A/N: Nun... weiter geht's. Hat ein bisschen gedauert, ich weiß. Hey, aber im Gegensatz zu anderen bin ich doch recht gut dabei, was das Updaten betrifft. :P

Uhm, heute geht's medizinisch gesehen ans Eingemachte. Ich weiß ja, dass die Zauberer es normalerweise anders handhaben mit ihren Heilungsmethoden, aber nehmt es einfach so hin, wie ich's geschrieben habe. Ich konnte mir nämlich einfach nicht vorstellen, wie man Dracos „Defekt" anderweitig behandeln sollte.

Viel Spaß und... bis dann. :)

Grüßlis, LeakyC

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Disclaimer: s. Bio

Warning: Slash: Lime, später Lemon (Harry/Draco)

Danke:

- Lilith35: Ja, richtig, ich habe mein Abi jetzt. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich schreiben kann. Ich habe momentan nämlich eine Flaute. °hmpf° Zum Glück hab ich die Story ja bereits fertig geschrieben. :) Was deine vielen Frage betrifft... Abwarten. :D

- Megchen: Meg, Sweet, du kennst mich. Ich bin klein und gemein. °muhaha° Aber ich liebe Draco, das weißt du auch, und wie könnte ich ihm jemals wirklich weh tun?

- kokosnuss: Tja, Süße, ich könnte jetzt wirklich sagen, dass du selbst dran schuld bist, dass du meine Story ignorierst. Aber ich mache dir keine Vorwürfe, du leidest ja wenigstens etwas. °eg°

- Yanaya: Soo, ich hoffe, deine Klausuren sind gut gelaufen? Ich bin so froh, dass endlich alles vorbei ist. Und nun ja schon über 2 Wochen. °grinsel° Kuschelszenen gibt's sicher noch. Ich bin ein Kuschelfreak. ;D

- Babsel: Du bist ein wenig nervös, oder? °kicher°

- mäuschen, kosmiclady, Manya, Yuy, Berendis, Maia May und stella dubh

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Bitte: as always - Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.

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Harry saß hinter Draco, hielt ihn in den Armen und wünschte sich die ganze Zeit, er hätte die letzten Stunden rückgängig machen können. Er benahm sich wie ein Idiot. Hatte er Draco nicht versprochen, immer für ihn da zu sein, hatte er es nicht eben noch gepredigt? Ja, das hatte er. Und dann lief er weg. Warum? Natürlich, Draco sollte auch mal allein sein, aber nur weil er aus dem Zimmer ging, hieß das doch nichts...

Wenn Harry ehrlich war, musste er zugeben, dass er Panik bekommen hatte. Er hatte öfter in der letzten Zeit das Gefühl, von seinen Gefühlen überrannt zu werden. Und das konnten sie nun am allerwenigsten gebrauchen.

Schon, als er gegangen war, hatte er gewusst, dass er einen Fehler machte. Und mit jeder Minute, die er fortblieb, war das schlechte Gefühl gewachsen, bis er es irgendwann nicht mehr ausgehalten hatte und zurückappariert war.

Im Haus hatte er Draco nicht gefunden und erschrocken darüber war er natürlich sofort in den Garten gerannt. Als er Draco dort liegen sah, ein Stück entfernt vom Rollstuhl, so zusammengekrümmt, wusste er, dass er es sich nie verzeihen konnte, wenn dem jungen Mann etwas passiert war.

Zum Glück war dem nicht so und trotzdem fühlte Harry sich mies. Er lehnte hier mit seinem Kopf an Dracos und durfte nichts weiter tun, als ihn so festhalten. Ihn stützen und für ihn da sein, solange all dies auf der Basis einer Freundschaft blieb. Sollte es immer so sein?

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Die ganze Woche über kamen weder Draco noch Harry noch einmal richtig zur Ruhe. Harry machte sich Tag und Nacht Gedanken über die anstehende OP und kam auch nicht umher, mindestens einmal pro Tag mit Draco darüber zu reden. Dabei bemerkte er natürlich sehr wohl, dass der ehemalige Slytherin Angst hatte. Auch aus diesem Grund wollte er ihn gar nicht mehr allein lassen, apparierte abends sehr spät nach Hause und war morgens bereits da, wenn Draco aufstand. Es wunderte ihn schon ein bisschen, dass der Blonde nichts sagte, schließlich wollte er nicht bemuttert werden. Aber selbst wenn er sich beschwert hätte, wäre Harry nicht gegangen. Sie brauchten sich; er brauchte Draco mindestens genauso wie Draco ihn und er wusste, dass sein Freund versuchte, ihm so wenig Arbeit wie möglich aufzulasten, was Harry ihm zwar hoch anrechnete, aber nicht durchgehen lassen wollte.

