Weiter geht's. Endlich. Dieses Kapitel hat wirklich an meinen Nerven gezerrt. So viele gute Ideen und keine Ahnung wie ich sie um setzten soll.
Das unten stehende ist dann dabei raus gekommen. Bin zwar nicht wirklich zufrieden damit, aber es ist wenigstens ein bisschen was bei raus gekommen. Stellenweise dachte ich schon, ich komme gar nicht mehr weiter. Hoffe das nächste Kapitel wird mir wieder etwas leichter von der Hand gehen und schneller. ;o)
Mal wieder ein ganz liebes DANKE für alle Revierwer, ich freu mich jedes mal wie ein Kind an Weihnachten, wenn wieder eine neue da ist!
TO:
Devilsnight : Hoffe du hast nicht gedacht, ich hätte dich vergessen -grins- Sag Bescheid, wenn du das Mail Abo nicht mehr willst... ;o)
Ja, beide hatten den selben Traum. Haben nur immer die Augen des Anderen bei dem Kind gesehen. Fand das eine süße Idee, weil ich so gerne mit den Augen "spiele".
Dragoran : Lieben Dank für dein Lob, hoffe das Kapitel gefällt dir auch. Ich werde dann mein bestes geben und Draco ein paar schöne Stimmungsschwankungen verpassen. Da ich selber allerdings noch keine Erfahrungen damit habe, wird es aber wahrscheinlich eh ein bisschen von dem "normalen" abweichen. Aber das tut es ja jetzt auch schon... -lach-
Nama -micherst malwiedervombodenaufrappel- Schön das ich dir eine so große Freude machen konnte. Für mich war von anfang an klar, das Draco das Kind bekommen wird. Nicht nur weil ich eh lieber von ihm schreibe ;o), Harry ist oft genung schwanger, jetzt "darf" Draco mal. -haha-
Leseteufel : Auch dir vielen Dank noch mal für deine Review. Die beiden können ja auch nur süß zusammen sein. Manhcmal hab ich leichte bedenken das ich die beiden zu schnulzig mache, aber ich kann einfach nicht anderst.
MajinSakuko : Oh, peinlich. -nurnochuntermtischweiterschreib- Meine Güte, meine Tippfehler fallen mir gar nicht auf beim noch mal lesen. Da ich leider keinen Betaleser hab, fällt es dann leider auch Niemandem auf bevor ich das Kapitel rein stelle. Und dabei verusch ich schon so viel wie Möglich zu finden. Ja, und Grammatik, ich gebe es offen zu, 6 setzten! Aber ich hoffe es wird langsam besser.
Rika : Keine Sorge, Story wied auf jeden Fall weiter geschrieben! Da sind noch einige Ideen in meinem Kopf die in den PC getippt werden wollen ;o).
Prongs : So, hab ganz schnell das Kapitel zu Ende bebracht. Hoffe es reicht um deine Sucht ein wenig zu lindern. Aber, wenn es dich genau so schlimm erwischt hat wie mich, dann wahrscheinlich nicht. -lol-
Und nun wünsch ich allen viel Spaß beim lesen. Man sieht sich. Bis Kapitel 6. -smile-
Kapitel 5 - Frauenprobleme?
Harry musste alle seine Kraft auf bringen um nicht laut los zu lachen. Einer Seits tat Draco ihm mehr als leid, aber er sah einfach nur putzig aus wie er da mit entblößtem Unterleib, roten Wangen und einem mehr als verwirrten Blick mitten im Bad stand. Und dann auch noch sein kleines "Problem".
"Sieh mich nichts so an Harry... ", Draco schmollte wie ein kleines Kind.
"Tja mein Engel jetzt muss du dich wohl setzten, ob du willst oder nicht...", Harry konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Das ist nicht lustig!" Doch eigentlich war es das, es war sogar sehr lustig, aber Harry entschied sich dafür das besser für sich zu behalten.
"Ich glaube ich werde mich heute doch krank melden, was?", Harry bekam das Grinsen einfach nicht aus seinem Gesicht. "Nein, danke nicht nötig. Brauche keinen der blöde guckt und mich aus lacht.", Draco war eindeutig nicht zu Scherzen aufgelegt. "Und ich hab gesagt du sollt mich nicht als an gucken." ,und schon hatte er Harry bei den Schultern gepackt und ihn sanft aber bestimmt aus dem Badezimmer geschmissen, mit einem lauten Rums donnerte die Tür hinter Harry ins Schloss. Anscheint war Draco über den ersten Schock hinweg. Immer noch grinsend ging Harry wieder in die Küche zurück um seinem Schatz einen Tee zu machen.
Draco, sah sich im Spiegel an. Langsam hatte er sich wieder beruhigt, kein Grund zur Panik, er hatte sich schließlich selber in diese Situation gebracht. Einmal tief durch atmen. Jetzt reiss dich am Riemen Malfoy, du bist immer noch ein Mann, ermahnte er sich noch einmal selber. Diese Klo Sache sollte ihn nun wirklich nicht überfordern. Und so schlimm war das sich hin setzten nun auch nicht.
Gedacht- getan.
Zehn Minuten später erschien Draco in der Küche, wo schon sein Tee auf ihn wartete. "Dachte schon du bist in die Toilette gefallen", bei aller Macht, Harry konnte es sich nicht verkneifen. "Wirklich witzig, Harry." Draco funkelte böse zu Harry rüber und nahm den Tee. "Soll ich den heute hier bleiben?" "Nein, geh nur. Hab mich wieder beruhigt. War nur im ersten Moment ein kleiner Schreck. Wäre dir nicht anders gegangen, wenn dir da plötzlich ein entschiedenes Detail fehlen würde."
"Und wie fühlst du dich sonst so?"
"Komisch."
"Tut dir was weh?"
"Nein. Ist alles okay. Nur eben komisch. Ich fühle mich so...so nackt unten rum...", da schlich sich doch wirklich ein kleines Lächeln auf Dracos Lippen. "...aber wird schon werden. Ich weiß ja wozu es gut ist"
Zwanzig Minuten später war Harry ins Büro verschwunden und Draco machte sich an seine Tagesaufgabe. Er legte sich wieder ins Bett und hoffte den ganzen Tag einfach verschlafen zu können Zwei Stunden später schlug er die Augen wieder auf. Es war doch schwerer als gedacht den Tag einfach zu verschlafen und das, obwohl er die Nacht nicht gerade viel Schlaf bekommen hatte. Er drehte sich auf den Rücken und blickte im abgedunkelten Schlaffzimmer umher, draußen war es mittlerweise heller Tag geworden. Aber aufstehen würde er noch nicht. Er konnte sich einfach nicht dazu durch ringen. Es war auch einfach zu kuschelig.
