A/N: Okay, heute nur ein kleines Kapitel. Und bitte nicht schlachten, okay? Viel Spaß!
Uli: Nicht schämen – genießen! Und ich hoffe, die Dusche war kalt genug. Und ich weiß jetzt schon, dass Du mich vermutlich nach diesem Kapitel schlachtest … ich quäle Moony nämlich schon wieder …
Neely: Ich weiß, ich weiß, solche Jungs müssen eben in Büchern erfunden werden. (Seufz!) Danke auf jeden Fall für Dein Kompliment. (Verlegen lächel!) Ach ja, übrigens: hier ein Taschentuch von mir.
MyLoveIsYourLove: Oh weia, noch jemand, der mich steinigt, weil ich Remus so quäle … Hilfe! Ich verspreche, ich mache es in meiner nächsten Geschichte wieder gut! Okay!
Imobilus: Nanana, was sehe ich denn da für ein erwartungsvolles Glitzern in Moonys Augen? Ich glaube, da ist jemand mit Deinem Vorschlag mehr als einverstanden … Schicke ihn Dir schnell rüber! Viel Spaß!
Remus Bride: Für Dich stell´ ich sogar die Kaution, Zuckermaus. Hihihi!
SilverHoney: Ich glaube, dass Samantha Potter erst einmal in Ohnmacht gefallen wäre – und sein Dad hätte tadelnd drein geschaut, ihm in einem unbeobachteten Moment aber kräftig auf die Schulter geklopft! Hihi, von irgendwem muss schließlich auch James das haben! Und keine Sorge – Mr. Black holt schon auf. (Smile!)
Neely: O weia, schon wieder eine Süchtige. Ich falle echt noch unter das Betäubungsmittel-Gesetz … (Hihi!)
Kapitel 24
Der nächste Morgen kam viel zu schnell. Die Fackeln entzündeten sich und in Kürze waren alle Beteiligten im Raum mehr oder weniger wach. Peter schlüpfte als Erster aus dem Bett und verschwand in Richtung Dusche. Und sehr zum Missfallen Milas stand auch Sirius auf.
„Komm schon, Schlafmütze. Aufstehen."
Mila brummelte missmutig und zog sich die Decke über den Kopf. Sie war einfach nicht fürs Frühaufstehen gemacht.
Auch Remus blieb in seinem Bett und wandte Sirius den Rücken zu. Wie konnte man so kurz nach dem Aufstehen nur so gut gelaunt sein? Na ja, wenn man mit einem Mädchen wie Mila das Bett geteilt hatte – kein Wunder. Er hatte die halbe Nacht nicht geschlafen, in diesem Bewusstsein. Trotz Silentio-Zauber konnte er sich recht gut vorstellen, was die beiden da getrieben hatten. Eifersucht war eben doch eine Leidenschaft, die mit Eifer suchte, was Leiden schuf …
Sirius packte Milas Decke und zog sie mit einem Ruck weg. „Auf, auf, meine Süße!"
Sie warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. „Du bist grausam!" schimpfte sie leise, erhob sich aber trotzdem brav von der Matratze. Sich streckend sah sie missmutig zu, wie auch Sirius pfeifend das Zimmer verließ.
Fröstelnd umschlang sie ihren Körper mit den Armen. Und dann entdeckte sie Remus und ihre Laune besserte sich gewaltig. Remus bedeutete in diesem Moment schlicht ´warmes, kuscheliges Bett´!
Als sich die Matratze unter ihm senkte, vermutete Moony zuerst, dass Sirius es jetzt auf ihn abgesehen hatte und fragte sich bereits, ob er es dieses Mal wohl mit einem Eimer kalten Wasser oder der bewährten Ich-werfe-ihn-mitsamt-seines-Bettes-um´-Taktik versuchen würde – doch als sich ein warmer, weicher Körper an ihn kuschelte, riss er die Augen auf! Verdattert wandte er den Kopf und sein Herz setzte mindestens einen Schlag aus, als er wirklich Mila erkannte.
„Guten Morgen", gähnte sie hinter vorgehaltener Hand. „Du bist scheinbar der Einzige hier, der nach der wunderbaren Wenn-der-Wecker-klingelt-habe-ich-noch-mindestens-15-Minuten´-Philosophie lebt. Ignorier mich einfach. Ich will nur noch ein bisschen dösen."
