A/N: Hallöchen. Jupp, schon geht's weiter. Kann euch ja nicht so lange warten lassen, jetzt, da die beiden sich näher kommen. Ab hier macht die Story nämlich erst richtig Spaß. Okay, ich bin momentan so verknuddelt und verschmust, dass das logisch ist, aber nya ... trotzdem. :) Zuerst einmal gibt's in diesem Pitel noch das eine oder andere Problemchen, ich will allerdings nicht zuviel verraten. Lasst es euch einfach schmecken. ;)
Küsschen, LeakyC
Disclaimer: s. Bio
Warning: Slash: Lime, später Lemon (Harry/Draco)
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Danke:
- Megchen: Süße, manchmal klingen deine Reviews wie Deutschaufsätze. Nicht, dass mich das stören würde, ich finde es nur witzig. Maia benutzt auch gern so Wörter wie „fließend", „schlüssig", usw.. Zum Schießen. °grinsel° °knuddel°
- Yanaya: Jah, das mit den Deutschbüchern kommt mir recht bekannt vor. Aber ich hab sie immer streberhaft gelesen. Von nichts kommt nicht, hm? ;) Hoffe, deine Klausur war okay? Und danke für das Lob, ich hab mir bei der Story echt ein Bein ausgerissen, weil ich den Knuddel-Draco ja viel lieber mag, auch wenn er furchtbar OOC ist. °grinsel°
- Yuy: Die Szene mit dem Grashalm find ich auch so toll. °seufz° Die musste einfach da rein, wenn sie schon im Garten liegen...
- kosmiclady: Im Grunde genommen bleiben wir hier unschuldig. Das Lemon oben sollte ich vielleicht streichen. Nein, nein, Witz! Es wird schon noch was passieren, aber keine schmutzigen Dinge. Das würde hier ja weiß Gott nicht reinpassen, oder? °smile°
- DiamondOfOcean: Jaah, ich weiß, ich bin immer ein wenig knauserig. Aber ich gebe mir Mühe. °nick° Ich kann eben nicht so „rumschwallen", ich bin so ein „In 5sec auf dem Punkt"-Typ. °seufz° Aber das Pitel ist wenigstens 300 Wörter länger. :o)
- Lilith35, anastacia78, harry-draco, Berendis, Drake und Babsel
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Bitte: as always - Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.
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Die kommenden Tage brachte Draco ziemlich durcheinander. Durch Harry war seine ganze Routine aus dem Gleichgewicht geraten und auch wenn er die Langeweile nicht vermisste, überlegte er manchmal doch, ob er sich und auch Harry nicht überforderte.
Der dunkelhaarige Mann stand jeden Morgen Punkt zehn Uhr in der Küche und bereitete ihr Frühstück vor. Genauso kümmerte er sich - wenn Draco es zuließ - um Mittag- und Abendessen. Die restliche Zeit verbrachte er mit ihm im Garten oder im Haus, wobei ihnen - und das war es, was Draco am meisten wunderte - nie langweilig wurde. Es war egal, ob sie nun etwas taten oder nicht, denn selbst, wenn sie nur zusammen auf der Decke im Schatten lagen oder saßen, vor sich hinträumend, war es genau richtig in diesem Moment.
Vielleicht hätte er sich auch leichter an die neue Situation gewöhnen können, wenn er nicht gewusst hätte, dass der Zeitpunkt der Wahrheit bald kommen sollte. Harry sprach nicht mit ihm darüber, weil er es wahrscheinlich auch nicht zugelassen hatte, aber eines Tages kam er später als gewöhnlich und sein Gesichtsausdruck ließ auch eindeutig darauf schließen, dass etwas geschehen war.
Trotzdem sagte Harry vorerst nichts. Als sie dann zu Mittag gegessen hatten und er noch immer nicht mit der Sprache herausrückte, fragte Draco gereizt: „Kann es sein, dass du ein Problem hast?"
Harry sah ihn schuldbewusst an. „Nein, nicht wirklich."
„Warum guckst du dann, als würde in den nächsten Minuten die Welt untergehen?"
Seufzend wollte Harry aufstehen und den Tisch abräumen, aber Draco hielt ihn am Arm fest.
„Setz dich verdammt noch mal hin und rede mit mir!"
