A/N: Okay ... Schluchz, heul! Ich habe jetzt mindestens 2 Packungen Tempo-Tücher beim Schreiben verbraucht. Das hier ist offiziell das letzte Kapitel, Leute. Danach gibt es nur noch einen klitzekleinen Epilog. Sagt also ‚Leb wohl' zu James und Lily. Ich gehe jetzt und leide! (Schnäuz in ein Taschentuch!)

Imobilus: Bitte, bitte, BITTE, mach´ die blöde Ratte nieder! Ich kann grade nicht, bin zu deprimiert … Pia und SilverHoney helfen Dir aber bestimmt! Und meine Beta-Leserin ist sicher auch mit von der Partie! Na ja, Remus wird Sirius wohl einfach nur sehr gern misstraut haben, weil für ihn so der Weg zu Mila frei war. Hab´ es nicht wirklich erwähnt, dass überlasse ich eurer Phantasie.

RemusBride: DANKE, Süße! Die Streicheleinheit konnte ich gut gebrauchen! Mehr davon! Bitte, bitte!

Pia: Kennst Du ´nen guten Auftragskiller? Bevor sich meine armen Reviewer noch strafbar machen und wegen dem blöden Rattenviech nach Askaban wandern. Obwohl – dann wäre Padfood nicht so allein … Askaban, ich komme! Aus dem Weg, ihr Dementoren!

Neely: Also … Erstens: NATÜRLICH darfst Du Deine eigene Geschichte auf meiner Story aufbauen bzw. Dir Anregungen holen. Ich fühle mich hoch geehrt, wenn Du Dich dadurch inspirieren lässt! Zweitens: kenne ich. Ich schreibe auch immer ein wenig Plot vor, falls mich meine gute Freundin, die Schreibblockade wieder mal besuchen kommt – nicht wahr, Beta-Leserin …? Drittens: Du brauchst auch eine Beta-Leserin? Kein Problem! Wie wäre es mit mir? Obwohl ich gaaaanz schlecht in Einzelheiten bin. Ich könnte allerdings auch im Epilog einen Aufruf für Dich starten. Auch für Viertens: eine Übersetzerin. Da finden wir schon jemanden! Sag´ mir einfach Bescheid!

SilverHoney: Ich hoffe, Du hast die Taschetücher bereit! (HEUL!)

EvannaBlack: Das arme Kissen … (Zwinker!)

Immo: Na ja, ich will ja mal gar nicht so sein – Dir sei verziehen. (Zwinker!) Und Du hast Dir ja bei Deiner letzten Review echt Mühe gegeben, das macht vieles wett. Ich hab´ die Vorstellung mit James und der Blümchenschürze auch sehr genossen. Hey, der Gute muss ja schon ein leckeres Kerlchen gewesen sein, wenn sein Sohnemann so was Süßes hergibt. Vielleicht sehen wir uns ja bei meiner nächsten Story review-technisch wieder, hm? Wir müssen Moony ja schließlich auch unter die Haube bringen …

Kapitel 43

„Ich habe die Potters, Meister!" Voldemort wandte sich langsam zu dem aufgeregt zitternden Mann hinter ihm um. Der Blick seiner rot glühenden Augen traf ihn hart, so dass Wormtail fast zurücktaumelte. Nur mit Mühe schaffte er es, nicht zurückzuweichen.

„Was sagst Du da?"

„Sie sind mir in die Falle getappt", stieß der kleine, pummlige Mann mit vor Erregung nur noch höherer Stimme hervor. „Sie haben den Fidelius-Zauber angewandt – und ich bin ihr Geheimniswahrer, mein Lord!"

„Wirklich?"

Peter nickte heftig mit dem Kopf und vergaß fast, demütig den Kopf zu senken. Aber nur fast. Es war definitiv nicht gesund, Voldemort mit einem offenen Blick zu reizen. „Und ich werde sie euch ausliefern, Mylord!"

Ein schrilles, grausiges Lachen erfüllte das dunkle Gewölbe. Und es wollte einfach nicht aufhören.


Es war schon spät. Mila stand am Fenster von Sirius Wohnung und eine unerklärliche Unruhe erfüllte ihren Geist und ihren Körper. Mit einem Mal war ihr furchtbar kalt geworden, obwohl alles Fenster und Türen geschlossen waren. Sirius hatte ihr gestern von dem Fidelius-Zauber erzählt und ihr versichert, dass James, Lily und Harry in Sicherheit waren. Sie war froh darüber.

