Es geht weiter! Eigentlich war ich noch lange nicht fertig mit diesem Kapitel, hab mich aber spontan entschieden, es in zwei Hälften zu teilen... -hähä-
So habt ihr was zu lesen und ich muss mich nicht als selber unter Schreibdruck setzten. Ist doch auch nicht schlecht, oder?
Ich sag mal wieder ganz vielen lieben Dank für die Reviews, da ich gerade nicht so viel Zeit hab, werden meine Antworten für euch erst das nächste mal dazu kommen, bitte nicht böse sein deswegen.
Und nun wie immer viel Spaß beim lesen!
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Ich möchte nochmals erwähnen das die meisten Personen in meiner Story immer noch nicht mir gehören, sondern weiter hin J.K. Rowling!
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RATING:
VORSICHT HORMONSTAU! ES DREHT SICH FAST NUR UM DAS EINE ;o)
Kapitel 6 - Rufen wir den Klapperstorch?
Drei Wochen waren nun seit Dracos Verwandlung vergangen. Ganz langsam hatte er sich an die neue Situation gewöhnt. So viel gab es nun auch nichts neues, außer das er nicht mehr schnell im stehen pinkeln konnte. Und das er nicht mehr wusste wie man dieses ständig nagende Gefühl der Erregung los werden sollte, wenn man beschlossen hatte, seinen Mann nicht an sich ran zu lassen.
Harry hatte es zu erst für einen Witz gehalten als Draco eines Abends ihn aus dem Bett geworfen und fast panisch geschrieen hatte, Harry hätte ab sofort mindestens dreißig Zentimeter Sicherheitsabstand ein zu halten. Grinsend war er wieder zurück auf das Bett gekrabbelt und hatte sich auf seinen Engel geworfen.
-.-.-.-.-.FLASHBACK.-.-.-.-.-.-
"Dreißig Zentimeter? Du, so gut gebaut bin ich aber auch nicht...", ein recht dreckiges Grinsen breitete sich auf Harrys Gesicht aus. Draco liebte dieses Grinsen, wusste er doch was in Harrys Kopf für Gedanken umher schwirrten, wenn er dieses Grinsen auflegte. Draco merkte wie seine Körpermitte in Flammen auf ging. Er brauchte dringend Erlösung und er wollte sie so gerne von Harry. Draco verstand sich selber nicht, wieso schämte er sich? Oder noch besser woher kam diese Angst, warum hatte er sie überhaupt und verflucht noch mal vor was hatte er Angst? Harry hatte angefangen Dracos Pyjama Oberteil auf zu knöpfen, was Draco fast wieder in Panik versetzt hatte, sich aber im letzten Moment noch beruhigen konnte. Es war auch für jede Reaktion zu spät, Harry wusste genau was er tun musste um Draco Willenlos zu streicheln. Harry bemerkte das Draco sich wohl von seinem plötzlichen Anfall erholt hatte und schob es einfach mal auf die Hormone die Draco in den letzten Tagen immer mal wieder seltsames taten ließen. Vorsichtig streichelte sich Harry immer weiter runter, Draco immer wieder leidenschaftlich küssend und jede auch noch so kleine Reaktion von Draco bemerkend. Dieser hatte allerdings die Augen geschlossen und seufzte wollig vor sich hin. Langsam glitt er mit einem Finger an Dracos Hosenbund hin und her, als er nach einigen Sekunden immer noch im Bett und nicht wie vorhin auf dem Fußboden sass, wagte er es und fuhr sanft mit der Hand in Dracos Pyjamahose. Behutsam legte Harry seine Hand auf Dracos Shorts und ließ sie ruhen. Auch für Harry war es im ersten Moment ein ungewohntes Gefühl, spürte er doch sonst eindeutig was anderes bei seinem Engel, an dieser Stelle. Langsam fing Harry an mit den Fingerspitzen über die Shorts zu streichen. Dracos Gesichtszüge entspannten sich sofort. Harry wusste zwar nicht genau was er dort tat, aber es schien etwas bei Draco aus zu lösen, etwas gutes aus zu lösen. Harry verstärkte den Druck seiner Finger auf die Vorderseite von Draco, ein leises stöhnen von Draco war die Folge. Auch, wenn Harry durchaus wusste das sein nächstes Vorhaben wieder mit einem schmerzhaften Besuch des Fußbodens enden konnte, wagte er es trotzdem. In einem Schneckenartigen Tempo, fand seine Hand den Weg unter Dracos Shorts. Wieder ließ Harry seine Hand erst einmal Ruhen, damit Draco sich daran gewöhnen konnte. Sachte strich er mit den Fingern über Dracos Mitte. Dieser lies wieder einen kleinen Seufzer hören, war sich immer noch nicht sicher ob er es wirklich zulassen sollte, aber es fühlte sich einfach gut an. Harry ließ seine Finger immer weiter wandern. Ohne es mit zu bekommen, spreizte Draco leicht seine Beine um Harry noch mehr Spielraum zu geben. Harry fragte sich ob Draco nicht innerlich verglühen müsste, bei der Hitze die seine Finger umgab. Harrys Finger gingen immer mehr auf Erkundungstour und schon recht bald hatte er diese verräterische Feuchtigkeit zwischen Dracos Beinen entdeckt. Immer noch tief in ihre Küsse versunken machten sich Harrys Finger selbständig auf die Suche, nach dem Ursprung der Feuchtigkeit und hatte sie auch sehr bald aus gemacht. Achtsam strich er mit einem seiner Finger über den ungewohnten Eingang. Wieder entfloh Draco ein leises stöhnen und ohne das er sich diesem bewusst war zuckte sein Becken leicht nach oben. Wollte mehr von dieser Berührung, wollte mehr von Harry. Draco verstärkte den Druck seiner Hände in Harrys Nacken zog ihn noch enger an sich, auf sich. Deutlich konnte er nun Harrys Erregung an seinem Oberschenkel spüren. Draco merkte wieder, wie diese Angst Gefühl ihn ihm hoch kroch. Würde es weh tun? Wie würde es sich überhaupt anfühlen? Und dann spürte er es. Ein Finger, wie er langsam und vorsichtig in ihn glitt. Erschrocken riss Draco die Augen auf und stieß Harry von sich. Dieser schaute verwirrt in Dracos Gesicht, wo er sofort wieder diesen panischen Gesichts Ausdruck bemerkte.
