A/N: Okay, bevor hier noch mal Vermutungen aufkommen – ich kann Remus WIRKLICH gut leiden! Ich finde ihn eigentlich sogar absolut anbetungswürdig und möchte noch mal darauf hinweisen, dass ich um diese Thematik ja gar nicht drum herum kam, weil unsere liebe JKR auf die Idee kam. Also habt Mitleid mit der armen Autorin, okay? Nicht hauen! Bitte, bitte!

Uli: Und, hat die kalte Dusche geholfen? Mir ist das kalte Wasser leider ausgegangen, weil der gute Snape in den Kerkern das gesamte kalte aufgebraucht hatte. (siehe Geschichte meiner Beta-Leserin, „Das Druidenschwert"). Daher musste Padfood doch glatt noch mal herhalten. (Grins!)

Imobilus: Anscheinend war es für Dich genauso inspirierend wie für mich! Der arme Remus – und das, wo doch grade erst Vollmond war … (Kicher!) Und dieser zufriedene Gesichtsausdruck … das sind Muskeln, die der arme Kerl schon seit Jahren nicht mehr gebraucht hat. Also gönn´ ihm dann und wann auch mal ´ne kleine Pause, okay? (Zwinker!) Übrigens – jetzt bekommst Du endlich die Antwort auf Deine Frage, was Sirius zu Moonys Gesabbel Mila gegenüber sagt …

Remus Bride: Sag´ Snape bitte ´Danke schön´ von Sirius! Wenn es nach ihm geht, kann er ab jetzt immer das kalte Wasser verbrauchen …

ShiaAngel: Das waren aber mehr als zwei Worte, Nadine. (Grins!)

Pia: Das bringt einen auf Ideen, oder? (Grins!) Irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass Padfood an diesem Abend viel in unseren Köpfen zu tun hatte. (SMILE!) In meinem auf jeden Fall (Hüstel, hüstel!)

SilverHoney: Der arme Mann. Das grenzt ja fast an Akkord-Arbeit, was wir hier mit ihm machen! (Hihi!) Und bevor ich jetzt furchtbar eifersüchtig werde, schreibe ich lieber schnell weiter …

Neely: Oh Gott, wo ist der Lappen? Schnell, bevor meine arme Reviewerin verdunstet! Und zu den Einzelheiten – ist doch okay, wenn Du darauf achtest. Ich bin nur in dieser Beziehung eine absolute Flasche! Wenn ich meine Beta-Leserin nicht hätte, dann hätte ich schon einen Stuss erzählt … (verschämt guck!)

Kapitel 29

„VERFLUCHT NOCH MAL, WAS HAST DU DIR DABEI GEDACHT? BIST DU VON ALLEN GUTEN GEISTERN VERLASSEN?"

Schweigend ließ Sirius James Geschrei über sich ergehen. Er war selbst wie vor den Kopf geschlagen. Ja, verdammt, was hatte er getan? Hatte er wirklich Schniefelus hinter Moony her geschickt? An Vollmond? Ihm verraten, wie er in die Heulende Hütte rein kam? War er wirklich so dumm gewesen und hatte dessen Leben riskiert?

Er konnte es mittlerweile nicht mehr erklären. Er hatte zumindest keine wirklich gute Erklärung dafür. Nur die Eine – Snape hatte ihn herausgefordert. Und er war darauf eingegangen …

Kochend vor Zorn durchmaß James den Raum wieder und wieder. Er wollte Padfood schlagen. Endlich wieder Vernunft in diesen Idioten reinprügeln! Was hatte er sich dabei gedacht, Snape hinter Moony herzuschicken? Gut, um den fetthaarigen, verkniffenen Looser wäre es nicht wirklich schade gewesen – aber was war mit Remus? Mit SEINEM FREUND! Er hätte Snape töten können. Und Sirius hatte ihn ohne darüber nachzudenken ans Messer geliefert.

„WEIßT DU, WAS SIE MIT WERWÖLFEN MACHEN, DIE TÖTEN?"

„Ja."

Es war das Erste, was Sirius überhaupt sagte. James blieb stehen und maß ihn mit einem vernichtenden Blick. „Ach wirklich? Was denn?" Seine Stimme klang so ruhig, dass es fast schon wieder beängstigend war.

Sirius schluckte. „Sie werden den Gargoyls ausgeliefert und zu Tode gequält." Er holte zischend Luft und vergrub das Gesicht in den Händen.