Es war keine leichte Zeit. Dass sie nicht aneinander gerieten, war schier ein Wunder, immerhin hockten sie täglich bis zu sechzehn Stunden aufeinander, im Haus oder im Garten. Sie waren beide äußerst angespannt und Harry gab sich wirklich alle Mühe, seine Nervosität nicht allzu sehr durchscheinen zu lassen. Dracos Angst konnte alles kaputtmachen...

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Am Abend bevor es ins Krankenhaus gehen sollte, wartete Harry, bis Draco im Bett lag und verabschiedete sich erst dann. Er stand am Bett und blickte auf den ehemaligen Mitschüler hinab. „Ich geh dann. Schlaf gut. Und bitte, mach dir nicht mehr allzu viele Gedanken, hm?"

Draco lächelte leicht und nickte. „Ich geb mir Mühe."

„Nacht", wisperte Harry und verließ den Raum.

Im Flur knipste er das Licht aus und wollte apparieren. - Und doch konnte er nicht. Irgendetwas hielt ihn fest. Mit aller Kraft weigerte sich sein Herz, dieses Haus zu verlassen.

Sich nicht rührend, stand er einen Moment da und wusste nicht, was er tun sollte. Dann schien es, als hätten sich seine Beine selbständig gemacht und brachten ihn zurück in Dracos Schlafzimmer. Dort war es mucksmäuschenstill.

Harry wagte nicht, auch nur zu atmen, als er zum Bett ging, sich die Schuhe von den Füßen streifte und das Hemd über den Kopf zog, bevor er vorsichtig neben Draco in das Bett kroch.

Er dachte überhaupt nicht darüber nach, was er tat, wusste, dass Draco ihn am nächsten Morgen vielleicht beschimpfen würde, wenn nicht rausschmeißen, und trotzdem legte er sich zu ihm, schloss ihn ganz sanft in seine Arme und vergrub sein Gesicht in Dracos Halsbeuge.

Seine Herz schlug ihm bis zum Hals und er wusste, dass er so schnell nicht einschlafen würde. Dennoch fühlte er sich so wohl, wie niemals zuvor in seinem Leben, wusste, dass dies der Ort war, an den er gehörte. Er spürte Dracos Wärme und seinen Geruch, atmete tief ein.

„Hast du dich anders entschieden?", wisperte da plötzlich eine Stimme und Harry zuckte regelrecht zusammen, als er realisierte, dass es Draco war.

Er brauchte einen Moment, bis er antworten konnte. „Tut mir Leid."

„Was denn?"

„Ich – ich geh wohl besser wieder", flüsterte Harry und wollte sich schon beinahe flüchtend aus dem Bett quälen, als Draco ihn festhielt.

„Nein. Nein, das ist schon in Ordnung", sagte er leise. Dann zog er den noch etwas widerwilligen Harry enger an sich.

Der Gryffindor spürte ein wenig von Dracos Haut unter seinen Fingern, als er ihm über den Bauch strich und an eine Stelle kam, an der der Schlafanzug verrutscht war. Er schloss die Augen, versuchte sich nicht vorzustellen, was er tun wollte, und legte seinen Kopf erneut an Dracos Schulter.

Der Blonde legte eine Hand auf seinen Arm. „Das ist schon alles richtig so."

Harry biss sich auf die Lippe. Wenn es das wirklich wäre...

„Schlaf gut."

„Du auch", schaffte es Harry noch, mit belegter Stimme, zu sagen. Nur wenige Minuten später waren sie beide eingeschlafen.

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Am nächsten Morgen ging alles viel zu schnell, um überhaupt noch einmal über die vergangene Nacht nachdenken zu können.

Als Harry und Draco in St. Mungo ankamen, wurde Draco sofort zu unterschiedlichen Tests mitgenommen, damit sie sicher gehen konnten, dass einer Operation nichts im Wege stand.

Zwischendurch saßen die beiden gemeinsam in einem Zimmer, warteten auf die Ergebnisse und sprachen kaum ein Wort.

Harry ahnte, dass er Draco keine Hilfe war, aber er fühlte sich nicht wohl, er hatte wirklich selbst Angst bekommen.

Mittags bekamen sie die Ergebnisse und schon am frühen Nachmittag fand die OP statt.

Harry durfte Draco bis in den Narkosesaal begleiten, sagte ihm noch ein paar aufmunternde Worte und strich ihm übers Haar, bis der Narkosetrank wirkte.

Friedlich lag der Blonde da und schlief, nun nicht mehr in Sorge um das, was ihn erwartete. Harry dagegen spürte bei diesem Anblick einen riesigen Kloß im Hals.

