also bevor ich in den urlaub fahre wollte ich euch und CharlieWest einen gefallen tun und das erste Kapitel hochladen. hoffendlich ist das nächste kapitel wenn ich wieder komme fertig, das ich es gleich hochladen kann, also bis dann

Mandy Rosalie

die Antworten von CharlieWest

Vegivir: Ich weiss, der Prolog ist etwas lang, aber das musste nunmal sein - Und wenn er dein interesse geweckt hat er seine Pflicht erfüllt XD Danke für die Schoklade Ich mach so schnell ich kann!

Weide: Ich sag's hier nochmal: Dein Kommi ehrt mich wirklich und spornt mich richtig an, weiterzuschreiben! Vielen lieben Dank! Hoffe, die FF gefällt dir weiterhin! )


Legende:
"Bal bla bla." Jemand spricht
°Bla bla bla.° Jemand denkt

Kapitel; Der neue Auftrag:

Es war schon spät, der Himmel war bereits dabei, die letzten roten Sonnenstrahlen zu verbannen. Während sie nach draußen starrte, wartete Alex geduldig darauf, mit ihrem Boss sprechen zu können. Aber im Grunde hatte sie es nicht eilig. Es war schön, mal wieder ein paar freie Minuten für sich zu haben. Doch allzu lange dauerten sie nie; ein Ruf durchbrach die Stille. "Kid! Komm rein!"
"Bin schon unterwegs, Boss."
Leise, fast schon schleichend betrat sie das grosse Zimmer, an dessen Ende sie Lord Voldemort erblickte. Wie immer sass er erhoben in seinem blutroten, hohen Stuhl und sah ihr abschätzig entgegen, während sie näher kam. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte Alex, dass Nagini nicht im Raum war. Andernfalls wäre sie wohl vor dem brennenden Kamin gelegen und hätte züngelnd jede einzelne Bewegung von Alex verfolgt. Es war merkwürdig, wie schnell sich Alex diese kleinen Gewohnheiten eingeprägt und sich daran gewöhnt hatte; an das Leben als Todesserin.
Ein paar Meter vor Lord Voldemort blieb sie stehen und senkte kurz den Kopf, als würde sie nicken. Dabei musste sie an die anderen Todesser denken; sie mussten sich immer hinknien, wenn der Lord mit ihnen sprechen wollte. Warum Alex das nicht musste, und auch, weshalb sie ihn mit Boss ansprechen durfte, verstand Alex noch immer nicht ganz. Aber sie hatte längst erkannt, wozu diese Privilegien sie machten, obwohl sie noch relativ neu war: es machte sie zu Voldemorts Rechter Hand.
Das Aufstehen des Dunklen Lords durchbrach ihren Gedankengang; langsam schritt er auf den Kamin zu. Als er stehen blieb, wandte er Alex den Rücken zu und ein langer Schatten lag über dem Zimmer. "Es gibt neue Aufträge."
"Gleich mehrere?"
"Zwei. Den einen kannst du dir bestimmt denken..."
"Ich soll die Todesser aus Askaban befreien, nicht wahr?
"Kluges Kind."
"Und warum holen wir sie überhaupt daraus? Bisher haben sie nur versagt und wofür brauchen wir sie schon..."
"Drei Monate sind lange genug. Länger kann ich nicht auf sie verzichten. Sie werden mir noch nützlich sein." Er wandte sich wieder um, als Nagini in den Raum geschlichen kam. Dabei erkannte er in Alex Blick sehr deutlich, dass ihrer Meinung nach die Todesser keinesfalls nützlich waren und sie nur behinderten. Aber diesen Gedanken sprach sie nicht aus. Stattdessen fragte sie nach ihrem zweiten neuen Auftrag.
"Ist das nicht klar?"
"Nein, mir nicht, verzeiht."
Voldemort lächelte, kein nettes Lächeln; gehässig und mit einem triumphierendem Blick in den Augen lächelte er. "Sirius Black."

