Autor: Amunet

Titel: Eiseskälte

Story:Beginn ist nach Band 6. Harry und Draco kommen beide wieder nach

Hogwarts zurück, doch nichts ist mehr wie es scheint. Beide haben sich

verändert und als es eines Nachts zu einem Treffen kommt, entwickelt sich

etwas von dem sie nie zu träumen gewagt hätten.

Pairing:Harry X Draco

Warnung:Yaoi / Slash (Liebe zwischen Jungs)

Disclaimer:Nichts gehört mir!

Anzahl:2/2


Review-Antworten

Ein mega Dankeschön für euere Kommis geht an teddy172, Silithiel, anastacia78, Serendipity44, Schnuckiputz, und timespanned soul

At teddy172: Eine Königin der Cliffhänger? Ich? ganz unschuldig tut


Eiseskälte

Kapitel 2

Es war auf den Tag genau zwei Jahre her, seit Draco Malfoy, ohne ein Wort zu sagen, aus der Zaubererwelt verschwunden war. Der Krieg war inzwischen vorüber und Lord Voldemort besiegt. Harry Potter hatte, wie prophezeit, den mächtigsten Schwarzmagier aller Zeiten vernichtet. Doch obwohl Harry als der strahlende Held hervorgegangen war, hatte er sich zum großen Teil aus der Zaubererwelt zurückgezogen, damit sein Stigma ihn nicht zu erdrücken drohte. Er brauchte das Gefühl, ein ganz normaler Mensch zu sein, denn genau das war er seiner Ansicht nach. Für ihn spielte es keine Rolle, dass er Voldemort in der finalen Schlacht niedergestreckt hatte, denn er sah all das Leid des Krieges. Sowohl auf der Seite der normalen Zauberer, als auch auf der Seite der Todesser und auf Seiten der Muggel gab es genügend Tote zu beklagen, doch so langsam heilten die Wunden des Krieges und das alltägliche Leben stellte sich wieder ein – nur für Harry nicht.

Egal wie oft er versuchte, Draco aus seinen Gedanken zu verdrängen, er konnte es nicht, denn diese Wunde hatte sich viel tiefer in sein Innerstes gefressen, als alles andere. Er hatte Draco seine Jungfräulichkeit geschenkt, doch war ihm in dieser einen Nacht noch so viel mehr genommen worden. Harrys Herz hatte sich in jener Winternacht von dannen geschlichen und war dem Slytherinprinzen gefolgt. Anfangs hatte Harry noch leugnen wollen und es nochmals mit einer Beziehung mit Ginny und danach mit Cho probiert, doch was auch immer er für diese Mädchen empfunden hatte, es kam keinesfalls an den Rausch heran, den Draco in ihm ausgelöst hatte. Es hatte dieser einen sinnlichen Nacht und dieses furchtbaren Krieges bedurft, um aus dem temperamentvollen Jungen einen zurückgezogenen, stillen Mann zu machen.

Anfangs waren Ron und Hermine die Veränderung nicht aufgefallen, doch als die Anzeichen von Harrys Liebeskummer – und den hatte er zweifelsohne – sich mehrten, waren sie so umsichtig gewesen und hatten ihren Freund in einer ruhigen Minute beiseite genommen und darauf angesprochen. Zuerst war Harry bemüht gewesen, zu leugnen und danach, nachdem er seinen Freunden unzählige Schwüre abgenommen hatte, hatte er sich offenbart. Harry hatte an jenem Tag gestanden, dass sein Herz einem blonden Teufel namens Draco Malfoy in die Hände gefallen war und dass er sich unglaublich nach dem Slytherin sehnte, obwohl die Gerüchteküche behauptete, Draco wäre längst tot. Doch da dies noch vor dem Kriegsende war, hatte Harry Hoffnung. So lange es für den Spross eines Todessers und für einen Verräter aus Voldemorts Reihen zu gefährlich war, konnte sich Harry einreden, dass Draco wieder zurückkommen würde – doch selbst als der Krieg vor nicht ganz einem Jahr gewonnen worden war, war Draco nicht wieder aufgetaucht.

