A/N: Das hier ist wohl, wie ich eben beim nochmaligen Lesen bemerkt habe, das melancholischste Kapitel. Und ich glaube, auch das kürzeste. °grinsel° Nya, ihr werdet mir verzeihen, das weiß ich doch. Hauptsache, es geht weiter. Und ich find, es ist so süß, da könnt ihr mir gar nicht böse sein. :D
Ich wünsch euch ganz viel Spaß...
Liebe Grüßlis, LeakyC
Disclaimer: s. Bio
Warning: Slash: Lime, später Lemon (Harry/Draco)
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Danke:
- SnapeSeraphin: Ich soll dir vertrauen? °lach° Nya, ich überleg's mir. Das neue Pitelchen gibt's hier schon einmal. :)
- Lilith35: Sag bloß, du schreibst sogar wieder? Nicht schlecht. ;)
- Yanaya: Hey, ich würde nicht drauf wetten, dass das mit den Nerven in den Ohren stimmt. °lach° Aber je mehr es nach was aussieht, desto besser ist es. Und du bist ja schon mal beeindruckt, das ist es mir wert. :)
- DiamondOfOcean: Nun, ich vergebe dir. °grins° Ich bin einfach froh, dass sich doch hin und wieder der eine oder andere Schwarzleser meldet und reumütig gesteht. ;)
- EngelKatja: Hey, das war sicherlich nie meine Absicht, dich zu enttäuschen. Dass ich mich nach der Mail nicht mehr gemeldet hab, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass ich dann ja mit dem schriftlichen Abi beschäftigt war. Wenn du magst, kannst du dich ja mal wieder melden. Und dann maile ich zurück. Versprochen!
- Megchen: Das tut mir echt soo leid, dass ich dich das letzte Mal vergessen habe. . Hoffe, das passiert mir nie wieder. Weiß auch nicht... ausgerechnet du. °zu Kreuze kriech° Das Krankheitsbild kann ich dir leider nicht entlateinisieren, habe nämlich mein Büchlein grad nicht da. Aber es hat eben was damit zu tun, dass Draco die Blutung in der LWS-Region hatte. Okay? °lieb guck°
- stelladubh: Ähm, ja, im Grunde läuft es auf Akupressur hinaus, was Harry da gemacht hat. Ich hab einfach meine Phantasie benutzt. :o)
- Berendis, vava, Yuy, LuckyShadow und harry-draco
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Bitte: as always - Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.
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Nach diesem Vorfall hatte sich Harry recht schnell verabschiedet. Er hatte gespürt, dass Draco Zeit für sich brauchte und die wollte er ihm lassen.
Zuhause hatte er sich auf sein Bett fallen lassen und während er an die Decke gestarrt hatte, war ihm vieles durch den Kopf gegangen. Sie durften nicht aufgeben. Womöglich gab es, trotz aller Expertenmeinungen, noch ein Chance. Sie musst es einfach probieren!
Am nächsten Tag sprach er Draco nicht auf ihre Entdeckung an und auch nicht am übernächsten. Er hatte genauso Angst. Angst, Draco zu sehr zu drängen und ihre Freundschaft zu gefährden. Und trotzdem sagte er sich jedes Mal, wenn er den Blonden ansah, dass sie etwas tun mussten.
Fast zwei Wochen vergingen also, bis Harry sich dazu entschloss, einen neuen Versuch zu starten.
Wie auch die Tage zuvor, verbrachten sie den Nachmittag im Garten. Draco ließ sich von der Sonne bescheinen, während Harry die Blumen goss. Doch irgendwann, als der Dunkelhaarige fertig war, meinte er: „Was hältst du von ein bisschen Schatten?"
Draco blinzelte gegen die stechende Sonne. „Von mir aus."
So rollte er zu Harry hinüber, der gerade eine Decke unter dem Blätterdach gegenüber des Wohnzimmerfensters von Dracos Häuschen ausbreitete.
„Das ist ja mal eine richtig gute Idee", lächelte er.
„Stets zu Diensten", entgegnete Harry schmunzelnd und trat zu ihm. „Darf ich Hoheit also bitten?"
Draco streckte die Arme aus und legte sie Harry um den Hals, so dass der ihn an Rücken und Po festhalten konnte, um ihn aus dem Rollstuhl zu heben. Dann drehte er sich langsam auf der Stelle um und hockte sich hin.
„Es wundert mich, dass ich nicht jedes Mal das Gefühl habe, aufm Hintern zu landen", sagte Draco stirnrunzelnd, als er saß.
Harry ließ sich neben ihn sinken. „Hey, ich hab das gelernt, das ist Sinn der Sache."
„Ist ja gut." Draco ließ sich nach hinten umfallen und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Mit seltsamem Blick betrachtete er Harry.
Nicht wissend, wie er reagieren sollte, lächelte Harry gezwungen.
„Hör auf, blöde Grimassen zu schneiden", brummte Draco.
Harry musste grinsen. „Dann hör du aber auch auf."
„Womit?"
Nicht darauf eingehend legte Harry sich auf die Seite und stützte seinen Kopf auf der linken Hand ab, sah Draco von der Seite an.
„Ich mache dich nervös, stimmt's?", meinte der nun. „Ich hab's ja immer gewusst."
„Natürlich." Harry beugte sich näher zu Dracos Ohr hin. „Wer kann dir schon widerstehen?"