"Was machst du da?", in Dracos Augen blitze etwas auf, was Harry eindeutig verriet er musste mit seiner Antwort vorsichtig sein.
"Den Versuch starten, dich glücklich zu machen...".
"War wohl nix, dreißig Zentimeter zwischen dir und mir und wehe du kommst auch nur einen näher ran."
"Aber Draco...", Harry streckte seinen Arm nach Draco aus.
"Dreißig Zentimeter, Potter!"
Und schon hatte Draco sich in seine Decke ein gewickelt und sich mit dem Rücken zu Harry gedreht.
-.-.-.-.-.FLASHBACK.-.-.-.-.-.-
Seit dem Abend war Harry nicht mehr als Kuscheln vergönnt gewesen. Aber ein Gutes hatte die Sache auch, ihre Knutscherei war wieder wie am Anfang ihrer Beziehung. Als, wenn es kein Morgen geben würde. Sein Engel war anhänglicher geworden als eine Schmusekatze, aber sobald er bemerkte das Harry anderes im Sinn hatte als Kuschel, verschwand er sofort. Wovor hatte sein Engel nur solche Angst?
Draco verschanzte sich in seinem Labor und vergrub sich in Arbeit. Arbeiten tat er allerdings nicht wirklich. Lieber hing er seinen Gedanken nach und am Ende fand er sich des öfteren auf Harrys Schoß wieder, war dieser gerade in der Nähe.
Auch heute war wieder einer dieser Abende, wo Dracos Weg gerade aus seinem Labor ,auf Harrys Schoß geführt hatte. Ihre Zungen hatten sie mittlerweile fest verknotet und Draco rutschte auf Harrys Schoß hin und her, was Harry immer wieder kleine Stöhner entlockte. Draco konnte deutlich Harrys Erregung zwischen seinen Beinen fühlen, auch seine eigene Erregung blieb ihm nicht verborgen. Er hatte das Gefühl einfach aus zulaufen. Verdammt, wie er Harry wollte, jetzt sofort, auf der Stelle. Aber es ging nicht, irgendwas ihn ihm sträubte sich mit aller Macht dagegen. Und wieder begann das all abendliche Schauspiel, Draco riss sich los, schaute panisch in Harrys Gesicht und schon war er ab gerauscht. Doch diesmal nicht Richtung Labor, sondern gerade Wegs in die Küche. Zum Telefon, schnell wählte er eine Nummer.
"Weasley", ertönte eine Frauenstimme am anderen Ende der Leitung.
"Hermine, ich halt das nicht mehr aus. Ich platze gleich. Ich brauche Hilfe, ganz schnell und nicht nur das, verstehst du? Ich kann bald nicht mehr... Hilfe, Hermine..."
"Draco?"
"Ja, wer den sonst?"
"Was ist passiert?"
"Nichts! NICHTS IST PASSIERT, es passiert einfach nichts."
"Beruhig dich doch erst einmal, um was geht es den?"
"Das kann ich dir nicht sagen."
"Sex?"
"Ähm...Ja..."
"Kann ja nix anderes sein, wenn du es mir nicht erzählen willst."
"Sehr witzig"
"Draco nicht immer gleich ein geschnappt sein, soll ich mal rüber kommen?"
"Ja, bitte."
"Okay, bin in fünf Minuten da."
"Danke"
Fünf Minuten später apparierte Hermine zu Harry und Draco in die Küche. Draco sass am Küchentisch und machte den Eindruck als hätte er die letzten paar Minuten damit verbracht sich die Augen aus dem Kopf zu heulen.
"Draco, hast du geweint?"
"Nein...", schniefte Draco und wischte sich mit den Händen über die Augen.
Hermine setzte sich zu ihm und rückte ihren Stuhl näher, damit sie einem Arm um ihn legen konnte.
"Und jetzt erzählst du mir was los ist und wehe nicht. Ich bin nicht umsonst extra von der Couch auf gestanden, haben wir uns verstanden?", Draco nickte nur leicht.
"Ich weiß doch auch nicht genau was los ist."
"Dann sag mir was nicht los ist."
"Alles ist nicht los."
"Alles?"
"Naja wenigstens, na du weißt schon...", Dracos Gesicht nahm wieder die altbekannte Rotfärbung an.
"Du lässt also Harry wirklich nicht ran?"
"Nein, ich will ihn ja ... Aber...Es geht nicht...Ich kann nicht..."
"Warum?"
"Was warum?"
"Warum kannst du nicht"
"Weiß ni..."
"DRACO"
"Ich hab Angst."
"Vor was?"
"We... Vor vielem."
"Geschickt aus gewichen."
"Danke"
"Draco, wenn du nicht mit mir darüber reden kannst, warum redest du nicht mit Harry?"
"Er wird mich aus lachen."
"Wie kommst du den nur darauf?"
"Ich weiß es einfach. Über mich kann man doch nur lachen. Ich würde es selber tun, wenn ich nicht permanent heulen müsste."
"Draco schau mich an, siehst du mich lachen?"
"Nein."
"Harry wird es genau so wenig tun. Er liebt dich, ihr wollt ein Kind zusammen haben. Und du weißt genau das er nie etwas tun würde was dich in irgendeiner Weise verletzen würde."
"Aber, ich... Ach, Hermine."
"Du gehst jetzt zu Harry rein und redest mit ihm. Und ich gehe wieder zurück auf unsere Couch und lass mir von Ron weiter die Füße massieren. Solltest du vielleicht auch mal testen?"
