Freunde, allesamt im Schlafsaal der Jungs versammelt, blickten Sirius zweifelnd an. „Es ist draußen eiskalt", warf James, der mit Lily auf seinem Bett lag und im Tagespropheten blätterte, vorsichtig ein. Es war Heiligabend und die Freunde hatten allesamt beschlossen, in Hogwarts zu bleiben, um das Fest miteinander feiern zu können. Draußen tobte zu dieser Zeit ein ziemlich heftiger Schneesturm. Und sein Freund wollte allen Ernstes da raus?

Vielleicht hatte er ja die dicke Eisschicht auf den Fenstern vergessen.

„Mindestens 10 Grad unter Null, Padfoot. Und Du willst da ernsthaft raus?"

„Ja", war Sirius schlichte Antwort. „Ach kommt schon, seid nicht so langweilig!" Doch alle Anwesenden schüttelten den Kopf. Er wandte sich blitzschnell zu Mila um, die hinter ihm auf seinem Bett hockte und ihn zweifelnd ansah.

„Mila?"

„James hat Recht, Padfoot. Wir würden vermutlich am Boden festfrieren …"

Er gab ein ungeduldiges Geräusch von sich und zog sie hoch. „Ich will jetzt spazieren gehen! Also, keine Widerrede! Geh Dich anziehen!" Er scheuchte sie aus dem Jungenschlafsaal und kramte seinen eigenen Winterumhang hervor, bevor er ihr folgte.

James sah ihnen mit einem kleinen Lächeln nach, bevor er sich wieder seiner Zeitung zuwandte. Als er die Seite umblätterte, blieb sein Blick an einem Bild hängen. Ein Mann mit hämischem Grinsen sah ihm entgegen, sein Blick funkelte Unheil verkündend. In Großbuchstaben berichtete die Überschrift: „VOLDEMORT – WIRD ER ZUM VERHÄNGNIS DER ZAUBERERWELT?"

Voldemort? Er kannte den Namen irgendwo her.

Er runzelte die Stirn und sah sich das Foto genauer an. Dieser Kerl hatte etwas an sich, dass James unangenehm war. Als er sich endlich erinnerte, lief ihm eine Gänsehaut über den Rücken. Letzten Sommer …

Er war ins Wohnzimmer gekommen, während seine Eltern in der Küche gewesen waren. Sie hatten gestritten.

Rege Dich doch nicht so auf, Harold!"

Nicht aufregen? Ist das Dein Ernst, Samantha? Wie könnte ich mich nicht darüber aufregen! Dieser Voldemort führt sich auf, als wäre er der Herrscher der Erde! Er tötet Muggel ohne Grund! Und jetzt besitzt er die Frechheit, von uns zu fordern ihm beizutreten! Todesser! Was für ein idiotischer Name!"

James wusste von Padfoot, dass auch Mitglieder seiner Familie eine solche Aufforderung erhalten hatte. Wie hunderte von anderen, die aus reinblütigen Familien stammten.

Viele waren diesem Aufruf gefolgt wie Lemminge. Was für Idioten! Ja, auch er war reinblütig, aber seine Eltern hatten trotz allem aus Liebe geheiratet und ihn von jeher erzogen, es ihnen gleich zu tun. Egal ob reinblütige Hexe oder nicht! „Lieber glücklich als reinblütig", sagte sein Dad immer. Was machte Reinblütige also so viel besser als den Rest?

James Blick zuckte zurück zu der Schlagzeile. Als er den Text darunter las, zog sich sein Magen zusammen. „Tom Riddle, der sich selbst den Namen Voldemort gegeben hat, schreckt vor nichts zurück. Waren es in den letzten Jahren nur unschuldige Muggel, die seinen Zorn auf sich zogen, scheint er jetzt ein neues Ziel gefunden zu haben. Er wolle die Zauberer-Gesellschaft endlich von allem Übel reinigen. In seinen Augen Muggelgeborene und Schlammblüter, wie ein zuverlässiger Informant die Redaktion wissen ließ. Das Ministerium scheint machtlos gegen diesen Fanatiker. Der selbst aus einer Mischfamilie Stammende, sieht sich selbst als direkter Erbe Salazar Slytherins. Erst wenn er sein Ziel, die vollkommene Auslöschung aller Muggel, Halb- und Schlammblüter, erreicht hätte …"

