A/N: Dann kommen wir mal nach der ganzen Schwarzseherei in den letzten beiden Kapiteln zu etwas Erfreulicherem. Training für die Lachmuskeln ist angesagt, Leute! Und keine Sorge, ich mache mir momentan keine Illusionen über die zu erwartenden Reviews, da ihr alle, wie ich auch, grade vermutlich Harry Potter und der Halbblutprinz verschlingt! Es wird also vermutlich auch ein paar Tage dauern, bis ich das nächste Kapitel poste. Trotzdem baue ich darauf, dass ich ein paar Reviews kriege. Bitte, bitte! Denkt an mein armes Autorinnen-Herz!

Imobilus: Wie gesagt, kein Problem wegen der Review-Verzögerung. Ich schmökere momentan ja selbst … (SMILE!) Und das ist dann auch als Aufheiterung gedacht. Laut meiner Beta-Leserin ist Band 6 ja nicht so wahnsinnig positiv … Mal sehen.

Pia: Alle fahren in Urlaub, nur ich muss mich hier auf meine Freiberuflichkeit vorbereiten. (Schmoll!) Nein, quatsch! Ich hoffe, Du hast Deinen Urlaub genossen und bist gut erholt zu uns zurückgekehrt. Musste übrigens heftig bei Deinem Vorschlag, Sirius hätte Mila seine Unschuld nach dem Ritual ja „faxen" können, schmunzeln – man stelle ich das bildlich vor. „Hey Babe! Ich bin´s Padfood. Du, ich sitz hier grade in Askaban rum und dachte mir, melde Dich doch mal kurz! Ach ja, und übrigens – ich bin unschuldig!" Hihihihihi!

Remus Bride: Du kennst Padfood doch! Er ist ein bisschen – wie sage ich es jetzt – irrational, wenn er sich Sorgen macht! Siehe die Aktion in meiner ersten Geschichte, wo er dem Ministerium in die Arme läuft! (Seufz!)

Uli: Natürlich verstehe ich Dich! Ich hab´ doch auch geschwitzt wie sonst was, wenn ich an das Ende gedacht habe. Aber Die nächste Geschichte ist schon in Arbeit – und meine Beta-Leserin heult zwar auch – aber vor Lachen! (Zwinker!) Keine Sorge!

Hasibär: Danke für das Kompliment. Und zum Thema Kniff – bin eben eher eine Schnulzautorin als alles andere …

Cdt: Kein Problem, jetzt bist Du ja wieder bei uns. Und Du kannst noch zu 5 Kapiteln Dein Lob hinterlassen! (Zwinker!)

ClaireBlack: Jajaja. (Smile!) Ich bin ja schon dabei!

SilverHoney: Nicht weinen. Alles hat eben ein Ende. Aber die nächste Geschichte kommt. Und wo ich es doch schon geschafft habe, Dich für James zu erwärmen – vielleicht schaffe ich das auch bei Moony und Du liegst ihm auch noch zu Füßen. (Zwinker!)

Kapitel 38

James Potter war mit Sicherheit der glücklichste Mensch der Welt! Und das, obwohl er und seine Frau keine Sekunde mehr für sich zu haben schienen und fast in Godric Hollow eingesperrt wurden. Manchmal wunderte er sich fast schon, dass die wachhabenden Mitglieder des Ordens nicht zwischen ihnen schliefen …

Aber das war egal. Es war auch egal, dass Dumbledore es letztendlich für besser erachtet hatte, mit der Aurorenausbildung früher aufzuhören. Er hatte Lily. Und er genoss es, den ganzen Tag mit ihr zu verbringen und dabei zuzusehen, wie ihr Bauch - und damit sein Kind - heranwuchsen.

Er huschte um sie her wie ein geschäftiger Hauself, nahm ihr jede Kleinigkeit ab und verhätschelte sie, wo er nur Gelegenheit bekam. Mit dem Ergebnis, das Lily von Tag zu Tag gereizter wurde. Es ärgerte sie fürchterlich, dass er sie behandelte, als würde mit wachsendem Bauchumfang ihre Hirnmasse proportional abnehmen.

Und als sie ihm dies´ erneut in einem recht lauten Streit an den Kopf warf, lächelte er nur ein nachsichtiges Lächeln und erklärte ihr, dass es vollkommen in Ordnung sei, dass sie momentan etwas gereizt wirkte. Ihre Hormonumstellung … Weiter war er nicht gekommen, da Lily aus dem Zimmer gestürmt war und die Tür hinter sich zugeknallt hatte.