"Glaube nicht das Ron dazu Lust hätte."
"Schwachkopf. Ich werde mal ein kleines Gespräch mit Ron führen. Er soll Harry mal ein paar Tipps im Umgang mit Frauen geben...", Hermine zwinkerte zu Draco rüber, dieser verstand sofort, "...und glaub mir Ron hat Ahnung. Hab ihm ja auch schließlich alles gut beigebracht"
"Okay, danke das war mehr als ich wissen wollte."
"Stell dich nicht so an. Und danke für die Einladung zum Essen am Samstag, Ron und ich werden pünktlich um sieben da sein."
"Was für eine Einladung?"
"Gehirn an Draco, kann dein Kopf auch noch an was anderes denken wie an Harry?"
"Nein. Hab die Sache mit der Einladung nun aber trotzdem verstanden."
"Okay, dann sehen wir uns Samstag. Und rede mit Harry. Sofort."
"Jaja..."
"Draco ich meins ernst. Rede mit ihm!"
Und ehe Draco noch etwas erwidern konnte war Hermine disapperirt.
Draco sass noch einen Moment unschlüssig am Tisch, bevor er sich langsam erhob und ins Wohnzimmer ging.
"Redest du nun mit mir?", Harry sah Draco vom Sofa aus an.
"Worüber?", Draco machte ein Unschuld Gesicht.
"Ich hab dich und Hermine gehört, Draco. Ich wollte euch nicht belauschen, aber ich hoffe du hast ein bisschen Verständnis dafür, das ich mir Sorgen um meinen Mann mache."
"Es tut mir leid, Harry."
"Dir muss nichts leid tun. Nur red doch bitte endlich mit mir."
"Ach Harry, ich weiß doch auch nicht was wirklich los ist. Ich versteh mich doch selber nicht."
"Versuch es einfach Draco, was geht in dir vor? Was gehen für Gedanken durch deinen Kopf? Bitte sag es mir."
Während der letzten Worte war Harry vom Sofa auf gestanden und auf Draco zu gegangen. Nun nahm er den Blonden zärtlich in den Arm und zog ihn mit Zurück zum Sofa. Rückwärts ließ Harry sich fallen und zog Draco einfach mit runter, der nun wieder auf Harrys Schoß sass.
"Vertraust du mir den nicht mehr, Draco?"
"Sicher tue ich das, wie kommst du nur darauf?"
"Dann hättest du schon längst mit mir gesprochen."
"Nein, so ist das nicht... Nur...", Harry legte einen Finger auf Dracos Lippen und nahm diese dann mit seinen eigenen in beschlag.
"Engel, jetzt sag mir einfach was los ist.", Draco blickte in Harrys Augen und sah wieder diese grenzenlose Liebe. Dieser Blick, der ihm immer so viel gab.
"Harry, ich hab einfach Angst."
"Wovor?"
"Vor allem. Es fängt bei uns beiden an. Wird es weh tun, wenn wir es das erste mal tun? Wie wird es sich überhaut anfühlen? Wird es dir gefallen? Was ist, wenn es dich nicht an macht mit, naja so etwas eben...", Draco deutete auf seine Körpermitte, "...aus kommen zu müssen? Wenn ich nicht damit um gehen kann? Ich hab Angst vor dieser blöden Tage Sache. Und wenn ich nicht schwanger werde? Dann kann ich den Rest meines Lebens damit rum machen. Und, wenn ich schwanger werde, was dann? Wenn ich etwas falsch mache und dem Baby schade?", jetzt wo Draco einmal angefangen hatte, hatte er das Gefühl sich nicht mehr stoppen zu können, alles wollte mit einem mal raus.
Harry schlang seine Arme um Draco.
"Warum redest du den nicht mit mir über solche Sachen? Wir haben uns doch gemeinsam für diesen Weg entschieden und werden ihn gemeinsam gehen. Du musst das nicht alles alleine mit dir aus machen und auch nicht alleine durch stehen. Ich bin für dich da, Hermine ist für dich da. Wir lassen dich schon nicht hängen.", Harry nahm Dracos Kopf sacht zwischen seine Hände und küsste ihn leicht, doch schnell war aus dem leichten berühren ihrer Lippen wieder ein leidenschaftlicher Kuss entbrannt. Nach einer ganzen Weile löste sich Draco wieder aus dem Kuss.
"Harry, da ist noch was, was mich jetzt schon ein paar Tage ziemlich beschäftigt."
"Immer raus damit mein Engel!"
"Ich bin total geil auf dich."
"Da könnte ich was tun, wenn du mich lässt."
Harry stand von der Couch auf und zog Draco mit sich. Langsam nahm er Kurs auf die Treppe die ins erste Geschoss führte und so mit zum Schlafzimmer. Bereitwillig folgte Draco, Harry.
Oben an gekommen entbrannte sofort wieder eine wilde Küsserei. Sanft lies sich Harry nach hinten auf das Bett fallen und zog Draco mit sich, so das dieser nun auf ihm lag.
"Wir müssen nicht zusammen schlafen, wenn du das nicht willst, Draco. Man kann doch auch anders seinen Spaß haben.", raunte Harry in Dracos Ohr.
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Draco öffnete die Augen, Dunkelheit hatte das Schlafzimmer mittlerweile erfüllt. Ein Blick auf den Wecker, der auf Harrys Nachtisch stand, verriet Draco das er gerade mal eine Stunde geschlafen hatte.