Trotzdem beschlich sie eine unerklärliche Angst an diesem Abend. Etwas war nicht in Ordnung.

Ein Geräusch hinter ihr ließ sie heftig zusammenfahren. Aber es war nur Sirius, der sich eine Jacke überzog und sie beruhigend anlächelte.

„Wo gehst Du hin?" fragte Mila alarmiert.

„Nach Peter sehen. Ich muss wissen, ob alles in Ordnung ist." Er zog sie vom Fenster weg, fest in seine Arme. „Ich bin gleich wieder zurück!"

„Geh´ nicht."

Sie wusste nicht warum, aber etwas tief in ihrem Inneren warnte sie davor, ihn gehen zu lassen. Sie vergrub die Hände fest im Stoff seiner Jacke, fast so als könne sie ihn durch diese schlichte Geste daran hindern, die Wohnung zu verlassen.

Sirius umrahmte ihr Gesicht mit beiden Händen und hob es an, so dass sie gezwungen war, ihn anzusehen. Tränen glitzerten in Milas Augen.

„Hey." Er strich ihr zärtlich mit einem Daumen über die Wange. „Warum weinst Du denn?"

„Bitte geh´ nicht."

„Es sind nur 10 Minuten."

„Irgendetwas stimmt nicht, Sirius. Bitte bleib hier."

Er löste sanft ihre verkrampften Finger von seiner Jacke und küsste sie zärtlich auf die Lippen. Mila konnte nicht anders, Tränen rannen ihr Gesicht hinunter. Es fühlte sich so verflucht nach ´Leb wohl´ an! Keiner von ihnen konnte ahnen, dass es für sie wirklich ‚Lebe wohl' bedeutete …

„Bis gleich." Mit diesen Worten wandte er sich um und nur Sekunden später hörte sie das leise Klicken der Eingangstür, die ins Schloss fiel, genauso wie das leise Zischen, welches die Aktivierung der Schutzzauber bekundete.

Er war fort …


James und Lily standen zusammen im Hausflur und küssten sich lächelnd, als die Tür vor ihnen mit einem lauten Knall explodierte. Reflexartig schützte er sie mit seinem Körper vor den herumfliegenden Teilen, bevor er sich umwandte und in Voldemorts hämisches Gesicht blickte.

Er hörte Lilys Schrei wie aus weiter Entfernung.

Nein!

Das war nicht möglich!

Außer Peter hatte sie verraten!

Mit lähmender Klarheit wurde ihm das bewusst, bevor er seine Frau ohne Nachzudenken zur Treppe stieß und schrie: „Lily! Lauf! Rette Harry! Ich versuche, ihn aufzuhalten!"

Sie stolperte die Treppe hinauf, während er den Zauberstab hervor riss und ihn auf den dunklen Lord richtete. Er würde nicht zulassen, dass er …

Eisiges Lachen hallte durch den Raum.

„Du Narr." Voldemort hob den eigenen Zauberstab mit einem grausamen Lächeln. „Jetzt seid ihr alle völlig schutzlos."

James erkannte seinen Fehler im gleichen Augenblick – Lily und er hatten sich getrennt. Jetzt konnte der uralte Schutz des Blutes nichts mehr ausrichten! Und es war seine Schuld! Er hatte versagt.

Er schluckte und schloss die Augen, um zu beten, dass er seiner Frau genug Zeit verschaffen konnte, damit sie um das Leben ihres Sohnes und ihr eigenes laufen konnte. Als er die Augen wieder öffnete, schoss der erste grüne Lichtblitz bereits auf ihn zu. Dieses eine Mal schaffte er es, ihn abzuwehren und einen Schocker auf Voldemort abzufeuern. Der zweite unverzeihliche Fluch traf ihn völlig unvorbereitet. Er war sofort tot.

Lily hörte den dumpfen Aufprall seines Körpers und ein würgendes Schluchzen entrang sich ihrer Kehle.

James! Oh Gott, James!´

Sie strauchelte und spürte den unbändigen Wunsch, mit ihm zu sterben!

Er war ihr Leben!