Sirius, der an diesem Abend als Wachposten auserkoren war, lachte sich fast unter den Tisch, als Lily dazu überging nur noch mit Hilfe ihres ungeborenen Kindes mit James zu kommunizieren.

„Harry, sag´ deinem Vater bitte, dass er der größte Kürbiskopf dieses Universums ist!"

Padfood hatte den Schluck Kürbissaft, den er grade versucht hatte zu trinken, fast über den gesamten Tisch gespuckt. James hingegen hatte ihr nur über den Tisch ein sanftes Lächeln zugeworfen und ihr erklärt, dass sie dem Baby erst erklären müsse, was ein Kürbiskopf sei, damit er ihn nach der Geburt auch erkannte.

Sirius Schultern bebten vor unterdrücktem Lachen, während Lily sich nur in ihrem Stuhl zurücklehnte und zärtlich über ihren gewölbtem Leib strich.

„Sag´ Deinem Erzeuger bitte, dass Du Gott sei Dank die Intelligenz Deiner Mutter geerbt hast und daher sehr wohl weißt, was ein Kürbiskopf ist."

„Ich liebe Dich auch, Schatz!"

Sirius verzichtete freiwillig auf den Nachtisch, in der Befürchtung an seinem Pudding elendig ersticken zu müssen, wenn er weiter so lachte.

Nach dem Abendessen erdolchte Lily ihren Mann stumm mit Blicken, als er sie auf die Couch verfrachtete und ihr erklärte, sie müsse sich nur ausruhen, während er die Küche aufräumen würde. Nachdem er wirklich in Richtung Küche verschwunden war und recht schnell leises Geklappere von Geschirr ertönte, ließ sich Sirius grinsend neben seiner besten Freundin nieder. Lily war grade dabei, alle Kissen unter ihren Füßen oder in ihrem Rücken hervorzukramen und neben sich auf dem Boden aufzutürmen.

„Darf ich mich überhaupt so nah zu Dir setzen?" fragte er glucksend. „Nicht, dass er mich deshalb später zum Duell fordert."

Lily schnaubte und verschränkte die Arme vor der Brust. „Vermutlich käme er auf diese Idee … Padfood, HILFE! Ich werde noch irre mit diesem Mann!"

„Er ist halt sehr besorgt um euch."

Sie schnitt eine vielsagende Grimasse und wollte noch etwas sagen. Doch sie hielt abrupt inne und ein kleines Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Alarmiert sah Padfood sie von der Seite an.

„Alles in Ordnung, Lil?"

Sie nickte, blickte ihn an und streckte dann die Hand nach ihm aus. „Gib mir Deine Hand, Sirius."

Er folgte ihrer Bitte mit gerunzelter Stirn. Sie platzierte seine Finger auf ihrem Bauch und mit verblüfftem Gesichtsausdruck spürte er leichtes – Gestrampel.

„Harry, dass ist Sirius", flüsterte Lily derweilen leise in Richtung des Babys. „Dein Pate."

Überrascht blickte Sirius zu ihr auf. „Ich?" Er sollte Pate sein?

Lily nickte nur lächelnd. „Oder möchtest Du nicht?"

„So ein Unsinn", brauste Padfood auf, bevor er schluckte. „Aber warum ausgerechnet ich?"

„Weil James und ich uns wünschen, dass Du auf unser Baby Acht gibst, Sirius. Sollte uns beiden jemals etwas …"

„Sag´ so etwas nicht!"

Sie seufzte leise. „Es ist Krieg, Sirius. Die Wahrscheinlichkeit ist da. Besonders wegen dieser dummen Prophezeiung. Dumbledore hat Recht – Voldemort wird nicht eher Ruhe geben, bis er unsere Familie ausgelöscht hat. Ich will nicht daran denken, dass es ihm gelingen könnte. Aber ich möchte wenigstens wissen, dass unser Sohn auch in diesem Fall sicher wäre. Und wo könnte er sicherer sein als bei Mila und Dir?"

Sirius schwieg einen Moment, nicht sicher, ob er eine solch immense Verantwortung tragen konnte. Er war noch nie für jemanden verantwortlich gewesen. Bisher hatte er sich nur um sich kümmern müssen. Konnte er für ein Kind sorgen?