Aber der wohl bekannte Druck seiner Blase zwang ihn doch das warme Bett zu verlassen. Schlaftrunken lief er in das Badezimmer. Drinnen blickte er in den Spiegel, immer auf der suche nach einer Sichtbaren Veränderung, doch seinem Gesicht sah man nichts an. Nur seine Augen funkeln ihm wie schon lange nicht mehr entgegen. Kein Wunder bei dem, was Harry heute Abend alles mit ihm angestellt hatte. Augenblicklich fühlte Draco immer noch diese Feuchtigkeit zwischen seinen Beinen. Das nächste mal würde er von Harry eindeutig noch eine Trockenlegung verlangen. Das ging wirklich nicht, ihn einfach so nass da liegen zu liegen zu lassen. Gedanken verloren hockte Draco sich auf die Kloschüsel. Er wusste ja, was Harry alles mit seiner Zunge machen konnte, aber so was. Von seinen Händen ganz zu schweigen. Es hatte auch ganz den Anschein gehabt, als hätte es Harry Spaß gemacht, immer wieder neue Sachen zu testen mit denen er Draco "quälen" konnte. Sonst hätte er sicher nicht so lange weiter gemacht. Draco versuchte krampfhaft sich zu entsinnen wie oft Harry es geschafft hatte ihn kommen zu lassen. Da war die Sache mit den Fingern, die Zunge, Finger und Zunge, Zunge und Finger, alleine beim bloßen Gedanken an diese Sachen merkte Draco wie das kribbeln zwischen seinen Beinen wieder kam. Ob Harry sehr sauer wäre, wenn man ihn jetzt wecken würde?
Zurück im Schlafzimmer suchte sich Draco erst mal eine frische Shorts aus dem Schrank und kuschelte sich dann wieder zu Harry ins Bett. Er lauschte den gleichmäßigen Atemzügen seines Mannes und seine Gedanken wanderten wieder anderthalb Stunden in die Vergangenheit. Hätte Harry ihn gefragt ob er doch mit ihm schlafen wolle, er hätte wahrscheinlich ja gesagt. Gerade nach dem Harry es doch wirklich wieder gewagt hatte mit einem seiner Finger in Draco ein zu dringen. Oh, das war gut gewesen. Das konnte sich mit etwas größerem, unmöglich schlechter an fühlen. Sein Blick schweifte über Harrys Bett Seite. Da lag das etwas größere, ob er Harry vielleicht doch wecken sollt? Doch dann war Draco wieder in den Schlaf gelitten.
Als er das nächste mal die Augen öffnete war es wieder heller Tag und das Bett neben ihm leer. Wie er es hasste ohne Harry neben sich auf zu wachen. Es fühlte es alles gleich viel kälter an. Als er auf Harrys Kopfkissen schaute, eigentlich suchte er Harrys Pyjamaoberteil um sich wie jeden Morgen rein zu kuscheln, entdeckte er einen kleinen Brief. Es stand eindeutig sein Name darauf. Nicht das jemand seinem Harry heimlich kleine Briefchen schrieb. Draco merkte einen Stich tief in seinem Herzen. Schnell nahm er das zusammen gefalltete Blatt zu sich, öffnete es und begann zu lesen.
Mein süßer Engel,
du schläfst so schön und ich bring es einfach nicht über
mein Herz dich zu wecken.
Auf deinen Lippen liegt ein sanftes Lächeln und es scheint als würdest
du gerade etwas schönes träumen.
Ob ich wohl auch in diesem Traum vor komme?
Ich liebe dich!
Dein Harry
Draco ließ sich glücklich in die Kissen sinken. Ja, er hatte was schönes geträumt. Und Harry war eindeutig mit darin vorgekommen.
Nach einer Weile schwang er die Beine aus dem Bett und machte sich auf den Weg in die Küche. Er brauchte eindeutig einen Tee. Nicht nur das ihm fröstelte, auch sein Bauch schmerzte leicht.
Mit Tee und einer Wolldecke machte er es sich auf dem Sofa gemütlich. Diese Art von Bauchschmerzen kannte er gar nicht. Es war eindeutig nicht der Magen, es kam von weiter unten. Draco schwante Böses. Bald würde es sicher soweit sein und er würde das erste mal sein Tage bekommen. Draco musste lachen, seine Tage bekommen, man war das alles verrückt. Draco hatte sowieso vor gehabt heute noch einmal die verpatzte Sache mit den neunen Höschen in angriff zu nehmen, da sollte er sich dann wohl auch gleich mal um andere Sachen kümmern. Aber erst mal würde er es sich noch eine Weile auf dem Sofa bequem machen. Er holte sich noch schnell ein neues Buch über unerforschte Zaubertränke und legte sich wieder auf die Couch.
Als Harry wieder nach Hause kam, lag Draco immer noch auf der Couch, tief und fest am schlafen.
"Engel, wach mal auf. Du kannst doch nicht den ganzen Tag verschlafen.", Harry beugte sich zu Draco runter und küsste ihn auf die Stirn. Draco gähnte verschlafen.
"Bist schon wieder da?"
"Schon wieder? Draco, es halb vier, mitten am Tage."
"WAS?", Draco sprang von der Couch auf, sofort fuhr ihm ein stechender Schmerz durch den Unterleib, seine Schmerzen waren eindeutig noch schlimmer geworden.
"Was hast du, Engel?"
"Nur ein bisschen Bauchschmerzen.", Draco lächelte Harry an.
"Ein bisschen? So wirkt das aber nicht."
"Ist normal, sagt auf jeden Fall Hermine. Werde wohl bald die Tage bekommen.", Dracos Nasenspitze färbte sich leicht Rosa.
"Das muss dir nicht peinlich sein. Willst du dich wieder hin legen?"
"Nein, ich hatte heute eigentlich noch was vor," Draco machte sich auf den Weg nach Oben, er brauchte eindeutig eine Dusche. "Aber du könntest mir noch einen Tee machen.", rief Draco noch schnell nach unten bevor er im Badezimmer verschwand.
Harry ging in die Küche. Ein Tee war das mindeste was er für Draco tun konnte. Kaum hatte er den Kessel mit Wasser auf dem Herd, hörte er Draco die Treppe runter kommen.
"Engel, so schnell bin ich nicht mit Tee machen."
