A/N: Hey ihr Süßen. So, auf geht's ins neue Kapitelchen. Tut mir leid, dass ich mich scheinbar Wochen nicht gemeldet habe... °drop° Frau oh Frau, das kann nicht wahr sein! Nya, ich war jetzt erst mal in Berlin und so, da kam ich nicht dazu. Entschuldigt bitte. °smile°

Ich weiß, ihr werdet euch nach diesem Chap wieder ärgern, weil ... nya, weil die Jungs nicht in die Puschen kommen. Aber hey, es sind ja noch ein paar Kapitel. :) Und ich werde euch nicht wieder Wochen warten lassen. Mal gucken, wenn ihr lieb seid, dann erbarme ich mich möglicherweise schon, wenn ich Sonntag aus Hannover wiederkomme. :P Ansonsten gibt es eine Überraschung, aber ich will nicht zuviel verraten. Sagen wir so, es kommt ins Rollen. Endlich! Nun denn...

Bis dann, lieben Gruß, LeakyC

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Disclaimer: s. Bio

Warning: Slash: Lime, später Lemon (?) (Harry/Draco)

Danke:

- Yanaya: Nun, ein bisschen kuscheln gibt's heute. Allerdings nicht in dem Ausmaß, wie du es dir vielleicht wünschst. Nya, mal schaun, wie ich dir noch helfen kann. ;) Och, da meine Ferien ja nun bereits fast zu Ende sind (01.08. arbeiten -.-), hab ich mein Abi mal verdrängt. ;o) Nein, im Ernst, war okay. °smile°

- Yuy: Folter? Du bist fies! Das ist ungerecht. Immerhin weißt du noch gar nicht, was als nächstes passiert:P

- Lyonessheart: Hm, schön, dass du auch wieder schreibst. Ich hab schon einiges von dir gelesen, wenn ich mich recht entsinne. Du schreibst doch nur auf Englisch, stimmt's:)

- Megchen: Hach... irgenwie werde ich bei jedem deiner Rewus rot. °versteck°

- Lilith35: Du darfst hoffen. °smile° Sorry, dass das mit dem Pitel ewig gedauert hat. °auf Knien rutsch und um Verzeihung bitt°

- Inezsnape, anastacia78, zan189 (für gleich 3 Rewus :) ), Lightwings, harry-draco, LuckyShadow, (das ekstatische) Mäuschen, teufelchen-netty und Berendis

Und zum Schluss geht heute die Auszeichnung für das herrlichste Review an Lynx. Ich hoffe, du beehrst uns bald wieder. ;)

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Bitte: as always - Kommis, Reviews und meinetwegen auch Mails. Ich bin für alles zu haben.

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Als Draco erwachte, wusste er zuerst weder, wo er war, noch wie viel Uhr es war. Das Einzige, was er spürte, war, dass er nicht allein war. Und das gab ihm eine seltsame Ruhe.

Er fühlte die Wärme einer anderen Hand an seiner rechten, die auf dem Laken lag, schlaff - wie er sich überhaupt fühlte - mit einer Kanüle darin, durch die noch einige Medikamente gegen die Schmerzen in ihn flossen.

Zögerlich drehte er den Kopf nach rechts und sein Blick glitt über den dort halb sitzenden, halb liegenden Harry. Er lag mit den Armen auf einem dünnen Streifen Matratze, den Oberkörper darauf und ansonsten saß er - wie Draco sofort sah - sehr unbequem. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Das war sein Harry. Wachsam bis zum richtigen Moment.

Er drehte den Kopf nach links und die draußen eingekehrte Dunkelheit und die kleine Tischlampe sagten ihm, dass der Dunkelhaarige wohl ein Recht auf Schlaf hatte.

Draco holte tief Luft und kniff plötzlich die Augen zusammen. Das tat in der Tat richtig weh. Besser, er bewegte sich erst einmal gar nicht...

Langsam fielen seine Augen wieder zu. Was bei der OP gut und schlecht verlaufen war, interessierte ihn nun erst einmal gar nicht. Er war froh, dass Harry bei ihm war und seine Hand festhaltend, schlief er schließlich erneut ein.

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Am nächsten Morgen erwachte er, als er Geräusche hörte.