Zu seiner Überraschung musste er feststellen, dass Draco eine Gänsehaut bekam. Er sah es deutlich an seinen freien Armen. Schmunzelnd strich er darüber. „Ich dich aber anscheinend auch."
Draco antwortete nicht.
„Spielverderber."
Erneut reagierte der Blonde nicht.
Harry richtete sich leicht auf, damit er sein Gesicht sehen konnte. Draco hatte die Augen geschlossen.
Lächelnd ließ er seinen Kopf auf seinen linken, ausgestreckten Arm sinken und schloss selbst die Augen. War das nicht gerade zu paradiesisch? Hier störte sie wirklich niemand.
Sie lagen eine ganze Weile so nebeneinander. Harry genoss Dracos Gegenwart unheimlich. Er spürte das Gras an seinen nackten Füßen - denn nun, da es jeden Tag sonnig und warm war, trug er im Garten keine Schuhe mehr -, nahm Dracos Geruch und den von frischen Gras und der alten, leicht muffigen Decke in sich auf.
Er war nicht mehr weit weg von einem kleinen Nickerchen, als er spürte, wie sich Draco bewegte. Trotzdem war zu faul, um die Augen zu öffnen. Wenn etwas war, würde der andere sich schon melden.
Er döste vor sich hin, kam nicht umhin, sich vorzustellen, was er noch für schöne Tage mit Draco haben würde, als ihn etwas an der Nase kitzelte. Er hob die rechte Hand, um den Störenfried zu beseitigen, doch er fand nichts. Langsam öffnete er die Augen und blickte ihn die strahlenden Augen eines ihm sehr bekannten jungen Mannes. Ein Lächeln schlich sich automatisch auf seine Lippen.
„Na?"
„Hm?" Harry blickte Draco verwundert an.
„Kitzlig?"
Provozierend zuckte Harry nur mit den Augenbrauen.
Und wieder kam der Grashalm, begann Linien auf seinem Gesicht zu ziehen. Harry schloss die Augen und genoss diese Art der Spielerei und Liebkosung. Als der Grashalm seine Lippen erreichte, öffnete er leicht den Mund und schnappte danach.
„Hey", protestierte Draco lachend.
Harry ließ den Grashalm gehen und öffnete erneut die Augen. „Spielkind."
Draco sah ihn nur an. Es war ein langer, tiefer Blick und Harry wurde ganz flau dabei.
Langsam richtete er sich auf und stützte seinen Kopf zu wiederholten Male auf dem mittlerweile schon leicht tauben Arm ab. „Ich hätte ja nie gedacht, dass wir mal..."
In diesem Moment spürte er einen Finger auf seinen Lippen. Draco schüttelte nur mit dem Kopf. Er nahm die gleiche Position wie Harry an, so dass sie sich genau in die Augen gucken konnten. Und genau das tat er. Starrte regelrecht in Harrys Inneres.
Der Dunkelhaarige wagte nicht, etwas zu sagen, auch wenn ihm alles wie ein Spiel vorkam. Er hielt Dracos Blick stand, gewährte ihm die Einsicht.
„Was suchst du?", fragte er, als er blinzelnd musste, weil ihm die ersten Tränen in die Augen traten. Es war doch ziemlich anstrengend, jemanden anzustarren. Und gleichzeitig war es ein wunderbares Gefühl, zu spüren, wie einem ein Schauer über den Rücken lief, weil man in den Augen - diesen grauen Augen - des anderen versinken möchte.
„Eine Antwort", erwiderte Draco leise.
„Auf was?"
„Meine Frage."
„Und die wäre?"
Draco schüttelte nur leicht mit dem Kopf und ließ sich hinabsinken.
„Alles okay?", fragte Harry besorgt.
Der andere zuckte mit den Schultern.
„Was ist los?" Harry sah ihn sichtlich besorgt an. Eben war doch noch alles schön gewesen.
„Ich habe Angst", flüsterte Draco.
„Angst? Wovor?"
„Vor der Zukunft."
„Warum?"
Dracos Blick traf ihn erneut. „Ich - Harry, ich würde alles dafür geben, wenn du Recht hättest."
„Womit?"
„Mit deiner Vermutung, dass ich - dass ich wieder gehen könnte." Er wandte seine Augen auf Harrys Brust.
Der ehemalige Gryffindor strich Draco sanft eine Strähne hinter sein Ohr. „Ich glaube fest daran, dass wir noch eine Chance haben."
Draco blickte ihn verwundert an. „Wir?"
„Entschuldige - du."
„Nein. Nein - ich meine, ich find das - Bleibst du bei mir, egal, was kommt?"
„Wenn du das willst? Ich möchte gern dein Freund sein. Für immer."
Draco seufzte mit einem merkwürdig traurigen Blick und Harry wusste in diesem Moment genau, dass er selbst auf mehr als eine Freundschaft hinauswollte. Nie zuvor hatte er das gefühlt, was er jetzt spürte; der Drang danach, Draco in den Arm zu nehmen und ihn mit Zärtlichkeit zu überschütten, bis alle traurigen Gedanken fort waren.
„Wollen wir es versuchen?", fragte er leise.
Es dauerte einen Augenblick, bis Draco reagierte. Er sah Harry nicht an, aber ganz langsam begann er zu nicken.
Glücklich beugte sich Harry zu ihm hinab und senkte seine Lippen auf Dracos Haar. „Wir schaffen das", wisperte er. „Wir beide."
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…to be continued…
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