Harry und er würden also ein Baby bekommen. Ein Kind, Harry und er. Unbewusst formten seine Lippen sich zu einen lächeln und ein kleines Kribbeln entfalltete sich in seinem Bauch. Langsam legte er eine seiner Hände auf seinen Bauch. Da sollte also bald ein Kind heran wachsen. In ihm. Angst kroch in Draco hoch, er musste eindeutig die nächsten Tage einmal mit Hermine reden. Harry würde es ihr und Ron wahrscheinlich eh erzählen.
Harry, Dracos Blick wanderte auf die leere Betthälfte neben ihm. Er schnappte sich Harrys Pyjama Oberteil und zog den Duft tief in sich hinein. Er roch immer so gut. Er roch gut, er schmeckte gut, er fühlte sich gut an. Sein Harry war einfach gut. Wieder spürte Draco dieses Kribbeln in seinen Bauch, aber auch eindeutig an einer anderen Stelle. Dracos Gedanken schweiften zu dem gestrigen Nachmittag. Die Sache im Wohnzimmer wahr wirklich gut und sein Schatz war wieder so heiß gewesen. Ja, es kribbelte eindeutig auch an einer anderen Stelle. Und es war gar nicht mal so schlecht. Ob er es mal wagen sollte? Im fünften Jahr in Hogwarts hatte er eine kurze, sehr kurze "Sache" mit einem Mädchen laufen. Für Draco war es nichts gewesen, für das Mädchen die große Liebe und Beziehung ihres Lebens. Draco fragte sich heute noch warum er sich überhaupt darauf eingelassen hatte, loderten doch damals schon kleine heimliche Flammen der Liebe für Harry in seinem Herzen. Vielleicht war es auch genau deswegen gewesen.
So war ihm nun der Körper einer Frau nicht ganz unbekannt. Draco kam nicht drum rum noch mal ein Dankgebet zu sprechen, dass er niemals mit diesem Mädchen geschlafen hatte. Er hätte es sich einfach nicht verzeihen können, hätte er sein erstes Mal an ein Mädchen verschwendet an deren Namen er sich auch mit gutem Willen nicht mehr erinnern konnte. So hatte er es Harry geschenkt. Sein Erster und Einziger. Ja, so sollte es einfach sein. Aber nun war die Neugierde in ihm erwacht. Fühlte er sich an, wie das Mädchen damals. Fühlte er sich überhaupt so an wie eine Frau oder war irgendwas anders. Das konnte man nur auf eine Art heraus finden und schon war eine seiner Hände in die Hose seines Pyjamas verschwunden.
Ja, das fühlte sich fast genau so an wie damals. Aber irgendwie noch besser. Viel besser. Vielleicht lag es auch nur daran das er es gerade in beide Richtungen spürte. Und es fühlte sich verflucht gut an. Doch bevor sich Draco noch intensiver in die Gefühlswelt einer Frau begeben konnte, hörte er ein klopfen und schimpfen am Fenster des Schlafzimmers. Eindeutig eine Eule. Einem Moment überlegte Draco das Vieh einfach da draußen hocken zulassen, doch vielleicht war es was wichtiges, man konnte nie wissen. Also krabbelte Draco mürrisch aus dem Bett und zog die Gardinen vom Fenster weg. Sofort war es hell im Zimmer geworden und Draco ließ die Eule rein. Ein Pech schwarzes Tier ließ sich auf einem in der Nähe stehendem Stuhl nieder und schimpfte fröhlich weiter. Eindeutig war es die Eule von Severus Snape. Was konnte Severus den noch wollen? Hoffentlich war ihm nicht eingefallen das er bei der Zubereitung des Trankes etwas vergessen oder zu viel in den Kessel getan hatte.
Schnell zog er dem jetzt wild schimpfendem Tier das zusammen gefalltete Pergament vom Bein.
Draco und Harry,
Für den Fall das ihr euch doch noch entscheiden solltet
wer den Trank zu sich nehmen soll, noch eine Kleinigkeit
die ich gestern vergessen habe...
Jetzt kommts, dachte Draco nur und setzte sich vorsichtshalber auf das Bett.
... Wenn die Verwandlung statt gefunden hat begibt sich der jenige
zu einer Kontrolluntersuchung ins St. Mungo, ob sich auch alles
richtig entwickelt hat und es zu keiner Fehlbildung gekommen ist.
Severus
Fehlbildung? Was um alles in der Welt sollte sich den da fehlbilden?
Draco beschloss, sich auf dem schnellsten Wege ins St. Mungo zu begeben. Fehlbildung? Aber nicht bei ihm. Schnell stellte sich Draco unter die Dusche. Er wusste ja schließlich nicht wo sie ihm alles hin gucken wollten. Aber sicherlich nicht dort, wo er gedanklich die meiste Zeit war. Wenn es auch nur einer dieser Heiler wagen würde. Der würde es nie wieder vergessen was es heißt, einem Malfoy unters Röckchen gucken zu wollen.
Eine halbe Stunde später war er fertig und schon so gut wie nach St. Mungo appariert. Beim Anziehen war ihm auf gefallen das definitiv zu viel Platz in seinen Shorts war und er sich wohl oder übel nach ein wenig neuer Unterwäsche umsehen musste, das würde er dann einfach auf dem Heimweg erledigen.
Plopp, schon stand er im Empfangsraum von St. Mungo. Wie immer war Einiges los. Verwirrt stand Draco vor dem Wegweiser der zu jeden Problem das passende Stockwerk verraten sollte. Nur was hatte Draco überhaupt für ein Problem? Er würde wohl doch die Hilfe der alten Hexe hinter der Auskunft brauchen. Mit schon jetzt leicht geröteten Wangen stellte er sich in die Schlange der Auskunft suchenden, schon recht bald war er an der Reihe.
"Hallo, ich ähm, soll mich untersuchen lassen...", Draco setzte sein bestes Lächeln auf, doch die Alte guckte ihn nur kurz an und meinte dann "Zweiter Stock , Magische Pestilenzen."
Draco wurde noch röter, dachte die alte Schachtel doch wirklich er hätte sich etwas eingefangenen, also wirklich. "Ähm, nein. Ich hab nix. Ich... äh...soll wegen einem Trank...", wieder guckte die Alte nur kurz hoch. "Vierter Stock, Fluch Schäden."
