„...Und hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau!"

Magkenzie bekam diese Worte nur wie durch einen Schleier mit und sie war nicht einmal diejenige, die vor der ganzen Gemeinde stand und ihre langjährige Liebe heiratete.

Am Morgen hatte Novlene kein Wort über das nächtliche Gespräch verloren und Magkenzie drängte ihre Gedanken daran auch schnell in die hinterste Ecke ihres Gehirns.

Wie in Trance umarmte sie Novlene und ihren frisch gebackenen Ehemann. Die ganze Gemeinde drängte nach draußen, wo bei wunderschönen Maiwetter eine lange Tafel aufgebaut worden war.

Erst begann, nachdem alle das Brautpaar beglückwünscht hatten, Phillip eine Rede zu halten, dann kam Ray als Vater der Braut an die Reihe. Ihm folgten Nathan als Trauzeuge und Robert Mitchell als Bürgermeister von Ava.

Magkenzie knurrte der Magen, hatte sie doch wenig zum Frühstück gegessen und beim Anblick der duftenden Schüsseln lief ihr das Wasser im Mund zusammen.

Nachdem jemand zum fünften Mal die Gläser auf das Brautpaar erhoben hatte, konnte endlich jemand seinen knurrenden Bauch nicht mehr zurückhalten und es wurde serviert.

Magkenzie fühlte sich, obwohl sie in dieser Nacht durch Novlene wenig geschlafen hatte, frisch und ausgeruht. Der Champagner floß ihr nur so die Kehle hinunter und machte sie leicht und lustig.

„...die Saison ist zwar vorbei, aber Wintermais ist der Renner..."

„Darf ich Miss Thomson kurz entführen?" fragte Nathan Magkenzies Gesprächspartner und führte sie zur Tanzfläche.

„Es war auch höchste Zeit!" meinte Magkenzie, als Nathan begann sie mit sich zu ziehen und sich mit ihr langsam zu dem Walzer zu bewegen.

„Es war einfach nur grausam ihm zuzuhören", erklärte Magkenzie, doch Nathan schien sie nicht zu hören.

Seine Augen glänzten, ein verträumtes Lächeln lag auf seinen Lippen und er hatte sie enger, als üblich an sich herangezogen.

„Es ist einfach wunderbar, nicht?" fragte er plötzlich.

„Wie?" fuhr sie erschrocken zusammen, doch Nathan ließ sie nicht aus dem Takt kommen.

„Es ist ein wunderschöner Tag gewesen. Das Essen war einfach köstlich und niemand ist auffallend geworden. Und jetzt haben sie noch Lampions aufgehängt!" sagte er und deutete mit seinem Kinn auf die kleinen Papierlämpchen, die überall auf der Wiese aufgestellt worden waren.

„Es ist romantisch!" säuselte Magkenzie. Sie mußte schon eine Menge getrunken haben, doch sie fühlte sich nicht viel anders als sonst.

„Ich liebe dich, Nathan!" sagte Magkenzie plötzlich und schlug sofort die Hand vor den Mund, doch die Worte waren schon gesagt worden.

„Ich weiß", erwiderte Nathan selbstsicher und nahm erneut ihre Hand.

Die Musik hatte aufgehört. Einige Leute waren schon nach Hause gegangen aber vor allem die Jüngeren tanzten noch fleißig weiter.

Trotz der späten Stunde, wurde eine RFFFFFF begonnen. Die Paare stellten sich auf und der wilde Tanz begann

„Ich kann nicht mehr!" rief Magkenzie außer Atem, doch Nathan war unbarmherzig. Wieder und wieder drehten sie Runde um Runde, bis Magkenzie einfach die Beine wegknickten und Nathan sich mit ihr an die Seite setzte.

Eine fröhliche Novlene kam an ihnen vorbei, strahlte ihnen nur ins Gesicht und torkelte weiter.

„Ich bin müde, ich werde nach Hause gehen!" sagte Magkenzie und stand schwankend auf.

Kichernd sagte sie: „Ich glaube das letzte Glas Wein hätte ich nicht mehr trinken sollen!"

Sie setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen, bis sie nach zwei Schritten wieder stehen blieb. Nathan, der ihr langsam gefolgt war, sah sie ratlos an.

Sie hielt sich an seinem Arm fest, hob das Bein und zog sich ihre Schuhe aus.

„Viel besser!" entwich es ihr, doch das breite Grinsen konnte sie nicht mehr verbergen.