"Ich auch nicht mit duschen." Harry drehte sich zu Draco um, dieser stand mit einem Handtuch um die Hüften im Türrahmen. Seine Wangen hatten einen leichten Rotten an genommen.
"Was hast du?"
"Ein kleines Problem. Könntest du mir was aus dem Laden holen, wenn es dir nichts aus macht?"
"Was ist den, Draco?"
"Die Sache mit den Tagen ging jetzt doch schneller als ich dachte und, naja ich hab noch nichts hier.", Dracos Wangen färbten sich wieder dunkel.
"Sicher, was willst du haben? Binden, Tampons, Maxi, mini, was weiß ich", Harry grinste zu Draco rüber, dieser wünschte sich nichts mehr als ein großes Loch zum reinfallen.
"B...Binden, nur nix zum...naja du weißt...Irgendwas saugfähiges...Bitte schnell, ich hab die Schnauze langsam voll...", Draco drehte sich bei den letzten Worten um und machte sich wieder auf den Weg in das Badezimmer. Harry grinste weiter vor sich, nahm den Kessel vom Offen und machte sich auf den Weg in die nächste Drogerie.
15 Minuten später war er voll gepackt wieder zu Hause, Draco immer noch unter der Dusche. Seine Einkäufe brachte er hoch ins Schlafzimmer. Er hatte zig verschiedene Sorgen und Größen gekauft, da könnte Draco sich in Ruhe durch probieren. Harry ging am Badezimmer vorbei und hörte die Dusche immer noch rauschen, eigentlich keine schlechte Idee, dachte Harry bei sich und ging ebenfalls in das Badezimmer.
"Alles erledigt, Engel."
"Danke, Süßer. Hatte nicht damit gerechnet das es so schnell gehen würde. Eigentlich wollte ich heute los und mir selber was kaufen, aber...", Draco brach mitten im Satz ab, weil sich die Schiebetüre der Dusche bewegte und plötzlich ein komplett nackter Harry bei ihm in der Dusche stand.
"Dachte, wenn du schon dabei bist, könnte ich auch gleich.", Harry packte den verdutzen Draco bei den Hüften und schon ihn ein wenig beiseite, so das er sich nun unter den Wasserstrahl der Brause stellen konnte.
"Könnest du mir mal das Shampoo rüber reichen?", immer noch verdutzt griff Draco nach dem Shampoo und reichte es Harry. Nach dem Harry mit Haare waschen fertig war, grinste er frech zu Draco rüber.
"Magst du mich einseifen oder muss ich es selber tun?", Harry legte seine Arme wieder um Draco Hüften und zog ihn an sich ran.
"So kann ich dich aber nicht einseifen."
"Vielleicht hab ich mir auch gerade was anderes einfallen lassen.", Harry fuhr mit einer Hand zu Dracos Köpermitte.
"Harry, ich weiß nicht. Nicht das du da noch was ab bekommst."
"Ist mir egal."
"Aber..."
"Draco, wenn du willst das ich aufhöre, dann sag es. Wenn du nicht willst ist es okay."
"Ich will aber..."
"Dann halt endlich die Klappe und lass mich machen..."
Eine halbe Stunde später standen beide im Schlafzimmer und zogen sich an. Dracos Gesichtsausdruck verfinsterte sich immer mehr.
"Hat es dir nicht gefallen?", Harry schlang von hinten seine Arme um Draco.
"Doch, wobei ich mich immer noch frage woher du das so gut kannst..."
"Dann schau nicht so Miesmutig. Ich hab durch aus auch Hetero Freunde, bei deren Prahlerei konnte man einiges lernen."
"Harry, ich laufe aus und habe das Gefühl eine Windel zu tragen, ich gucke wie ich will. Ich hab auch Hetero Freunde, bei denen konnte ich aber nix lernen."
"Crabbe und Goyle?", Harry konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.
"Okay, ja jetzt weiß ich auch warum ich keine Ahnung hab.", doch auch Draco lachte herzlich mit.
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Endlich war es Samstag und Harry freute sich auf Ron und Hermine. Die letzten Tage mit Draco waren kein wirkliches Vergnügen gewesen. Seit der Blonde unter seinen Tagen litt, ließ er Harry wo es nur ging mit leiden. Harry war bemüht, Draco zu verstehen, aber manchmal wurde es einfach zu viel. Er würde sich heute einfach mit Ron verzeihen und Hermine könnte zusehen wie sie mit Draco fertig würde.
Pünktlich um sieben klingelte es an der Tür.
"Draco machst du mal auf."
"Mach doch selber auf."
Harry riss sich zusammen, darauf nichts mehr zu erwidern und ging zur Tür.
Hermine fiel Harry gleich um den Hals, hatten sie sich doch seit Dracos Besuch noch nicht gesehen.
"Hi, Mine. Ich freu mich auch dich zu sehen.", Harry versuchte Hermine von sich zu schieben aus Angst jeden Moment könnte ihm die Luft aus gehen, aber sie hielt weiter hin fest.
"Hermine, Schatz, würdest du Harry mal wieder los lassen.", nun versuchte auch Ron es und diesmal schien es zu klappen.
"Ist ja gut. Entschuldigt bitte das ich mich freue Harry zu sehen", maulte Hermine entrüstet los und stürmte ins Haus.
"Nimm es nicht persönlich, Harry. Mine surft gerade auf der roten Welle, falls du verstehst."
Oh, Himmel nicht doch. Das konnte ein lustiger Abend werden.
"Ron, was hältst du davon, wenn wir beide uns heimlich verdrücken?"
"Warum?"
"Ähm, weil Draco gerade das selbe Problem wie Hermine hat.", Ron zuckte nur mit den Schultern.
"Kumpel, dann sollten wir da rein gehen und es auf nehmen wie Männer. Nur nicht weg laufen. Keine Schwäche zeigen. Außerdem weißt du was dir blüht, wenn du wieder kommst?", Harry schüttelte nur mit dem Kopf, Ron nahm die rechte Hand hoch und fuhr sich mit dem Zeigefinger über Hals und machte dabei würgende Geräusche.