Oh mein Gott – daran habe ich nicht gedacht.´

Er hatte eigentlich gar nicht gedacht. Er hatte nur diesem widerlichen Geglotze von Snape Einhalt gebieten wollen. In den letzten Wochen hatte er fast gesabbert, wenn Mila auch nur einen Fuß in den Raum setzte. Und er hatte diesem Widerling eine Lektion erteilen wollen, kurz bevor ihr letztes Jahr endete. Außerdem war er auch sauer auf Remus gewesen, weil der immer offensichtlicher Mila zu Füßen lag. Aber DAS hatte er nicht gewollt.

Laut seufzend ließ James sich auf sein Bett sinken und maß Padfood lange schweigend.

„Warum hast Du das getan?"

„Weil …" Er wollte es nicht zugeben. Nicht mal vor James.

„Weil was?" Unwillkürlich hatte die Schärfe in James Stimme zugenommen. Sirius zuckte zusammen und schluckte seinen Stolz endlich hinunter.

„Weil ich … eifersüchtig war."

„Auf wen? Moony?" fragte James überrascht und zog in völligem Unglauben die Stirn kraus. „Warum warst Du denn, bei Merlin, auf ihn eifersüchtig?"

Sirius schnaubte. „Weil Moony … er hat … er hat Mila angelächelt." Und als Prongs ihn ansah, als habe er nun völlig den Verstand verloren – vermutlich hatte er das sogar auch - fügte er hastig hinzu: „Und als sie zurücklächelte, ist er unter ihrem Lächeln dahin geschmolzen, Prongs. Wie würde es Dir gehen, wenn er Lily anschmachten würde?"

Sein Freund dachte einen Moment darüber nach. „Ich würde ihn erwürgen wollen", gab James schließlich widerwillig zu. „Aber ich würde es nicht tun. Weil er mein Freund ist und so eine Behandlung nicht verdient hat."

„Ich weiß."

„Und was hatte Snape damit zu tun?"

Sirius machte ein Gesicht, als wolle er am liebsten etwas zertrümmern. „Dieser fetttriefende Schwachkopf würde Mila doch bespringen, wenn sie nicht schnell genug wäre."

Wieder entstand ein lastendes Schweigen.

„Ich hab das geregelt", erklärte James schließlich, während er sich die Brille auszog und sich müde die Augen rieb. „Snape wird sein Maul halten. Er wird nichts sagen. Aber das mit Moony wirst Du selbst aus der Scheiße ziehen, verstanden?"

Sirius nickte kleinlaut.

„Gut. Dann solltest Du schnell damit anfangen."

Unter dem strengen Blick James – verflucht, wo hatte er den denn so schnell her? – erhob sich Sirius schwerfällig und verließ den Schlafsaal. Er wusste, wo er Moony finden würde – trotzdem trödelte er absichtlich, auf irgendeine wundersame Fügung hoffend, die ihm dieses Gespräch ersparen würde. Leider schienen alle für Wunder zuständigen Heiligen grade Urlaub zu machen.

Fast am See angekommen, begegnete ihm Lily. Sie war nach dieser Nacht bei Remus geblieben, nachdem er sich verwandelt hatte und ihm klar geworden war, was passiert war. Sirius mied es, sie anzusehen, da er sich recht gut ihren vorwurfsvollen Blick vorstellen konnte. Zu seiner völligen Überraschung nahm sie ihn aber ohne zu Zögern in die Arme.

„Ich verstehe Dich sehr gut, Sirius", flüsterte sie und drückte ihn noch einmal kurz. Als sie ihn los ließ und ihn anlächelte, musste er schlucken. „Wahre Liebe ist eben manchmal nicht logisch. Es war Remus gegenüber nicht fair – das weißt Du selbst. Aber wäre es um James gegangen, hätte ich ziemlich sicher auch überreagiert."

Mit diesen Worten und einem letzten, aufmunterndem Kuss auf die Wange ging sie an ihm vorbei. Lange sah er ihr nach. Verflucht, tat das gut zu wissen, dass ihn nicht alle seine Freunde für gemeingefährlich hielten.