Er war viel zu verblüfft, als dass er etwas hätte erwidern können.
Als Padfoot allerdings zurückkehrte, beide in einem Bett entdeckte – und er den ersten sauren Anfall von Eifersucht hinuntergeschluckt hatte, genauso wie den Wunsch, Remus in klitzekleine Stückchen zu hacken, wenn er nicht sofort 5 Meter Abstand zu ihr bekam – griff er doch lieber zu seiner bewährten Taktik. Mit einem Schwenk seines Zauberstabes kippte das gesamte Bett samt Inhalt um und Milas Kreischen war vermutlich durch das halbe Schloss zu hören …
Nachsitzen – ihre Mutter würde ihr den Kopf abreißen, wenn sie davon erfuhr. Na ja, immer noch besser, als aus Hogwarts geschmissen worden zu sein. Nach Lilys Rettungsaktion hätten sie schließlich auch das verdient und es war nur Dumbledores Großzügigkeit, die sie davor bewahrt hatte. Seufzend malte Mila mit ihrem Finger Kreise auf die Tischplatte vor ihr. Professor Rens beäugte sie streng und Mila ergriff erneut ihre Feder, um wenigstens so zu tun, als versuche sie ihren 5-seitigen Aufsatz über die Mandragora zu verfassen.
Wenn sie sich so umsah, war Remus eigentlich der Einzige, der diese Aufgabe erfüllte … James starrte mit eigenartigem Gesichtsausdruck Löcher in die Luft. Und Sirius warf ihr über seinen Tisch ein blitzendes Lächeln zu. Sie erwiderte es nur zu gern und ihr ganzer Körper begann bei dem Versprechen, was in den Tiefen seiner dunklen Augen lag, zu kribbeln. Sie wollte mehr! Viel mehr …
Durch das offene Fenster erklang Gepolter und pflichtbewusst stand der Professor auf und warf einen Blick aus dem Fenster. Diese Sekunden der Unaufmerksamkeit nutzend, flatterte ein gefaltetes Stückchen Pergament durch die zu einem Spalt geöffnete Tür ins Zimmer und landete direkt vor James. Er fing es auf und faltete es leise auseinander – sein Grinsen sprach Bände. Ein kleines Strichmännchen mit einem ziemlich breiten Grinsen zog sich nämlich grade genüsslich das gemalte T-Shirt über den Kopf, gefolgt von einer kleinen Sprechblase mit den Worten: Erinnerst Du dich noch, mein Schatz?"
Lily.
Er griff – das erste Mal, seitdem er hier saß, da war sich Mila sicher – zu Tinte und Feder und kritzelte hastig etwas darauf. Das Pergament nahm den gleichen Weg hinaus wie herein. Lilys Kichern war deutlich zu hören.
Nach diesem stundenlangen Stillsitzen waren alle froh, als es Zeit fürs Abendessen war. Lily, die vor dem Klassenzimmer zusammen mit Peter auf sie gewartet hatte, floh lachend in Richtung große Halle, gefolgt von James, der versuchte sie zu kitzeln. Moony folgte ihnen, genauso wie Peter. Sirius und Mila bildeten das Schlusslicht der kleinen Truppe. Sie hatten grade gut das Klassenzimmer verlassen, als er sie gegen die Wand drückte und küsste. Schmelzend ließ Mila es zu und seufzte leise. Sie spürte sein Lächeln an ihren Lippen. „Ich glaube, letzte Nacht habe ich ein Monster erschaffen", sinnierte er und auch sie musste lächeln. „Scheint so, Mr. Frankenstein." Mehr konnte sie nicht sagen, da er ihre Lippen erneut mit den seinen verschloss.
Mit ein wenig Verspätung schafften sie es schließlich doch noch an den Gryffindor-Tisch und ernteten ein wissendes Grinsen von James und Lily. Während Mila errötend die Schüssel Haferschleim entgegennahm, die James ihr reichte, ließ Sirius seinen Blick kurz über die Halle schweifen. Er blieb an ihrem erklärten Todfeind hängen. Schniefelus, der irgendetwas anglotzte. Wahrscheinlich konnten die Hauselfen diese blöden Slytherins auch nicht leiden und sie hatten irgendetwas Ekliges aufgetischt bekommen. Anders konnte er sich den gierigen Blick nicht erklären. Er folgte diesem, sich hämisch ziemlich sicher, dass er die Schüssel in Milas Händen angeiferte – doch entsetzt wurde ihm klar, dass er nicht die Schüssel mit Blicken verschlang – sondern sie. SEINE Mila!