Er seufzte und drängte die Zweifel vehement zurück. Er würde es noch nicht herausfinden müssen. James und Lily würde einfach nichts passieren. Dafür würde er sorgen!

Padfood nickte Lily zu und lächelte leicht. „Wenn ihr mich wirklich wollt, wird es mir eine große Ehre sein!"

Sie strahlte und beugte sich vor, um ihm einen Kuss auf die Wange zu drücken.

„Danke!"

Sich erneut ihrem Bauch und dem Kind darin zuwendend, erklärte sie feierlich: „Siehst Du, mein Schatz! Sirius wird immer auf Dich Acht geben - genauso wie Daddy, Tante Mila, Onkel Remus, Onkel Peter und ich."

Ehrfürchtig wartete Sirius auf erneutes Gestrampel und wurde prompt mit einem festen Tritt gegen seine Handfläche belohnt.

„Autsch", stöhnte Lily kurz.

„Oh, entschuldige. War ich das?"

Sie schüttelte beschwichtigend den Kopf. „Nein - das ist seine Art ´hallo´ zu sagen. Harry scheint nur manchmal zu vergessen, dass seine Mutter noch dazwischen ist."

„Kräftiger kleiner Hosenscheißer", stellte Padfood nicht ohne hörbaren Stolz in der Stimme fest.

„Wenn man James reden hört, wird er später mal der beste Quidditch-Spieler Englands."

„Die richtigen Gene hat er ja", erklang Prongs Stimme von der Eingangstür zum Wohnzimmer. Er trocknete sich grade die Hände an einem Handtuch ab.

„Sag´ bloß, Du hast nach Muggelart gespült?" fragte sie verblüfft, seine verschrumpelten Hände musternd. Er streckte ihr vielsagend die Zunge raus.

„Wer macht mir denn ständig Vorwürfe, ich tue nichts mit meinen eigenen Händen."

„DAS habe ich nie gesagt", erklärte Lily und wackelte mit den Augenbrauen. „Ich sagte nur, dass Du SONST NICHTS mit Deinen eigenen Händen …"

„Okay, okay, Schluss jetzt", verkündete Sirius und hielt sich demonstrativ die Ohren zu. „Es gibt Dinge, die ich nicht in allen Einzelheiten erfahren muss. Los, ab ins Bett mit euch! Ich schlafe hier auf der Couch!"


Am nächsten Morgen erschien dann Dädalus Diggel zur Ablösung und Sirius machte sich auf den Weg nach Hause, zu Milena. Jeder Muskel in ihm schien beschlossen zu haben zu schmerzen – verdammte Couch, irgendwann würde er vermutlich nicht mehr von dem unbequemen Ding runterkommen.

Nachdem er alle Schutzzauber aufgehoben hatte – er fühlte sich nach diesem Anschlag einfach wohler, wenn sie in seiner Wohnung schlief und er persönlich für extrastarke Schutzzauber sorgen konnte –schlich er sich hinüber ins Schlafzimmer.

Sie schlief immer noch. Völlig ruhig.

Er konnte nichts gegen den Drang tun, zu überprüfen, ob sie auch wirklich noch atmete. So langsam wurde er paranoid … Doch ihre Brust hob und senkte sich regelmäßig, während sie sein Kopfkissen fest an sich gekuschelt hielt.

Sirius lächelte, während er sich aus seiner Kleidung schälte und zu ihr unter die Bettdecke kroch. Sie fest in seine Arme ziehend, sog er ihren Duft tief in sich ein und schloss die Augen. Schmerzende Muskeln waren schnell vergessen, während ihre Wärme ihn einhüllte.

Eine ganze Weile lag er einfach nur da und lauschte auf ihren Atem, bis er spürte, wie sie langsam neben ihm erwachte.

Na endlich!

Ihr Atemrhytmus beschleunigte sich ein wenig und sie bewegte sich neben ihm. Lächelnd zog er sie fester an sich und biss ihr sanft in die Schulter. Sie erschauerte unwillkürlich. „Au", murmelte sie verschlafen und nicht wirklich überzeugend. Sirius lachte leise, während sie sich in seinen Armen umwandte und sich an ihn kuschelte.

Bereitwillig ließ sie sich küssen, bevor ihre Augenlieder langsam begannen zu flattern. Sie blickte zu ihm auf.

„Guten Morgen."

