A/N: Okay. Wieder eine kleine Verschnaufpause vom Krieg. Jemand fehlt uns doch noch in unserer erlauchten Runde, oder? Mal sehen, ob ich euer Herz für ein Baby erweichen kann. Licht! Wehen, bitte! Viel Spaß! Lily wird ihn jedenfalls erst einmal nicht haben …
Remus Bride: So habe ich Dich am Liebsten, Süße! Blutrünstig bis ins Letzte! (Zwinker!)
Imobilus: Remus ist Dir auch ganz dankbar für Deine Unterstützung. Die kann er jetzt gut gebrauchen. Was Fenrir Greyback angeht, habe ich ihn wohl aus HP 6 geliehen. Stimmt. Aber die Figur fand ich einfach passend. Und in meiner nächsten Geschichte spielt er noch eine große Rolle. Hoffentlich erdolchst Du meinen weiblichen Charakter nicht sofort … Eifersucht ist ´ne üble Sache …
Cdt: Ganz großes Lob an Dich! (SMILE!) Ja, zwischen Mila und Remus passiert noch was. Und warum Sirius ihn beginnt zu verdächtigen, kommt jetzt im Kapitel. Nach der Begegnung mit Greyback verhält sich Remus wohl ein wenig eigenartig …
Uli: Ich weiß! (Schäm!) Wenn ich einmal grausam bin, dann richtig … Mit der Portion Silber wären wir übrigens alle einverstanden! Tu´ Dir keinen Zwang an … (Grins!)
SilverHoney: Hihihihihi! Deine Review war Extraklasse. Ich grinse immer noch. Nimm´ Dich in Acht, Greyback. Wenn ich meine Reviewer loslasse, geht es Dir an den Kragen! (fies Grins!)
Kapitel 40
Wann würde dieser Schmerz endlich aufhören?
Keuchend krallte Lily ihre Fingernägel in die Lehne der Couch und fragte sich, welcher Fluch wohl gemein genug wäre, um Mila dieses blöde, idiotische Gefasel von ´durch den Schmerz durchatmen´ und ´sich nicht dagegen bäumen´ austrieb. Bei Merlin, sie starb grade! Einen furchtbaren, grausigen Tod! Und James war grade mal wieder aus dem Zimmer geflüchtet. Blöder Idiot! Wenn die ganze Sache Spaß machte, war er mit Feuereifer dabei! Und jetzt, in ihrer schwersten Stunde, verpieselte er sich einfach! Männer! Scheiß …
„Du machst das ganz toll, Lil! Weiter so! Es dauert nicht mehr lange!"
„Das sagst Du blöde Kuh mir jetzt schon seit mindestens 300 Stunden!"
Milas Mundwinkel wagten es zu zucken. Was, bei Merlin, gab es denn da zu grinsen?
„Ich bin erst seit 5 Stunden hier, Lil."
Eine erneute Wehe bahnte sich an, erstickte Lilys bissige Antwort und ließ sie sich lieber aufs Fluchen verlegen. Recht lautes Fluchen …
„Oh Gott! Oh Scheiße! Scheiße, scheiße, scheiße, scheiße!"
„Dein Sohn wird es genießen, wenn Du ihn so begrüßt! Gibt ihm sicher sofort ein besonderes Gefühl der Geborgenheit …"
„Halt den Mund, Mila! Und hör mit dem dämlichen Gegrinse auf! Wo ist James?" Okay, jetzt jammerte sie. Sie hatte nie vorgehabt zu jammern. Sie hatte stark sein wollen. Aber dieses Baby zerriss sie grade in zwei Teile und der Mann, der eigentlich an ihrer Seite sein sollte, machte sich vermutlich grade einen verfluchten Kaffee!
„Ich gehe ihn holen", versprach Mila. „Aber nur, wenn Du dich jetzt zusammenreißt und endlich zum Baby hinatmest! Sonst lassen wir Dich nämlich alle hier alleine stehen!"
Mit panisch aufgerissenen Augen schüttelte Lily ihren Kopf. „Nein! Bitte nicht!"
„Hörst Du also auch auf, James ständig anzuschreien?"
Irgendwie war es kein Wunder, dass der arme Prongs ständig die Flucht ergriff. Bei den Morddrohungen, die seine Frau ihm heute schon entgegen geschleudert hatte …
Ergeben nickte ihre Freundin und ließ den Kopf hängen.