"Nein, ich hab keinen Fluch ab bekommen, ich hab das freiwillig getrunken und des wegen soll ich mal nach gucken lassen ob...Naja, ob alles okay ist und da ist wo es hin gehört oder wie auch immer...", mittlerweile hatte Dracos Gesicht die Farbe einer überreifen Tomate. Die Hexe ihm gegenüber schaute ihm nun direkt ins Gesicht und fing an zu grinsen. "ExtantecTrank?" "Äh, ja..." "Sie gehen da hinten in den linken Gang, bis zum Ende durch, dann rechts. An der Tür mit "Durchgang verboten", bleiben sie stehen und warten bis eine Hilfshexe kommt und sie rein holt. Nächster".
Als Draco sich auf den Weg durch die verschlungenen Gänge machte, fing er doch langsam an sich zu fragen worauf er sich da eingelassen hatte. Endlich war er an der Tür mit dem großen Durchgang verboten Schild angelangt, einfach warten? Draco blieb unschlüssig vor der großen Tür stehen. Einen Moment schoss ein Fluchtgedanke durch Dracos Kopf, aber dafür war es jetzt wohl zu spät. Dafür war es genau genommen seit gestern Nacht zu spät. Hätte er doch noch mal ein bisschen über seine Entscheidung nach denken sollen? Draco du benimmst dich schon wieder wie ein Jammerlappen, sich selber zur Ordnung zu rufen, half doch immer noch am besten! Draco wurde mittlerweile ein klein wenig ungeduldig, wie lange wollten sie ihn hier warten lassen? Als plötzlich die Tür auf ging und eine kleine buckelige Hexe vor ihm stand und ihn musterte. "Kommen sie bitte mit mir", sagte sie kurz angebunden und Draco ging der Hexe nach.
Draco war erstaunt. Mit dem was er nun sah, hatte er in diesen kahlen und dunklen Gängen nicht gerechnet. Hier drinnen war alles hell und warm. Die Wände waren in einem hellen, aber nicht zu grellen, Orange- Ton gestrichen. Überall waren Bilder an den Wänden. Es war wollig warm, so das Draco gleich die Jacke auf machte und ein herrlicher Geruch lag in der Luft.
Die Hexe führte Draco in einen kleinen Raum. Dort drinnen stand ein kleiner runder Tisch mit vier Stühlen drum herum. Auch dieser Raum war in dieser wunderbaren Farbe gestrichen. Als Draco die Wände betrachtete, fielen ihm Bilderrahmen auf, in diesen nur Bilder von Babys zu sehen waren.
"Alles glückliche Kinder, denen wir auf die Welt geholfen haben", die Hexe lächelte Draco an. "Setzen sie sich doch, ziehen sie ruhig ihre Jacke aus. Tee? Saft?"
"Saft wäre nett." Draco lies sich auf einen der Stühle sinken. Leichte Nervosität machte sich ihn ihm breit. Er hätte auf Harry warten sollen, warum dachte er da jetzt erst dran. Musste Severus einen auch so erschrecken mit seinen Fehlbildungen.
Die Kleine Hexe stellte ein Glas mit Apfelsaft vor Draco auf den Tisch und setzte sich Draco gegenüber. Sie lächelte ihn immer noch an. Draco tat sein Bestes um zurück zu lächeln.
"Mein Name ist Jillian, aber sie können mich auch gerne Jill nennen . Ich bin hier die Oberhexe auf Station." Ups, Draco hatte sie als für eine unterbezahlte Hilfshexe gehalten, die wohl wegen ihrem doch sehr deutlichen Buckel keinen anderen Job mehr bekommen hatte. Eine leichte Röte stahl sich wieder in sein Gesicht.
"Ist alles okay mit Ihnen?"
"Ja, danke. Alles okay."
"Ich werde ihnen erst mal ein paar Fragen stellen bevor sie zu ihrem Heiler kommen. Sie werden ab heute immer den selben Heiler haben, wenn sie hier her kommen." Draco nickte nur.
Schon hatte Jill ein Pergament mit Fragen und einer Feder vor sich liegen.
"Ihr Name?"
"Draco Malfoy-Potter."
"Alter?"
"24."
"Wann haben sie den Trank ein genommen?"
"Gestern Nacht."
Die Hexe schaute von ihrem Pergament auf. "Gestern Nacht? Wissen sie die Uhrzeit ungefähr?"
Draco überlegte einen Moment. "So gegen halb vier oder vier.". Die Augen von Jill wurden immer größer, sie schaute auf die Uhr über der Tür. Diese zeigte gerade mal dreiundzwanzig Minuten nach zwölf. "Erstaunlich. Keine zehn Stunden, erstaunlich. Und sie sind vollkommen verwandelt?"
"Ja. Wenigstens, das was ich sehe..."
"Erstaunlich..." , Jill kritzelte hektisch was auf das Pergament. Mit einem breiten Lächeln wendete sie sich wieder an Draco.
"Wer hat den Trank hergestellt?"
"Severus Snape:"
Wieder schlich sich ein erstaunter Ausdruck auf das Gesicht der Hexe.
"Was machen sie beruflich?"
"Forschung mit und an Zaubertränken."
"Wird das ihre erste Schwangerschaft?"
"Ja." , Draco musste schlucken. Ganz langsam draht die Erkenntnis in sein Hirn was er wirklich im Begriff war zu tun bzw. getan hatte.
"Sehen sie, das war es auch schon fürs Erste. Macht es ihnen was aus, wenn ich sie Draco nenne? Wir legen hier großen wert auf einen familiären Umgang." Draco schüttelte wieder nur den Kopf.
"Haben sie noch fragen Draco?" Wieder nur ein Kopfschütteln.
"Sie werden sich schneller an die neue Situation gewöhnt haben als sie glauben," Jill versuchte ihr Bestes um Draco ein wenig aus seinem ansteigenden Tief zu holen. War sie es doch gewohnt das die meisten Männer erst hier wirklich merkten was auf sie zu kommen würde. Jill merkte das Draco immer nervöser auf seinem Stuhl umher rutschte.
"Sind sie verheiratet, Draco?"
"Ja, seit vier Jahren."
"Da haben sie aber jung geheiratet, ist wohl die große Liebe, was?" , Draco entspannte sich sichtlich, da hatte Jill also das richtige Thema gefunden.
"Ja, die ganz Große", Draco strahlte über das ganze Gesicht.
"Woher kennen sie sich?"
"Wir waren zusammen auf der Schule. Hogwarts. Gleicher Jahrgang. Komische Geschichte...", Draco bekam einen verträumten Gesichtsausdruck. Ja, dieser Mann musste etwas ganz Besonderes für Draco sein, da war sich Jill jetzt schon sicher. Natürlich hatte sie schon eine Vermutung wer dieser Jemand sein würde, aber hier würde es in erster Linie um Draco gehen und sie wollte ihm nicht das Gefühl geben, das man sich hier mehr um seinen berühmten Mann kümmern würde.
"Warum ist er nicht mit gekommen?"