„Einen wunderbaren Morgen auch Dir", erwiderte er, während eine seiner Hände sich dezent unter ihr Shirt schummelte. Mila kicherte leise und versuchte sie aufzuhalten.

„Sei nicht so grausam", bat er nahe ihrem Hals. Und während eine Gänsehaut, hervorgerufen durch seinen warmen Atem an ihrer Haut, über ihren Körper glitt, war Mila fast versucht ihm nachzugeben.

„Aber wir haben doch versprochen, für James und Lily …", protestierte sie halbherzig. Weiter kam sie nicht, da seine Lippen die ihren verschlossen und so jeden Protest davon schmelzen ließen – genauso wie seine Hände dies´ taten, die ihren Körper in lodernde Flammen setzte.

„Später", murmelte er nur mit rauer Stimme.

„Aber nur dieses eine Mal", seufzte sie, während er sie aus den wenigen Kleidungsstücken schälte, die sie trug. Sie spürte, wie er sie auf den Bauch drehte und sanft ihre Schenkel spreizte. Seine warme Haut fühlte sich himmlisch an. Und als er endlich völlig mühelos in sie eindrang, waren alle Versprechungen sowieso vergessen. Und überhaupt … als ob es bei diesem einen Mal bleiben würde.


„Wieso musste sich Lily auch ein Muggel-Kinderzimmer aussuchen!"

„Shhhh! Sirius Black, benutze dieses Wort hier nicht! Zumindest nicht in dieser Lautstärke."

Er verdrehte die Augen, während er hinter Mila herstapfte, die Hände tief in den Taschen seiner Jeans vergraben. Er hätte sich einfach nicht dazu breit schlagen lassen sollen. Nur weil James und Lily das Haus nicht verlassen durften, war das noch lange kein Grund, den Paten ihres Kindes in ein Muggel-Kaufhaus zu schicken.

Ein MUGGEL-Kaufhaus!

Er hatte nicht mal hierher apparieren dürfen und hatte mit Mila durch den mittlerweile fallenden Schnee stapfen müssen! Das Einzige, was ihn wenigstens ein wenig versöhnt hatte war der versprochene heiße Wein. Das Zeug hatte verdammt gut gerochen, als er mit ihr an einer dieser kleinen Häuschen vorbeigegangen war.

Mila, die sich natürlich hier pudelwohl zu fühlen schien, hatte mittlerweile einen Verkäufer ausfindig gemacht und verhandelte mit ihm über dieses Kinderzimmer. Ganz hübsches Model, aber völlig unmagisch. Kein Anti-Plumps-Mechanismus, der das Baby davon abhalten würde, sich von der Wickelkommode zu rollen und auch kein magischer Windel-Ex-Abwurf, der die stinkenden Dinger sofort beseitigte.

Ein Thema, bei dem es ihn schauderte. Wehe, jemand würde von ihm verlangen, Windeln zu wechseln!

Lily übertrieb es deutlich mit ihrem Wunsch, das Kind auch von vornherein an die Muggelwelt zu gewöhnen. Und James ließ das auch noch durchgehen! Also sein Kind würde sicher magische Wiegen, die nie aufhörten zu schaukeln, und den ganzen Kram bekommen!

„Sollen wir es liefern?" fragte der Verkäufer mit einem freundlichem Lächeln, das Sirius dazu veranlasste, diesem Muggel-Futzi einen giftigen Black´schen Blick zuzuwerfen. Mila schüttelte den Kopf.

„Nein danke, wir werden es sofort mitnehmen."

Überrascht hob der Verkäufer eine Augenbraue, zuckte dann aber mit den Schultern und begann, Pakete vor ihnen aufzuhäufen.

„Und Sie sind sicher, dass sie das schaffen?"

„Ja, danke. Ich habe ja einen starken Mann dabei."

Jawohl, dass hatte sie. Obwohl – hieß dass, das er den ganzen Kram dort tragen musste? Offensichtlich, denn Mila begann damit, sich zwei Pakete unter die Arme zu klemmen. Was natürlich heftig gegen Sirius´ Gentleman-Gen verstieß!

Und ob er so was hatte! Wer hätte das schon bezweifelt!

„Süße, meinst Du nicht, ich könnte …?" schlug er vor. Er müsste seinen Zauberstab ja nur ganz kurz hervorziehen.