Wie sollte sie ohne ihn existieren?

Sie wollte Schreien! Weinen! Aber Harry …

Mit unbändiger Kraftanstrengung rannte sie zu seinem Kinderzimmer, in dem der kleine Junge friedlich schlief. Sie stürmte in Zimmer, wollte ihn hochnehmen und er begann zu weinen. Sie schaffte es nicht einmal mehr, ihn zu berühren. Voldemort trat in genau dieser Sekunde über die Schwelle.

„Aus dem Weg, Du dummes Mädchen!"

„NEIN!" Lily baute sich schützend vor dem Kinderbettchen auf und somit auch vor ihrem Sohn. „Bitte nimm´ mich! Verschone ihn! Verschone mein Baby!"

Er lachte nur hämisch.

Harrys Weinen hinter ihr dröhnte in ihren Ohren.

Ich liebe Dich, Harry. Vergiss das nie!'

Sie riss ihren Zauberstab hervor, doch auch sie traf der Avada Kedavra-Fluch unvorbereitet. Ihr lebloser Körper kippte zur Seite.

Voldemort trat auf das Kind zu, griff nach ihm und hob es empor. Mit einer widerlichen Grimasse des Genusses sprach er auch für Harry den Todesfluch. Doch das Weinen verstummte nicht. Blendend helles Licht erfüllte plötzlich den Raum – genauso wie die Schreie des dunklen Lord.

Dann wurde alles still.


Nur Minuten später bremste Sirius mit quietschenden Reifen das Motorrad. Grauenerfüllt starrte er auf den Haufen rauchenden Schutts, der einmal das Haus seiner besten Freunde gewesen war.

Er sprang ab und rannte völlig kopflos hinüber, räumte mit bloßen Händen Schutt zur Seite, immer wieder nur ihre Namen schreiend.

„JAMES! LILY! JAAMES! LIIILLLY!"

Er bemerkte nicht einmal die Tränen, die sein Gesicht hinab strömten.

Ihn fand er zuerst. Begraben unter Staub, Holz und Steinen. Seine Augen waren leblos gen Himmel gerichtet.

Völlig aussichtslos schüttelte Sirius seinen besten Freund, schrie ihn an, dass er nicht sterben dürfe, dass er ihn nicht allein lassen könne! Das er ihn brauche! Das Lily ihn brauche! Und Harry! Oh Gott, Harry!

Erst die Erinnerung an ihn und seine Mutter ließ ihn innehalten. Blind vor Tränen zog er James leblosen Körper aus den Trümmern des Hauses. Dann rannte er weiter.

Dort, wo das Kinderzimmer gewesen sein musste, fand er Lily. Er sackte neben ihr in die Knie und strich mit unkontrolliert zitternden Händen ihr wunderbares Haar aus ihrer Stirn.

„Oh Gott!"

Er schloss die Augen, in der Hoffnung einfach aufzuwachen. Es musste einfach ein Traum sein! Sie konnten nicht tot sein!

Erst leises Weinen holte ihn aus seiner Litargie. Im ersten Moment war er sicher, den Verstand verloren zu haben! Aber nein, da war es wieder! Sirius sprang auf und fand den kleinen Harry begraben unter den Bruchstücken seines Bettes. Mehrere Schnittwunden verunzierten die kleinen Wangen und eine blutrote Blitznarbe zierte seine Stirn.

Ohne zu wissen, was er tat, wickelte er ihn in seine Jacke und presste ihn an sich. Nur langsam beruhigte der Kleine sich und hörte auf zu weinen.

Wie ferngesteuert erhob sich Sirius mit dem kleinen Bündel, dass wie durch ein Wunder diesen Angriff überlebt hatte und ging ohne noch einmal hinzusehen an Lilys Körper vorbei. Er hielt den Blick starr geradeaus gerichtet.

An seinem Motorrad angekommen hielt er an. Ein riesiger Mann kam auf ihn zu gerannt und nur schemenhaft erkannte er Hagrid, der ihn aus weit aufgerissenen Augen ansah. Er fragte sich nicht einmal, was dieser hier tat.

„Sirius! Wat is´ passiert. Wo sin´ …?" Er entdeckte James Körper neben dem Schutthaufen und sog scharf die Luft ein. „Oh Gott! – Muss .. muss den Orden informieren. Wo sin´ …?"