"Er ist noch im Büro, ich hab da auch nicht wirklich dran gedacht auf ihn zuwarten. Ich hatte plötzlich nur...nur Angst das etwas vielleicht nicht stimmen könnte...",mit einem Schlag war die Nervosität wieder da. Doch als wenn irgendwer Dracos Not erkannt hatteöffnete sich die Tür und ein großer Mann mit einem hellblauen Umhang kam herein. Auch er lächelte Draco freundlich an und kam direkt auf ihn zu.
"Hallo, ich bin Mike. Ich bin dann wohl ihr Heiler ab sofort, wenn sie mich leiden können. Wenn nicht sagen sie es nur, hier gibt es noch mehr von meiner Sorte...", er grinste zwischen Draco und Jill hin und her. Doch Draco fand den jungen Heiler auf Anhieb sympathisch. Er hatte Schlimmeres befürchtet.
Mike kam nun auf Draco zu und reichte ihm die Hand. Draco immer noch von der ganzen Situation aus dem Konzept gebracht, nahm die Hand des Heilers und sah ihn nur an.
"Das ist Draco, er ist heute zur ersten Untersuchung da.", sagte Jill sanft. Da erwachte auch Draco wieder aus seinen Gedanken. "Entschuldigen sie bitte, ich stehe ein wenig neben mir. Ja, ich bin Draco."
"Macht doch nichts, das erleben wir hier öfter. Wenn sie mir dann bitte in eines unserer Untersuchungszimmer folgen würden." Draco trottete hinter Mike her. Jetzt wurde es ernst. Hoffentlich war alles in Ordnung. Was wohl passieren würde, wenn nicht? Es gab doch keinen Gegentrank.
Mike führte Draco in einen kleineren Raum, und auch hier war alles hell und freundlich. Nur eine Liege in der Mitte des Raumes erinnerte entfernt daran das er sich immer noch in einem Krankenhaus befand.
"Setzten sie sich bitte und machen ihren Oberkörper frei", Mike zeigte zur Liege rüber. Draco setzte sich, er hatte das Gefühl das seine Beine ihn nicht mehr lange würden tragen können und find langsam an sein Hemd auf zu knöpfen.
(A/N: Da Brüste nicht unbedingt zum gebären notwendig sind, gibbet die auch net -grins-)
Mike kam immer noch mit einem strahlendem Lächeln auf Draco zu, dieser Fragte sich mittlerweile ob dieses Dauerlächeln wohl irgendetwas mit dem in der Luft schwebenden Geruch zu tun hatte. Der Heiler zog etwas aus einer Schublade unterhalb der Liege. Es sah einem Zauberstab sehr ähnlich nur war es ein wenig zu kurz und schmal. "Entspannen sie sich, Draco. Es wird nicht weh tun. Ich werde nur ihren Bauch damit abfahren...", und er zeigte auf dieses Zauberstab ähnliche Ding und Draco fragte sich ob man sich so was auch für zu Hause kaufen könnte. Vorsichtig setzte Mike die Spitze des Dings an Dracos Unterleib, die Spitze find in einem Hellblau an zu glühen. Mike fuhr mit der Spitze von links nach rechts, wieder zurück, den Bauch ein Stück rauf, wieder links, rechts, Draco biss sich auf die Lippen, das kitzelte ganz fies.
"Alles in Ordnung." ,Mike sah Draco mit einem noch breiteren Grinsen an. Draco hätte vor Erleichterung einfach von der Liege rutschen können. Mit einem lauten Seufzer ließ er die ganze Anspannung raus.
"Also, dann. Kein Kaffe, kein Alkohol, nicht rauchen, keine gefährlichen Zaubertränke, da dürften sie sich ja auskennen, eine gesunde Ernährung, Sport, viel frische Luft, viel Schlaf, versuchen sie einfach so wenig Stress wie Möglich zu haben. Sex nur mit Kondom...".
"Mit Kondom?", Draco sah erstaunt auf, hatte Severus nicht irgendwas von Verbot erzählt.
"Ja, es ist besser nicht sofort schwanger zu werden sondern den Körper mindestens eine Phase der Menstruation zu gönnen um die ganze Hormonelle Umstellung besser verkraften zu können. Früher war es den Pärchen in der ersten Zeit untersagt Geschlechtlichenverkehr in der Zeit zu haben, aber wir leben ja nicht mehr im Mittelalter nicht, wahr?" Mikes Lächeln verschwand einfach nicht, doch jetzt grinste auch Draco breit zurück. "Stimmt, wir nicht, aber ich kenne da wen der scheint es immer noch zu tun..." Draco konnte sich ein Lachen nicht mehr verkneifen.
"Haben sie noch irgendwelche Fragen?"
"Nein, im Moment nicht."
"Sie können jeder Zeit hier vorbei kommen oder mir eine Eule schicken, wenn doch noch fragen auf kommen sollten. Ansonsten sehen wir uns wieder, wenn es dann geklappt hat oder unerwartet Beschwerden auf treten sollten."
"Ist gut..." , Draco war doch froh langsam hier wieder raus zu kommen, er brauchte eindeutig frische Luft. Schnell verabschiedete er sich von seinem neunen Heiler, auf dem Gang lief ihm noch mal Oberhexe Jill über den Weg."Alles okay?", fragte sie neugierig. "Ja, alles bestens:" , es war deutlich zu spüren was für eine Last von dem jungen Mann abgefallen war.
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Fünf Minuten später stand er mitten in Muggel London vor einem großen unscheinbaren Schaufenster, was der magische Eingang zu St. Mungo war. Zu erst war er kurz davor gewesen einfach nach Hause zu apparieren, als ihm noch sein kleines Problem seiner viel zu großen Shorts einfiel. Er würde sich sicher nicht die Blöße geben und sich irgendwo neue Unterwäsche zu zulegen wo ihn jeder kannte.
Also musste er wohl oder übel in eines dieser komischen Muggel Kaufhäuser. Für solche Zwecke hatte Harry, Draco extra eine Kreditkarte besorgt, bevor dieser auf die Idee kommen konnte mit Galleonen bezahlen zu wollen. Draco ging auf eines der großen Häuser zu, hier war er auch mit Harry schon öfter gewesen und kannte sich daher wenigstens ein wenig aus.
Draco staunte jedes mal wieder, wie ein kleines Kind an Weihnachten, wenn er den Laden betrat. Was es hier nicht alles gab. Draco, mittlerweile fest davon überzeugt das auch Muggel Kram was ganz tolles sein konnte, schlendere erst einmal zwischen den ganzen Regalen um her. Bis er sich zu den großen Rolltreppen in der Mitte des Hauses begab, schnell einen Blick auf den Wegweiser gerichtet, zweiter Stock, Unterwäsche, Dracos Ziel.