Nathan legte die Arme um sie, zog sie in aller Öffentlichkeit zu heran und küßte sie.

„Ich bring dich nach Hause", sagte er und nahm ihre Hand.

Laure und Ray waren schon vor einer Weile gegangen und da Novlene nirgends zu sehen war, ging sie mit Nathan mit.

„Ich könnte tanzen und fliegen! Ich will bis zum Mond fliegen!" rief Magkenzie ausgelassen, als sie durch die nächtliche Stadt gingen. Sie tanzte vor Nathan auf und ab, drehte sich, daß ihr Kleid flog und ließ sich von ihm wieder auffangen.

„Mir ist schwindelig!" sagte sie plötzlich. Nachdem sie sich zum dritten Mal gedreht hatte, war ihr nicht mehr so gut.

„Oh Gott!" stöhnte Magkenzie und hielt sich den Bauch.

„War die Sahnetorte doch zuviel?" fragte Nathan, doch er bekam keine Antwort mehr.

Magkenzie stürzte zum nächsten Gebüsch und übergab sich.

Nachdem all das leckere Essen wieder an der Luft war, drehte sie sich um.

Es schien ihr, als wäre sie nüchterner geworden.

„Geht es wieder?" fragte Nathan besorgt und gab ihr ein Taschentuch.

Magkenzie nickte nur, wischte sich den Mund ab und hakte sich wieder bei ihm ein.

„Weißt du was mir aufgefallen ist?" fragte sie ihn plötzlich.

„Was?"

„Ich weiß nicht einmal wo du wohnst!" sagte Magkenzie und sah ihn an.

„Du warst doch schon einmal mit, als Ray Holz geholt hat."

„Ja, aber ich habe das Haus nur von außen gesehen!"

„Es ist nicht groß..."

„Aber es ist auch nicht weit von hier. Laß uns gehen, ich könnte sowieso nicht schlafen!" sagte Magkenzie und zog Nathan hinter sich her.

Schweigend gingen sie nebeneinander her.

Nathan nahm vorsichtig ihre Hand, legte dann den Arm um sie, zog sie näher zu sich heran und küßte sie bei jeden dritten, dann bei jedem zwei und schließlich bei jedem Schritt.

Bis sie plötzlich stehenblieb und sein Gesicht vorsichtig mit ihren Fingern berührte.

Im Mondlicht, ein kleines Stück vor seinem Haus, küßten sie sich.

Für Magkenzie, die Schuhe in der Hand, und Nathan schien die Zeit stehenzubleiben.

„Ich liebe dich, Magkenzie", sagte er leise und wollte sie noch einmal küssen, doch sich wand sich aus seiner Umarmung.

„Und ich liebe dich, Nathan!" rief sie und kam langsam wieder auf ihn zu.

Sie strich langsam über seine Wangen und durch sein dichtes Haar, ehe sie ihn vorsichtig, fast zögernd auf seine Lippen küßte, jedoch sofort wieder unnahbar schien, als sie sich von ihm löste.

Er wollte sie in den Armen halten, doch sie machte ein ernstes Gesicht und schüttelte den Kopf. Er schmeckte sie noch auf seinen Lippen, doch mit jeder Sekunde verließ ihn das Gefühl ihrer samtig weichen Lippen wieder.

Sie kam langsam wieder auf ihn zu und fast fordernd drängte sie sich an ihn heran. Sofort griff er zu, als könne sie ihm wieder entfliehen, doch diesmal blieb sie aus freien Stücken.

Der Kuß wurde immer fordernder und alles um sie herum begann sich zu drehen.

Magkenzie konnte kaum genug von ihm bekommen und küßte ihn immer leidenschaftlicher.

Gemeinsam machten sie ein paar Schritte rückwärts, bis Magkenzie gegen die Haustür stieß, doch Nathan gab nicht nach.

Ihre Zungen spielten miteinander und je mehr Magkenzie von sich aufgab, umso mehr bekam sie von Nathan zurück.

Ihr Hände glitten über sein makelloses Gesicht bis zu seinen Haaren und gruben sich tief in diese.

Sie merkte, wie erregt er war, doch so einfach wollte sie sich nicht gehen lassen. Sie löste ihre Hand aus seinem dichten Haar und suchte hinter sich nach dem Türknauf.

Ihre Hand fand ihn und überraschenderweise sprang die Tür auf.

Magkenzie verlor das Gleichgewicht, hielt sich an Nathan fest doch dieser hatte sich gegen Magkenzie gelehnt und mit einem lauten Krachen fielen beiden in das Haus.

