A/N: Na, wer sagt's denn? Diesmal habe ich keine vier Wochen gebraucht und das Kapitelchen mag ich trotzdem. ;) Jaah, es enthält meine Lieblingsszene. Harry, das Softegg. °fg° Na, ich hoffe, ihr könnt auch lachen. :o)

Kann's kaum glauben, mit jedem Chappi scheinen es mehr Leser und somit Reviewer zu werden. °freu° Und ich dachte schon, ihr hättet meine Süßen über. °erleichtert°

Die Dankes noch und dann dürft ihr lesen. :)

Grüßlis, LeakyC

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Disclaimer: s. Bio

Warning: Slash: Lime, später Lemon (Harry/Draco)

Danke:

- Megchen: Nein, ich hatte es noch nie mit einem Querschnittsgelähmten zu tun und ich möchte mich eigentlich auch nicht selbst in einem Rollstuhl sehen. Aber ich komme aus einer Familie, in der es von je her gern mal um Medizin geht (Vater Krankenpfleger, Mutter Altenpflegerin und Hobby-Medizinerin ;) und mein Interesse für Anatomie), und außerdem bewundere ich Menschen, die ihr Leben im Rollstuhl meistern, sehr.

- Daisy: Ja, ich weiß, gegen lange Chappis hat niemand was. Geht mir auch so, wenn ich eine Story gut finde. :) Aber ich möchte euch ja nicht enttäuschen, indem ich euch lange warten lasse und auch noch kurze Kapitel rausgebe. Hoffe, die Länge diesmal ist genehm? Sind fast 1800 Wörter. :o)

- harry-draco: Freut mich, dass du so wild auf die Story bist, dass du sie dir sogar ausdruckst. :D Und danke auch für die anderen Reviews! °Schokolade reich°

- Berendis, Babsel, TheDarkAngelRisa, vava (die, die S&S verschmäht hat! °erwischt hat°) und Lilichen

Und heute, zum Schluss, weil aus besonderem Anlass:

- Lilith35: Hey, Katharina! Cool, dich gibt's also doch noch. °freudestrahl° Supi, dass du gleich bei mir vorbei guckst. °freut sich immer noch° Und man darf dir also gratulieren? Eine Tochter. Sweet! °strahl° Freut mich echt total. °knuddeldrück° (Wegen Ron, das ist so ein Problemchen... °seufz° Das hat mein Beta °murmel° auch schon bemängelt... Die Freunde von früher tauchen eben nicht auf... Sorry. :o) )

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Bitte: Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.

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Irgendwann richtete sich Draco wieder auf. „Ist gut. Lass mich bitte wieder runter."

Harry nahm ihn wie zuvor auf den Arm und ließ ihn in den Rollstuhl zurücksinken. Lächelnd hockte er dann vor ihm. „Würde es dir was ausmachen, wenn ich nachher bei dir duschen würde? Ich meine, so wie ich bin, trau ich mich eigentlich noch nicht mal in den Baumarkt, um dort Dünger zu kaufen."

Da musste Draco schmunzeln. „Sicher. Wenn's weiter nichts ist."

„Okay, dann ... bin ich jetzt erst mal kurz weg. Bis gleich." Er erhob sich langsam.

Draco begleitete ihn bis zur Tür und reichte ihm lächelnd einen Schlüssel, bevor er das Haus verließ. „Ich bin faul, weißt du?", meinte er auf Harrys erstaunten Blick hin.

Dann machte er sich auf den Weg in die Küche, um ihnen einen Tee zu kochen. Das war eigentlich das Mindeste, was er tun konnte. Harry hatte an diesem Tag viel für ihn getan. Und Draco war froh, dass er endlich jemanden gefunden hatte, mit dem er reden konnte, der ihn wirklich verstehen wollte. Dass Harry Fehler machte, war nicht unbedingt seine Schuld. Er selbst war manchmal gemein und verletzend durch seinen Zynismus und konnte sich nur darüber wundern, dass Harry ihm nicht schon längst wieder den Rücken gekehrt hatte. Er hätte sicher weniger Geduld aufgebracht.