Harrys Herz hatte sich verschlossen in seiner Trauer um eine hoffnungslose Liebe.

Voller Melancholie ging Harry träge die einsamen Straßen nach Hause. Jetzt mitten in der Nacht war es selbst im Muggellondon ruhig. Man konnte nur noch entfernt einzelne Autos fahren hören, doch Harry bemerkte noch nicht einmal dies. Er hatte nicht vergessen, was für ein Tag heute war und seine Gedanken, kreisten wie so oft nur um Draco. Ihm kam es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass er Draco vor Lust seinen Namen wimmern hörte, dass er den bittersüßen Geschmack von Dracos Küssen im Mund hatte. Fast wie ein Zwang musste er sich die Erinnerungen immer und immer wieder in Gedanken rufen. Harry konnte und wollte nicht loslassen und jetzt zwei Jahre nach der verhängnisvollen Nacht war es besonders schlimm. Im Jahr davor hatte er keine Zeit gehabt, um darüber nachzudenken, denn sie waren mitten im Krieg gewesen, doch nun wo er nur als Kellner in einem kleinen Pub arbeitete und keiner seiner Freunde ihn ablenkte, konnte er wundervoll in seinem Leid aufgehen und das tat er auch.

Erst leise, weise Flocken die sich auf seine Nasenspitze setzten, brachten ihn wieder aus dem Grübeln heraus. Das kalte Kitzeln, welches auf seiner Nase schmolz, veranlasste ihn zum Himmel zu sehen. Es war eine klare Sternennacht und er wunderte sich, woher der Schnee gekommen war, doch dann sah er wie die Flocken wie von unsichtbarer Hand vom Himmel fiel.

„Wer ist da?", fragte er sich umschauend. Harry war sich bewusst, dass nur ein Zauber dieses Wunderwerk bewerkstelligt haben konnte, auch wenn er nicht wusste weshalb. Doch er bekam keine Antwort. Verwirrt drehte er sich im Kreis, um eventuell den geheimen Beobachter zu entdecken, doch er sah nichts. „Na super", murmelte er und ging einfach seines Weges weiter - die magischen Schneeflocken folgten ihm.

Ungefähr 200 Meter weiter betrat er den kleinen Park, der das letzte Hindernis für ihn darstellte, um endlich nach Hause zugelangen. Seine Schritte knirschten unter dem Schnee, da sich mittlerweile eine wahre Flut des weißen Elements über Harry ergoss und dann hörte er es. Aus dem Gebüsch kam Rascheln.

„Komm raus und zeig dich!" Harry war zu müde zum spielen. Es war spät und kalt, er sehnte sich nach seinem Bett, wo er ungestört von Draco träumen konnte, doch schon wieder reagierte sein Beobachter nicht. Mürrisch griff er nach seinem Zauberstab und ging auf den Busch zu, dessen Blätter wackelten. Der Wind pfiff und wehte ihm seine Haare ins Gesicht.

„Na los", sagte er, „Ich möchte heim."

„Dann nimm mich mit, Harry."

Beim Klang der Stimme erstarrte Harry. So oft hatte er sich gewünscht diese Stimme wieder zu hören, so oft hatte er sich in Gedanken gerufen wie sanft diese Stimme sein konnte und so oft hatte er gemeint, sie zu vernehmen, dass sie ihm jetzt unwirklich erschien.

„Du kannst nicht hier sein…", hauchte Harry.