Seufzend setzte er seinen Weg zum Seeufer fort, an dem eine einsame Gestalt hockte. Irritierenderweise hatte das Wetter sich anscheinend ebenfalls dazu entschlossen, Sirius Vorwürfe zu machen. Der Wind zerrte an seinem Umhang und blies ihm die Haare ins Gesicht, während eisiger Regen wie Nadelstiche in sein Gesicht stach.

Remus hielt den Blick weiter stur geradeaus und bewegte sich keinen Zentimeter – weder, als sich Sirius neben ihn setzte, noch als sein Freund ihn lange schweigend von der Seite ansah.

„Es tut mir leid." Padfood wusste, dass diese Worte nicht mal im Ansatz etwas besser machten. Aber er hatte keine Ahnung, wie er sonst anfangen sollte.

Immer noch keine Gefühlsregung. Er war sich sicher, das Moony in Scherben zerbersten würde, wenn er ihn berührte.

„Hilft es, wenn Du mich anschreist?" fragte Sirius hilflos. „Mir hilft das immer, wenn ich wütend bin."

Hätte sich seine Brust nicht in unregelmäßigen Abständen gesenkt und gehoben, hätte man fast glauben können, dass Remus einem Basilisken über den Weg gestolpert war. Padfood fuhr erschrocken zusammen, als nach einer halben Ewigkeit doch seine Stimme erklang.

„Hast Du Snape deshalb hinter mir hergeschickt? Weil es Dir geholfen hätte?" Er klang ruhig, beherrscht – und grade das tat weh, weil Sirius wusste, dass er genau das in diesem verfluchten Moment nicht war. Zum ersten Mal wurde ihm bewusst, dass die ganze Höflichkeit und Reserviertheit nicht der echte Remus war. Sondern nur eine Maske, hinter die er sich zurückzog, wenn er nicht mehr weiter wusste.

Er wünschte, er würde ihn schlagen! Er wünschte es wirklich. Hass war immer noch besser, als das hier.

„Wie habe ich Dich wütend gemacht, Sirius? Habe ich nicht genug Streiche gespielt? War ich Dir gegenüber nicht ehrfurchtsvoll genug?" fragte er.

Sirius sah ihn irritiert von der Seite an. „Was zur Hölle …?"

„Ich war kein guter Marauder, nicht wahr? Zu brav. Zu folgsam."

Jetzt hatte Remus offenbar endgültig den Verstand verloren. Sirius schüttelte nur mit offenem Mund den Kopf.

„Wann war ich Deiner nicht mehr würdig? Als ich Vertrauensschüler wurde, und mich dabei nicht vor Ekel geschüttelt habe, wie James?"

Nichts ließ irgendeine Gefühlsregung in Remus erkennen – nichts, außer dem sich langsam beschleunigten Atem.

Sirius holte Luft und wollte ihm widersprechen. Doch in der nächsten Sekunde traf in Remus Faust völlig unvorbereitet. Die Wucht warf ihn rücklings nieder, so heftig schlug sein Freund zu. Tränen schossen ihm in die Augen und als er entsetzt seine Nase abtastete, bemerkte er Blut. Der Mistkerl hatte ihm die Nase gebrochen!

„HAST DU VERDAMMTES ARSCHLOCH EIGENTLICH AUCH NUR EINE IDEE DAVON, WIE SEHR ICH MICH BEMÜHT HABE, ES EUCH RECHT ZU MACHEN? WEIL ICH UNBEDINGT ZU EUCH GEHÖREN WOLLTE?" schrie Remus ihn an.

Er hatte ihm wirklich die Nase gebrochen! „NA WARTE, DU …"

Im nächsten Augenblick waren beide auf den Füßen und stürzten sich wütend aufeinander. All die Wut, der Frust entlud sich in dieser Prügelei. Ohne Rücksicht auf Verluste schlugen beide Jungs wie besessen aufeinander ein. Keiner der Beiden war dabei eigenartigerweise benachteiligt, und das, obwohl Remus durchaus ein wenig schmächtiger war als Sirius. Solch´ harte Schläge hatte Padfood allerdings nie erwartet.


Erst sehr viel später blieben beide schwer atmend erschöpft im Gras liegen. Und wieder wurde Sirius klar, dass er das nächste Mal erst überlegen sollte, bevor er sich etwas wünschte. Sein ganzer Körper würde grün und blau werden.

Remus ging es ähnlich. Vollmond war nichts gegen den wütenden Padfood.