Hermine während desen war in das Wohnzimmer gestürzt auf der Suche nach Draco. Nach dem sie diesen dort nicht antraf ging sie weiter in die Küche, auch nichts. Sie drehte um kam Harry und Ron entgegen die gerade ins Wohnzimmer wollten.
"Wo ist Draco?"
"Oben", und schon war Hermine Richtung Treppe verschwunden.
"Und das machst du wirklich jeden Monat mit?"
"Sicher doch. Es gibt ja auch schönere Zeiten ,oder?", Harry nickte nur und bot Ron erst mal einen Feuerwhiskey an.
"Draco?"
"Bin im Schlafzimmer."
Hermine lugte ins Schlafzimmer und sah Draco auf dem Bett sitzen.
"Hey du."
"Hey."
"Alles okay, Draco?"
"Ja, alles bestens."
"Soll ich dir das glauben?", Hermine hatte sich zu Draco auf das Bett gesetzt.
"Ich bin unausstehlich. Harry hasst mich langsam, ich merk es ganz genau.", Dracos Augen füllten sich mit Tränen, verdammt immer musste er heulen.
"Was ist den los? Harry würde dich niemals hassen, das weißt du ganz genau."
"Doch würde er. Ich merk es doch. Ich nerv ihn schrecklich und ich kann ihm deswegen nicht mal böse sein. Ich bin ein Ekel die letzten Tage, obwohl ich es gar nicht will.", Draco konnte die Tränen nicht mehr zurück halten und lies sich schluchzend in Hermines Arme sinken.
Hermine lies Draco sich erst mal aus weinen, sie spürte das er das einfach mal brauchte, bevor sie weiter sprach.
"Draco es hat sicher keiner gesagt das euer Vorhaben leicht sein wird. Und das sich von Anfang an etwas ändern wird bei euch, hätte euch auch klar sein müssen. Ihr müsst lernen damit um zugehen und zu leben. Es gibt nichts was nicht wieder gut werden würde. Hast du deine Tage?", Hermine spürte wie Dracos Kopf sich an ihrer Schulter bewegte. Anscheint hatte der Draco gerade damit zu kämpfen.
"Das ist doch nun wirklich kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Ganz im Gegenteil! Ihr solltet euch freuen, dann könnt ihr endlich euren Plan in die Tat umsetzten. Hast schon mit Harry geschlafen?", wieder eine Kopfbewegung, diesmal aber eindeutig in die andere Richtung.
"Naja, macht nix. Ich hab euch trotzdem was mit gebracht. Wenn du wissen willst was, komm einfach mit runter.", Hermine war auf gestanden und zur Tür gegangen. Draco sass noch immer auf dem Bett und guckte an die Wand, doch dann blickte er zu Hermine rüber.
"Ich komme gleich, muss nur noch mal ins Bad.", Hermine schenkte ihm noch ein Lächeln bevor sie runter ins Wohnzimmer ging. Die Zeit die Draco noch im Bad brauchte, würde sie nutzen und sich Harry mal krallen.
Als Hermine das Wohnzimmer betrag, hatten beide Herren schon den ein oder anderen Feuerwhiskey intus und philosophierten über Merlin und die Welt.
"Was tut ihr da?", Hermine stürzte auf die beiden zu und funkelte sie böse an.
"Mine, Schatz. Harry und ich haben uns so lange nicht mehr gesehen. Wir unterhalten uns doch nur ein bisschen."
"Und das da?", Hermine zeigte auf die halb leere Feuerwhiskey Flasche.
"Die war schon so als ich gekommen bin, Liebling. Wirklich.", Ron versuchte nach Hermines Armen zu greifen, doch diese schlug seine Hände gekonnt weg.
"Ronald Weasley! Wir sprechen uns morgen...", und schon hatte sie sich zu Harry gewand, dieser versuchte automatisch irgendeinen Fluchtweg von der Couch zu suchen, fand aber keinen.
"Und du? Schämst du dich gar nicht? Weißt du eigentlich was Draco auf sich nimmt? Anscheint nicht sonst würdest du es nicht für nötig halten, dich hier voll laufen zu lassen während dein Mann sich oben die Augen aus dem Kopf weint.", Hermines Stimme wurde von Wort zu Wort lauter und sie fuchtelte wild mit den Armen umher.
"Was ist mit Draco?", Harry war von der Couch auf gesprungen, doch schon hatte Hermine ihn mit einem Schubs wieder zurück befördert.
"Ich hab mich schon drum gekümmert. Du solltest vielleicht ein bisschen mehr acht geben. Ronald wo ist die Tasche?", Ron zeigte nur stumm Richtung Flur, "Sauft ihr euch nur zu. Ich werde mit Draco zu uns gehen. Wir sehen und morgen wieder.", Draco der gerade das Wohnzimmer betreten hatte, wurde gleich wieder mit raus gezogen und schaute verwundert Hermine an. Diese schnappte nur schnell eine Tasche vom Boden, nahm Draco in den Arm und apparierte mit ihm zu sich nach Hause.
"Was ist den jetzt los?", Draco schaute sich verwirrt um.
"Die beiden Deppen haben sich entschieden ohne uns den Abend zu verbringen. Also werden wir uns dem anschließen und uns auch ohne die Beiden vergnügen, oder?", Draco nickte nur wieder.
"Willst du den ganzen Abend so stumm bleiben?",Draco schüttelte mit dem Kopf. "Was hältst du davon, wenn wir beiden Hübschen uns noch ein bisschen fein machen und ordentlich einen drauf machen gehen?"
"Ich weiß nicht, mein Heiler meinte kein Alkohol und so...".
