A/N: Hallöchen... Endlich hab ich meine ersten Prüfungen hinter mir. Da kann es ja prompt weitergehen mit der Story. Und endlich kann ich auch wieder schreiben. :jubel:

Heute wird's hier nicht so giftig, netter. Die zwei kommen sich näher. Aber es wird dauern... und dauern. Glaubt mir. ;) Na ja, ich wünsch euch trotzdem viel Spaß. Ich war ein bisschen enttäuscht über die mickrige Reviewanzahl. Aber was Neues ist das ja leider nicht mehr für mich. Die Gründe zu wissen, erheitert auch nicht gerade. Na ja, was soll's!

Bis zum nächsten Mal, lieben Gruß, LeakyC

Disclaimer: s. Bio

Warning: Slash: Lime, später Lemon (Harry/Draco)

Danke:

- meiner Beta Maia

- Ellie172: Nein, Herzblatt, du warst nicht die Erste. Das kommt davon, wenn du shoppen gehen musst. :P Aber du hast schon Recht, Harry möchte Draco heilen. Oder sagen wir so, er will alles dafür tun, dass er gesund wird. Abwarten... :o)

- Megchen: was, du siehst Filmszenen:räusper: Oh man, ich glaub, ich sollt aufhören. Denn entweder, ich bin gut, oder du hast zuviel Phantasie. ;)

- Isabelle de Lioncourt, Lyonessheart, anastacia78 und moonshine88

Bitte: Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.

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Punkt drei Uhr am nächsten Nachmittag klingelte es. Draco setzte sich in Bewegung und diesmal brauchte Harry nicht zweimal auf den Klingelknopf zu drücken.

Draco ließ die Tür einen Spalt aufgleiten, versicherte sich, dass es wirklich sein erwarteter Besuch war und rollte dann in die Küche.

„Ich hab Kuchen mitgebracht. Wo kann ich meine Jacke aufhängen?", erschall Harrys Stimme aus dem Flur.

„Neben der Tür rechts." Draco nahm zwei Tassen von der Ablage und rollte zum Tisch. Dann nahm er die Kanne mit Tee und stellte sie bereit, genauso wie Milch und Zucker.

Als Harry die Küche betrat, schlich sich sofort ein Lächeln auf seine Lippen.

„Was soll das penetrante Grinsen?", wollte Draco gereizt wissen.

„Ich freu mich einfach nur, dass du dich dazu entschieden hast, mich nicht gleich wieder rauszuschmeißen."

„Du solltest dir aber nicht zu große Hoffnungen machen. Ich komme schon noch dahinter, was du willst."

Harry nickte und nahm an Dracos linker Seite Platz. Er packte zwei Stückchen Apfelkuchen und zwei Stückchen Rhabarberkuchen aus. „Was möchten wir zuerst? Apfel oder Rhabarber?"

„Rhabarber.", entschied Draco blitzschnell. Er liebte diesen Kuchen über alles.

Harry stand auf. „Teller?"

Draco deutete auf die oberste Doppeltür eines Schranks, der Harry gerade mal bis zur Hüfte ging. Er bückte sich und entnahm zwei Teller, während Draco Besteck aus einer Schublade holte.

Schweigend aßen sie ihren Kuchen.

Draco warf Harry immer wieder einen forschenden Blick zu. Der junge Mann, dessen Äußeres sich kaum von dem des Sechzehnjährigen unterschied, als den er ihn noch kannte, schien kein Wässerchen zu trüben. Doch Draco kannte ihn allerdings gut genug, um zu ahnen, dass er etwas vorhatte.

Plötzlich hob Harry den Kopf und sah dem Blonden in die Augen. Einen Moment lang spürte Draco etwas, das er schon seit Jahren nicht gespürt hatte, und schnell richtete er seinen Blick zurück auf den Kuchen.

„Also, wirst du auf mein Angebot eingehen?", fragte Harry.

„Ich brauche nichts.", erklärte Draco.

Der Dunkelhaarige zuckte mit den Schultern. „Gut. Aber ich komme jeder Zeit wieder, wenn du es doch mal wünschst."

