A/N: Hallo, ihr Süßen! Habe heute nicht allzu viel Zeit, da meine Beta-Leserin Remus Bride und ich den Angriff unserer Katzenarmee planen müssen. General Krumbein, rufen Sie ihre Truppen zusammen! Ist auch nur ein kürzeres Kapitel, dafür aber voller Gefühl! Ich schmelze immer noch für Sirius dahin … (Seufz!) Viel Spaß!

Lia: Jaja. Rachedurst ist was Schönes …

Imobilus: Keine Sorge – nachdem ich gestern diese Geschichte rotz und Wasser heulend beendet habe, wird Moony in der nächsten Geschichte vermutlich nur gestreichelt … obwohl … na ja, nicht nur, wäre ja auch langweilig! Aber er wird sich nicht beschweren können.

Uli: Das Theater gibt es – aber ich denke, dass Lily dabei recht kleine Brötchen backe wird … Da schreit jemand anderer. Es sind jetzt übrigens ganz offiziell noch 6 Kapitel bis zum Ende. (Schluchz!)

Pia: Du meine Güte, ist die Review lang! DANKE SCHÖN! Ich persönlich wäre für den Gleichberechtigungskurs für Padfood und Prongs. Aber so sind die Männer nun mal – und wir Mädels lassen und ab und zu ja auch gern beschützen. Ich zumindest! Ich bin übrigens das skD betreffend ganz Deiner Meinung! Und die Klatscher-Tapete werde ich James auch vorschlagen (Lol!)

SilverHoney: Leider muss ich Dich enttäuschen. Lily und James … in ca. 5 Kapitel ... nein, ich fange jetzt nicht wieder an zu tropfen … Aber meine neue Story ist schon in Arbeit. Und die wird wieder schöner! Versprochen!

Kapitel 37

Gegen Abend, als sie beide mit Unmengen von Tüten und Taschen beladen waren, schaffte Milena es endlich, Lily zur Rückkehr zu bewegen. Sie passten kaum in den Kamin des ´Tropfenden Kessels´ mit all ihrem Gepäck.

Mila war die Erste, die aus dem Kamin stieg. Sie schrak heftig zusammen, als sie sich plötzlich einem Zauberstab entgegensah, direkt auf ihr Herz gerichtet. Erschrocken schrie sie auf. Lily, die nur Sekunden später hinter ihr auftauchte, schrie ebenfalls.

„Mila?" fragte eine vertraute Stimme und der Zauberstab wurde gesenkt. Kingsley Shaklebolt sah sie überrascht an. „Wo habt ihr beide gesteckt? James und Sirius haben den ganzen Orden …"

Weiter kam er nicht, da mehrere Menschen, unter anderem auch die beiden grade Genannten in die Küche stürmten und beim Anblick der beiden jungen Frauen stutzten.

James starrte seine Frau einen Moment lang an, bevor er nach vorn stürmte und sie so heftig an sich zog, dass Lily nur strauchelte und alle Taschen fallen ließ, um sich an seinem Auroren-Umhang festzuhalten.

„James! James, ich kriege keine Luft mehr!" protestierte sie, gedämpft durch den Stoff seines Hemdes. Er reagierte nicht darauf, sondern strich mit zitternder Hand über ihren Rücken. Die Tatsache, dass er zitterte – und zwar wie Espenlaub, wenn sie ehrlich war – ließ sie verstummen und ihre Gegenwehr erlahmen.

Sirius war da weniger zärtlich. Nachdem er mit einem schnellen Blick erkannt hatte, dass Mila weder blutete noch sonst schwer verletzt zu sein schien, begann er damit sie nach allen Regeln der Kunst anzuschreien.

Sie konnte nicht wirklich jedes Wort verstehen – nur Dinge wie „Was hast Du Dir dabei gedacht" und „stures Weibsbild" drangen zu ihr durch.

Während Sirius also weiter zeterte und James sich durch wackelige Knie immer mehr auf Lily stützen musste, kämpfte sich endlich Moony durch die restlichen Ordensmitglieder und entdeckte beide Frauen. Ohne auf Sirius zu achten, nahm er Mila schlichtweg in die Arme. Der war sowieso viel zu sehr in Rage, als dass er sich großartig darüber hätte beschweren können. Überrascht ließ sie es geschehen.

„Was ist denn nur los, Remus?"