„Ich bin aber hier." Langsam drehte Harry sich um, da die Stimme die er vernommen hatte nicht aus dem Gebüsch, sondern hinter seinem Rücken herkam. Er zitterte am ganzen Körper. Für ihn war es, als hätte alle Kälte der Welt sein Herz ergriffen, doch gleichzeitig schlug es so heftig und so schnell, dass er meinte, die Hoffnung in seinem Herzen würde es vor Heftigkeit zerreißen. Seine Augen sahen, was seine Ohren, sein Gefühl ihm langst gesagt hatten. Harrys sehnlichster Wunsch ging in diesem Moment in Erfüllung.

„Draco?" Ein Wispern in der Nacht und die weiße Schneeflocken fielen ungehindert auf Harrys schwarzes Haar.

„Ja."

Draco stand vor ihm, lebendig und schöner als er es jemals gewesen war. Sein blondes Haar glitzerte unter dem Licht der Sterne und in seinen Augen sah Harry etwas so sanftes, dass er meinte seine Gefühle für den Slytherin müssten überquellen. Unbeholfen, da seine Knie sich so buttrig anfühlten und noch immer ungläubig, ging Harry auf Draco zu. Seine Füße trugen ihn, Schritt für Schritt näher an die Verkörperung seines Traumes heran, doch auch Draco ging auf ihn zu und dann standen sie da – nur wenige Zentimeter voneinander entfernt.

„Bist du es wirklich oder halluziniere ich wieder?" fragte Harry vorsichtig. Er wusste, er würde es nicht überleben, wenn es nur ein perfider Trick eines ehemaligen Todessers wäre, so sehr brauchte er Draco.

„Du halluzinierst nicht, Harry. Ich bin so wirklich wie du."

„Aber warum? Warum hast du mich einfach alleine gelassen?" Bittere Vorwürfe lagen in Harrys Stimme. „Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht. Ich dachte du wärst… Sie sagten, du wärst… tot."

„Vergib mir, Harry, bitte vergib mir", flehte Draco, umfasste Harrys Gesicht mit seinen Händen und zog den ehemaligen Gryffindor zu einem sehnsüchtigen Kuss.

Dieser Kuss nahm Harry alle Zweifel, denn auf diese Art konnte nur Draco küssen. Er genoss Dracos Sanftheit, die er bereits einmal schmecken durfte und gab sich ganz dem Gefühl hin, von einer inneren Wärme erfüllt zu werden. Es war jene Wärme, die das Eis um sein Herz schmolz und die zarte, rote Knospe der Liebe wieder erweckte. Der Kummer zweier vergangener Jahre löste sich innerhalb eines Kusses auf und er konnte nicht anders, als vor Glück in diesen zarten Kuss zu wimmern.

„Oh Harry", stöhnte Draco unter unzähligen Küssen, „Oh Harry, ich hab dich so vermisst."

„Warum hast du…"

„Ich musste… Ich war so verwirrt und ängstlich. Nachdem du eingeschlafen warst, habe ich dich schlafend betrachtet und dann ist mir klar geworden, was wir getan hatten. Du warst so unglaublich rein und vollkommen, dass es mir fast das Herz brach, weil ich dich berührt hatte. In jener Nacht bin ich nicht vor dem Leben oder den Todessern weggerannt, sondern vor meinen Gefühlen zu dir. Unsere Streitereien ergaben endlich einen Sinn und ich konnte mit dieser Erkenntnis, diesen Gefühlen einfach nicht in deiner Nähe sein - wir hätten doch keine Chance gehabt."

„Weißt du", fragte Harry, dem Tränen in den Augen standen, „was du mir damit angetan hast? Weißt du wie ich mich gefühlt habe, als du plötzlich weg warst?"

„Nein. Nein, das weiß ich nicht, aber ich möchte es wieder gut machen. Wenn du mir die Möglichkeit gibst, werde ich dir die Schmerzen nehmen und den Kummer, den ich dir bereitet habe, lindern."

„Ich würde dir so gerne glauben, Draco."

„Das kannst du Harry, denn ich werde nie wieder von dir weichen – selbst, wenn du mich verstoßen solltest."