Wortlos wickelte Sirius Harry aus seiner Jacke und reichte ihn Hagrid. Das Gesicht des bärtigen Halbriesen wurde fast zärtlich, als er das Baby entgegennahm.

„Un´ seine Mum?"

Vage deutete Padfood mit einem Finger auf den Schutthaufen.

„Bring´ Harry zu Dumbledore, Hagrid. Nimm mein Motorrad", bat er dann mit tonloser Stimme.

„Aber …", begann Hagrid, doch Sirius disapparierte im selben Moment.

Hagrid sah auf den kleinen Jungen in seinen Händen hinab. „Armes Kerlchen", murmelte er, schlug ihn genauso wie Sirius zuvor in seine Jacke ein und folgte dem Befehl, Harry hier weg zu bringen.


Genau in dem Moment, in dem Sirius das zertrümmerte Haus von Lily und James entdeckte, taumelte Mila, da sie heftiger Schwindel ergriff. Mit eiskalten Händen klammerte sie sich an der Fensterbank fest und kämpfte gegen die plötzliche, unglaubliche Übelkeit, die wie Gift durch ihren Körper waberte. Zitternd lehnte sie den Kopf gegen die Scheibe des Fensters und begann damit, zu beten.

„Bitte, lieber Gott! Lass ihn heim kommen! Bitte, bitte! Lass ihn zu mir zurückkommen. Ich kann nicht ohne ihn leben!" Heiße Tränen rannen ihr Gesicht hinab.

Als der Morgen anbrach und ihr mit dumpfer Klarheit bewusst geworden war, dass Sirius nicht zu ihr zurückkehren würde, hämmerte es laut gegen die Tür. Es war Moony.

Mit bleichem Gesicht blickte er ihr entgegen. Einen Moment lang sprach keiner von ihnen auch nur ein Wort, bevor er einen Schritt auf sie zuging und sie fest in die Arme schloss. Er konnte spüren, wie sie begann zu zittern. Alles, was ihm einfiel war, sie nur noch fester an sich zu ziehen.

„Alles in Ordnung mit Dir?" fragte er schließlich mit bebender Stimme.

„Ja", schluchzte sie leise, bevor sie sich gewaltsam zusammen riss und sich aus seinen Armen löste. Nur widerwillig ließ er sie gehen.

Remus hatte eben erst von den Geschehnissen der letzten Nacht erfahren. Er konnte es immer noch nicht fassen.

Lily und James waren tot!

Peter war tot!

Und Sirius hatte … er hatte …

Er konnte es immer noch nicht glauben. Aber jetzt machte so vieles Sinn. Auch diese Frage. An diesem Abend. Dem letzten Abend, an dem er Lily und James lebend gesehen hatte.

Sirius hatte sie verraten! Er war ihr Geheimniswahrer gewesen, dass wussten alle innerhalb des Ordens. Nur er hatte die Möglichkeit dazu gehabt!

Nie gekannter Schmerz überschwemmte ihn wie eisiges Wasser und vertrieb die Erleichterung über Milas Sicherheit. Oh Gott, er hatte sich so sehr davor gefürchtet, dass Sirius auch sie … Dass er auch sie verloren hätte! Er hätte es nicht überlebt.

Mit aller Macht wurde ihm bewusst, dass er diese junge Frau immer noch von ganzem Herzen liebte!

„Wo ist Sirius, Remus?"

Beim Klang seines Namens fuhr er erschrocken zusammen. Natürlich, sie wusste nichts von den Geschehnissen. Er selbst hatte darum gebeten, es ihr selbst sagen zu dürfen.

„Mila …"

Wie sagte man einer Frau, dass der Mann, den sie liebte und dem sie blind vertraute ein Mörder war?

„Bitte, setzte Dich. Es ist … etwas Furchtbares passiert."

Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn an, während sie blind hinter sich tastete und in den nächst bestem Stuhl plumpste. Ihr Freund tat es ihr gleich, holte tief Luft und begann dann zu erzählen. Das James und Lily tot waren.

„Was?" fragte sie tonlos. „Das kann nicht sein. Der Fidelius-Zauber …"

Er schwieg und sah sie nur an.

„Godric Hollow ist vollkommen zerstört", flüsterte er nach einer halben Ewigkeit.