„Ihr habt uns den größten Schreck aller Zeiten eingejagt", erklärte dieser seufzend. „Es gab heute Morgen einen Todesser-Anschlag. Auf Godric Hollow. Und ihr solltet wohl das Ziel sein."

Völlig entsetzt sah sie ihn an. „Was?"

Er nickte nur und ließ sie los. Nach dieser furchtbaren Eröffnung begriff Mila das Verhalten von Prongs und Padfood. Zwei Anschläge in so rascher Folge. Dieses Mal deutlich gegen sie gerichtet. Und Lily und sie waren einkaufen gewesen.

Schlechtes Gewissen regte sich in ihr. Sirius teufelte immer noch völlig ungehalten, schimpfte und fluchte und auch James hatte begonnen, Lily Vorwürfe zu machen – allerdings deutlich leiser und nicht so ganz ernst gemeint.

Marlene McKinnon, ebenfalls Ordensmitglied, eine junge Frau mit kurzen, dunklen Haaren, stand in unmittelbarer Nähe, neben Kingsley, und hielt sich die Ohren zu.

„Könntest Du ihm jetzt bitte endlich das Maul stopfen, Mila?" schrie sie gegen Sirius an und verdrehte die Augen. „Da wird man ja taub von." Mehrere in ihrem Umkreis nickten bekräftigend, was Mila dazu brachte, Sirius einfach am Revers seines Auroren-Umhangs zu packen und seine Lippen mit den ihren zu verschließen. Augenblicklich herrschte Stille, während er sie fest an sich zog und deutlich erleichtert die Schultern sinken ließ.

Und Remus war nicht mal böse über diesen Kuss. Seine Wut von heute Morgen hatte sich in Rauch aufgelöst, nachdem er gesehen hatte, wie sehr Padfood die Wände hoch gegangen war, nachdem er die Nachricht erhalten hatte, Mila und Lily seien verschwunden. Im Gegensatz zu ihm war Prongs fast ruhig geblieben.

Nur sehr widerstrebend löste sie schließlich den Kuss und lächelte ihn entschuldigend an, die Stirn gegen seine lehnend und seine Hände ergreifend. Sirius ließ es geschehen, vergeblich versuchend, die Wut auf sie aufrecht zu erhalten. Doch schließlich erwiderte er ihr Lächeln. „Alles ist gut", beschwichtigte sie leise, seine Hände leicht drückend. Er nickte nur kurz. „Versprich´ mir, dass ihr das nie wieder tut. Okay?" Wieder nickte sie und er zog sie in eine feste Umarmung. „Gut."


Etwas später, nach einem reichhaltigen Abendessen, zu dem alle anwesenden Ordensmitglieder eingeladen worden waren, erschien Dumbledore in Godric Hollow und bat Prongs und Lily zu einem privaten Gespräch, seinen Blick auf die Anwesenden um sie herum richtend. Alle verließen den Raum – nur Mila und Sirius blieben, wo sie waren.

„Schon in Ordnung, Dumbledore. Wir haben keine Geheimnisse voreinander", erklärte Lily, immer noch auf James Schoß sitzend – irgendwie schien er sie nicht mehr als 1 Meter von ihm Abstand nehmen lassen zu wollen … Moony saß derweilen draußen im Garten mit Marlene und unterhielt sich angeregt mit ihr.

Der ältere Zauberer nickte nur. „Gut."

Er schloss die Tür zum voll gestopften Esszimmer und wandte sich dann zu den Vieren um.

„Ich denke, dass ihr euch bereits Gedanken über den heutigen Anschlag gemacht habt?" Alle nickten nur stumm. „Dieses Mal … denke ich, dass es kein Zufall gewesen ist, dass der Anschlag Lily und Mila treffen sollte." Er sah von einer jungen Frau zur anderen und wieder zurück.

„Nein", verbesserte er sich sofort, „vielmehr denke ich, dass es in Milas Fall doch ein Zufall war. Sozusagen ein Opfer, dass man bereit war einzugehen. Dieser Anschlag galt euch beiden, James. Dir und Deiner Frau."

„Aber warum uns?" fragte James leise, Lily noch ein Stückchen enger an sich ziehend.

Dumbledore seufzte leise. „Ich denke, dass Voldemort und seine Anhänger es auf euer Kind abgesehen haben."

„WAS?"