Snape befeuchtete seine schmalen Lippen unwillkürlich mit der Zungenspitze, während er die kleine Gryffindor-Halbblüterin anstarrte. Sie hatte etwas, dass ihm das Blut in die Lenden trieb. Natürlich war sie absolut unter seiner Würde – er als war soviel mehr wert als sie, denn er war schließlich in Slytherin. Aber zu irgendetwas musste auch sie gut sein. Und wenn es nur das Bett war. Malfoy hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.
Genüsslich grinsend zog der Slytherin Mila vor seinem geistigen Auge aus. Langsam, Kleidungsstück für Kleidungsstück …
Der vernichtende Blick Blacks traf ihn fast ein bisschen unerwartet. Snape erwiderte ihn eine Weile verbissen, in dem festen Bestreben nicht als Erster weg zu sehen. Dieser Blutsverräter würde ihn nicht besiegen! Er und seine Freunde standen sowieso auf der Abschussliste. Er stand kurz davor, endlich herauszufinden, wohin dieser Lupin einmal im Monat verschwand. Die Geschichte mit seiner kranken Mutter konnte er einem Erstklässler erzählen!
Black war so ein Idiot! Er hatte einfach nicht begriffen, welches die richtige Seite war. Wäre er wie der Rest seiner ehrenwerten Familie hier nach Slytherin gekommen, hätte er vieles erreichen können. Doch er war nach Gryffindor gegangen! Schwachkopf! Aber vielleicht war er ja noch zu retten. Vielleicht würde er ihm bei seinem Plan helfen.
Aus den Augenwinkeln nahm er Bellatrix Lestranges Bewegung war – Blacks Cousine. Mit einem schmallippigen Lächeln zielte sie mit ihrem Zauberstab auf ein kleines Püppchen, welches sie einem der Hufflepuff- Erstklässlerinnen abgenommen hatte und zerteilte es genüsslich in Einzelteile. Zuerst Arme und Beine vom Rumpf, dann trennte sie den Kopf ab. Mit einem bösartigen Kichern ließ sie das zerstörte Püppchen zurück schweben und servierte es so dem weinenden Mädchen.
Das gleiche Blut pulsierte auch in Blacks Adern. Etwas dieser Bösartigkeit musste also auch in ihm schlummern.
Er wandte den Blick erneut zu Sirius, der ihn immer noch anfunkelte. Nach einigen Sekunden wandte Snape dann doch den Blick ab – verdammter Gryffindor!
Sirius wusste sehr gut, dass ein eisiger Blick von ihm schon manchen in die Flucht geschlagen hatte. Aber niemals hatte er etwas so inbrünstig gemeint, was dieser Blick ausdrückte. Pfoten weg! Er würde Schniefelus den dürren Hals umdrehen, wenn er es noch mal wagte, sie so anzusehen. Mila gehörte ihm – nur ihm.
Er wandte, nachdem er sicher war, das Snape nicht mehr zu ihnen hinüberstarrte den Blick und entdeckte Moony, der sich grade mit Mila unterhielt. Er lächelte sie an – hingerissen. Wieder verengten sich seine Augen zu Schlitzen. Auch in den Augen seines Freundes konnte er diesen eigenartigen Ausdruck erkennen – diesem heißen Wunsch nach mehr …
Und Sirius interpretierte diesen Blick durchaus richtig. Während Mila mit ihm sprach, hatte Remus deutliche Schwierigkeiten, sich auf ihre Worte zu konzentrieren. Ihre Lippen waren weitaus faszinierender. Innerlich schüttelte er heftig den Kopf. Sie war Sperrgebiet für ihn. Er würde sie nicht anrühren – auch wenn die Sehnsucht ihn fast umzubringen drohte.
Jetzt, wo ihr und das kleine Knöpfchen da unten links so gute Freunde geworden seid … eine kleine Review? Bitte, bitte!