In Dracos Augen stand so viel Ehrlichkeit und Liebe, dass Harrys Herz schneller verzieh, als der Verstand es wollte. Zwei endlose Jahre lang, hatte er die Gefühle in seinem Inneren mit der Erinnerung einer einzelnen Nacht genährt. Zwei Jahre lang. Der Wind umwehte sie beide und der Schnee legte sich auf ihrer beiden Häupter. Ihre Augen waren ineinander versunken, doch weder Harry noch Draco sah sich in der Lage den Kontakt zu lösen. Sie fühlten sich so nahe und Harry konnte deutlicher als jemals zuvor spüren, dass er Draco liebte. Selbst wenn der Slytherin nach der heutigen Nacht abermals verschwinden würde, sein Herz würde nicht mehr loslassen können. Es war bereits verloren.

„Küss mich", wisperte Harry Draco zu und der Slytherin tat es. Er küsste Harry glücklich und fast so, als wäre der schwarzhaarige Junge zerbrechlich. Harry zitterte am ganzen Körper, doch nicht weil die frostige Kälte des Winters ihn umfing, sondern weil sein Herz vor Schmerz und Liebe zugleich vibrierte. Am liebsten hätte er hemmungslos geweint, so sehr verwirrten ihn seine Gefühle des Glücks, der Erleichterung und der Unsicherheit. Draco zu berühren, kam einem Traum gleich und er wollte es ausnutzten, egal wie lange der Traum noch anhielt. Er vertraute auf seinen Gryffindormut und seine bebenden Finger, glitten unter Dracos warmen Mantel, dessen Knöpfe er zuvor geöffnet hatte.

„Harry, was tust du?"

„Mir einen Teil der Wärme holen, die ich dir einst geschenkt habe." Draco begriff.

„Dann lass uns an einen wärmeren Ort gehen."

„Nein, ich will dich hier." Mit rot geküssten Lippen und vor Lust verschleierten Augen, blickte Harry zu Draco hoch.

„In Ordnung." Es war Draco der seinen Zauberstab nahm und in mitten des Parks eine Ewig-Wärmende-Decke zauberte, auf die er Harry legte. Harry sah zu Draco hoch. Seine Augen erfassten jede noch so kleine Bewegung des ehemaligen Slytherins, welcher gerade dabei war sich den dicken Wintermantel über die Schultern zu streifen. Sein Atem ging stoßweise, denn Harry wusste was sie tun würden und er harrte dessen.

„Lass mich dir helfen", flüsterte er, doch Draco schüttelte den Kopf.

„Nein, Harry, nein. Heute ist es an mir, dich zu wärmen. Heute möchte ich dir mit meinem Körper zeigen, was mein Herz seit zwei Jahren weiß – nämlich dass ich dich liebe."

Ein Schauer durchlief Harry. Nichts hatte er sich inständiger gewünscht, als diese Worte aus Dracos Mund zu hören. Worte, die vor zwei Jahren bereits hätten gesagt werden können.

„Komm her", hauchte er und zog Draco an dem Schal den er trug zu sich hinab, um die vollen Lippen mit den seinen einzufangen. Es war atemberaubend. Sie küssten sich, als würde es kein Morgen mehr geben und Harry der sich nicht sicher war, ob es ein Morgen gab, öffnete sich komplett und gab sich ganz der passiven Rolle hin. Hier im Jetzt wollte Harry noch einmal fühlen, wie es war, von Draco Malfoy geliebt zu werden. Wie es war, wenn zwei Körper, zwei Geister beim Liebesakt so miteinander verschmolzen, dass es nur noch ein Wesen war. Und sollte sein Herz dann endgültig gebrochen werden, dann würde er wenigstens mit der Erinnerung sterben, ein weiteres Mal mit seiner großen Liebe geschlafen und Glück empfangen zu haben.