Während Mila das Zimmer verließ, konnte sie zufrieden hören, wie Lily brav die Wehe veratmete. Na also!
Nach James musste sie Gott sei Dank nicht lange suchen. Er saß mit bleichem Gesicht wie ein Häufchen Elend auf dem Treppenabsatz und starrte vor sich hin. Er schrak zusammen, als sie seine Schulter berührte und blickte zu ihr auf.
„Alles in Ordnung?" fragte er sofort alarmiert. Mila nickte.
„Komm schon. Du verpasst sonst noch die Geburt Deines ersten Kindes."
„Ich geh´ da nicht mehr rein!" Er schüttelte heftig den Kopf und vergrub das Gesicht in den Händen. „Ich bin doch an allem Schuld! Nur weil mir meine Hormone völlig das Hirn zermatscht haben, muss sie jetzt so leiden. Ich bin ein elendes Schwein!"
Seufzend hockte sich Mila neben ihn. „Nein, bist Du nicht! James, das ist normal! Kein Kind kommt ohne Schmerzen für die Mutter zur Welt. Ich habe euch doch erklärt, das es wichtig ist …!"
„Wie kann etwas so Grausames wichtig sein!"
Mila pustete sich eine Locke aus der Stirn und zermaterte sich das Hirn, wie sie es nur schaffen konnte, ihn wieder zurück ins Schlafzimmer zu kriegen, aus dem Lily grade erbärmlich stöhnte. Er zuckte heftig zusammen. Vermutlich würde sie ihn reinschleifen müssen!
Dann, nach einer halben Ewigkeit, blitzen ihre Augen plötzlich auf. Natürlich! Sie würde ihn einfach an seiner sportlichen Ehre packen! Wieso kam sie da jetzt erst drauf?
Betont lässig lehnte sie sich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie bist Du nur Quidditch-Kaptain geworden?"
Überrascht blickte Prongs bei dem plötzlichen Themenwechsel auf. „Was?"
„Wie bist DU Weichei Kaptain geworden?" fragte sie noch mal, eine Augenbraue herausfordernd hochgezogen. „Bist Du beim Training etwa auch jedes Mal jammernd vom Besen gestiegen, wenn sich jemand aus Deinem Team verletzt hatte?"
Er runzelte die Stirn. „Quatsch! Natürlich nicht!"
„Und wieso lässt Du Dein Team jetzt einfach in Stich?"
Einen Moment schwieg er, dachte über ihre Worte nach, bevor er unsicher zu ihr aufsah.
„Du meinst, dass es nicht … nicht anders ist als Quidditch?"
„Die Bälle sind anders. Und hier geht es quasi um die Weltmeisterschaft ", erklärte Mila mit kaum unterdrücktem Lachen. Sein Gesicht leuchtete auf, bevor er entschlossen aufstand.
„Okay! Dann lass uns spielen!" Mit diesen Worten stürmte er zurück ins Schlafzimmer und mit neu gewonnener Selbstsicherheit hörte Mila, wie er seine Frau streng dazu anwies, endlich vernünftig zu atmen.
„Kinder kriegen ist wie Quidditch?"
Mila sah die Treppe hinab zu Sirius, der grade aus der Küche kam und zwinkerte ihm zu.
„Hey! Es hat gewirkt, oder?"
Sirius war vor wenigen Tagen endlich wieder zurückgekehrt von der Rettungsmission der Longbottoms. Sie hatten sie einfach nicht retten können – zu viele Todesser. Nur das neugeborene Baby von Alice und Frank hatten sie befreien können. Neville. Ein pummeliges Baby, welches jetzt bei der Großmutter untergekommen war.
Sirius humpelte immer noch und einige Schnitte überzogen sein hübsches Gesicht – er hatte sich standhaft geweigert, Mila diese Schnitte versorgen zu lassen, da er der Meinung war, ein Mann könne ruhig ein paar Narben haben. Sie lächelte zu ihm hinunter und er erwiderte es.
„Kommst Du immer noch nicht mit?"
Vehement schüttelte Padfood den Kopf. „Nicht für alle Galleonen der Welt! Mir reicht die Geräuschkulisse hier unten absolut, um mir weiche Knie zu verpassen."
Mila kicherte. „Ich fasse es immer noch nicht, dass Du Dich bereitwillig in eine Schlacht mit 200 Todessern stürzt und dabei knietief im Blut watest, Dir aber in die Hosen machst, wenn Dein Patenkind geboren wird!"