Bei seinem Ziel angekommen musste er allerdings feststellen das die Muggel Frauen eindeutig bevorzugt wurden. Wieso waren den die meisten Höschen hier für Frauen? Wo war die Männerabteilung? Aber Moment mal, Draco hatte ja nun auch was, was durch aus in diese schicken Höschen passen könnte. Ob es Harry gefallen würde? Muss nicht immer sein, aber so ab und zu vielleicht? In Gedanken versunken stand Draco vor einem Ständer mit kleinen rosa Höschen, mit Spitze und kleinen Schleifen. Vielleicht einen Tick zu kitschig, aber die sahen gut aus. Draco ging zum nächsten Ständer. Hier hingen Höschen in einem kräftigen Rot Ton. Vorsichtig nahm Draco eines in die Hand. Himmel, da konnte man ja durch sehen. Nein, nein, schnell hing er es wieder hin.
"Sieh an, sieh an, wen haben wir den da?" , Draco fuhr erschrocken rum, das durfte nicht wahr sein, warum? "Ist das doch wirklich mein Sohn, mitten in einem Muggel Kaufhaus...".
"Lucius, mich wundert viel mehr, was DU in einem MUGGEL Kaufhaus verloren hast?", Draco funkelte seinen Vater böse an. Lucius, der seinen Sohn schon eine Weile beobachtet hatte, ging über die Anspielung seines Sohnes vollkommen hin weg.
"Nicht mehr mit Potter zusammen?"
"Doch, wir sind verheiratet falls du es noch nicht wissen solltest."
"Deine Mutter erwähnte mal so etwas. Ich war ja leider nicht eingeladen, schade, sehr schade."
Draco war kurz davor seinen Zauberstab zu ziehen und irgendeinen Fluch auf seinen Vater los zu lassen. Warum musste er auch ausgerechnet heute in diesem blöden Kaufhaus sein? Ausgerechnet wenn Draco realisierte, wo er sich überhaupt befand und seine Wangen färbten sich leicht rosa.
"Wo hab ich dich den bei erwischt, Sohn?", Lucius hatte die Umfärbung von Dracos Wangen natürlich sofort bemerkt. "Du hast doch nicht etwa eine kleine Freundin, neben deinem Potter?" , Lucius Augen fingen an zu glühen, als er sah das Dracos Wangen sich noch roter färbten, diesmal aber aus Wut anstatt aus Scham. War der Potter Junge also immer noch Dracos Schwachstelle.
"Nein, so etwas würde ich Harry nie antun. Zu oft musste ich Mutter weinen hören, wenn du dich wieder nächtelang wo anders vergnügt hast." , Draco entschied sich für die Strategie Angriff ist immer noch die beste Verteidigung.
"Lass deine Mutter da raus.", Lucius Stimme bekam einen wütenden Unterton.
"Wieso den? Es geht ihr übrigens viel besser seit sie sich hat von dir scheiden lassen. Ist auch nicht verwunderlich es geht jedem besser, wenn du nicht mehr in der Nähe bis, LUCIUS!"
Lucius kam einige Schritte auf Draco zu, dieser wich aber nicht nach hinten.
"Du kannst mich nennen wie du willst, aber ich bin und bleibe dein VATER, Sohn." presste Lucius durch zusammen gekniffene Lippen, man sah deutlich wie schwer es ihm viel sich zurück zuhalten.
"Entschuldige mich, aber ich hab noch bessere Dinge zu tun, als mich mit einem alten griesgrämigen Mann zu unterhalten. Wünsche noch einen schönen Tag." Draco stieß seinen Vater zur Seite und ging an ihm vorbei.
"Schönen Gruß an Potter und sag ihm er wird schon noch merken was es heißt mit einen Malfoy verheiratet zu sein." brüllte Lucius hinter Draco her. Die Leute die sich nach ihm umgedreht hatten bemerkte Draco nicht, er versuchte nur die aufsteigenden Tränen wieder runter zu schlucken und so schnell wie möglich von hier zu verschwinden. Verdammt, sein Vater hatte es wieder einmal geschafft.
Hastig lief er ins Treppenhaus, sah sich um und apparierte nach Hause.
Kaum stand er ihm Wohnzimmer, griffen zwei Arme um seine Schultern. In einem kleinen Anflug von Panik stieß Draco diese weg und wirbelte rum. Er sah in die grünen Augen seines Mannes und sein Herzschlag normalisierte sich sofort.
"Hab ich dich erschreckt?", Harry küsste Draco auf die Wange.
"Sicher hast du das. Was machst du überhaupt schon hier?"
"Ich wollte dich nicht so lange alleine lassen und bin schon früher gegangen und wo warst du?"
"Im St. Mungo...", Draco merkte wie Harry einen ängstlichen Ausdruck in den Augen bekam, "... ist nichts Schlimmes. Severus hat heute morgen nur eine Eule geschickt, nach der Verwandlung soll man sich untersuchen lassen. Ist aber alles in bester Ordnung. Und weißt du was, Schatz?", Draco setzte wieder eines seiner Slytherin Grinsen auf und setzte seine Lippen dicht an Harrys Ohr. "Das mit dem Sex Verbot hat sich auch erledigt, wir müssen nur die erste Zeit aufpassen das noch nichts passiert."
Harry bekam auch ein mehr als alles sagendes Lächeln auf den Lippen. "Dann werde ich wohl morgen nach der Arbeit mal für unsere Sicherheit sorgen," und schon hatte er Dracos Lippen mit seinen versiegelt.
Beide ließen sich auf das Sofa sinken. Draco berichtete von seinem Besuch im St. Mungo und auch, wenn er es Anfangs nicht vor gehabt hatte, von seinem Zusammentreffen mit seinem Vater.
"Nimm es dir nicht zu Herzen Draco. Dein Vater wäre nicht dein Vater, könnte er niemanden nieder machen. Und schau wo es ihn hin gebrach hat, einsam und alleine kämpft er sich durch ein Muggel Kaufhaus.", Harry strich Draco eine Strähne aus dem Gesicht und versuchte ihm ein Lächeln zu entlocken.
"Harry, ich würde morgen gerne mal zu Hermine gehen und ein mich ein bisschen mit ihr unterhalten."
"Sicher, warum nicht?"
"Ich würde ihr gerne auch hier von erzählen. ", dabei deutete Draco auf seine Körper Mitte.
"Da gibt es doch noch die ein oder andere Sache die mich interessieren würde und wo ich denke Hermine hat da eindeutig die meiste Ahnung von uns."
"Hermine hat immer die meiste Ahnung...", Harry grinste vor sich hin.