Langsam sank der Dunkelhaarige zurück auf den Stuhl. „Draco – ich hab – den Termin bekommen. Sie wollen dich nächste Woche operieren."
Für einen Moment hatte Draco das Gefühl, er bekäme keine Luft mehr.
Harry streckte die Hand nach seiner aus. „Hey, ganz ruhig."
„Nächste Woche?", krächzte er schließlich.
Sein Freund nickte. „Ich hab heute Morgen einen Anruf von meinem Professor bekommen. Er sagte, ein Patient, der für nächste Woche eingeplant war, ist vorzeitig... Na ja." Er lächelte ein bisschen schief.
Draco hatte in diesem Moment kein Verständnis für jegliche Art von Humor. In einer Woche sollte sich sein komplettes Leben ändern – möglicherweise.
Er drehte sich um und rollte aus dem Raum. Natürlich, er musste der Wahrheit ins Auge sehen und es gab auch nur einen Weg, herauszufinden, ob er jemals wieder laufen könnte oder nicht, aber... Er war viel zu überrascht, um einen klaren Gedanken fassen zu können.
Harry folgte ihm diesmal nicht und Draco konnte nicht sagen, ob ihm das nun recht war oder nicht. Die Beziehung zu dem ehemaligen Gryffindor war mehr als seltsam.
Dracos Gedanken flogen zu dem Tag vor zwei Wochen zurück, als sie im Garten gelegen hatten. In solchen Momenten liebte er sein Leben wieder. Überhaupt hatte es an Wert zugenommen. Und das verdankte er Harry.
Irgendwann hatte Draco festgestellt, dass er ihm dafür mehr als dankbar war. Anfangs war es nicht leicht gewesen, es zu akzeptieren, doch als sie Freunde wurden, als Draco begonnen hatte, Harry wirklich zu vertrauen, hatte er gemerkt, wie lange er einen Freund, einen Partner, einen Menschen, dem er alles erzählen und alles geben wollte, vermisst hatte. Mit einem bitteren Beigeschmack hatte er an Blaise gedacht, der es irgendwie nie geschafft hatte, zu ihm zu kommen. Lange Zeit hatte Draco sich gefragt, warum das so gewesen war, denn er hatte sich nie vorstellen können, dass Blaise, sein bester Freund, ihn so verletzen würde.
Draco hörte, wie Harry in der Küche den Tisch abräumte. Dann kam er in den Flur. „Draco, ich geh noch mal ne Stunde nach Hause."
Als der Blonde nicht reagierte, kam er bis ins Wohnzimmer. „Hast du gehört?"
Trotzdem dauerte es einen Moment, bis Draco reagierte. „Ja", antwortete er schlicht. Dabei sah er den ehemaligen Gryffindor nicht an.
Als er die Tür ins Schloss fallen hörte, fühlte er sich miserabel. Er kam sich allein und verlassen vor. Wahrscheinlich war das übertrieben, aber Draco verstand nicht, warum Harry so gezögert hatte, mit ihm zu reden. Und dann hatte er es ihm schließlich doch unvorbereitet eröffnet und nun ließ er ihn allein hier sitzen. Das war nicht fair. Er hing doch in allem genauso drin.
Draco machte sich auf den Weg in den Garten, rollte über den mittlerweile ebenen Weg unter dem Eingangsbogen, dessen Blüten nun in voller Bracht standen, hindurch und schaffte es bis unter das Blätterdach.
Dort stützte er sich mit den Händen so ab, dass er sich aus dem Rollstuhl hieven konnte. Dann musste er allerdings feststellen, dass er nicht zu Boden getragen werden konnten, und ließ sich kurzerhand fallen. Ziemlich unsanft landete er auf dem linken Ellenbogen, schluckte den Schmerz aber hinunter und robbte etwas von seinem verhassten Fortbewegungsmittel weg.
Anschließend zog er die Beine heran und legte sich auf die Seite, schloss die Augen. Warum konnte er nicht einfach einschlafen und sich alle Probleme in Luft auflösen?
Draco hörte die Vögel zwitschern, Stimmen im Nachbargarten, ein Baby schrie. Ihn umgab so viel Leben und trotzdem fühlte er sich schrecklich einsam.
Harry fehlte ihm, eine beruhigende Hand auf seiner Schulter, eine leise Stimme an seinem Ohr oder einfach nur ein Lächeln. Doch gerade der, für den Draco nun alles geben würde, hatte ihn allein gelassen.
