Vielen, vielen Dank an Nachtigall, die eine sehr eifrige Review-Schreiberin ist.

Ich hoffe, euch (die ihr keine Reviews geschrieben habt) gefallen die nächsten Kapitel. Es kommen noch einige zusammen und ich bin nicht sicher, ob es ein Happy- End geben wird. Viel Spaß beim Lesen, Heather

Magkenzie stand ungeduldig vor dem Zug. Der Schaffner hatte sie bereits aufgefordert einzusteigen, doch sie sah sich immer noch hektisch um, denn bis jetzt war Alexandre nicht gekommen und er hatte doch ihre anderen Zugfahrkarten.

Die beiden hatten sie darauf geeinigt, daß er die anderen Karten an sich nimmt, wenn ihre Karte entdeckt würde.

„Miss, Sie müssen nun wirklich einsteigen!" drängte der Schaffner sie zum zweiten Mal, als Alexandre am anderen Ende des Bahnsteigs auftauchte.

Er winkte ihr im Laufen zu und schwenkte die Fahrkarten. Magkenzie fiel ein großer Stein vom Herzen.

Schon jetzt, bevor sie sich richtig verabschiedet hatten, rollten ihr die ersten Tränen über ihre Wangen und sie war froh, daß sie sich für den Hut mit dem Schleier entschieden hatte, damit man ihre Gefühle nicht sah.

Alexandre war außer Atem, als er sie erreichte und ihr die Fahrkarten gab.

„Ich dachte schon, ich müßte abfahren, ohne mich von dir zu verabschieden", sagte Magkenzie glücklich und nahm ihren Freund in den Arm. Er schob sie etwas von sich und strich vorsichtig die Tränen aus ihrem Gesicht.

„Paß gut auf dich auf, Mag! Und melde dich, wenn du angekommen bist, sonst fahre ich persönlich los, um dich zu suchen. Es muß kein Abschied für immer sein und das weißt du auch."

Sie nickte langsam und sah zu ihm auf.

„Werde ich machen, Alexandre. Ich danke dir für alles!" sagte sie und küßte ihn auf die Wange ehe sie sich umdrehte, um in ihren Zug zu steigen. Der Schaffner sah sie mit einem strafenden Blick an, als er ihr beim Einsteigen half.

„Und warte nicht auf mich. Such dir ein nettes Mädchen und werde glücklich mit ihr!" sagte Magkenzie, als sie einstieg, doch auf der ersten Trittstufe blieb sie stehen und drehte sich nochmals zu ihm um.

Der Zug pfiff und setzte sich langsam in Bewegung. Der Schaffner lief, als er merkte, daß Magkenzie nicht weiterging, zu einer vorderen Tür und sprang auf bereits fahrenden Zug.

Alexandre löste sich aus seiner Starre und kam zu ihr. Während er ging, beugte sie sich zu ihm herunter und legte ihm behutsam ihre Hand auf die Wange. Ihre Gesichter kamen sich näher, bis sie sich schließlich küßten.

Ihre ganze Umgebung war auf einmal nicht mehr wichtig. Nichts war für die beiden zu hören, außer der Herzschlag des anderen.

„Du bist so wundervoll!" wisperte Alexandre, ehe sie sich vollends voneinander

lösen mußten, denn der Zug fuhr bereits aus der Halle und gewann an Fahrt.

Magkenzie blieb traurig auf dem letzten Abteil des Zugs zurück, während Alexandre ihr nach lange winkte.

„Ich liebe dich", flüsterte Magkenzie, als sie außer Hörweite für ihren Freund war. „Ich liebe dich wirklich."