James schluckte. Es war schon furchtbar genug, das dieser Wahnsinnige unschuldige Muggel tötete. Aber jetzt auch noch … Unwillkürlich glitt sein Blick zu Lily hinunter, die mit einem kleinen Lächeln und geschlossenen Augen zwischen seinen Beinen vor sich hindöste. Und ein grauenhafter Gedanke bemächtigte sich seiner …

Was wäre, wenn …

Mit einer unnötig heftigen Bewegung warf er die Zeitung beiseite und zog sie ohne etwas zu sagen einfach in seine Arme. Lily sah ihn überrascht an. Doch er schwieg weiterhin beharrlich und drückte sie nur so fest er konnte an sich. Sie ist hier´, versuchte er sich selbst zu beruhigen. ´Lily ist in Sicherheit. Ihr wird nichts geschehen. Egal, was ich dafür tun muss …´


Unten im Gemeinschaftsraum trafen sich Sirius und Mila. Sie hatte vorgesorgt, denn sie steckte in drei Pullovern, ihrem Umhang und einem dicken Schal. Als sie so die Treppe hinunterkam, lachte Sirius leise. „Kannst Du Dich so überhaupt bewegen?" fragte er grinsend und half ihr aus dem Portraitloch hinaus.

„Schlecht", gab Mila lächelnd zu und kramte ihre Mütze aus ihrer Muggel-Hosentasche. Sie würde bei dem Wetter sicher nicht in der Schuluniform rausgehen!

„Aber so werde ich wenigstens nicht erfrieren und Deiner Familie die frohe Botschaft Deines verfrühten Ablebens bringen können", fügte sie hinzu und erntete eine fiese Grimasse. Sie waren dazu übergegangen, Witze über das unterkühlte Verhältnis zwischen ihm und seiner Familie zu machen.

„Gut zu wissen, dass ich Dir mit meinem ‚verfrühten Ableben´ eine Freude machen könnte."

Als er das Schulportal öffnete, schlug ihnen schneidende Kälte entgegen. Mila blieb unschlüssig stehen und sah ihn zweifelnd an, doch er schob sie ohne Diskussion hinaus. Sie stapften durch den frisch gefallenen Schnee hinaus aufs Gelände.

Eine Weile schwiegen sie und Mila beobachtete ihn nur aus den Augenwinkeln. Sirius genoss die Elemente um ihn herum so offensichtlich, dass sie lächeln musste. Obwohl es so kalt war, trug er keine Mütze und die Windböen zerzausten sein schwarzes Haar. Er war wirklich kein Stubenhocker. Wenn irgendwann jemand versuchen würde, ihn einzusperren, würde das vermutlich sein Tod sein. Da war sich Mila recht sicher.

Sie vergrub ihre Nase tiefer in ihrem Schal und fragte dann endlich: „Okay, warum wolltest Du wirklich raus?"

„Einfach nur so."

„Und warum musste ich unbedingt mitgehen?"

Er lächelte kurz, nur um dann unschuldig zu verkünden: „Wer hat denn gesagt, dass Du musst?"

„Na hör mal! Du hast mich doch förmlich genötigt!"

Er lachte leise in sich hinein und zuckte dann mit den Schultern. „Vielleicht wollte ich einfach ein bisschen Zeit mit Dir allein verbringen!" antwortete er vage.

„Was habe ich getan?" fragte Mila alarmiert.

„Gar nichts", beschwichtigte er sie. „Ich fand die Vorstellung einfach schön, mit Dir hier draußen zu sein."

Fast ein wenig verblüfft blieb sie stehen. Er tat es ihr gleich und sah sie schweigend an. „Das war richtig süß", erklärte Mila lächelnd und legte den Kopf schief.

„Süß?" protestierte er sofort und runzelte die Stirn. „Siehst Du, gut, dass wir allein sind. Jungs wollen nicht süß sein, Mila."