„Alles hängt von diesem Tag ab", wisperte er zu sich selbst. Er stand da, vor dem Bett, in dem der momentan wichtigste Mensch seines Lebens lag, und wusste nicht, was werden sollte. Stunden würden vergehen, bis Draco erwachte und dann würde es Tage dauern, bis entschieden war, ob er jemals wieder gehen könnte. Was, wenn nicht? Harry wollte gar nicht dran denken... Dracos ganze Hoffnung lag nun in seinem einzigen, kleinen Anhaltspunkt. Und er würde es nicht ertragen können, ihn diesmal zu enttäuschen. Aber - er war nur ein junger Heiler, er war weder Professor noch Hellseher.

„Harry?"

Der dunkelhaarige Mann wandte sich um.

Eine dunkelblonde, kleine Krankenschwester blickte ihn lächelnd an. Sie war eine ehemalige Arbeitskollegin. „Du müsstest dann jetzt mit hinaus kommen. Wir bringen Mr Malfoy nun in den OP und du weißt, dass du da nicht mit reinkannst."

Harry beugte sich ein letztes Mal zu Draco, der ruhig atmete, und küsste ihn auf die Stirn. Dann schluckte er schwer und folgte Charlize aus dem Narkosesaal.

Sie platzierte ihn auf einem Stuhl bei der Tür zum OP.

„Danke", sagte er leise und legte seinen Mantel ab. „Kann ich nicht doch irgendwie -"

Trotz ihrer geringen Körpergröße schaffte sie es, ihn auf den Stuhl zu zwingen. „Du weißt, dass das nicht geht", erklärte sie mitfühlend. „Und du weißt auch, dass dein Patient hier in besten Händen ist. Oder nicht?"

Harry nicke ergeben. Charlize hatte natürlich Recht.

„Ich hol dir nen Kaffee, okay?"

„Danke", entgegnete Harry. „Aber vielleicht lieber ne Schokolade?"

„Wird erledigt." Mit einem Schmunzeln ließ die Schwester ihn zurück.

Harry seufzte. Er hatte keine Ahnung, was nun gerade mit Draco passierte, hoffte nur, dass ihn sein Gefühl nicht täuschte und wirklich alles in Ordnung war.

Wartend sah er sich um. Der Flur war weiß, wie in allen öffentlichen Gebäuden und doch schien selbst hier, vor dem Eingang zum Operationssaal, nichts zu steril und unpersönlich gehalten zu sein. An den Wänden hingen gerahmte Bilder von kleinen Patienten oder auch Fotos von Betriebsfeiern, auf denen Lahme zu Gehenden wurden.

Harry stand auf, um sich einen Rahmen genauer anzusehen, als auch schon Charlize wieder auftauchte. „Hier, bitte schön."

Er lächelte und nahm den Becher. „Danke, du bist die Beste."

„Dein Examen war besser als meins", meinte sie grinsend.

„Nimm das Kompliment einfach mal an, hm?" Er sah sie ein wenig bittend an. Für Spielereien war er viel zu angespannt.

Sie nickte und ließ sich kurz auf einem der Stühle nieder. „Erzähl mir, wie's dir geht", forderte sie ihn auf.

Harry wandte sich von der Wand ab und sank neben ihr in einen Stuhl. „Nun ja, mir geht's eigentlich sehr gut."

„Aber?"

Harry zuckte mit den Schultern und machte mit dem Kopf eine Bewegung in Richtung OP.

Auf Charlizes Lippen erschien ein wissendes Lächeln. „Ich versteh dich. Es ist eine schwierige OP, wie ich mitbekommen habe. Aber das wird schon wieder." Sie legte ihm eine Hand auf den Oberschenkel und streichelte ihn aufmunternd.

„Ich hoffe es", sagte Harry mutlos.

„Das ist immer das, was dir der Professor und schon dein Mentor gepredigt haben", antwortete die Blonde.

„Hm?" Harry nippte an seinem Kakao.

„Es ist nicht gut, eine Beziehung zu seinem Patienten zu führen", erwiderte Charlize schlicht und stand auf.

„Es ist nicht so...", begann Harry, wurde jedoch unterbrochen.

„...wie ich denke, nein?" Sie lächelte. „Dann tut mir der Junge richtig Leid."

Harry blickte sie fragend an.

„Ich habe deinen Freund vorhin bei den Tests begleitet und ich kenne ja viele deiner Fans, aber glaub mir, er ist dein größter." Sie drehte sich um und wollte den Flur hinab verschwinden, doch Harry sprang auf, balancierte geschickt den Becher mit einer Hand und hielt sie am Arm fest.

„Was hat er gesagt?", wollte er aufgeregt wissen.

Charlize lächelte. „Nur, dass er es ohne dich nie bis hierhin geschafft hätte. Und ich denke, er braucht dich in Zukunft noch viel, viel mehr." Damit machte sie sich sachte aus seiner Umklammerung frei, gab ihm einen Klaps auf die Schulter und ging endgültig.

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…to be continued…

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