„Ich würde mir auch ´in die Hosen´ machen, wenn es mein eigenes Kind wäre, mein Schatz. Ich bin schwer dafür, dass – sollten wir beide jemals ein Baby kriegen – Du Remus oder James mitnimmst. Ich warte draußen."
„Aber sie würden prekäre Stellen von mir nackt sehen."
Er murmelte etwas, das klang wie ´wenn sie davon scharf werden, sind sie echt krank´. Sie lachte leise und huschte wieder zurück ins Schlafzimmer. Lily hockte mittlerweile auf allen Vieren und atmete brav mit ihrem jetzt deutlich gefassteren Mann um die Wette.
Zusammen verfrachteten sie die Schwangere auf das präparierte Bett und James kroch hinter sie, um sie fest in den Arm zu nehmen. Mila richtete derweilen ihren Zauberstab auf ihren Bauch. Das Baby würde bald da sein.
„Okay. Lily? Du musst jetzt so fest Du kannst pressen, hörst Du?"
Mit fast schon Todespanik in den Augen sah Lily ihre beste Freundin an. „Ich schaff´ das nicht", flüsterte sie erstickt, während ihre Augen sich langsam mit Tränen füllten.
„Und ob Du es schaffst", widersprach Mila und lächelte aufmunternd. Dass sie selbst am liebsten vor Angst schreien wollte, musste sie ja nicht wissen. „James und ich sind Beide bei Dir. Und Sirius und Peter sind unten! Selbst sie würden Dir helfen, wenn es nötig ist! Wir werden niemals zulassen, dass Dir und dem Baby irgendetwas geschieht! Okay?"
Sie nickte, ergriff die Hände ihres Mannes und schloss die Augen.
Ziemlich zappelig ging Sirius von der Küche ins Wohnzimmer, von dort ins Esszimmer und den gleichen Weg wieder zurück. Es war so grässlich still da oben geworden. Wieso hörte er denn nichts mehr? Lily war bis eben so laut gewesen!
Peter, der ebenfalls anwesend war – momentan wagte er es nicht, dem dunklen Lord unter die Augen zu kommen, hatte er bei dem ersten Anschlag auf James und Lily doch so kläglich versagt – sah ihm bei seiner ungeduldigen Wanderung zu. Vielleicht meinte das Glück es ja gut mit ihm und Lily starb einfach bei der Geburt. So etwas taten Frauen doch manchmal. Dann hätte er ein Problem weniger. Das Baby wäre leicht zu beseitigen …
Lautes Hämmern ertönte an der Tür und Sirius wirbelte mit gezogenem Zauberstab herum. Er hörte Zischen und Fauchen, während die Schutzzauber um das Haus aufgehoben wurden. Als die Tür sich öffnete und Remus hereingestürzt kam, hinderte sich Sirius grade noch rechtzeitig, einen Schocker zu zaubern.
„Verdammt Moony! Du bist spät dran! Wo kommst Du denn jetzt erst her?"
„Spazieren", keuchte sein Freund, während er die Tür schloss und erneut die Schutzzauber in Kraft setzte.
Mit gerunzelter Stirn beäugte Padfood seinen Freund. Irgendwie glaubte er das Ganze nicht. Remus verhielt sich schon seit einiger Zeit seltsam.
„Ist das Baby schon da?"
„Nein", antwortete Peter und Sirius, so abgelenkt von seinem Misstrauen, fügte hinzu: „Es ist nur so verdammt still geworden da oben."
Wie auf ein Stichwort erklang ein spitzer Schrei Lilys und alle drei stürzten in Richtung Treppe. Das folgende leise Weinen eines Babys ließ sie allerdings genauso schnell wieder innehalten. Sie tauschten Blicke.
„Ist das …?" fragte Sirius mit seltsam kratziger Stimme und Remus begann über das ganze Gesicht zu grinsen.
„Wir sind Onkel!"
Oben im Schlafzimmer konnte man den Jubelschrei der Männer unten hören, doch niemand achtete großartig darauf. Mila wischte mit einem Tuch das Baby trocken und lächelte auf es hinunter. Wirklich ein Junge. Und ein ausgesprochen hübscher noch dazu. Er blickte mit großen, noch blauen Augen zu ihr auf, als wolle er sie fragen, was passiert war.