„Ich weiß." Ihr Lächeln vertiefte sich und sie zwinkerte. „Ich schwöre, ich hätte das nie gesagt, wenn die Anderen hier wären."

„Gut", nickte er und streckte ihr die Zunge raus. Sie lachte leise. Dann begannen ihre Zähne unwillkürlich zu klappern und Sirius seufzte. „Okay, Botschaft verstanden. Wir gehen ja schon zurück."


„Ist mir kalt!" jammerte Mila schließlich zitternd, während sie neben Sirius durch den Schnee zurückstapfte. Ihre Nase war gerötet und ihre Zähne klapperten jetzt so laut, dass es fast den Wind übertönte. Er grinste. „Du stellst Dich an wie ein Mädchen!" neckte er sie und erntete einen bösen Blick. „Jetzt fängst Du auch noch an", schimpfte sie. James hatte irgendwann begonnen sie so zu ärgern und der Rest der Jungs hatte es bereitwillig übernommen.

„Ich hätte mich nicht breit schlagen lassen sollen, mit Dir spazieren zu gehen!"

„Wir sind ja gleich im Schloss", tröstete er lächelnd.

„Wehe, sie haben im Gemeinschaftsraum nicht den Kamin angezündet! Dann könne sie mich mal. Dann ziehe ich aus!"

Im Inneren des Schlosses schlug ihnen die ersehnte Wärme entgegen. Wie ein Hund schüttelten sich beide, um den Schnee in den Haaren los zu werden und stapften die Treppe hinauf. Am oberen Ende der Treppe blieb sie stehen und wickelte ihren Schal ab. Als sie den Blick an die Decke hob, fiel ihr der Mistelzweig über ihren Köpfen auf.

Ihr Herzklopfen entschlossen in den Hintergrund drängend, sah Mila Sirius auffordernd an.

„Weißt Du, wo wir stehen?"

Auch er hob den Blick und grinste, als er die grünen Zweige mit der roten Schleife entdeckte. Wilde Freude brandete in ihm auf. Endlich! Er spekulierte doch schon die ganze Zeit darauf, sie so zu einem Kuss zu bewegen. Mittlerweile brauchte es nur ein Lächeln von ihr, um ihm völlig den Kopf zu verdrehen.

Ohne Vorwarnung zog er sie in eine der Nischen, die es immer wieder auf den Fluren gab, drückte sie gegen die Wand und küsste sie leidenschaftlich. Sein fester Körper presste sich auf aufreizende Weise gegen ihren. Oh Himmel, sie erwiderte den Kuss nur zu gern.

„Ich schwöre, irgendwann vernasche ich Dich hier auf dem Flur", flüsterte er mit rauer Stimme und sie lächelte ihn an.

„Du bist furchtbar."

Sirius seufzte. „Nein. Nur 15", erwiderte er und ließ sich widerwillig zurück auf den Gang ziehen.

„Ich fürchte, dass Du kalt duschen gehen musst", prophezeite Mila ihm lachend, doch er wackelte nur mit den Augenbrauen. „Kommst Du mit?" Er grinste und piekste ihr einen Finger in die Seite. Kreischend floh sie die Treppe hinauf.

Nicht grade sehr leise polterten beide in den Gemeinschaftsraum und blieben vor den Schlafsaal-Treppen stehen. Ein eigenartiges Gefühl beschlich Mila beim Anblick des schimmernden Weihnachtsbaumes, der an der Wand zwischen den beiden Eingängen stand – und sie unweigerlich trennen würde. Wenn nicht jetzt, dann später. Immer und immer wieder.

Sie seufzte leise und Sirius legte fragend den Kopf schief.

„Was ist?"

Unwillkürlich wurde sie rot. Sie konnte ihm schließlich nicht wirklich sagen, was sie dachte … oder? Ihr Blick wanderte ihre Treppe hinauf, an deren Ende ein dunkles, einsames Zimmer auf sie wartete. Lily würde sicher wieder bei James schlafen. Wie schon so oft in den letzten Tagen … und es war Heiligabend … sie wollte nicht allein sein.