Dadurch wurde der leidenschaftliche Kuß unterbrochen und Magkenzie kam langsam wieder zu sich.

Die harten Dielen scheuerten ihr am Rücken und Nathan lag schwer auf ihr. Sein Gesicht war direkt über ihrem und er war nicht bereit einfach aufzustehen.

Er kam ihrem Mund immer näher, doch als sie sich reckte, um ihn erneut in ihrem Mund zu spüren, wich er zurück.

Enttäuscht legte Magkenzie ihren Kopf auf den Boden, jedoch nur, um zu merken, wie Nathan begann, vorsichtig ihren Hals zu erkunden.

Durch diese liebevolle Geste erweckt, stöhnte sie lustvoll auf und wollte ihm zeigen, wie sehr sie ihn begehrte, doch er ließ es nicht zu und hielt sie weiterhin am Boden.

Langsam wanderten seine Hände über ihren Körper. Sie fanden, was sie suchten.

Nathan hob ihre Arme über den Kopf und hielt sie mit einer Hand am Boden fest. Magkenzie hatte keine Chance sich zu rühren. Nathan begann langsam, mit seinem Mund an ihrem Hals entlang zu wandern.

Es machte sie fast verrückt vor Begierde nichts machen zu können, doch in einem unachtsamen Moment gewährte Nathan ihren Armen ein wenig Freiraum und sofort nutze sie ihn aus.

Sie zog sich unter ihrem Freund hervor und stand langsam auf. Der Wein war ihr zu Kopf gestiegen und verursachte ein leichtes benommenes Gefühl bei ihr.

Sie wußte, daß sie beide getrunken hatten, doch noch nie war sie sich ihrer Sache so sicher gewesen, wie in diesem Augenblick.

Nathan lag immer noch am Boden und sah sie draufgängerisch an.

Sie ging langsam rückwärts, als er auf sie zukam, doch sie hatte keine Möglichkeit ihm zu entkommen. Wieder stieß sie gegen eine Wand und Nathan kam erneut ihrem Gesicht sehr nahe.

Ihr Herzschlag hatte sich verdoppelt und sie japste nach Luft.

„Wir sind betrunken", sagte er und stemmte eine Hand neben ihren Kopf.

„Ich weiß", hauchte sie ihm ins Ohr und merkte, wie ihn das erregte. Sie begann langsam an seinem Ohrläppchen zu knabbern und zu saugen, bis er es nicht mehr aushalten konnte und sie hochhob und in das Schlafzimmer trug, welches direkt daneben lag.

Magkenzie hatte die Beine um seinen Rücken geschlungen und ließ ihn nicht mehr frei.

Langsam und vorsichtig legte er seine Geliebte auf das Bett. Mit einem Blick, der alles von ihm verlangte, sah sie ihn an. Nathan begann liebevoll ihr Kleid aufzuknöpfen und küßte jeden Zentimeter Haut, der freigelegt wurde.

„Ich liebe dich", hauchte er nach jedem Kuß, bis endlich alle Knöpfe offen waren. Langsam löste Magkenzie ihre Beine von ihm und ließ Nathan den nächsten Schritt gewähren.

Mit einem fragenden Blick sah er sie an, doch sie lächelte ihn nur träge an. Sie war bereit für alles, was er mit ihr vorhatte. Sie sehnte sich nach jeder kleinen Berührung von ihm.

Er zog ihr langsam das Kleid aus und ließ es achtlos zu Boden fallen. Sie streckte ihm die Arme entgegen, um ihn willkommen zu heißen.

In einem leidenschaftlichen Kuß vereinigten sie sich wieder, ehe Magkenzie begann sein Hemd aufzuknöpfen.

Sie rollte sich mit ihm über das Bett, bis sich rittlings auf ihm zu sitzen kam. Sie berührte vorsichtig die kostbare Haut unter sich. Sein Oberkörper hob und senkte sich im Takt seines Atems.

Magkenzie starrte gebannt darauf, ehe sie ihn wieder ansah und seine Haut küßte. Sie wanderte immer tiefer, bis ihre Zunge schließlich seinen Bauchnabel erkundete.

Sie hatte nie gewußt, wieviel so eine kleine Berührung ausmachen konnte, doch sie hörte, wie Nathan lustvoll aufstöhnte und sie wieder zu sich hochzog.

Er drehte sich mit ihr, damit er sie nun weiter ausziehen konnte.