Der ehemalige Slytherin war sehr enttäuscht. Und es bestätigte seine Angst. Angst davor, dass etwas schief gehen und Harry ihn verlassen würde. Oder wirklich – wie er es in den ersten Stunden gedacht hatte – nur noch aus Mitleid kam. Dieser Gedanke tat so weh.
Draco vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Er wollte nicht daran denken. Auch wenn Harry immer nur von Freundschaft sprach... Es war doch eine sehr innige Freundschaft, die Draco um nichts in der Welt verlieren wollte.
Mit diesem Gedanken schlief er ein.
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Geweckt wurde er durch eine besorgte Stimme und eine Hand, die ihn leicht rüttelte.
„Draco?" Das war eindeutig Harry.
Draco schlug langsam die Augen auf. Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war. Ein leichter Wind wehte durch die Bäume und ließ ihn frösteln.
„Hi", sagte er und gähnte.
„Was machst du hier draußen? Bist du – hast du dir was getan?" Harry half ihm beim Aufsetzen.
„Nein. Nein, alles okay", antwortete Draco und blickte ihn an. „Wie spät ist es?"
„Gleich drei Uhr."
„Du warst länger weg."
Harry sah ihn erneut schuldbewusst an. „Tut mir Leid, ich dachte..."
„Schon gut", murmelte Draco und wollte abwinken, doch Harry fing seine Hand in der Luft ab. „Nein. Ich benehme mich wie ein Idiot."
Der Blonde blickte ihn an. Er wusste nicht, was er sagen sollte, denn alles, was ihm einfiel, waren Worte, die Harry nicht hören sollte. Zärtliche, liebevolle Worte und Gesten, die unter den gegebenen Bedingungen so vollkommen falsch erschienen. Langsam schüttelte er den Kopf.
Harry, der diese Reaktion falsch deutete, nickte. „Doch. Warum bin ich gegangen? Ich hätte mit dir reden müssen, anstatt dich allein zu lassen. Ich weiß, dass dich das getroffen hat. Aber Draco, ich – ich bin für dich da. Wir haben es doch beschlossen, oder? Wir schaffen das, gemeinsam."
Nun nickte auch Draco. Harry hatte Recht mit dem, was er sagte, dennoch vertrieb es nicht die Angst, die tief in Draco schlummerte. Die würde ihm auch so schnell niemand nehmen können.
„Lass uns nicht so viel nachdenken, ja? Ich weiß, dass das alles sehr schwer für dich ist. Und ich würde dir so gerne helfen. Aber ich kann es nicht."
„Du hast mir geholfen", flüsterte Draco und zog Harry zu sich, lehnte sich an ihn.
Harry kletterte hinter ihn und nahm ihn zwischen die Beine. „Ich würde so gerne etwas tun, nicht nur zusehen."
Draco lehnte sich zurück und genoss die Nähe des anderen. „Entweder es klappt oder es klappt nicht", sagte er möglichst gelassen.
Doch es kam, wie er es sich gedacht hatte, Harry durchschaute ihn. „Es wird klappen, glaub mir. Du musst es nur wirklich wollen. Und du musst ihnen vertrauen."
„Unterstell mir nur nicht, dass ich es nicht wirklich will", sagte Draco leicht böse.
Harry legte die Hände auf seiner Brust ineinander. „Schon gut", flüsterte er.
Draco schloss die Augen und spürte, wie sich Harrys Kopf an seinen schmiegte. Dies waren Momente, in denen er am liebsten aus der Haut fahren wollte, weil er daran denken musste, dass Harry nicht der war, für den er ihn halten wollte – seinen Partner. Er wünschte sich nichts mehr, als dass er ihm nun ein paar zärtliche Worte zuflüsterte und ihn festhielt, spüren ließ, wie sehr er ihn brauchte. Genau dies wollte auch Draco tun, aber er konnte nicht. Durfte nicht.
Doch er blieb ganz ruhig, genoss den Augenblick und verdrängte den Gedanken daran, dass es einmal anders sein konnte, wenn... Leise seufzte er und spürte, wie Harry seine Hände suchte, sie fand und einschloss.
Draco öffnete die Augen und blickte auf die gefalteten Hände. Bedeutete denn all dies nichts?
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…to be continued…
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