Mila schluckte und fasste sich ein Herz – im schlimmsten Fall würde er lachen.

„Ich mag heute Nacht nicht allein sein", gestand sie.

„Du bist doch gar nicht allein", protestierte er stirnrunzelnd, doch Mila schnaubte.

„Doch, bin ich. Lily schläft ganz sicher wieder bei euch - bei James. Und ich?" Sie schnitt eine Grimasse. „Ich werde mit Lucy allein sein. Und das an Weihnachten!"

„Soll ich bei Dir schlafen?" Eigentlich war es eher als Scherz gemeint gewesen, aber nachdem er die Worte ausgesprochen hatte, merkte er, wie ernst gemeint seine Frage doch war. Sie lächelte schwach.

„Du kommst doch gar nicht die Treppe hoch", seufzte sie.

Er grinste nur, ging zur Wand hinüber und tippte exakt auf die gleiche Stelle wie Lily es damals getan hatte. „Articalus", verkündete er selbstgefällig und wirklich – wie damals öffnete sich ein Stückchen Wand, in das er hineingriff und den Mechanismus ausschaltete. Als er die Hand hervorzog, sah Mila ihn verdattert an.

„Woher …?" begann sie, doch er zuckte nur mit den Schultern.

„Lily", antwortete er lakonisch und schob sie die Stufen hinauf. „Oder wie bin ich sonst in euren Schlafsaal gekommen, hm?" Darüber hatte sie sich eigentlich keine Gedanken gemacht.

Da Mila als erste den Flur zu den Schlafsälen betrat, flammten die Fackeln an den Wänden auf und leuchteten ihnen den Weg. Er ging so selbstverständlich neben ihr her, als würde er ständig an Mädchenschlafsäle vorbeischlendern. Innerlich knirschte sie mit den Zähnen bei dieser Vorstellung. Aber wenn Lily ihm den Mechanismus erst vor kurzem gezeigt hatte, war er vermutlich wirklich erst das zweite Mal hier oben.

Vor ihrer Tür blieb er stehen und sah sie abwartend an.

„Was?" fragte sie.

Er zwinkerte. „Ich werde den Raum erst betreten, wenn Du mich hereinbittest", erklärte er mit ernster Stimme und Mila musste leise kichern. Soviel Rücksichtnahme hätte sie diesem Strolch gar nicht zugetraut.

„Und wenn ich Dir jetzt sage, dass ich schon immer davon geträumt habe, dass ein Tunichtgut in mein Zimmer hereinplatzt um mich zu verführen?" fragte sie herausfordernd und sah genau das Blitzen in seinen Augen. Doch nichts außer diesem verriet, wie ihm dieser Gedanke gefiel. Er schüttelte den Kopf.

„Nur, wenn Sie mich hereinbitten, Mylady. Den Tunichtgut heben wir uns für später auf."

Lachend verneigte sie sich tief vor ihm. „Nun denn. Mr. Black, darf ich bitten!" Er nickte und Mila drehte den Türknauf.

Das Zimmer wurde nur durch den Kamin erleuchtet, in dem ein munteres Feuer prasselte. Die Flammen malten Schattenspiele auf die Wände. Während sich Sirius erneut umsah und recht schnell Lucy entdeckte, die ihn misstrauisch beäugte, schlüpfte Mila hastig aus den vielen Kleidungsstücken und nutze sein neu erwachtes Interesse an ihrer Katze, um sich ihr Nachthemd überzustreifen.

Als sie fertig war, ging sie zu ihm hinüber und hockte sich neben ihn. „Willst Du Deinen Pyjama schnell …?" begann sie, doch Sirius schwang kurz den Zauberstab und hielt im nächsten Moment das genannte Kleidungsstück in den Händen. Sie seufzte und er wandte den Blick von der Katze ab.

„Was?"

„Ob ich irgendwann auch so selbstverständlich mit Magie umgehen werde?"

Er zuckte mit den Schultern und zog seine Schuhe aus. „Ich bin schließlich damit aufgewachsen. Für mich ist das völlig normal."