Irgendwie ging Draco diese Scheinheiligkeit auf die Nerven und wiederum kam er dennoch nicht umhin, sich ein wenig zu freuen, dass sich endlich jemand für ihn und seine Bedürfnisse zu interessieren schien.

Er trank seinen Tee aus und machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer.

Harry folgte ihm kurz darauf, nahm wie am Tag zuvor auf einem Stuhl in der Ecke Platz.

Draco fühlte sich beobachtet und beschloss deswegen, eine zu rauchen. Das tat er immer, wenn er sich nicht anders zu helfen wusste. Blöderweise hatte er die Zigaretten absichtlich weit hinten auf ein Regal verbannt, damit er sich dieses Laster abgewöhnen konnte.

Er hangelte sich am Regal entlang und versuchte, von der Seite dranzukommen. Keine Chance. Von der anderen Seite war es noch weiter entfernt. So blieb ihm nur die Vorderseite. Auch dieser Versuch blieb ohne Erfolg.

„Soll ich dir helfen?", kam plötzlich die Frage in seinem Rücken.

„Du kannst mich mal, weißt du das, Potter!", rief Draco aggressiv, weil er sich dermaßen über sich selbst ärgerte. Er drehte sich um und rollte mit vor Wut funkelnden Augen auf den ehemaligen Gryffindor zu. „Du kommst hierher, spielst dich auf, als wärst du der Einzige, der nachempfinden könnte, was ich ertrage und dabei hast du nicht im Geringsten eine Ahnung davon, was -"

Harry beugte sich nach vorn und stoppte den Rollstuhl mit beiden Händen. „Hör auf mich anzuschreien.", sagte er ruhig.

Draco blieb der Rest des Satzes im Hals stecken. Er starrte in die grünen Augen des anderen, die so gar nicht böse in sein Gesicht blickten. Verstand Harry vielleicht wirklich vielmehr, als Draco glaubte? Er schluckte und sog tief Luft ein, bevor er sich umdrehte und zum Fenster rollte, von wo aus er in hinaus in seinen verwilderten Garten starrte. Da reichte ihm Harry von hinten die Zigaretten. Zögerlich nahm er sie an. „Danke."

„Kein Problem."

Auch für diesen Satz wäre am liebsten explodiert, doch er riss sich zusammen. Nein, für Harry war es kein Problem, über das Regal zu greifen. Und das musste er akzeptieren. Harry konnte nichts dafür, dass er in diesem Stuhl festsaß. Er hatte ihn nicht vom Besen geschmissen und er dachte sich nichts dabei, wenn er Floskeln benutzte, die Dracos Situation untermalten.

Er zündete sich eine Zigarette an und bat dem Anderen eine an, der allerdings ablehnte. Und auch Draco schmeckte die Zigarette nicht. Nach dem dritten Zug drückte er sie aus und starrte wieder aus dem Fenster.

„Darf ich dich was fragen?", hörte er irgendwann Harrys Stimme hinter ihm und zuckte leicht zusammen.

„Ich denke, dafür bist du gekommen.", antwortete Draco trocken.

„Es ist furchtbar mit dir, Malfoy.", meinte Harry.

Draco drehte leicht den Kopf.

„Dir kann man absolut nichts vormachen."

Da musste Draco schmunzeln. „Scheint so."

Harry trat neben ihn und sah ebenfalls aus dem Fenster. „Vielleicht sollte dort mal jemand aufräumen?"

Draco zuckte mit den Schultern. „Irgendwann, wenn du weißt, dass es sich so entwickelt, wie es sein soll, findest du es schön so." Er sah hinauf zum Dunkelhaarigen und der hinab.

„Ein sehr philosophischer Satz, möchte ich meinen."

Draco legte den Kopf schief. „Vielleicht..."

„Und vielleicht ist etwas Wahres dran."

Nachdenklich nickte er. Dann erinnerte er sich aber an Harrys Frage. „Und, was willst du unbedingt wissen?"

Harry sah ihn einen Moment fragend an, erst dann schien er sich zu erinnern. „Ach ja, die Frage... Ich möchte gerne wissen, was sie dir damals gesagt haben. Ich meine, in St. Mungo. Wie hoch standen deine Chancen, geheilt zu werden?"