Blinzelnd öffnete er die Augen und blickte in Harrys verknittertes Gesicht. „Morgen", sagte Draco mit rauer Stimme und räusperte sich.

Harry strich ihm über die Wange. „Morgen." Er verzog das Gesicht, als er sich auf den linken Arm stützte.

„Na, ein wenig unbequem geschlafen, was?" Draco konnte schon wieder schmunzeln. „Ich wollte dich nicht wecken."

„Du warst wach, heut Nacht?", fragte Harry.

Draco nickte leicht.

Harry lächelte. „Wie fühlst du dich?"

Das war eine Frage, die Draco nicht so leicht beantworten konnte. Schlecht fühlte er sich nicht, doch wenn er an die Entscheidung dachte, die ihm nun abgenommen war, fühlte er sich auch nicht wohl.

„Was sagen die Ärzte?"

„Die Blutung ist zurückgegangen." Harry strahlte.

„Das sind wohl gute Nachrichten?" Draco konnte Harrys Freude noch nicht recht aufnehmen.

„Ja, sind es. Es ist keine Garantie, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung." Er ließ Dracos Hand los und ging zum Fenster. „Du bist so blass", sagte er und öffnete die Vorhänge.

Sonnenstrahlen drangen in das Zimmer und erwärmten es sofort. Draco bekam Sehnsucht nach seinem Garten.

„Was kommt nun?", wollte er wissen.

„Abwarten. Das kann Tage dauern. Zwischendurch wirst du noch ein paar Tests über dich ergehen lassen müssen. Die meisten morgen. Und dann..."

„Ja oder nein?"

Harry nickte. „Es wird sich entscheiden. Aber du solltest die Hoffnung nicht zu früh aufgeben, nur weil in den nächsten Stunden noch nichts geschieht. Der Professor sagte, wenn sich die Schwellung, die durch die Blutung entstand, zurückgebildet hat, können sie beginnen, das Gewebe zu regenerieren und dann hängt alles von dem Willen deines Körpers ab." Er ließ sich erneut neben Draco nieder.

Der Blonde sah ihn an. „Wie kriege ich meinen Körper dazu, dass er ja sagt?"

„Mehr als Hoffen und dir Mühe geben, kannst du nicht. Du musst dir selbst sagen, dass es das Einzige ist, was du wirklich willst. Und das wird dein Körper begreifen. Ihr seid eine Einheit."

Draco nickte. Das klang so einfach, theoretisch war das gar kein Problem... „Ich will doch nichts mehr..." Plötzlich traten Tränen in seine Augen.

„Ich weiß", flüsterte Harry, der deutlich schlucken musste, bevor er weitersprechen konnte. „Und ich glaube fest an dich."

Das erste Mal nahm Draco wahr, wie Harry sich zu ihm beugte und ihm einen zarten Kuss auf die Stirn gab. Er spürte, wie ihm warm wurde, wie sich Leben in ihm ausbreitete und er wusste, dass sie inzwischen zuviel miteinander erlebt hatten, um nicht auf ewig zusammenzugehören. Er wusste es, aber er sagte nichts. Fing einzig und allein den Blick des ehemaligen Gryffindors auf und schickte ihm damit die wichtigste Nachricht: Seine Liebe.

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Die nächsten Stunden waren die nervenaufreibendsten in Harrys gesamtem Leben. Es war schrecklich, warten zu müssen, ob etwas passierte, wie das Schicksal sich entschied, und sich dabei nichts anmerken zu lassen, um Draco nicht zu verunsichern oder ihn ebenfalls noch nervöser zu machen, als er es ohnehin schon war.

Hin und wieder kam einer der Ärzte oder eine Schwester, doch da Harry Dracos tägliche Pflege übernahm, waren sie den Großteil des Tages allein.

Der Dunkelhaarige saß in einem bequemen Stuhl an Dracos Bett und wenn sie sich nicht unterhielten, las er, sah aus dem Fenster und betete, dass bald etwas passieren würde.

Draco ließ sich kaum etwas anmerken, dabei ahnte Harry, wie es in ihm aussehen musste. Nicht zu wissen, ob das Bangen und vor allem das Hoffen umsonst gewesen war, ob der eigene Körper genug Kraft und Willen besaß, ein Leben wie früher zu führen.