Es waren Hüllen aus Stoff, welche unter Liebkosungen federleichter Natur ihren Weg zu Boden fanden. Doch egal wie liebevoll und sehnsüchtig ihre Berührungen auch waren, die Gier zweier nach Liebe ausgehungerter Körper, trieb sie zu einer fast schon unbeherrschten Eile an. Sie wollten einander ganz und gar spüren, sie wollten zu einer Person verschmelzen, wie es ihnen bereits einmal geglückt war, sie konnten dem Drängen, welches zwei Jahre genährt worden war nicht mehr widerstehen und so waren sie innerhalb kürzester Zeit nackt.

Das fahle Licht der Sterne leuchtete auf sie hernieder und der kalte Wind umschmeichelte ihre Leiber, doch von alledem bekamen Harry und Draco nichts mehr mit. Sie waren in ihrer eigenen Welt gefangen. In einer Welt in der es nur den jetzigen Augenblick gab. Keiner von beiden registrierte an welchem Ort sie kurz davor waren sich zu lieben, dass sie jederzeit entdeckt werden oder dass sie sich ernsthaft erkälten könnten. Es war egal. Alles denken, war verschwunden.

„Harry, ich liebe dich", sagte Draco, in die grünen Augen Harrys blickend, „und ich werde dich nach dieser Nacht nicht mehr verlassen können. Wenn ich beende was wir angefangen haben, dann mache ich dich zu meinem Eigen."

„Dann hör auf zu reden und tue es, Draco." Die letzten der wenigen Worten waren gefallen und Draco vergrub seinen Kopf in Harrys Kniekehle. Er liebkoste die zarte Haut an dieser Stelle und glitt mit seiner Zunge aufwärts in Richtung Körpermitte. Harry war wie erstarrt. Sollte es wirklich geschehen? Sollte Draco ihm tatsächlich diesen Dienst erweißen? Dann, plötzlich, keuchte er auf. Eine feuchte, heiße Wärme, hatte sich über ihn gestülpt und begann verführerisch gut an ihm zu saugen. In Harrys Kopf explodierten Sterne. Niemals zuvor hatte er etwas Vergleichbares gefühlt und seine Neugier wie es wohl wäre von Draco genommen zu werden wuchs. Ob Draco ebenso intensiv empfunden hatte, als Harry ihn damals auf die gleiche Weise verwöhnt hatte? Harry wusste es nicht und im Augenblick war es ihm auch gleich, alles was zählte, war die Hitze, welche Draco in ihm hervorrief.

Sein Körper war trotz des Schnees, von dem er nun wusste, dass Draco ihn herbeigezaubert hatte und den damit verbundenen eisigen Temperaturen heiß. Er glühte von innen heraus und die Wärme die er sich so sehr gewünscht hatte, entpuppte sich als ein flammendes Feuer, das ihn fast zu verbrennen drohte und dennoch… Harry konnte nicht mehr anders. Er wollte, er brauchte Draco mit jeder Faser seines Seins, denn mit der gleichen Inbrunst, mit welcher sich sein Körper nach der Vereinigung sehnte, gierte auch sein Geist nach der vollkommenen Verschmelzung.

„Draco", wimmerte er mit vor Lust heißerer Stimme. „Draco, nimm mich. Bitte, zeig mir wie sehr du mich liebst."

Harrys Worte brachten Draco dazu erneut an Harry hochzukommen und ihm in die Augen zu sehen. Strahlende grüne Augen blickten bittend in silbern schimmerndes Blau. Harry wollte nicht mehr warten. Er hatte zwei unendlich lange Jahre gewartet. Zwei Jahre die sich als eine Hölle entpuppt hatten, weil der Mensch nach dem er sich am meisten sehnte verschollen gewesen war. Doch jetzt, hier, in diesem Moment, war Draco wieder da. Für diese Nacht und jede folgende Nacht würde Draco ihm gehören, Harry wusste es, spürte es auf einmal mit einer Eindringlichkeit die sein Herz zu beflügeln schien. „Bitte", mehr konnte er Draco nicht mehr sagen.