„Aber sehnst Du Dich denn nie danach, einfach Dinge ohne Magie zu tun? Mit Deinen eigenen Händen?"

Während er sich den Pullover über den Kopf zog, beschloss Sirius, dass es durchaus Dinge gab, die er mit seinen eigenen Händen tun wollte. Aber er hielt es für klüger, das nicht laut zu sagen … das Bild von ihr, wie sie sich damals wütend vor ihm umgezogen hatte, stahl sich vor sein geistiges Auge und er verdrängte es hastig … Dieser Gedanke hatte ihn schon viele schlaflose Nächte beschert, in denen er in seinem Bett lag und sich mühte, kein verräterische Geräusch von sich zu geben, während er mit seinen Händen das tat, was er sich so sehr von ihr wünschte..

‚Nicht jetzt!´, schalt er sich selbst und zerrte auch sein T-Shirt über den Kopf, um sich abzulenken.

Mit entblößtem Oberkörper saß er da und griff nach seinem Pyjama-Oberteil, als er plötzlich ihre Fingerspitzen auf seiner Schulter spürte. Sein Herz setzte einen Schlag aus, nur um dann in doppelter Geschwindigkeit erneut zu klopfen. Sanft fuhr sie über seine nackte Haut und er schluckte heftig. „Tut es noch weh?" fragte sie leise und beugte sich vor, sodass er sogar ihren Atem spüren konnte. „Nein", krächzte er nach kurzem Zögern, da er erst begreifen musste, wovon sie sprach.

„Ich verstehe wirklich nicht, wie diese Menschen Dir das antun konnten."

Er schnaubte leise. Wenigstens hatte Mila es mit der Erwähnung seiner verdammten Familie geschafft, die erotische Stimmung zu verscheuchen …

Nur zögerlich nahm sie ihre Hand wieder fort. Mit dieser kurzen Berührung hatte sie so viel gespürt. Nicht mit ihren Fähigkeiten. Sie hatte nicht einmal daran gedacht, sie zu benutzen. Sie hatte seine Haut gespürt. Warm. Glatt. Hatte seinen Geruch in sich eingesogen. Er roch nach Schnee, Freiheit und etwas, dass ihr die Knie weich werden ließ. Ihm selbst.

Er zog sein Pyjama-Oberteil an und kämpfte sich aus seiner Hose. Mila sah ihm dabei mit flammenden Wangen zu. Auch wenn sie sich dafür schalt. Es war zu verführerisch, den Blick über seinen sexy Hintern schweifen zu lassen. Und auch sein Rücken war nicht von schlechten Eltern. Seine Taille war schlank und wurde Richtung Brust immer breiter. Seine Arm- und Rückenmuskulatur spielte verführerisch, während er die Pyjama-Hose über seine Beine hinaufzog.

Endlich umgezogen, richtete er den Blick wieder auf Lucy, die sich nicht vom Fleck bewegt hatte. „Deine Katze mag mich nicht", seufzte er und sah Mila über die Schulter hinweg an. „Vielleicht spürt sie ja den Hund in Dir", stichelte sie und er streckte ihr die Zunge raus.

Lachend krabbelte sie hinter ihn und plötzlich lagen ihre Arme um seinen Nacken. „Nicht bewegen", flüsterte sie direkt neben seinem Ohr.

Selbst wenn er gewollt hätte, er hätte sich nicht rühren können! Ihre weichen, runden Brüste drückten sich an seinen Rücken und außerdem war da nicht mehr allzu viel Stoff zwischen ihnen. Heiße Erregung begann in ihm zu pulsieren. Er schluckte und spürte, wie sie ihre Wange an seine schmiegte.

„Lucy", lockte Mila leise und die Katze spitzte die Ohren. „Komm her, Süße. Sirius tut Dir nichts." Leise, beruhigende Laute ließen ein angenehmes Summen an seiner Wange entstehen. Unwillkürlich schloss er kurz wohlig die Augen. Und dann spürte er plötzlich etwas Feuchtes, Kaltes an seinen Fingerspitzen.