Wie Harry es gesagt hatte, musste sich Draco am ersten Tag nach der Operation einigen Untersuchungen unterziehen und kam recht erledigt wieder. Dennoch schien es niemanden zu beunruhigen, dass sich bisher noch nichts getan hatte.

Am zweiten Tag stellte der Professor zufrieden fest, dass die Schwellung fast komplett zurückgegangen war. So wurde bereits am Nachmittag eine neue Behandlung eingeleitet, die dafür sorgen sollte, dass die zerstörten Nervenzellen zwischen den betroffenen Wirbeln von Dracos Lendenwirbelsäule sich regenerierten.

Schon vor der OP hatten sich Draco, Harry und der Professor lange über diese Behandlung unterhalten, sie war nicht ganz neu, aber auch noch nicht allzu häufig angewandt worden. Die Chancen standen fünfzig zu fünfzig.

Als sich allerdings nach drei Tagen noch immer nichts getan hatte, wurde Harry unruhig. Das dauerte ihm wirklich zu lang. Und wenn er Draco ansah, wusste er, dass der junge Mann litt, auch wenn er nichts sagte.

Am Abend hielt er es dann nicht mehr aus. Er stand aus seinem Stuhl auf und setzte sich neben Draco aufs Bett. „Du gibst nicht auf, hörst du?", sagte er leise und eindringlich.

Draco sah ihn an, müde, leer, wie es schien. „Warum passiert nichts?", wisperte er und Harry spürte, dass er den Tränen nah war.

„Es wird", antwortete er und zog den Blonden an sich. „Glaub fest daran."

Sie hielten sich eine Weile so fest, Harry umklammerte Dracos Schultern und streichelte ihm über den Rücken. Egal, was kommt, dachte er, ich liebe dich...

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Mitten in der Nacht wachte Harry auf. Langsam erhob er sich von seiner kleinen Couch, die er sich jeden Abend aus seinem Stuhl zauberte und auf der er schlafen konnte, denn nach Hause gehen wollte er unter keinen Umständen.

Barfuß tapste er zu Draco Bett und fand den jungen Mann friedlich schlafend. Doch gerade, als er sich einen Schluck Wasser einschenkte, hörte er Draco leise Murmeln.

Lächelnd schraubte Harry die Flasche zu. Er hatte nie geglaubt, dass Draco möglicherweise im Schlaf redete. Aber dies hier war auch kein Reden...

Der Blonde bewegte sich nun leicht und plötzlich geschah etwas, das Harry den Atem anhalten ließ. Die Bettdecke bewegte sich ganz leicht, auf Höhe von Dracos Knien.

Regungslos stand Harry da und starrte auf die weiße Decke.

Draco drehte sich erneut ein Stück und auf einmal blinzelte er.

Harry wandte ihm den Kopf zu, blickte ihn genauso verwundert an, wie er eben noch auf seine Beine gestarrt hatte.

„Was machst du hier?", wollte Draco verschlafen wissen.

Mit zittrigen Fingern stellte Harry sein Glas ab. „Ich -"

Plötzlich runzelte Draco seltsam die Stirn. „Was?", fragte er leise, als ob er nur mit sich sprach. Dann schlug er mit einem Mal die Decke weg. „Hilf mir", bat er.

Harry trat schnell näher heran und half Draco, sich leicht aufzusetzen. „Ist es -?"

Draco hob die Hand und schloss die Augen. Es war totenstill im Raum. Draco fuhr mit seinen Händen über seine Beine, die nur in Boxershorts steckten. Er tat dies sehr bedächtig, tastend.

Harry stand daneben, angespannt bis zum Zerreißen und wartete. In seinen Fingern kribbelte es, er spürte, wie sich alle Energie ansammelte. War der Zeitpunkt gekommen?

„Da", flüsterte Draco plötzlich und massierte eine Stelle oberhalb seines Knies. „Es kribbelt." Und als er den Kopf hob, schwammen seine Augen in Tränen.

Harry sah auf Dracos Finger, wie sie immer wieder über die Stelle fuhren, ungläubig, und er fühlte, wie es in seinem ganzen Körper zu leben begann. „Merlin", wisperte er.