Zitternd ließ Harry zu, wie der ehemalige Slytherin seine Hand nahm, an seine Lippen führte und zärtlich küsste, ohne den Augenkontakt auch nur eine Sekunde zu unterbrechen.

„Mein für alle Ewigkeit", flüsterte Draco und legte Harrys Hände neben dessen Körper, wo er sie mit beiden Händen festhielt, während seine Hüften, Harrys gespreizte Beine noch weiter auseinander schob. Ihre harten Glieder stießen aneinander, berührten sich lustvolle Wellen durch ihre beiden Leiber sendend. Nun erst glitt eine von Dracos Händen an Harrys Körper entlang, streichelte die Außenseite seines Oberschenkels, bevor er das Knie anwinkelte und die willige Hüfte hoch drückte.

Es war Schmerz, Lust und Vollkommenheit zugleich, als Draco in Harry drang. Seine eigene Erregung kaum beherrschend. Harry schrie und wand sich, doch er wollte es so. Er ließ nicht zu, dass Draco, der den Schmerz seines Partners merkte, sich zurückzog. Verzweifelt schlang Harry seine Beine um die Dracos, hielt ihn mit aller Gewalt fest und drängte ihn noch tiefer in sich. Harry keuchte, stöhnte und genoss das Gefühl von dem Mann ausgefüllt zu sein, den er so sehr liebte und als der Schmerz verblasste und nur die Sehnsucht nach der sinnlichen Erlösung blieb, nahm Draco jenen Rhythmus auf, der sie innerhalb kürzester Zeit zu den höchsten Höhen trieb.

In der Nacht, in der magischer Schnee auf sein Haupt fiel und ein zwei Jahre währender Verlust, welcher gepaart mit viel Leid gewesen war, gelindert wurde, kehrte in Harrys Leben das Licht zurück. Endlich noch langer Zeit des harren war der Mensch zu ihm zurückgekehrt, der ihm einst das Herz geraubt hatte. Es hatte nur einer Nacht bedurft, eines Augenblicks vollkommenen Glücks, um in ihm die Knospe einer ewigen Liebe erblühen zu lassen und jetzt endlich war sein Gegenstück wieder bei ihm. Alle Zweifel, alle Ängste waren vergessen. Sie wussten beide - dieses Mal gab es keine Flucht mehr, denn dieses Mal stand nichts zwischen ihnen. Weder Unsicherheit noch der Zwang eine Seite zu wählen. Dieses Mal gab es wirklich nur sie beide und alles andere wie Freunde, Bekannte und Verwandte war zweitrangig. Ihre Herzen, die sich so sehr nacheinander gesehnt hatten, waren nun mit einer Kette verflochten, deren Schloss verriegelt war und dessen Schlüssel wiederum verloren gegangen war. Harry und Draco wussten, dass auch wenn es noch viele Dinge gab, die sie untereinander klären mussten, sie füreinander bestimmt waren.

Nichts und niemand vermochte sie jetzt noch zu trennen und egal, was das Schicksal noch für sie bereit hielt, alle Glückseligkeit der Welt konnten sie nur in den Armen des anderen finden. Gemeinsam hatten sie das Reich der Liebe entdeckt, gemeinsam waren sie eingetreten und gemeinsam hatten sie sich dort eingeschlossen.

In der Nacht, als der Schnee auf ihre erhitzten Körper fiel, hatten sie eine große Gnade empfangen – wahre Liebe.

Ende


So, das war's mal wieder von mir. Ich hoffe euch hat das zweite und letzte Kapitel gefallen. Meiner einer war sich mal wieder nicht sicher, ob es gelungen ist und hat deshalb das Fellfie (Tipp: Lest mal ihre FFs smile) um Rat gefragt und jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt. knuddeltz Eure Amunet