Als er die Augen wieder aufschlug, entdeckte er, dass es Lucy war, die vorsichtig seine Hand beschnupperte. Mit großen, gelben Schlitzaugen hob sie den Kopf und sah ihn fragend an.

„Streichele sie", flüsterte Mila an seiner Wange und er tat, wie ihm geheißen. Langsam hob er die Hand, ohne dass das Tier sich bewegte. Sie sah ihn einfach nur weiter unverwand an. Als seine Fingerspitzen die ersten Härchen ihres Fells berührten, streckte sich die Katze plötzlich und drückte ihren Kopf fest gegen seine Hand. Lautes Schnurren erfüllte den Raum. Ein ungläubiges Lachen entfuhr Sirius, während er Lucy kraulte, die wie verrückt an ihm vorbei strich und schmuste. Jetzt spürte Mila die Vibration seines Lachens an ihrer Wange und unwillkürlich schmiegte sie sich ein bisschen fester gegen ihn.

Er fühlte sich gut an – warm, stark. Und dieser Geruch! Ihr wurde fast schwindlig, so gut roch er. Sie wollte am liebsten den Rest ihres Lebens mit ihm so dasitzen.


Nach einer Weile, Lucy kugelte immer noch um sie herum, wandte er allerdings den Kopf und zwang sie so, sich ein Stückchen von ihm zu entfernen. „Wo soll ich schlafen?"

Noch völlig in dem wohligen Gefühl gefangen, lächelte sie ihn zärtlich an. „Bei mir?"

Erst als sie diese Worte ausgesprochen hatte, wurde ihr bewusst, dass sie es nicht nur gedacht, sondern es auch ausgesprochen hatte! Tiefe Röte war die Konsequenz und sie schlug bei seinem überraschten Blick die Augen nieder. Als er jedoch lediglich „Okay" sagte und auf die Füße kam, konnte sie nur noch sprachlos zu ihm hochstarren.

Lächelnd ergriff er ihre Hände und zog sie so dicht an sich hoch, wie er es damals auf dem Astronomie-Turm getan hatte. Sie fühlte sich immer noch so wunderbar an. Nein, viel wundervoller. Lucy strich um seine Beine und Mila schoss der Gedanke durch den Kopf, dass die arme Katzendame seinem Charme genauso erlegen war, wie sie.

„Willst Du innen oder außen schlafen?"

Ihr entfuhr ein nervöses Lachen und ihre Antwort war mehr eine Frage: „Äh …. Innen?" Sirius nickte und schlug ihre Bettdecke auf. Mit einer Geste bedeutete er ihr, voranzugehen.

Tief durchatmend kletterte sie ins Bett und rutschte an die äußerste Kante. Er folgte ihr unter die Decke und stützte seinen Kopf mit einer Hand ab, sie ansehend. „Ich könnte auch …", bot er vorsichtig an, doch sie schüttelte vehement den Kopf. Lächelnd strich er ihr die Locken aus dem Gesicht und sah sie an.

„Erzähl mir von Deinen Weihnachten zuhause", bat er leise und Mila nickte. Sie begann zu erzählen – von ihrer Familie, dem traditionellen Weihnachtsbaum-Schlagen mit ihrem Vater, dem Gefühl der Spannung, wenn sie am nächsten Morgen aufwachte und hinunterstürmte, um ihre Geschenke auszupacken. Das Weihnachtsessen mit der ganzen Familie.

Er hörte ihr aufmerksam zu, und je mehr sie von schönen Begebenheiten erzählte, desto dunkler wurde sein Blick. Als Mila es bemerkte, schwieg sie betroffen. „Tut mir leid", entschuldigte sie sich leise, doch er schüttelte den Kopf und seufzte. „Du kannst nichts dafür. Außerdem kann ich über dieses Weihnachten nicht klagen." Sie lächelte ihn an und strich über seine Wange. „Warts ab … es wird besser."


Und? Wie viele von euch sind - so wie meine Beta-Leserin - jetzt in Erwartung von etwas richtig Schmutzigem? Würde mich echt interessieren. Hihihihi! Reviews, ihr Lieben! Ich will doch euren Rekord von 8 Stück für ein Kapitel geknackt sehen!