Draco nahm den Rest Kuchen aus der Dose, in der er ihn aufbewahrt hatte, und deckte den Tisch. Danach rollte er ins Bad, machte sich ein wenig frisch und genoss den Blick aus dem Fenster in den Garten. Bald würde er in voller Pracht blühen und endlich konnte er ihn auch besuchen. Nachher würde er Harry bitten, ihn mit hinaus zu nehmen, wenn er die Blumen pflanzen würde.

Es verging wirklich nur eine knappe halbe Stunde, bis Harry zurückkehrte. „Da bin ich wieder", rief er und die Haustür flog ins Schloss.

Draco rollte aus dem Wohnzimmer heran. Als er Harrys bepackte Arme sah, verzieh er ihm den Krach, den er machte, und nahm ihm sogleich etwas ab. „Himmel, hatten die Ausverkauf?", fragte er, als er die acht verschiedenen Blumensorten auf den Saatgutbeuteln betrachtete.

„Nee, aber ich konnte mich nicht entscheiden." Harry stellte den Sack mit Torf ab und zog sich die Jacke aus.

„Ich hab uns einen Tee gemacht", verkündete Draco.

„Hey, klasse." Harry folgte ihm in die Küche.

Sie teilten sich das letzte Stück Apfelkuchen und dann sprang Harry sogleich wieder auf. „So, weiter geht's."

Draco sah ihn missbilligend an. „Es dauert ungefähr noch fünf Stunden, bis es dunkel wird. Warum legst du so ein Tempo an den Tag?"

Harry ließ sich langsam wieder auf den Stuhl sinken. „Entschuldige. Ich dachte, ich lasse dich dann endlich mal in Ruhe. Du musst hundemüde sein."

„Ich bin noch keine achtzig", brummelte Draco und verschwand aus der Küche. Manchmal war Potter wirklich nicht sehr feinfühlig!

Er hörte, wie Harry sich die Gartenbepflanzung auflud und das Haus verließ. Seufzend dachte er daran, dass er ihn darum hatte bitten wollen, ihn mitzunehmen. So rollte er zur Tür, über die Schwelle und die Stufe hinab, um die Ecke und dann musste er innehalten. Der Boden war viel zu uneben.

„Mist, verdammter", murmelte Draco und zückte seinen Zauberstab. „Planitus."

Der Boden vor ihm ebnete sich und er konnte ein Stück weiterrollen. Er wiederholte den Zauberspruch und arbeitete sich somit bis zum Rankenbogen vor. Als er um die Ecke kam, hockte Harry auf den Knien und grub mit einer scheinbar neuen Spitzhacke die Erde um.

„Ah, da bist du, ich dachte schon - Moment mal! Hast du etwa -?"

„Ach was!"

Harry zog die Augenbrauen zusammen. „Warum hast du nichts gesagt?"

Darauf ging Draco nicht ein. Der Dunkelhaarige würde schon irgendwann begreifen, dass er nicht auf den Kopf gefallen war.

Er ebnete sich seinen Weg bis unter das Dach aus Ranken und weiter durch den gesamten Garten. Wann war er das letzte Mal draußen gewesen? Es musste Jahrhunderte her sein.

Glücklich sah er sich um und genoss die Sonne auf seiner Haut, die frische Luft, den Geruch von gemähtem Gras und sogar den gedämpften Lärm des Rasenmähers vom Nachbargrundstück.

Schließlich blieb er an einer Stelle stehen, an der er halb von der Sonne beschienen, Harry recht gut beobachten konnte. Er arbeitete so eifrig, dass man ihm einfach glauben musste, dass es ihm Spaß machte. Und Draco merkte von Minute zu Minute, dass er Harry mochte und es ihm wehtun würde, käme der ehemalige Gryffindor nicht mehr wieder.

„Du, Harry", rief er.

Der Angesprochene hob den Kopf und strich sich mit dem Arm den Schweiß von der Stirn. „Hm?"