Nachdem beide wieder halbwegs zu Atem gekommen waren, fragte Sirius leise: „Willst Du wirklich wissen, warum ich Snape hinter Dir her geschickt habe?"

„Ja." Autsch, da war garantiert eine Rippe hin …

„Weil es mich fuchsteufelswild macht, wie Du Mila anhimmelst!"

Verblüfft schielte Remus zu seinem Freund hinüber. „Du hast das mitbekommen?"

„Bin ich blind? Natürlich habe ich das, Du Schwachkopf! Aber damit konnte ich lange Zeit leben, weil ich weiß, dass Du viel zu ehrenhaft wärst, um sie mir auszuspannen. Aber, Mann, Du übertreibst es in letzter Zeit!" Auch Sirius ächzte, während er sich mühsam aufsetzte. Moony tat es ihm nach. „Snape habe ich Dir aber hinterher geschickt, weil auch er sie angeifert. Und der lässt seine Pfoten nicht bei sich! Genauso wenig, wie Malfoy."

Seit diesem Abend und nachdem der Rest der Marauder von dem Zwischenfall erfahren hatten, stand Malfoy ganz oben auf ihrer Abschussliste. Remus brummte düster und schnitt eine angeekelte Fratze. „Ist das nicht widerlich? Als ob Mila so einem wie ihnen auch nur einen Blick schenken würde. Nicht mal tot würde sie sich auf einen verdammten Slytherin herablassen!"

Gegen seinen Willen musste Sirius bei diesem wahren Wort lachen. Auch Remus lächelte kurz.

Beide warfen sich schließlich einen Seitenblick zu.

„Du bist wirklich in sie verknallt, oder?" fragte Sirius langsam.

Moony nickte nach kurzem Zögern seufzend. „Auch Werwölfe haben Hormone, Padfood. Und Mila ist ein wunderbares Mädchen mit allem, was ich mir wünschen würde - sobald sie in den Raum kommt, bleibt mir die Luft weg. Wenn Du nicht wärst, dann …" Er machte eine kleine Pause. „Aber sie hat sich für Dich entschieden. Und ich respektiere ihre Wahl. Also werde ich sie nicht anrühren."

Mühsam kämpfte sich auf die Füße zurück und klopfte sich die Erde von der Hose. Sirius blieb sitzen und sah zu ihm hoch. Gott, Remus wäre viel besser für Mila. Er wäre gut zu ihr und würde sie so behandeln, wie sie es verdient hätte! Nicht so wie er. Aber er konnte sie einfach nicht aufgeben.

„Entschuldige, Moony! Das meine ich wirklich. Ich hätte wissen sollen, dass Du sie nicht anmachst. Ich bin ein Idiot."

„Ja." Remus nickte. „Und dazu noch verdammt verknallt. Mit der Tatsache, dass Du auch noch ein Black bist, ist das ne gemeine Mischung …" Er reichte Sirius eine Hand und zog ihn hoch. Beide stöhnten unwillkürlich auf und hielten sich die Seite. Da schien nicht nur Sirius einen Treffer gelandet zu haben.

„Du hast mir nie gesagt, wie hart Du zuschlagen kannst, Moony", stöhnte Sirius leise. „Sonst hätte ich mich vermutlich nicht mit Dir angelegt."

„Doch, hättest Du. Außerdem wusste ich das gar nicht. Vorher musste ich mich noch nie prügeln."

Beide sahen sich an und lachten leise. Seinem Freund einen Arm um die Schulter legend, zwinkerte Padfood Moony an. „Gehen wir zu Madam Pomfrey?"

„Besser wäre das. Besonders, wenn ich mir Deine Nase näher anschaue." Wenig sensibel piekte er mit einem Finger dagegen, was Sirius leise jammern ließ. „Ich glaube kaum, dass Mila auch nur einen von uns verarztet, wenn sie hört, wie das passiert ist."

„Mit Dir hat sie bestimmt Mitleid", seufzte Sirius, während sie sich auf den Weg zurück zum Schloss machten. Kläglich befühlte er seine Nase. „Nur bei mir wette ich, dass sie eher Deine Arbeit beenden wird …"


Ich gehe dann ganz schnell hinter meinem Schreibtisch in Deckung, bevor mich der Steinhagel trifft. Könntet ihr mir bitte trotzdem eine Review dalassen? Das wäre ganz lieb! Bis (hoffentlich) bald! (Duck!)