Sie warf ihm einen warnenden Blick zu, der „Nicht hier!" zu schreien schien – also bückte Padfood sich seufzend und wuchtete den Rest des Kinderzimmers hoch. Vermutlich hätten sie beide sich das Genick gebrochen, bevor sie in Godric Hollow ankamen.

Zielstrebig ging Mila auf den Fahrstuhl zu und drückte mit einiger Mühe den Knopf. Als endlich die Tür aufging, war Sirius bereits der Schweiß ausgebrochen. Nicht mal Hauselfen mussten so schweres Zeug mit ihren eigenen Händen tragen! Warum also er?

Nachdem die Tür des Fahrstuhls sich hinter ihnen schloss, ließ er alles zu Boden poltern und zückte seinen Zauberstab. Er ignorierte Milas warnendes Zischen – und im Nu waren die gesamten Päckchen auf die Größe von Streichholzschachtel geschrumpft. „Siehst Du?" erklärte er triumphierend. „Und keiner hat´s gesehen!"

„Sirius, hier gibt es KAMERAS!"

„Was gibt es hier?"

Sie holte tief Luft, vermutlich um ihm wieder mal einen Vortrag über Muggel-Dinge zu halten, doch da er nicht wirklich interessiert schien und viel lieber die gesamten Päckchen in seiner Jackentasche verschwinden ließ, ließ sie seufzend die Luft entweichen.

„Schon gut."

Denn der Kram war wirklich schwer gewesen – irgendwie war Mila ihm dankbar, dass er die Sachen verzaubert hatte. Was sie ihm gegenüber allerdings nicht zugeben würde …

Sirius richtete sich wieder auf und grinste sie an. „Jetzt wo ich so brav war und keinen Muggel ´Muggel´ genannt habe – kriege ich meinen heißen Wein?"

Sie verdrehte die Augen, konnte das Zucken der Mundwinkel aber nicht ganz verbergen. „Ja, Sirius. Du bekommst Deinen Glühwein."

Und nachdem er diesen mit deutlichem Genuss geschlürft hatte, brachte er sie sogar dazu, in einer Seitenstraße zu disapperieren und nicht wieder den ganzen Weg zurück zur Bushaltestelle zu laufen.


Nachdem sie Dädalus mit gezogenem Zauberstab an der Eingangstür begrüßt und Lily sich endlich von der Couch hoch gekämpft hatte – obwohl sie erst im 4. Monat war und ihr Bauch ihr eigentlich noch keine großen Mühen machen sollte, tat James augenscheinlich alles, um das zu erledigen, denn sie war mal wieder begraben in einem extraweichen Sessel, unter Decken und Kissen – bewunderte sie erst einmal 5 Minuten die eingepackten Pakete, die Sirius schnell zurück in Orginalgröße gezaubert hatte. Etwas, was Padfood genug Gelegenheit gab, um James bittere Vorwürfe über diesen unzumutbaren Vormittag zu machen.

Während Sirius also seinem besten Freund berichtete, was für ´furchtbare Qualen´ er hatte erleiden müssen – Prongs ließ dies´ mit einem Grinsen über sich ergehen – begann Lily damit, die Pakete aufzureißen und somit Schrauben, Holzplatten und andere Dinge zu Tage zu fördern. Als die beiden Jungs aus der Küche zurück kehrten, fanden sie zwei Frauen mit konzentriert gerunzelter Stirn über Bau-Anleitungen brütend, beide einen Schraubenzieher in der Hand.

Verständnislos betrachtete James das Werkzeug in der Hand seiner Frau. „Schatz? Was tust Du da?"

„Bauen", antwortete Lily, nur um von dem Blatt Papier in ihrer Hand aufzusehen und den Schraubenzieher wie eine Waffe auf ihren Mann zu richten. „Und wenn Du jetzt behauptest, ich könne so etwas ja gar nicht oder ich wäre zu schwanger, um lesen zu können, findest Du das hier zwischen Deinen Rippen wieder!"

Er hob abwehrend die Hände und ließ sich auf der Couch nieder, während er interessiert beobachtete, wie Lily ein seltsam geformtes Stück Metall aufhob, in ein kleines Loch steckte und dann den eigenartigen Stab zu Hilfe nahm und ihn hin und her drehte. In kürzester Zeit hatte sie aus vier Platten einen Kasten gemacht. James Interesse war geweckt.