„Was hast du eigentlich die letzten Jahre gemacht? Ich meine, du wirst wohl kaum in Londoner Gärten für Ordnung gesorgt haben?"

Harry richtete sich auf und schüttelte mit dem Kopf. „Nein, das hab ich wirklich nicht. Ich hab die Schule beendet und dann hab ich eine Ausbildung gemacht. So wie man meinen möchte, dass es jeder ordentliche Hogwarts-Absolvent tut", erzählte er. „Sofern es ihm möglich ist", schob er dann schnell hinterher.

„Und was hast du gelernt?", wollte Draco wissen.

„Das", erwiderte Harry, „erzähl ich dir später." Damit beugte er sich erneut über das Blumenbeet.

Draco musste über diese Antwort die Stirn runzeln. Dann verscheuchte er den Gedanken allerdings und überlegte sich, dass Harry sich seine Hose total versaute, indem er dort im Gras hockte. Aber scheinbar wollte er es nicht anders. Und so schloss Draco schlussendlich die Augen und genoss einfach nur den Augenblick.

Nachdem Harry den Boden genug gepflügt hatte, entschieden sie gemeinsam, welche Sorten an Blumen er pflanzen sollte. Sorgfältig wählten sie eine Sorte für jede Jahreszeit aus und natürlich die schönsten Farben.

Später, als die Arbeit beendet war, saßen sie noch eine Weile im Garten, Harry betrachtete, ganz offensichtlich stolz, sein Werk und Draco beobachtete ihn. Harry faszinierte ihn. Er war so ... anders als früher. Viel ruhiger, wie es schien. Und er wirkte so schrecklich glücklich. Ein Lächeln zierte seine Lippen. Die grünen Augen leuchteten schier. Und obwohl sich Draco gut fühlte, er diesen Tag wirklich genoss, war er neidisch. Auf was auch immer...

„Lass uns reingehen, ja?", bat er.

Harry reagierte nicht sofort. Scheinbar war er in Gedanken gewesen. Dann stand er aber auf und begleitete Draco ins Haus zurück.

„Ich gehe dann duschen, wenn ich darf?", meinte er.

Draco nickte. „Gleich die erste rechts", erklärte er. „Gegenüber vom Schlafzimmer. Handtücher sind unter dem Waschbecken, das Duschzeug kannst du benutzen. Wenn du sonst noch was brauchst ... schrei einfach."

Harry nickte und verschwand im Badezimmer.

Draco beschloss, im Wohnzimmer für Ordnung sorgen zu müssen. So begann er, seine Zeitungen zu sammeln und stapelte sie auf der Fensterbank. Dann brachte er die zwei benutzten Gläser zurück in die Küche.

Gerade als er zurückrollen wollte, ertönte ein Schrei.

Erschrocken fuhr er zusammen. „Was?"

Harry kam aus dem Bad gelaufen, um die Hüften nur noch ein Handtuch. „Das kann nicht sein!"

„Was ist denn los, um Himmels Willen?", fragte Draco, empört über diesen Aufstand.

„Ich habe - ich meine -" Harry verzog angewidert das Gesicht und drehte sich um.

Da Draco sitzend natürlich eine ganze Ecke kleiner war als er, hatte er einen guten Ausblick auf Harrys verhülltes Hinterteil. „Ja, was?"

Harry drehte sich ab der Hüfte aufwärts nach hinten und zog das Handtuch soweit hoch, dass seine Kniekehlen freigelegt wurden. „Da", er deutete auf die Linke.

Dracos Blick wanderte hinab, betrachtete unbewusst die strammen, von dunklen Härchen übersäten Oberschenkel und hielt in der Kniekehle inne. Was er sah, ließ ihn schmunzeln. „Soso."

„Bitte, mach sie weg", jammerte Harry.

Eine von Dracos Augenbrauen schnellte in die Höhe. „Ich soll was?"

„Bitte. Ich kann die nicht anfassen."