„Aber … Sirius hätte Voldemort … er war doch der …" Erst jetzt sickerte die Bedeutung seiner Worte, die unausgesprochene Anschuldigung in ihnen, zu ihr durch.

„NEIN!" Sie war so schnell auf den Füßen, dass Remus heftig zusammenzuckte. „Remus!"

„Er hat sie verraten, Mila. Und er hat Peter ebenfalls umgebracht."

Hastig den Kopf schüttelnd wich sie vor ihm zurück. Erst als sie die kalte Wand in ihrem Rücken spürte, blieb sie zitternd stehen.

Es brachte Remus fast um, sie so zu sehen. Aber eine kleine Stimme in seinem Kopf triumphierte bei ihrem offensichtlichen Schmerz leise. Er hatte es doch immer gewusst. Sirius hatte Mila nie geliebt! Sonst hätte er es nicht über sich gebracht, ihr so wichtige Menschen kaltblütig wegzunehmen! Er hatte sie alle verraten.

„Das muss ein Missverständnis sein!" Ihre Stimme klang hohl und ungewöhnlich schrill. Langsam erhob sich Remus von seinem eigenen Stuhl. Er wusste nicht, was er tun sollte. Er wollte nur diesen Ausdruck des Grauens aus ihren Augen vertreiben.

„Es gibt keinen Zweifel an seiner Schuld", flüsterte er leise und streckte langsam die Hand nach ihr aus. Er wollte sie berühren. Den Schmerz mit ihr teilen. Sie glücklich machen! „Mila. Es tut mir so leid. Komm´ … komm´ mit mir. Wir gehen von hier fort. Weit weg von hier können wir vielleicht …"

„Nein! Remus! Du kennst Sirius so gut wie ich! Er könnte niemals … er würde nicht …" Erneute Tränen sprangen ihr in die Augen, als sie in seinem Blick diesen Vorwurf las. Er glaubte es wirklich! Oh Gott, er glaubte es!

„REMUS! ER IST DEIN FREUND!"

Er schwieg nur. So heftig sie konnte schlug sie seine Hand fort und funkelte ihn an. Hilflos blickte er ihr entgegen.

„MILA! Dieses Monster hat …"

Alles in ihr bäumte sich bei seinen Worten unter Qualen auf. Er tat ihr weh! Er zerriss ihre Seele mit seiner grausamen Wortwahl. Und in diesem Moment wollte sie nur eines – ihn ebenso verletzen!

Ohne darüber nachzudenken, schrie sie ihn an: „NICHT ER IST DAS MONSTER! SONDERN DU, WERWOLF!"

Erst nachdem sie diese Worte ausgesprochen hatte, begriff sie, was sie da grade gesagt hatte. Er starrte sie fassungslos an und einen Moment lang war sie sich sicher, auch bei Remus Tränen zu sehen. Doch er fasste sich schnell, straffte sich mit steinerner Miene, bevor er sich ohne ein weiteres Wort umwandte und so schnell er konnte die Wohnung verließ.

Mit schmerzhafter Gewissheit wurde ihr plötzlich klar, dass sie nun auch den letzten lieben Menschen verloren hatte …

Als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, brach Mila zusammen. Haltlos weinend krümmte sie sich auf dem Boden zusammen wie ein ungeborenes Kind.

Lily! James! Sie konnten nicht tot sein! Sie hatte sich nicht einmal verabschieden können! Und Sirius sollte …? Nein, das war unmöglich! Völlig unmöglich! Sie war doch eine Howler! Sie hätte es spüren müssen! Hätte fühlen müssen, wie er sich dunkler Magie zuwandte. Da war nichts gewesen. Er hatte sie geliebt. Genauso wie er ihre Freunde geliebt hatte! Auch wenn er es ihr nie mit Worten gesagt hatte! Er war doch ihr Gefährte! Der Einzige für sie!

Hatte sie sich wirklich so geirrt? Hatte Liebe sie so blind werden lassen?

Es war nicht mehr wichtig.

Denn ihre Welt existierte nicht mehr.


Mir fehlen die Worte … euch wahrscheinlich auch. Habt ihr trotzdem eine kleine Review für mich? Ich weiß, eigentlich hab´ ich sie gar nicht verdient …