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Hermine fragte sich schon seit Dracos Anruf gestern Nachmittag, was es wohl so wichtiges geben würde, was Draco mit Ihr besprechen wollte. Allerdings lagen ihre Ideen alle meilenweit von der Wirklichkeit entfernt.
So wirbelte die Junge Frau durch die Küche, machte Tee und hing weiter ihren Gedanken nach.
Einige Minuten später klopfte es an der Hintertür. Harry und Draco kamen meistens durch die Hintertür geschlichen aus Sorge der kleine Leroy könnte gerade schlafen. Hermine fand diese Fürsorge um ihren Kleinen mehr als rührend. Bessere Paten hätten sie nirgends auf der Welt finden können, da waren Hermine und Ron sich mehr als sicher gewesen.
Hermine ging die Tür öffnen und ein strahlender Draco schaute ihr entgegen. Manchmal musste Hermine einfach kurz blinzeln um sicher zu gehen das es wirklich Draco Malfoy war, der jedes mal so nett, ihr gegenüber war. Wer hätte je erahnt was unter dieser kalten arroganten Maske alles verborgen lag. Schmunzelnd bat sie Draco in die Küche.
"Einen wunderschönen guten Tag, meine liebe Hermine.", Draco grinste übers ganze Gesicht und zuckte einen Blumenstrauß hinter seinem Rücken vor.
"Dir auch, du erstaunst mich manchmal immer noch, weißt du das?", Hermine nahm die Blumen und suchte sich eine passende Vase.
Draco setzte sich an den Küchentisch. Hermine deute auf die Kanne frischen Tee und Draco goss ihnen Beiden ein.
"So, Draco. Gleich mal raus mit der Sprache. Was gibt es wichtiges? Eine Überraschung für Harry? Planst du mal wieder was? Du, weißt ich liebe deine Überraschungen..."
"Hermine, wenn du mich mal reden lassen würdest, könnte ich versuchen es dir zu erzählen..."
"Entschuldige bitte, aber ich bin nun mal eine neugierige Frau, da darf man eben nicht mit angedeuteten Sachen kommen, weil..."
"Hermine...", Draco konnte sich ein Lachen nicht mehr unterlassen, Hermines Wangen färbten sich leicht rosa, eine kleine geflüsterte Entschuldigung verließ noch ihren Mund dann herrschte Ruhe.
"Also, es ist keine Überraschung für Harry...", Draco sah leichte Enttäuschung in Hermines Augen,"... Ich brauche nur mal deinen Rat als Frau und Mutter."
"Frau und Mutter?", Hermine musste sich vergewissern das sie alles richtig verstand.
"Ja, genau. Gerade die Mutter Sache interessiert mich.",Hermines Interesse war vollständig geweckt.
"Draco hör auf in Rätseln zu sprechen..."
"Okay, also ich hab das mit Harry abgesprochen und für ihn ist es auch okay, wenn ich es euch genauer gesagt dir heute erzähle. Du wirst es ja sicher Ron dann auch erzählen. Geht es ihm den gut?"
"DRACO"
"Ist ja gut. Also... Harry und ich wollen ein Baby.", Hermine starrte Draco mit großen Augen an. Es verging ein Moment und noch einer und Draco bekam es langsam mit der Angst zu tun.
"Hermine? Alles okay?"
"Aber, aber... DAS IST DOCH GROßARTIG... OH MERLIN... ICH FREU MICH SO FÜR EUCH...", Hermine war von ihrem Stuhl aufgesprungen, warf die Arme wild durch die Luft und kam auf Draco zu gestürzt. Dieser wusste im nächsten Augenblick gar nicht wie ihm geschah, schon hatte Hermine sich um seinen Hals geworfen: Von Hermines Tun völlig überrascht rutschte er vom Stuhl und beide landenten mit einem lauten poltern auf dem Küchen Boden.
Hermine hing immer noch an Dracos Hals und sah ihm verwundert ins Gesicht. Im nächsten Moment brachen beide auch schon in schallendes Gelächter aus.
"Tut mir... leid, Draco...Aber... das musste... einfach...sein...Ich finde...das...wirklich richtig...schön...", Hermine versuchte sich wieder unter Kontrolle zu bekommen, aber immer wieder brach ein Lachen aus ihr raus.
"Wir sollten uns wieder an den Tisch setzten. Nichts gegen euren Küchenboden, aber eure Stühle sind eindeutig bequemer." und schon hatte sich Draco vom Boden erhoben und Hermine mit sich gezogen.
Hermine grinste immer noch über das ganze Gesicht.
"Ihr wollt also ein Kind. Wer wird es bekommen? Nein, warte. Wenn du hier her kommst. Draco, das ist ja so wunderbar. Du willst wirklich ein Kind bekommen. Ich bin richtig stolz auf dich.".
Draco der gerade an seiner Tasse Tee genippt hatte, hätte sich fast verschluckt. Woher wusste Hermine das nur? Er hätte alles drauf gewettet das sie auch automatisch davon ausgehen würde, Harry und er würden ein Kind adoptieren wollen.
"Woher? Wieso? Das wir eines bekommen wollen..."
"Draco, sag mal mit wem redest du hier?", mit einer gespielten Entrüstung schaute sie Draco an und grinste immer noch breit.
"Ich weiß zufällig das es wohl einen Trank gibt wo durch auch Homosexuelle Paare Kinder bekommen können und dein Pate ist ja ein ausgezeichneter Zaubertränke Meister, da hab ich mir gedacht..."
"Zufällig? Gedacht?"
"Na, gut. Sagen wir es so. Als Harry uns damals gesagt hat das er schwul ist, hab ich mich ein bisschen informiert", Hermines Grinsen wurde schon wieder breiter.
"Hermine, Hermine, du bist wirklich nicht normal, was das betrifft. Aber warum hast du uns nie davon erzählt?"
"Ich dachte, wenn ihr soweit seit werdet ihr es schon raus finden. Und wie mir scheint hatte ich Recht."
"Ja, das hattest du wohl, mal wieder...", Draco verdrehte die Augen, lächelte aber.
"Und? Wird Snape euch helfen? Steht fest das du den Trank nehmen willst?
"Ähm...Ja und ja... Ehrlich gesagt, das ist schon alles erledigt. Trank ist auch schon genommen."
"Bist du schon verwandelt?"
"Ja."
"Darf ich mal sehen?"
"NEIN."
"Wirklich nicht?"
"Nein, wirklich nicht. Guck doch bei dir.", Dracos Gesichtsfarbe fing an, an eine überreife Tomate zu erinnern.
"Ist schon gut. Hattest du irgendwelche Beschwerden oder so?"