„Harry?" Draco saß völlig aufgelöst vor ihm.

„Ich - komme gleich wieder." Und dann rannte Harry los, stürzte den Flur hinab zum Schwesternzimmer und klopfte laut an die Tür.

Schon im nächsten Moment kam die Nachtschwester um die Ecke.

„Bitte, können Sie mir sagen, ob Professor Magister heute Nacht Dienst hat?"

Die junge Frau sah ihn stirnrunzelnd an. „Es geht um...?"

„Draco Malfoy. Bitte, können Sie ihn anrufen? Er muss sofort kommen."

„Was ist mit Mr Malfoy?" Sie nahm den Pieper zur Hand.

„Es - ich glaube, es ist soweit." Harry wedelte hilflos mit den Armen.

Die Schwester blickte auf. „Ach, sie meinen -?" Und dann wählte sie schnell. „Drei Minuten wird er sicher brauchen." Sie lächelte. „Lassen Sie uns schon einmal nach hinten gehen."

Sie kamen allerdings keine drei Schritte weit, als hinter ihnen ein leises Ploppgeräusch ertönte und die dunkle Stimme des Professors fragte: „Tina, was ist passiert?"

Harry drehte sich um. „Draco - ich denke -"

Und dann stürzten sie zu dritt in das Zimmer, wo sich noch immer ein völlig durcheinander geratener Draco die Beine streichelte.

„Mr Malfoy." Professor Magister legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Wie fühlen Sie sich?"

„Ich weiß nicht..." Draco sah an ihm vorbei auf Harry.

Der trat sofort näher an das Bett heran.

„Erklären Sie mir das", sagte Draco und wischte sich über die Augen.

Harry umrundete das Bett und stützte sich darauf ab, den Arzt ebenfalls abwartend ansehend.

„Nun. Spüren Sie etwas?"

Draco nickte langsam. „Es kribbelt. Manchmal. Irgendwo. Hier", er deutete diesmal auf seinen linken Oberschenkel, „oder hier", das rechte Knie.

Der Professor nickte und lächelte dann. „Das sind sehr gute Anzeichen, Mr Malfoy."

Instinktiv griff Harry nach Dracos Hand und drückte sie. Draco sah ihn an.

„Wir müssen allerdings wieder abwarten", erklärte der Arzt. „Ich denke, da sich die Schwellung zurückgebildet hat, war es nun die Frage, wie Ihr Körper reagiert. Und da Sie spüren, wie die Nerven wieder zu arbeiten beginnen... Ich möchte die Vermutung anstellen, dass sich in den nächsten vierundzwanzig Stunden alles entscheiden wird."

Draco und Harry nickten beinahe synchron.

„Nun. Dann schlage ich vor, gehen wir wieder schlafen. Wenn sie nicht zur Ruhe kommen, lassen Sie sich von Tina etwas geben. Sie brauchen Ihre Kraft." Er ging zur Tür. „Gute Nacht."

„Gute Nacht, Professor", sagte Harry und richtete sich auf.

Nachdem der ältere Mann verschwunden war, machte sich auch Tina auf den Weg. „Ich bringe Ihnen gleich etwas."

„Danke." Harry sorgte dafür, dass sich Draco wieder hinlegte und deckte ihn zu. „Siehst du. Wir dürfen nicht aufgeben", ermutigte er ihn strahlend.

Draco lächelte müde. „Drück mir trotzdem noch ein wenig die Daumen. Ich denke nicht, dass der schwierige Teil vorbei ist."

„Ich weiß", entgegnete Harry ernst. „Und ich bleibe bei dir. Das weißt du doch." Zum wiederholten Male küsste er Draco auf die Stirn und begab sich zur Couch.

Kaum lag er, brachte Tina ihnen jeweils eine Tasse mit heißer Milch und Honig. „Bitte sehr." Sie lächelte. „Und nun schlafen Sie schön." Damit verließ sie das Zimmer.

„Das war wohl nichts", seufzte Harry, stand erneut auf und kam Draco beim Trinken der Milch zur Hilfe. Danach sank er - ebenfalls durch das Getränk eingelullt - in sein Kissen und kaum hörte er Dracos ruhige Atemzüge, schlief er auch er ein.

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…to be continued…

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Und? ;)