Sie hob das Baby hoch und reichte es Lily, die sehnsüchtig die Hände nach ihm ausstreckte. Die frischgebackene Mama war klatschnass geschwitzt, aber das war nicht wichtig – sie wollte einfach nur noch ihren Sohn in den Armen halten.
Lily presste den kleinen, unglaublich warmen Körper an sich und begann leise vor Glück zu weinen.
James folgte dem Ganzen ehrfürchtig mit den Augen, sah zu, wie Lily das Baby entgegennahm und ihren kleinen Jungen fürsorglich in ihr eigenes T-Shirt einwickelte. Mila brachte warme Tücher und im Nu lugte nur noch das kleine Gesichtchen hervor.
Sein Baby … Lilys und sein Kind. Ein Sohn.
Auch ihm stiegen die Tränen in die Augen und er zog die Brille aus, um sich mit dem Handrücken über die Augen zu wischen.
„Er ist wunderbar", flüsterte Lily ergriffen und sah zu ihrem Mann auf. „Ich danke Dir." Sie presste ihre Lippen auf seine, besiegelte damit ihre kleine Familie endgültig. Er erwiderte den Kuss ebenso feierlich, bevor er mit einem Finger vorsichtig die weiche Wange des Babys berührte.
„Hallo Harry", flüsterte er leise und strahlte über das ganze Gesicht, als der kleine Junge wie zur Antwort zwinkerte. „Ich bin Dein Dad. Und diese wunderschöne Frau, in deren Armen Du liegst ist Deine Mum. Und wir lieben Dich!"
Mila hatte sich lächelnd zurückgezogen und beobachtete dieses Stück Familienwachstum mit unverhohlener Sehnsucht. Erst nach einer Weile begann sie, mit ihrem Zauberstab für Ordnung zu sorgen, die schmutzige Wäsche verschwinden zu lassen. Sie verfrachtete James inklusive Baby in einen großen Schaukelstuhl, der extra dafür gekauft worden war und half ihrer Freundin, sich frisch zu machen.
In saubere Kleidung gehüllt, in einem frisch bezogenen Bett, forderte sie sofort ihren Sohn zurück – etwas, was James nur sehr widerwillig zuließ. Er war viel zu sehr beschäftigt, jede Einzelheit des kleinen Harry genau in sich aufzunehmen. Die winzigen Finger, die großen Augen, das strubbelige Haar.
„Er ist mir wie aus dem Gesicht geschnitten", verkündete er stolz und warf Mila einen sehr mürrischen Blick zu, da sie grade die Hände ausstrecken wollte, um das Baby seiner Mutter zurückzugeben.
„Die arme Zaubererwelt. Zwei Exemplare dieser Gattung wird sie wohl kaum verkraften", bemerkte Lily, die sich erschöpft in ihrem Kissen zurücklehnte und ihrem Mann einen strafenden Blick zuwarf. „Gib mir mein Baby zurück, James!"
Nur sehr widerwillig nickte er und ließ es zu, dass Mila Harry aus seinen Armen hob. Sie konnte nicht anders, als einen Kuss auf der weichen Baby-Wange zu drücken, bevor sie ihn wieder aus den Händen geben konnte.
„Schon ganz ein Potter", urteilte James grinsend, während er hinüber zu seiner Frau aufs Bett schlüpfte. „Jetzt schon ein Herzensbrecher!"
Genau in diesem Moment quietschte die Tür leise und Remus streckte den Kopf ins Zimmer.
„Okay, kein Blut, Padfood", erklärte er seinem Freund, der noch hinter der Tür stand.
„Bist Du sicher?" erklang es hinter der Tür misstrauisch und Lily lachte leise.
„Ich verspreche es Dir, Sirius. Kommt rein!"
Alle drei – sowohl Remus, wie auch Sirius und Peter - betraten den Raum. Und mindestens zwei von ihnen blieb die Luft weg, als sie Mila mit dem neuen Erdenbürger im Arm entdeckten. Sirius starrte sie an und ein seltsames Gefühl breitete sich in ihm aus. Sie strahlte und das Baby in ihren Armen schien so – richtig! Er schluckte heftig gegen den Kloß in seinem Hals. Mila lächelte ihn nur zärtlich an.
„Nein, Padfood. Meins! Mach´ Dir gefälligst selbst ein Baby!" erklärte James laut und holte ihn so zurück in die Realität. Mila wandte sich zu Lily um und reichte ihr endlich Harry hinüber. Im Arm seiner Mutter gab er ein deutlich zufriedenes Glucksen von sich.