In kurzen Worten berichtete er von der Prophezeiung seiner neuen Wahrsage-Lehrerin. Er endete mit einem leisen Seufzen. „Und die einzigen Kinder, die diese Prophezeiung erfüllen würden ist entweder das der Longbottoms – oder euer Baby. Voldemort wird nichts unversucht lassen …"

James war erschreckend blass geworden bei den Worten seines ehemaligen Professors. Sollten all seine schlimmsten Befürchtungen Realität werden? Würde er Lily und sein Baby verlieren?

„Dann müssen wir ihn eben aufhalten!" Sirius war aufgestanden und sah Dumbledore mit festem Blick an, bevor er sich zu seinen besten Freunden umwandte. „Wir werden nicht zulassen, dass euch etwas passiert! Keinem von euch!" Er wirkte so entschlossen bei seinen Worten, dass Lily nur stumm und dankbar lächeln konnte.

„Wir müssen euch auf jeden Fall gut bewachen", ergänzte Dumbledore mit einem milden Lächeln in Padfoods Richtung. Freundschaft war ein mächtiger Verbündeter. „Ich würde vorschlagen, dass wir damit beginnen, das Haus gegen solche Angriffe wie heute abzuschirmen. Und weder die Longbottoms noch ihr werdet ohne Begleitung bleiben. Nur der Himmel weiß, was Voldemort als nächstes plant." Alle Anwesenden nickten. „Nun gut. Dann werde ich den Rest des Ordens darüber informieren."


Der Abend verging rasch, während sich alle Mitglieder des Ordens des Phönixes in Godric Hollow versammelten und Pläne schmiegten für den Schutz der Potters und Longbottoms. Peter Pettigrews Entsetzen darüber, James und Lily lebend vorzufinden, fiel in der allgemeinen Hektik aber nicht auf. Und seine plötzliche Blässe schrieben die, denen sie auffiel, der Sorge um seine langjährigen Freunde zu.

Lily und Alice wurden als Schwangere in Stühle verfrachtet und dann erst einmal außer Acht gelassen, während sich jeder Anwesende darüber ausließ, wie man die beiden betroffenen Familien vor Voldemort und seinen Anhängern schützen konnte – von der möglichen Rettung der Zauberergesellschaft durch eines der beiden ungeborenen Kinder sprach allerdings niemand ein Wort.

Mila sah dem Ganzen ein paar Minuten zu, bevor sie schweigend Sirius Hand ergriff und ihn aus der Masse zog. Draußen im Garten fand sie endlich ein ungestörtes Plätzchen, drückte ihn auf die Bank und ließ sich selbst rittlings auf seinem Schoss nieder. Sich eng an ihn schmiegend schwieg sie eine ganze Weile, nur seine Wärme und Nähe wahrnehmend, während er damit begann, stumm seine Hände in ihrem Haar zu vergraben und mit seinen Fingern sanft hindurch zufahren.

Seufzend genoss sie seine Zärtlichkeiten, schob ihre eigenen Hände unter sein Hemd. Sie brauchte einfach diesen Kontakt zu ihm. Und er zu ihr. Ohne etwas zwischen ihnen.

„Ich habe Angst", flüsterte sie schließlich nach einer halben Ewigkeit mit tonloser Stimme. „Was, wenn Voldemort gewinnt? Wenn ich … wenn ich Dich verliere?"

„Du wirst mich niemals verlieren", antwortete er, blicklos zu den Sternen über ihnen hinaufschauend.

„Was macht Dich da so sicher?" Er konnte die unterdrückten Tränen in ihrer Stimme hören.

Fast schon schützend umschloss er ihren schlanken Körper mit beiden Armen.

„Weil Du ein Teil von mir bist. Genauso wie ich von Dir."

Leise schniefend sah Mila zu ihm auf, in diese dunklen, blitzenden Augen, die sie so sehr liebte. Sanft zeichnete Sirius mit einem Finger die Kontur ihrer vollen, weichen Unterlippe nach.

Jetzt wäre eigentlich der perfekte Augenblick, um ihr zu sagen, dass er sie … von ganzem Herzen …

Innerlich seufzte er frustriert. Er brachte es einfach nicht über die Lippen. Etwas in ihm wehrte sich dagegen, beschwichtigte ihn damit, dass er es ihr irgendwann schon sagen würde. Irgendwann. Nur nicht heute.