"Nein, alles bestens gelaufen. Und ich war auch schon im St, Mungo und hab mich untersuchen lassen. Alles okay."
"Das ist doch super."
"Ja, nur jetzt, naja, da sind ein paar Fragen. Und ich dachte mir wir könnten da mal drüber reden. So unter Freunden. Der Gedanke gefiel mir besser, als mich irgendeinem Heiler offenbaren zu müssen."
"Aber natürlich Draco. Du weißt ich bin jeder Zeit für dich da. Genau so wie für Harry. Wenn es Probleme gibt oder Fragen, immer her damit."
"Das ist nett, Hermine."
"Das ist selbstverständlich unter guten Freunden. Aber nun genug davon. Dann fang mal an zu fragen."
Dracos Gesichtsfarbe wechselte wieder in ein mehr als unnatürliches Rot.
"Ich weiß gar nicht genau wo ich anfangen soll. Ich hab doch gar keine Ahnung, von gar nichts."
"Vielleicht fang ich einfach mal an ein bisschen was zu erzählen, was meinst du?"
Draco nickte nur und war froh über jede Sekunde wo er schweigen konnte.
Also fing Hermine an zu erzählen. Ihr schien die Sache nicht im geringsten peinlich zu sein. Draco kam nicht drum herum innerlich dieser Frau wieder seine absolute Bewunderung zu kommen zu lassen. Hermine wäre seine absolute Traumfrau, wenn er was von Frauen wollen würde. Aber im Augenblick war er nur mehr als froh sie als sehr gute Freundin vor sich sitzen zu haben.
Draco hörte gespannt zu, vermied es aber Hermine direkt ins Gesicht zu sehen oder gar eine tiefer gehende Frage zu stellen.
Ganz schlimm war das Kapitel Menstruation. Draco wünschte sich mehrere Male in ein tiefes Loch weit unter der Erde zu sein oder das ,er diesen Trank doch nicht genommen hätte. Das hörte sich gar nicht gut an was Hermine da erzählte. Bluten, Tage lang und man konnte nichts machen? Wozu waren sie den Hexen, da musste es doch was geben. Doch Hermine nahm ihm schnell alle Hoffnung. Als Hermine ihm dann auch noch den Unterschied zwischen Binden und Tampons erklärte, war Draco einer Ohnmacht schon sehr nahe.
"Also, ich würde dir schon Tampons empfehlen. Man fühlt sich schon freier."
"Das sind sie zum...ähm..."
"Einführen"
"Einführen? Ich... ich... tue mir da nix rein..." Hermine hätte es zwar nicht geglaubt, aber Dracos Gesichtsfarbe wurde nach diesem Satz noch ein bisschen dunkler.
"Wenn du mit Harry geschlafen hast sollte das kein Problem sein.", und wieder wurde Dracos Gesichtsfarbe einen Rotton dunkler.
"Wieso sollte das DANN kein Problem mehr sein? Was ist jetzt?"
"Naja, ich weiß ja nicht wie du dich verwandelt hast. Wie das so mit deiner Jungfräulichkeit aus schaut."
"Wie soll das den aus schauen?"
"Draco jetzt stell dich nicht dümmer als du bist. Du weißt wie ich das meine."
"Nein."
"Aber sicher."
"Nein, will ich auch nicht wissen. Ist mir egal. Ich tue mir da nix rein. Und...und Harry hat auch Pech gehabt."
Hermine brach in schallendes Lachen aus.
"Und wie soll das dann mit dem Baby klappen?"
"Weiß nicht."
"Draco, nun werde mal wieder vernünftig. Wir wissen ja auch gar nicht ob sich da was mit entwickelt hat oder nicht. Und wenn, Harry wird schon vorsichtig sein."
Draco sprang von seinem Stuhl und ging zum Kühlschrank rüber. Er öffnete die Obere Hälfte wo sich ein kleines Gefrierfach befand und steckte den Kopf rein.
"Draco was tust du da?"
"Abkühlen.", hörte Hermine genuschel aus dem Fach.
Zwei Minuten später sass Draco wieder am Tisch. Das Gesicht immer noch rot, aber wenigstens musste Hermine keine Angst mehr haben, Draco könnte jeden Moment kollabieren.
"Draco, wieso ist dir das so unangenehm?"
"Ich weiß nicht. Ich, ich kann da einfach nicht so drüber reden. Mit Harry, okay. Aber sonst habe ich mit noch Niemandem über so etwas gesprochen."
"Dann wird es aber höchste Zeit, Mister Malfoy. Ihr Kind möchte später vielleicht ausgerechnet mit ihnen über solche Dinge sprechen. Also...", Hermine zwinkerte zu Draco rüber.
"Hermine, wie lange hat es gedauert bis es bei euch geklappt hat?"
"Gute Frage. Ich denke das war ein halbes Jahr."
"Ein halbes Jahr?"
"Ja, ist nicht ungewöhnlich für die erste Schwangerschaft."
"Aber, dann muss ich...diese Tage Sache...halbes Jahr..."
"Das musst du dann wohl. Aber es kommt auch drauf an und da wären wir wieder bei einem anderen Thema, wie oft ihr es versucht", Hermine bekam ein viel sagendes Grinsen im Gesicht.
"Da dürfte es wohl aus Harrys Sicht keine Probleme geben."
"Und aus deiner?"
"Ich weiß nicht"
"Ach, Draco. Komm mir nicht schon wieder damit. Du weißt ganz genau, was in deinem Kopf los ist. Red mit mir darüber. Sag es einfach."
"Eigentlich auch nicht."
"Eigentlich?"
"Was, wenn...Also...Man hat ja immer mal gehört und...Ich... ich weiß nicht... Hermine... Ich kann das nicht... "
"Ist schon gut Draco. Zwing dich nicht dazu. Und da meine ich alles mit. Du musst nicht mit mir reden, wenn es nicht geht. Und genauso wenig musst du andere Dinge machen, wenn du noch nicht willst. Harry wird dich verstehen. Gewöhn dich erst mal an alles. Soll ich dir noch ein bisschen von der Schwangerschaft erzählen? Das war die wunderbarste Zeit meines Lebens."
Hermine war gar nicht mehr zu stoppen. Immer fiel ihr noch etwas ein. Und dazu gab es noch was lustiges und da fiel ihr noch eine witzige Sache ein, Dracos Laune besserte sich langsam wieder. Nebenher half Draco, Hermine mit dem Abendessen und natürlich lies er es sich auch nicht nehmen eine Runde mit Leroy zu spielen. Hermine beobachte Draco heimlich dabei. Er würde ein guter Vater sein, da war sie sich sicher.