„Wie funktioniert das?" fragte er nach einer ganzen Weile stummen Zuschauens endlich. Lily hatte sich innerlich schon gefragt, wann er diese Frage wohl stellen mochte.

„Das hier", sie hielt ihm eine dieser komischen Metallstifte hin, „ist eine Schraube."

„Aha."

„Siehst Du die Struktur hier?" Sie deutete auf den Schaft. Er nickte.

„Das ist das Gewinde. Durch Drehen verankert es sich im Holz und hält sich so fest. So bleibt es zusammen, ganz ohne Magie." Und nach absichtlichem kurzen Zögern fragte sie endlich lächelnd: „Willst Du es versuchen?"

Begeistert nickte er und nahm den Stab entgegen. „Und was ist das?"

„Ein Schraubenzieher, Du reinblütiger Zauberer, höchstes Mitglied der Zauberer-Gesellschaft und allwissender Mann."

Ach ja, Ironie war was Schönes!

Lily streckte ihm die Zunge raus, welches er mit gleicher Gestik erwiderte. Er fand recht schnell heraus, wie er die Schrauben auf dem Holz und den Schraubenzieher auf dem Kopf der Schraube ansetzten musste - und Lily verbrachte danach die nächsten 5 Minuten damit, alle Schrauben wieder herauszudrehen und ihn in der Kunst des Lesens eines Bauplans einzuführen. Er hatte einfach wahllos Dinge aneinander geschraubt.

Mila beobachtete das Ganze kichernd – allerdings nur so lange, bis Sirius sich begann vernachlässigt zu fühlen und lieber an ihrem Hals herumknabberte. Und da sollte sich eine Frau konzentrieren können!

„Du versuchst ja nur, uns einzuholen", kommentierte James das Geschmuse seines besten Freundes, der daraufhin nur grinste. „Pah, einholen! Ich plane Zwillinge, mein Freund!"

James lachte und Mila warf ihm über die Schulter einen zweideutigen Blick zu. „Erst wirst Du mich heiraten müssen, Black!"

Er rümpfte gespielt entsetzt die Nase und fragte dann leicht fassungslos: „Du würdest diesen Namen echt haben wollen?"

„Na ja, Potter ist ja leider schon vergeben …." Sie grinste Prongs an, der zurückgrinste.

„Hey, Zucker-Howler, ist das ein Hindernis?"

„Hallooo", meldete sich Lily sofort zu Wort. „Schwangere Ehefrau anwesend, wisst ihr noch?" Sie deutete auf sich selbst.

Mila lachte und James drückte ihr nur einen dicken Kuss auf die Wange. „Ich würde die ganze Zeit nur an Dich denken, mein Schatz."

„Noch ein Wort, Potter, und das ist das letzte Kind, was Du jemals zeugen wirst!" drohte sie mit blitzenden Augen. Sie verdrehte gespielt entnervt die Augen, bevor sie zum vernichtenden Schlag ausholte: „Außerdem schwächelst Du ja schon bei mir. Mit zwei Frauen wirst Du gar nicht fertig!"

„Hey!" protestierte er sofort mit beleidigtem Gesichtsausdruck, was Sirius bellend lachen ließ.

„Mach´ Dir nichts draus, Kumpel. Jeder Mann hat seine schwachen Momente", stichelte er glucksend. „Und es ist ja allbekannt, dass die Libido von schwangeren Frauen ansteigt. Hey, ich helfe gerne aus, wenn es nötig wird."

Der vorher noch so heiß von seiner Frau zurückerkämpfte Schraubenzieher segelte nur knapp an Padfoods Kopf vorbei. „Hey, noch ein Wort und ich fordere Dich zum Duell, Schwachkopf!"

„Komm doch, Schlappschwanz!"

Während die beiden sich aufeinander stürzten, und begannen, wie die Kinder über den Teppich zu kugeln, tauschten Mila und Lily nur einen Blick, bevor sie fortfuhren, das Kinderzimmer zusammenzubauen.


Hach, wie ich das liebe, ein bisschen gemein zu sein! Armer Jamie! Ich glaube, nach dieser verbalen tracht Prügel braucht er ein paar Extra-Streicheleinheiten von euch – genauso wie das Review-Knöpfchen. (Klimper mit den Wimpern!) Wenn ihr schnell reviewt, bemühe ich mich, schnell zu lesen und dann weiterzuschreiben! Versprochen!