"Ja, aber du bist ja noch nicht schwanger und wirst es heute Nacht wohl auch nicht mehr werden, also was ist? Nutze deine vielleicht letzte Chance für eine lange Zeit:"
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Harry wachte am nächsten Morgen durch laute Schnarch Geräusche auf. Seit wann Schnarchte sein Engel so furchtbar laut, normalerweise war er doch dafür zu ständig. Vorsichtig hob er den Kopf etwas an, Harry hatte das Gefühl sein Kopf würde jeden Moment in tausend Stücke springen, und schaute auf Dracos Bett Seite. Rote Harre? Hier stimmte aber gerade gewaltig was nicht. Ganz langsam kam die Erinnerung an den gestrigen Abend wieder. An Hermine wie sie Wutentbrannt vor ihm stand, an Ron und an die Flasche die ständig zwischen ihnen Beiden hin und her ging. Hatten sie tatsächlich die ganze Flasche leer gemacht? Wie war er dann eigentlich nach hier oben gekommen und warum lag Ron neben ihm? Erschrocken riss Harry die Bettdecke hoch, gut er hatte noch alle seine Sachen von gestern Abend an, was darauf schließen lies das er sie auch nicht aus gezogen hatte. Aber wo war Draco?
War er letzte Nacht nicht nach Hause gekommen? Oder war er nach Hause gekommen und hatte ihn mit Ron hier liegen sehen? Sein Engel würde doch nicht etwa glauben? Er musste ihn suchen, auf der Stelle. Er sprang aus dem Bett, musste sich mit einem Schwindelanfall erst mal am Fensterbrett festklammern und lies sich wieder rückwärts auf das Bett fallen. Was hatte er sich nur dabei gedacht? Sich einfach voll laufen zulassen, wo sein Engel ihn doch brauchte. Draco würde sicher sauer sein. Mehr als das wahrscheinlich. Er würde sich trennen, Harry war sich ganz sicher. Wieder sprang er vom Bett auf. War sich sicher Draco bei Hermine zu finden, diese würde Draco sicher noch darin bestärken sich vom Harry zu trennen. Harry warf noch einen schnellen Blick zu Ron rüber, er hatte jetzt keine Zeit sich auch noch um ihn zu kümmern. Kurz überlegte Harry noch sich frisch zu machen, aber dann entschied er sich dagegen, die Zeit tränkte, er musste Draco finden. Und schon war er in das Haus von Ron und Hermine appariert. Ein starker Schwindel überkam ihn wieder, apparieren war nicht die beste Möglichkeit zu reisen, wenn man einen Kater hatte. Kur schloss er die Augen, um das Haus zu zwingen sich nicht mehr zu drehen. Als er sie wieder öffnete, hatte es geklappt, er stand nun im still stehenden Wohnzimmer. Harry sah sich um konnte aber Niemanden entdecken.
"DRACO, ENGEL, BIST DU HIER?", Harry fing an einfach laut los zu brüllen, er würde seinen Schatz schon finden. Ein lautes poltern war aus Richtung Küche zu hören, kurz darauf kam eine völlig geschockte Hermine in das Wohnzimmer gerannt.
"HARRY, SAG MAL BIST DU IRRE?"
"Wo ist Draco? Ich weiß das er hier ist. Sag es mir. Er darf sich nicht trennen, es tut mir leid. Wo ist er, sag es mir Hermine.", Harry hatte begonnen im Wohnzimmer auf und ab zu laufen, bis er merkte das der Schwindel wieder kam und er lies sich auf die Couch fallen. Tränen brannten in seinen Augen.
"Sag es mir Hermine, wo ist mein Engel?", Harry fing ungehalten an zu schluchzen.
Hermine schüttelte kurz den Kopf, Männer, und lies sich neben Harry sinken und legte einen Arm um den nun völlig Aufgelösten.
"Beruhig dich doch Harry. Draco ist oben und schläft noch. Wir waren gestern Abend noch ein wenig aus?"
"Ihr wart was?", hörte Hermine leise von Harry.
"Aus, weg, feiern, Party machen..."
"Hat Draco Jemanden kennen gelernt?"
"Harry, schnapp nicht über. Das einzige was Draco kennen gelernt hat, waren einige Muggel Cocktails. ", Hermine schaute Harry böse an. "Wo wir schon beim Thema sind, ich vermisse meinen Mann auch."
"Ist noch bei uns zu Hause und schläft", brummte Harry leise.
Hermine packte Harry bei den Armen und zog ihn sanft von der Couch und brachte ihn zu dem Zimmer in dem Draco immer noch friedlich schlief. Leise öffnete sie die Tür.
"Da guck, ganz alleine.", auf Harrys Gesicht bildete sich ein Lächeln.
"Ist er nicht bildschön?", Harry sah immer noch mit verträumten Augen zu Draco rüber.
"Ja, das ist er, willst du dich noch ein wenig dazu legen?", Harry nickte und ging leise in den Raum hinein, vorsichtig legte er sich neben Draco. Hermine schloss leise die Tür, sie würde die Männer nie verstehen.
Drei Stunden später machte sie sich wieder auf den Weg nach Oben um Draco und Harry zu wecken. Mittlerweile hatte sie Leroy wieder von Molly ab geholt, die es liebte sich mit einem ihrer Enkel zu um geben und etwas zum Mittag gekocht. Nun war es auch endlich Zeit für die Männer ihren Hintern aus den Federn zu bewegen, schließlich hätte Hermine auch lieber ihren Kater noch ein wenig ins Bett gelegt, aber Frau war ja nicht so schrecklich verweichlicht wie Mann. Auf dem Weg nach oben überlegte sie noch schnell wie sie am besten Ron nach Hause holte, dieser schlief wahrscheinlich ebenfalls noch. Ohne Rücksicht stieß Hermine die Tür zum Gästezimmer auf, trat schnellen Schrittes an das Fenster und riss dieses weit auf.
"Ihr habt genug geschlafen, steht endlich auf. In einer halben Stunde will ich euch am Küchentisch zum Mittag sehen, klar?", Hermine wartete erst gar nicht auf eine Antwort, sondern eilte gleich wieder hinaus.