Ehrfürchtig ging Remus neben dem Bett in die Hocke und betrachtete das Baby schweigend. Und nicht zum ersten Mal fragte er sich, ob er jemals ein solches Glück erleben würde. Eine Frau, die er von ganzen Herzen lieben würde und die ihr gemeinsames Kind in den Armen hielt. Er wünschte es sich so sehr – so verzweifelt! Aber wo war die Frau, die ihn nahm wie er war, die bereit war, sein Schicksal mit ihm zu teilen und allen Anfeindungen der Gesellschaft zu trotzen?
Sein Blick wanderte hinüber zu Mila und er seufzte innerlich. Offensichtlich war sie nicht hier. Denn ihr Blick war fest auf Sirius gerichtet, der diese Szene immer noch mit gebührendem Abstand beobachtete. Genau so wie Lilys Blick …
Sie kicherte leise. „Das ich das noch erleben darf. Sirius Black ist schüchtern!" Sie lachte leise und zwinkerte ihm zu. „Na los, komm´ näher, Pate!"
Nur höchste widerwillig folgte Sirius dieser Aufforderung, schreckte aber sofort wieder zurück, als sie ihm das schlafende Baby reichen wollte. „Lieber nicht", wehrte er hastig ab und machte erneut einen Schritt rückwärts.
„Wieso nicht?"
„Na ja … wenn ich etwas kaputt mache …"
Mila lachte leise, versuchte es aber schleunigst zu verstecken, als sie seinen tadelnden Blick auf sich gerichtet fühlte.
„Der junge Mann hier verkraftet mehr, als Du denkst."
Sirius schien immer noch nicht wirklich überzeugt, da er dem Baby zwar einen deutlich neugierigen, aber eben auch sehr vorsichtigen Blick zuwarf. Sie seufzte leise.
„Hinsetzten, Sirius!" forderte sie schließlich betont fröhlich und nahm Harry an seiner Stelle entgegen. Das Baby machte keinen Mucks dabei. Als er ihre Absichten erkannte, schüttelte er fast entsetzt den Kopf.
„Vielleicht … später …?" versuchte er verzweifelt Zeit zu schinden. Mila Blick sagte ihm allerdings, dass er sich das ´später´ von der Backe putzen konnte. Ergeben seufzend ging er hinüber zu dem Schaukelstuhl, in dem eben schon James gesessen hatte und ließ sich hineinplumpsen. Sie folgte ihm, lächelte ihn ermutigend an und platzierte das Baby in seinem Arm.
Padfood wirkte, als wage er nicht einmal zu atmen, während Harry und er sich schweigend ansahen. Mila war sich zwar hundertprozentig sicher, dass das Baby ihn nicht wirklich sehen konnte, war das Gesichtsfeld von Neugeborenen doch deutlich eingeschränkt in der ersten Zeit – trotzdem blickten die beiden sich direkt in die Augen.
Als Harry schließlich herzhaft gähnte, zuckte Sirius heftig zusammen. Doch anstatt damit zu beginnen leise zu weinen, schloss der kleine Junge einfach wohlig die Augen und schlief in den Armen seines Paten ein. Er schien die Situation deutlich zu genießen – und auch Sirius entspannte sich endlich langsam.
Ganz vorsichtig hob er einen Finger und berührte die kleine Handfläche. Sofort schlossen sich die kleinen Baby-Finger fest um seinen eigenen. Sirius sah auf und strahlte sie so begeistert an, dass Mila nur sehr schwer gegen den Drang kämpfen konnte ihn ins Nebenzimmer zu zerren, damit er bald sein eigenes Baby so im Arm halten konnte.
James, der die ganze Szene mit einem breiten Lächeln verfolgt hatte, beugte sich zu seiner Frau hinunter, die ebenfalls die beiden Männer bei ihrem Kennen lernen nicht aus den Augen ließ.
„Da bewahrheitet sich wieder der Satz ´harte Schale, weicher Kern´, was? Er schmilzt ja förmlich dahin."
Lilys Lächeln vertiefte sich noch. „Ich denke, dass wir bald einen Spielgefährten für unseren Sohn haben werden, Liebling." Er nickte nur schweigend.
Okay. Ihr hinterlasst viele Reviews als Ablenkungsmanöver ... und ich gehe mir jetzt Harry klauen! Ist der SÜß!