Er umschloss ihr Gesicht mit den Händen und verschloss ihre Lippen mit einem zärtlichen Kuss. In der Hoffnung, dass sie verstand, was er mit seinem Körper auszudrücken versuchte.

Mila schmolz förmlich in Sirius Kuss, ergab sich ihm, ließ ihre Gefühle auf ihn übergehen und nahm die seinen in sich auf. Sie verwandelte ihrer beider Liebe in einen stetigen Kreislauf, ein alles einhüllendes Gefühl, dass die Welt um sie herum unwichtig machte. All die Angst, all das Unausgesprochene zwischen ihnen verschwand. Und ließ nur sie zurück.

Erst eine halbe Ewigkeit später sagten sie wieder etwas. Einfach diese Verbundenheit zwischen sich spürend, hatten sie es nicht gewagt sich zu bewegen oder etwas zu sagen, dass diesen Moment vielleicht zerstört hätte. Es war Sirius, der das Schweigen zwischen ihnen brach.

„Ich mag es, wenn Du das tust."

„Was tue ich denn?" fragte sie leise, ihre Wange gegen seine Schulter gelehnt, mit geschlossenen Augen.

„Mich mit Dir ausfüllen", antwortete er leise und konnte nichts gegen das kleine Lächeln tun, welches sich auf seine Lippen schlich. Sie lachte leise, ein wohliger Laut, der ihm die Knie auf seltsame, angenehme Weise weich werden ließ.

„Es hat eben manchmal nur Vorteile, eine Howler zu sein." Sie seufzte und schmiegte sich noch ein wenig enger an ihn – wenn das überhaupt noch möglich war. Vermutlich würde man eine Brechstange benötigen, um sie wieder von ihm zu lösen.

„Wie es wohl mit dem Ritual sein würde!"

„Ritual?" fragte er überrascht und neigte dem Kopf, um ihr ins Gesicht sehen zu können.

„Hmm", erwiderte sie schläfrig. „Mein Volk liebt nur ein einziges Mal wirklich. Und wenn sie diesen besonderen Menschen gefunden haben, verbinden sie sich in einer Art Ritus. Die Beiden verschmelzen dann völlig, teilen Gedanken und Gefühle, spüren sich selbst dann, wenn sie physisch voneinander getrennt sind."

„Sie teilen Gefühle?"

„Ja."

„Jedes Gefühl?" Ein seltsames Flattern in der Magengegend ließ seine Stimme ein wenig heiser klingen. Sie nickte.

„Auch …?" Er ließ die Frage unvollendet, sodass sie fragend zu ihm aufsah. Er wackelte zweideutig mit den Augenbrauen und grinste über das ganze Gesicht.

Mila wollte eigentlich mit ihm schimpfen, dass er schon wieder nur an das Eine dachte, als ihr klar wurde, worauf er anspielte. Aber sie musste bei seinem begeisterten Gesichtsausdruck selbst schmunzeln. Außerdem errötete sie ungebeten ein wenig – etwas, dass Sirius leise lachen ließ.

„Wenn Du Dir nicht sicher bist – ich bin gern Dein Versuchskaninchen …"

Sie knuffte ihm gegen die Schulter. „Du bist wirklich ein Ferkel, Sirius Black."

„Und genau das liebst Du so an mir."

Sie lächelte nur geheimnisvoll und erhob sich von seinem Schoss. Unwillkürlich fühlte er sich ohne ihren Körper an seinem furchtbar einsam. Mila ergriff seine Hand und zwinkerte.

„Komm, lass uns wieder reingehen. Sonst beschließen sie noch irgendwelche eigenartigen Dinge ohne uns."

Sirius folgte ihr zurück ins Haus – und während er den Blick über diese wunderbare Frau wandern ließ, fragte er sich, warum es ihm in einer beiläufigen Situation so leicht fiel, ES zu sagen. Er liebte Essen! Er liebte Quidditch! Warum fiel es ihm dann so schwer, es IHR zu gestehen?

Ich liebe Dich, Milena Elisabeth Laundry!' Diese wenigen Worte zwangen ihn einfach in die Knie.


So. Kurzes Kapitel, dafür aber um so mehr Romantik! Wenn Sirius nur wüsste, was wir wissen … dann würde er vermutlich über seinen Schatten springen … Seufz! Ich werde jetzt noch ein bisschen vom Kuscheln mit Padfood träumen. Und ihr? Könntet ihr wohl? So eine klitzeklitzekleine Review? Bitte!