Eine Tür weiter, in das Kinderzimmer von Leroy, packte den Kleinen und apparierte nun zu ihrem Mann. Dieser würde wahrscheinlich mit noch weniger Gnade aus seinen Träumen gerissen.
Draco reckte und streckte sich erst einmal ausgiebig. So gut hatte er schon lange nicht mehr geschlafen und so erholt hatte er sich auch schon lange nicht mehr gefühlt. Vielleicht lag es daran, das sein Körper sich langsam an die Umstellung gewöhnt hatte und seine Tage sich auch langsam den Ende neigten. Draco drehte sich auf die andere Seite und erschrak fürchterlich.
"Harry?", ein brummen war nur von dem Schwarzhaarige zu hören. Wie war Harry den hier her gekommen und seit wann lag er schon hier?
"Harry, wach auf! Oder willst du noch mehr Ärger mit Hermine?", als hätte Draco eine Zauberformel gesprochen öffnete Harry die Augen und verzog leicht das Gesicht.
"Hermine? Ärger? Schon wieder? Was hab ich gemacht?"
"Nix, aber wir sollen zum Essen kommen. Was machst du eigentlich hier?"
"Hab dich gesucht. Warst heute morgen nicht bei mir. War nicht schön ohne dich. Tut mir alles so leid...", Harry war wieder kurz davor in den Schlaf ab zu trieften.
Auf Dracos Gesicht machte sich ein Grinsen breit, anscheint war er doch nicht ganz so schlimm gewesen, wie er gedacht hatte. Vorsichtig stiegt er über den nun wieder schlafenden Harry rüber und ging erst einmal ins Badezimmer. Irgendeiner der Cocktails von gestern Nacht hatte einen ekligen Geschmack hinterlassen und Draco musste diesen eindeutig erst einmal bekämpfen.
Nach einer Viertelstunde stand er frisch gewaschenen nach Pfefferminz anstatt Alkohol aus dem Rachen riechend, wieder vor dem Bett und überlegte wie nun Harry dazu bringen konnte wieder unter den Lebenden zu weilen. Langsam beugte sich Draco zu Harry runter und wischte ihm eine Strähne aus dem Gesicht. Eigentlich hatte er vor gehabt seinen Liebling sanft wach zu küssen, entschied sich aber dann dagegen. Er wollte seinen Harry küssen und nicht dieses abgestandenes Whiskey Fass was jetzt noch dort im Bett lag. Also, wenn es auf die sanfte Tour nicht ging, musste die unsanfte her halten. Schnell hatte Draco seinen Zauberstab hervor gezogen und zielte auf Harry. Er murmelte etwas vor sich her und schon ergoss sich ein Schwall kaltes Wasser über seinem Geliebten. Harry sprang ohne zu zögern aus dem Bett, klitschnass und böse funkelnd.
"Sorry, ich wusste nicht genau ob du überhaupt noch am Leben bist," meinte Draco nur kurz und drehte sich um. Er würde es Harry nicht einfach machen, sollte dieser ruhig noch ein bisschen glauben, Draco wäre immer noch sauer. Wieder mit einem dieser typischen Slytherin Grinsen, machte sich Draco auf den Weg in die Küche.
Zehn Minuten später kam Harry auch in die Küche geschlürft, er sah schrecklich aus. Draco hätte am liebsten auf der Stelle angefangen ihn zu bemitleiden, aber er hatte ja entschieden die Situation noch ein bisschen aus zu nutzen.
"Sahst auch schon mal besser aus", meinte er statt desen nur.
"Danke, ich weiß. Hab mich auch schon besser gefühlt."
"Ja, ist nicht schön, wenn man sich schlecht fühlt und andere dann auch noch drauf rum reiten.", Harry wusste sofort worauf Draco hinaus wollte.
"Draco, es tut mir leid. Ich hab das die letzten Tage nicht so gemeint. Und das gestern auch nicht, ich weiß gar nicht warum ich das gemacht habe."
Doch als Antwort bekam Harry nur ein Pppfff. Warum war sein Engel nur immer so schrecklich nach tragend? Gut, er hatte es auch nicht anders verdient, Harry sah es ein.
"Engel, es tut mir wirklich leid! Ich weiß ich hab nicht das Recht über dich zu Urteilen. Ich weiß auch das die Sache für dich am schwersten ist, du musst mit all diesen Sachen klar kommen und ich bin dir noch nicht einmal eine große Hilfe. Eigentlich bin ich dir gar keine Hilfe. Ich haue auch noch drauf. Ich schäm mich, Draco. Wirklich.! Ich bin dir unendlich dankbar für das was du für uns tust, ich sollte es dir vielleicht auch mal zeigen...", Harry senkte den Kopf, tiefe Scham machte sich in ihm breit.
Draco spürte wieder diesen Drang auf der Stelle in Tränen aus zu brechen, war er schon immer eine solche Heulsuse gewesen oder kam das auch erst durch die Hormone? Das war jetzt auch egal, Draco sprang von seinem Stuhl auf und ließ sich auf Harrys Schoß nieder. Er umarmte Harry so fest, das dieser einen Moment dachte ersticken zu müssen.
"Du zeigst es mir in jeder kleinen Geste, Liebling.", Draco hielt Harrys Kopf fest zwischen seinen Händen um ihn tief in die Augen sehen zu können. Draco zog Harrys Kopf näher an seinen und ihre Lippen berührten sich zart, trotzdem entfachte diese sanfte Berührung ein wahres Feuerwerk an Gefühlen.
"Lass uns Heim gehen.", flüsterte Draco in Harrys Ohr, dieser schaut ein wenig verwirrt.
"Aber Hermine..."
"Ich hab meine Tage nicht mehr.", Draco zwinkerte Harry leicht zu.
"Aber Hermine..."
"Vergiss Hermine. Wir haben ein Baby zu machen."
TBC
