Verschlafen öffnete Magkenzie die Augen. Sie wußte, daß sie nicht in ihrem eigenen Bett lag. Ein weicher und gleichzeitig muskulöser Bauch lag neben ihr und versperrte ihr die Sicht in das Zimmer. Sie wollte sich auf die andere Seite rollen, doch ein starker Arm hielt sie fest.
„Guten Morgen!" hauchte Nathan zwischen zwei Küssen in ihr Ohr und sofort war es, als würde sie wieder unter Spannung stehen.
„Guten Morgen", erwiderte sie und begann ihn vorsichtig zu küssen.
„Gut geschlafen?" fragte er und ließ ihr ein wenig Freiraum.
„Dein Arm lag beschützend um mich herum; selbst ein Orkan hätte mir nichts anhaben können", antwortete sie und begann ihm liebevoll einige Haarsträhnen aus dem Gesicht zu streichen.
„An was denkst du?" fragte Magkenzie, als Nathan abwesend wirkte.
„Ich denke nur daran, daß es doch schön wäre im Juni zu heiraten."
„Wieso heiraten?" fragte Magkenzie und sah ihn verstört an.
„Ich dachte, jetzt, wo wir..., na wo wir uns unsere Liebe gestanden haben, müssen wir doch heiraten."
„Auf keinen Fall!" Magkenzie setzte sich abrupt auf und sah ihn an.
Nathan sah ihr jedoch nicht ins Gesicht, sondern auf ihre Brüste, die sich nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht weg befanden.
Wütend zog sie an der dünnen Bettdecke und bedeckte sich bis zum Hals.
„Wieso willst du mich nicht heiraten?"
„Ich liebe dich wirklich, aber ich habe andere Pläne. Ich will Anwältin werden."
„Wieso willst du Anwältin werden, wenn wir heiraten könnten?"
„Nathan, ich will dich noch nicht heiraten!" rief Magkenzie und sprang aus dem Bett.
Sie suchte sich ihre Unterwäsche, zog sie so schnell es ging über und machte sich dann auf die Suche nach ihrem Kleid.
„Aber wir haben die Nacht zusammen verbracht! Magkenzie!" rief Nathan ihr hinterher, als sie das Schlafzimmer verließ.
Er sprang hinterher, zog sich schnell seine Hose über und folgte ihr aus dem Haus.
Barfuß und mit wirren Haaren ging Magkenzie mit schnellen Schritten den Weg zurück, den sie gemeinsam gestern genommen hatten.
Nathan lief hinter ihr her, und hielt sie am Kleid fest.
„Sag mir, was wird, wenn du...ich meine, wenn wir ein Kind bekommen? Soll das ohne eine richtige Familie aufwachsen? Was werden da die Leute sagen?" fragte Nathan sie.
„Ich habe dir gesagt Nathan, daß ich dich liebe und das ist ein Gefühl, das aus meinem tiefsten Herzen kommt. Aber ich bin erst 20, im nächsten Monat werde ich 21. Ich habe noch nicht einmal die Hälfte meines Lebens um. Ich möchte etwas Sinnvolles machen, verstehst du das?" fragte sie ihn und obwohl Traurigkeit in seinem Blick lag, nickte er.
„Komm, ich fahr dich nach Hause!" sagte er, nahm ihre Hand und führte sie zu seinem Wagen.
„Aber wir dürfen es den anderen sagen?" fragte er, als sie kurz vor der Farm der Garlands waren.
„Was? Das ich bei dir war? Das hat sicher die ganze Stadt schon mitbekommen, aber das wir uns lieben, das ist nichts, wofür wir uns schämen müßten! Außerdem warst du derjenige, der es geheimhalten wollte!" sagte Magkenzie und zog die Augenbraue hoch. Sie sprang, kurz nachdem Nathan gehalten hatte, ab.
Gemeinsam gingen sie die Treppe hinauf und klopften.
„Ich liebe dich!" flüsterte Magkenzie und küßte ihren Geliebten.
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