Dracos Gesichtsausdruck verfinsterte sich. Mit einer ähnlichen Frage hatte er gerechnet. „Warum interessiert dich das, Potter?"

„Weil du mir nicht egal bist, Malfoy."

Der gesamte Satz ließ Draco zusammenzucken. „Fünfzig Prozent."

„Das ist viel."

„Dann haben sie mich operiert. Nichts ist besser geworden. Der Bluterguss konnte nicht so erfolgreich entfernt werden, dass sie nicht mehr auf meine Nervenbahn drückt. Trotzdem hab ich noch mit der Reha angefangen. Aber das konnte man vergessen."

„Du hast sie abgebrochen?", fragte Harry und Draco hörte Entsetzen in seiner Stimme.

„Nein. Das heißt, ja. Was blieb mir anderes übrig? Mein Vater hat die Zahlung eingestellt. Nach und nach hat er mich aus der Familie ausgegrenzt. Zum Schluss hat er die Hälfte meines Erbes hierfür ausgegeben. Mit der Begründung, er könnte das Manor nicht umbauen lassen."

„Er hat dieses Haus gekauft und dich abgeschoben?"

Draco nickte. Die Wahrheit war bitter, aber er hatte diese Pille geschluckt und verdaut.

„Wann war das?"

„Kaum, dass ich volljährig war."

Seufzend ging Harry in die Knie. „Ich weiß, es hilft dir nicht und vielleicht glaubst du es mir auch nicht, aber es tut mir schrecklich Leid. Hätte ich es gewusst -"

„Du hättest mir auch nicht helfen können.", wehrte Draco ab. Er wollte keine rührseligen Mitleidsszenen.

„Doch, ich denke schon. Als - als Freund."

Draco wandte den Kopf in seine Richtung.

„Ich bin nur hier, weil ich dein Freund sein möchte."

Draco schüttelte den Kopf. Er war so lange allein gewesen. Sein bester Freund hatte ihn genauso vergessen, wie alle anderen. Nicht einer hatte sich mehr um ihn gekümmert. Und nun, wo er schon so lange allein war, wollte ausgerechnet sein früherer Erzfeind sein Freund sein?

„Lass es uns versuchen."

Draco richtete seinen Blick auf die Hände. „Ich habe es verlernt."

„Was?"

„Freunde zu haben."

„Blödsinn." Harry legte ihm eine Hand auf den Arm. „Wir können uns doch ganz normal unterhalten. So wie jetzt. Ich erzähle dir, was da draußen in der Welt los ist. Oder noch viel besser, du kommst selbst mit raus. Die Welt wartet auf dich."

„Du redest Schwachsinn.", meinte Draco verärgert. Er hasste Harry dafür, dass er sich über ihn lustig machte.

„Nein, tue ich nicht.", sagte Harry fest. „Und ich werde es dir beweisen."

Draco blickte ihn skeptisch an.

„Nicht heute. Ich werde mir etwas überlegen." Damit stand er auf. „Nun muss ich gehen. Wann soll ich wiederkommen? Morgen? Oder willst du deine Ruhe?" Er verließ das Zimmer und ging zur Garderobe.

Draco folgte ihm. „Wir sehen uns morgen zum Frühstück. Aber du bringst die Brötchen mit."

Lächelnd streifte sich Harry seine Jacke über und ging zur Tür. „Siehst du. Bis morgen."

„Bis morgen."

Dann war Draco wieder allein. Er schloss die Tür ab und machte sich daran, die Reste des Kuchens wegzupacken und den Tee warmzustellen.

Seltsam war diese neue Situation schon. Plötzlich gesellte sich eine weitere Person in seine tägliche Routine. Ob ihm das wirklich gefiel und ob das mit dem Frühstück eine gute Idee war, würde sich noch herausstellen. Allerdings musste Draco zugegeben, dass Harrys Anwesenheit ihm gar nicht so unangenehm war. Wahrscheinlich hatte sich doch einiges geändert.

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…to be continued…

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