„Harry, das ist nur eine Zecke!", bemerkte Draco spitz und grinste schadenfroh. Wollte ihm dieser Junge vor ihm wirklich weismachen, dass er sich nicht mal selbst eine Zecke entfernen konnte?

„Dracooo. Bitte."

Kopfschüttelnd rollte Draco an ihm vorbei. „Ich weiß nicht, womit ich dich verdient habe." Er holte ein Pinzette aus seinem Kulturbeutel und rief Harry zu sich ins Bad.

„Ich warne dich, wenn du schreist, dann -"

Dann winkelte er das Knie des Gryffindors so an, dass er es sich auf den Schoß legen konnte und schritt zur Tat. Zuvor blickte er noch einmal hinauf.

Harry hatte die Augen fest zusammengekniffen.

„Wer ist jetzt hier der Feigling, hm?", stichelte der Blonde. Dann setzte er die Pinzette an und mit einem gekonnten Kniff hatte er das Insekt entfernt und spülte es die Toilette hinunter.

Harry musste sich ziemlich verrenken, um die Stelle zu sehen, an der nun ein kleiner Bluttropfen zum Vorschein kam. „Danke", murmelte er.

„Ich glaub das einfach nicht...", murmelte Draco, als er das Bad verließ.

Gleich darauf hörte er Wasser rauschen.

Harry blieb noch bis zum Abendessen. Mit nassen Haaren bereitete er ihnen Nudeln und Soße zu. Draco begann sich langsam zu langweilen. Wenn der dunkelhaarige Mann ihm alles abnahm, würde er bald verdummen.

„Ab morgen koche ich", sagte er fest.

Harry drehte sich grinsend um. „Gerne."

Nach dem Essen verabschiedete er sich dann aber. „Gartenarbeit macht einen ganz schön müde. Und ich denke mal, du hast auch genug für heute?"

Draco nickte leicht. Er war in der Tat müde, allerdings hätte er nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn Harry noch eine Weile geblieben wäre.

„Du meldest dich, wenn du Hilfe brauchst?"

Erneut nickte Draco. „Was hältst du von morgen?"

Einen Moment lang sah Harry ihn irritiert an. Dann strahlte er. „Ehrlich? Gerne."

Draco lächelte zurück. „Ich langweile mich sowieso nur. Und wenn du nichts dagegen hast, tun wir das halt gemeinsam."

„Klar. Den Schlüssel -"

„... behältst du gleich. Ist am einfachsten."

„Gut. Dann bin ich morgen - sagen wir – am Nachmittag, also gegen zwei da?"

„Soll mir recht sein."

„Ich möchte vorher noch was erledigen", erklärte Harry.

Draco nickte zum wiederholten Male nur.

Harry öffnete die Tür und trat hindurch. „Bis morgen dann."

„Ciao."

Weg war er. Draco rollte ins Wohnzimmer, holte die angebrochene Flasche Wasser, brachte sie ins Schlafzimmer, schaltete den Fernseher, den er sich - trotz aller Muggelantipathie - irgendwann mal zugelegt hatte, ein und machte sich dann fürs Bett zurecht.

Eine ganze Weile versuchte er, sich auf den Film zu konzentrieren, doch es ging nicht. Viel zu sehr beschäftigte ihn der vergangene Tag. Und Harry. Er wollte immer mehr über den ehemaligen Mitschüler und - wie er sich jetzt erst wieder richtig bewusst wurde - Widersacher erfahren. Irgendwie war er ihm sehr schnell ziemlich wichtig geworden. Dabei hatte er wirklich geglaubt, so schnell kein Vertrauen mehr fassen zu können. Und plötzlich...

Er schaltete den Fernseher aus. Das hatte keinen Sinn. Er schloss die Augen und träumte von den nächsten Tagen, die er in seinem Garten verbringen würde. Mit Harry. Sonnenstrahlen und blauer Himmel. Blütenzauber und grüner Rasen. So wie heute.

Was war das nur für ein Tag gewesen?

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…to be continued…

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