Zu dritt sassen sie ihm Wohnzimmer. Hermine und Draco auf dem Sofa und Leroy hockte mit einigen Bauklötzen davor. Die Erwachsenen schwelgten gerade in Erinnerung an ihre Schulzeit.
"Was ist mit Professor Sprout?" Hermine und Draco fuhren erschrocken auf dem Sofa rum und schauten zur Wohnzimmer Tür.
"Hab ich euch wo bei erwischt?", Ron schaute ernst in die Runde, konnte aber ein kleines Lächeln was um seine Lippen spielte, nicht unterdrücken.
"Liebling, du bist es. Hattest du nicht gesagt du kommt heute etwas später nach Hause?", Hermine war Ron stürmisch um den Hals gefallen, dieser grinste.
"Ihr solltet hin und wieder mal einen Blick auf die Uhr werfen.", wie auf Kommando drehten Hermine und Draco sich zur Uhr die an der Wand hang.
"Himmel, schon halb Acht?", Draco sprang vom Sofa. "Ich sollte mich schleunigst nach Hause machen, Harry wird schon warten.", schnell war er bei Hermine und nahm sie in den Arm.
"Dann mach es mal gut Draco. Und du weißt, wenn was ist, du kannst jeder Zeit Bescheid sagen oder vorbei kommen."
"Ja, ich danke dir, Hermine.", er verabschiedete sich noch von Ron und ehe dieser noch irgendwas von sich geben konnte, war Draco schon nach Hause appariert.
Sekunden später stand Draco ihn seiner Küche und schaute direkt in das Gesicht seines Mannes. Harry sagte nichts, schaute Draco nur durchdringend an.
"Harry, ich war bis eben bei Hermine. Wir haben uns total verplappert. Ich wollte schon viel früher Heim kommen. Ich hätte mal durch rufen sollen, ich weiß.. Es tut mir leid. Harry, bist du sehr sauer? Harry, sag doch mal bitte was."
Harry stand mittlerweile vor Draco, dieser war kurz vorm verzweifeln.
"Harry, wirklich...tut mir leid...", Draco hatte das Gefühl gleich in Tränen aus zu brechen.
"Schhhhh...", Harry legte einen Finger auf Draco Lippen. "Schließ deine Augen."
Draco schloss sofort seine Augen und spürte wie Harry ihn bei den Händen nahm. Er zog Draco hinter sich her, bis sie ihm Wohnzimmer an gekommen waren.
"Lass die Augen noch zu, Engel.", Harry stellte sich vor Draco und gab ihm einen kurzen Kuss.
"Mach sie auf..."
Draco wollte seinen Augen nicht trauen. Überall im Wohnzimmer standen und schwebten Kerzen. In der Mitte des Wohnzimmer, dort wo sonst immer die Sofas und der Couch Tisch standen, war nun ein großer Holztisch auf gestellt. Dieser stand in einem Meer aus Rosenblättern. Auch der Tisch war über und über mit Kerzen dekoriert. Zwei Stühle waren an dem Tisch, jeder Platz schön gedeckt. Leise Musik hatte angefangen zu spielen, als Draco seine Augen geöffnet hatte.
"Harry, das ist wunderschön...", Dracos Augen schwammen in Tränen, das er auch immer gleich so sentimental werden musste.
"Nur für dich, mein Engel.", Draco zog Harry näher zu sich. "Ich hoffe du hast Hunger?"
"Wo du es jetzt sagst, fällt es mir erst auf.", Harry führte Draco weiter zum Tisch und dirigierte ihn zu einem der beiden Plätze. Kaum sassen beide am Tisch ,erschien ein Teller voll Suppe vor ihnen. Es war eine köstliche Blumenkohlsuppe. Das selbe passierte mit der Hauptspeise und dem Nachtisch. Nachdem Draco den letzten Löffel seines Nachtischs mit Genuss verschlungen hatte, verschwand auch der Rest des Geschirrs und nur noch Harrys und Dracos Gläser waren auf dem Tisch.
"Das war wirklich schön, Harry. Wie hast du das gemacht? Gerade die Sache mit dem Essen?"
"Sagen wir es so, ich hatte Hilfe von einem alten Freund. Aber, ich hab hier noch was für dich.", Harry holte ein kleines Päckchen hervor und reichte es Draco rüber. Dieser schaute sich das hübsch eingepackte Päckchen an und nahm es zaghaft in die Hand. Es war in glänzendes grünes Papier eingepackt, mit einer silbernen Schleife drum herum.
"Nun, mach es schon auf...", Harry hatte angefangen auf seinem Stuhl umher zu rutschen.
Draco fing an vorsichtig an der silbernen Schleife zu ziehen Als sich diese gelöst hatte, fing das gründe Papier an sich von alleine weiter aus zu packen. Das Päckchen schwebte vor Draco in der Luft und verlor immer mehr von seiner Verpackung, bis nur noch eine kleine rote Schachtel zu sehen war.
Diese öffnete sich langsam und es schwebte eine etwa Tennisball große Kugel raus. Die Kugel war aus klaren durchsichtigem Glas mit einem Silberring drum herum in den kleine blaue Steine eingelassen waren.
Dracos erster Gedanke war, warum ihm Harry ein "Erinner mich" schenkte, aber war es das wirklich?
"Was ist das, Harry?"
"Berühr es!"
Draco hab vorsichtig einen Finger und berührte es mit der Fingerspitze, nix geschah.
"Draco es ist nicht giftig, nimm es richtig in die Hand." , Harry fing an zu grinsen.
Draco streckte wieder seinen Arm aus und nahm die Kugel aus der Luft. Langsam formte sich ein Bild im inneren der Kugel. Draco nahm sie näher an sein Gesicht, um die Bilder besser sehen zu können, noch war alles sehr verschwommen. Doch die Bilder wurden immer klarer und langsam erkannte Draco was in der Kugel zu sehen war. Es waren er und Harry. Bei ihrer Hochzeit. Wie sie gerade vor dem Altar standen und sich ihre Eheversprechen gaben.
"Harry, das ist... das ist...sowas hab ich noch nie gesehen..."
"Gefällt es dir?"
"Ja, sicher. Wie könnte mir so etwas Schönes nicht gefallen. Das war wirklich eine tolle Idee von dir Harry.!"
"Ich liebe dich, mein Engel."
"Ich liebe dich auch."
Draco wollte noch etwas hinzufügen, aber er konnte ein Gähnen nicht unter drücken.
"Schatz, wärst du sehr böse, wenn ich ins Bett gehen würde? Ich bin irgendwie total müde."
"Ist doch nicht schlimm, dein Körper braucht im Moment eben viel Energie."
Zwanzig Minuten später lagen sie in einer engen Umarmung gemeinsam im Bett.
TBC