Das lästige Hemd und der Unterrock verschwanden aus seinem Blickfeld und gaben ihren bebenden Körper frei.

Er hätte sich nie träumen lassen, wie schön ihre Brüste in Wirklichkeit waren. Er beugte sich vor und liebkoste erst die andere und dann die andere, während sich Magkenzie unter ihm verführerisch räkelte.

Er bedeckte ihren heißen Körper mit seinen Küssen, bis er schließlich an ihrer großen Narbe angekommen war. Er küßte die verwundbare Stelle und unter dieser liebevollen Berührung zuckte sie leicht zusammen. Er sah auf, doch ihre halb geschlossenen Augenlider verrieten ihm, daß sie ihm vollkommen vertraute.

Er küßte die Narbe auf jedem Zentimeter und zog genußvoll Magkenzies Geruch ein.

Langsam wanderte sein vorwitziger Mund weiter zu ihrem Bauchnabel und gab ihr das Gleiche zurück, was sie ihm eben gegeben hatte.

Mit einer Hand streichelte er über ihren flachen Bauch, mit der anderen zog er ihr das letzte Kleidungsstück, ihre Hemdhose, aus.

Es stockte ihm der Atem, sie so verwundbar vor sich liegen zu sehen, doch eine fordernde Hand zog ihn wieder nach unten, wo er von einem heißen Mund empfangen wurde.

Magkenzie strich ihm langsam über den nackten Rücken, während ihre vorwitzige Zunge in seinem heißen Mund wütete.

Ihre Hand sanft über seinen muskulösen Bauch, immer weiter nach unten, bis sie endlich bei seiner Hose angekommen war.

Sie versuchte krampfhaft seinen Gürtel zu lösen, doch mit einer Hand schaffte sie es nicht.

Sie wollte sich nicht von ihm trennen, doch er kam ihr zu Hilfe und gemeinsam zogen sie ihm seine Hose aus.

Sie konnte es kaum mehr erwarten.

Die Ungeduld steckte in ihrem Knochen und fuhr kribbelnd durch ihren Körper.

Sie wollte ihn auf ihrer Haut spüren, sein Herzschlag sollte gleichzeitig mit ihrem schlagen und sie wollte eins mit ihm werden.

Er jedoch zögerte kurz.

Sie hielt mit ihren Küssen inne und sah ihn fragend an.

„Magkenzie, ich liebe dich und wenn du nicht möchtest..." begann er, ehe er abrupt verstummte.

Sie lächelte ihn träge an und keine Worte der Welt hätten ihre Gefühle für ihn beschreiben können.

„Ich will alles mit dir machen!" sagte sie außer Atem und zog ihn wieder zu sich herunter.

Er stütze sich mit seinen Unterarmen neben ihr ab, um sie nicht vollkommen unter sich zu begraben und versiegelte ihre Lippen mit einem fordernden Kuß.

Magkenzie öffnete sich Nathan und langsam und behutsam drang er in sie ein.

Er spürte, wie eng sie war und ihr unschuldiger Blick raubte ihm fast die Sinne.

Er wußte, daß er ihr wehtun würde, doch ein langer und beschützender Kuß unterdrückte den kleinen Schrei von ihr.

Er sah ihr in ihre dunkelbraunen Augen und sie wußte, daß es nun nur noch schön werden würde.

Langsam schaukelte er sich in seiner Begierde hoch und nahm sie mit auf das aufregendste Erlebnis ihres Lebens.

Lustvoll fiel sie in sein Stöhnen ein und begann sich ganz wie von selbst mit ihm und in ihm zu bewegen.

Sie spürte die Ekstase durch ihn und vergaß jedes Zeit und Raumgefühl. Sie öffnete sich ihm vollkommen, bis sie gemeinsam ihren Höhepunkt erreichten.

Sie hatten lange in einer innigen Umarmung gelegen, bis Nathan sich rührte und seine Geliebte ansah.

Sie lächelte ihn erschöpft und mit fiebrigen Augen an. Er rollte sich langsam auf die Seite und legte beschützend seine Arme um sie.

Langsam streichelte Magkenzie über seinen schwitzigen Körper und hauchte hier und dort einen Kuß auf seine bebende Brust.

„Ich liebe dich!" flüsterte sie und legte ihren Kopf auf seinen Arm.

Er strich ihr liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte zufrieden, als er an ihrem regelmäßigen Atem hörte, daß sie eingeschlafen war.