zur selben Zeit in Hogwarts

"Hab ich schon mal erwähnt, dass ich Zaubertränke hasse!"
"Nein, erst etwa 2000mal Ron..."
"Ja, das verleiht dem ganzen mehr Ausdruck, findest du nicht Harry?"
"Irgendwie schon, stimmt..." Abwesend starrte Harry in sein Zaubertränkebuch und verstand wiedermal nur Bahnhof. Was vielleicht auch daran lag, dass er sich nicht wirklich viel Mühe gab, die Rezeptur zu verstehen. °Was interessiert mich auch so ein blöder Felltrank, ich will doch nicht aussehn wie Yeti!°
Aber ganz egal wie sehr er es hasste, er hatte trotzdem nur eine Woche Zeit, um einen drei Fuss langen Aufsatz über die Herstellung dieses Trankes zu schreiben. Und dass er jetzt wütend auf Snape war, half ihm bei seiner Konzentration auch nicht weiter.
Missmutig schlug er das Buch deshalb zu, fuhr sich durch seine schwarzen verstrubbelten Haare und seufzte laut. Daraufhin wandten sich seine besten Freunde wieder zu ihm um. "Was ist los Harry?"
Als würde sie versuchen, seine Gedanken zu lesen, blickte Hermine ihn durchdringend an. Diesen Blick konnte er nie allzu lange ertragen, deshalb stand er schnell auf und räumte seine Schulsachen auf dem Tisch zusammen, wobei er Hermine den Rücken zu wenden konnte. "Es ist nichts, ich bin nur müde und genervt wegen Snape. Ich glaube, ich leg mich schon mal ins Bett..."
Ein Blick zur grossen Wanduhr liess seinen rothaarigen besten Freund wissen, dass es erst halb zehn war. "Recht früh, wenn du mich fragst." Skeptisch besah sich Ron seinen Freund. In den letzten vier Wochen, seit die Schule wieder angefangen hatte, machte Harry das öfters. Und das zu wissen, beruhigte Ron nicht wirklich.
"Genau, was ist mit dem Aufsatz!" Ungeduldig tippte Hermine mit dem Fuss auf dem Boden herum, doch Harry zuckte nur mit den Schultern. "Morgen ist auch noch ein Tag, Hermine..." Dass seine Freunde einen beunruhigten Blick hinter ihm austauschten, war Harry ebenso klar wie egal als er die Treppe zum Jungenschlafsaal emporstieg. Wieder seufzte er und lies sich auf sein Bett fallen. Seine Gedanken wanderten wieder einmal zu Sirius, seinem verstorbenem Paten; zu der Nacht in der Mysteriumsabteilung, als er Voldemort wieder gegenüberstand. Und er dachte wieder an die Prophezeiung. Jetzt auch noch betrübt erhob Harry sich wieder um sich seinen Schlafanzug anzuziehen.
An die Prophezeiung hatte er in letzter Zeit oft gedacht. Und daran, wie er es Ron und Hermine erklären sollte. Seit vier Wochen hatten sie wieder Schule, aber Harry hatte es einfach noch nicht fertig gebracht, ihnen das zu erzählen. An Rons ängstlichen Blick und Hermines Hinterfragungen mochte er nicht einmal denken; er könnte es nicht ertragen.
Und mit einem schlechten Gewissen wegen seiner Hausaufgaben und dem deprimierenden Gedanken an die Prophezeiung fiel er schon nach kurzer Zeit in einen unruhigen Schlaf.

Im Haus der Riddles

Erstaunt und erschrocken zugleich blickte Alex den Dunklen Lord direkt in die Augen. "Aber ihr... Ihr selbst wart es, der mir erzählt hat, dass Sirius Black gefallen ist, während seinem Kampf mit Bellatrix!"
"Ja, das ist wahr."
Ungläubig starrte Alex ihn weiterhin an. Hatte dieser Kerl nun doch noch Alzheimer gekriegt oder warum widersprach er sich selbst?
"Mag sein, dass ich gute Kontakte habe, aber deshalb kann ich noch lange nicht den Tod umstimmen..!"
"Ich hab nie behauptet, dass Black tot ist." Wieder lag dieser triumphierende Blick in seinen Augen und ein Teil von Alex hätte ihn dafür am liebsten erschlagen. Doch dieser Teil war so winzig und gehörte viel zu sehr ihrer Vergangenheit an, sodass sie diesen Teil nicht einmal gross bemerkte. Alex wartete auf eine Erklärung.
Nagini hatte sich inzwischen vor dem Kamin zusammengerollt; Voldemort setzte sich erst wieder auf seinen Stuhl, ehe er fortfuhr. "Er hat mit Bellatrix gekämpft und als ihr Schockzauber ihn traf, fiel er rücklings durch den Schleier des Todes..."
Stille. Nur noch das Knistern und Naginis Züngeln war zu hören. Erst nach ein paar Sekunden verstand Alex das, was sie eben erfahren hatte. Und dann erkannte sie, was Voldemort von ihr verlangte. Also gab es nur noch zu klären, was dringender zu tun war. "Welchen Auftrag soll ich zuerst erledigen?"
"Bring mir erst Black, danach kannst du Malfoy und die anderen aus Askaban befreien."
"Gut. ...Verzeiht, wenn ich frage, aber was habt ihr mit Sirius Black vor?"
Wieder war da so ein Lächeln, aber diesmal verleiten ihm Voldemorts Augen einen grausamen Ausdruck und das Lächeln wirkte wie ein gehässiges Grinsen. "Potter würde alles für seine Freunde geben. Wir werden sehen, ob er die Prophezeiung verstanden hat. Und ob er bereit ist, seine Freunde dafür zu opfern. Falls Dumbledore Black nicht mit einem Gedächnisschutz-Zauber versehen hat, was ich allerdings nicht glaube, dann können wir auch noch ein paar Dinge über den Orden in Erfahrung bringen. Und jetzt geh!"
"Ich bin schon unterwegs." Nach einem erneuten Nicken wandte sie sich um, verlies sie das Zimmer und schloss leise die Tür hinter sich. Alex stand wieder vor dem Fenster und über dem Himmel lag nun ein dunkles Blau. °So geht also unsere Geschichte weiter...° Geistesabwesend fuhr sie über ihren rechten Handrücken und blieb schließlich an einem schwarzen Band hängen. Ein blauer Anhänger war daran befestigt und während sie ihn in ihrer linken Hand drehte, schloss sie die Augen und dachte an einen ganz bestimmten Ort. °Zaubereiministerium.°

Entschlossen öffnete sie ihre Augen wieder, aber sie stand nun nicht mehr in einem unheimlichen Flur, vor einem grossen Fenster mit Blick auf den Nachthimmel. Vor ihr befand sich eine alte Telefonzelle und ohne sich weiter um ihre Umgebung zu kümmern, trat sie ein, nahm den Hörer ab und wählte 62443.

"Willkommen im Zaubereiministerium.", ertönte eine kühle Frauenstimme. "Bitte nennen Sie Ihren Namen und Ihr Anliegen."
Genervt rollte Alex mit den Augen; die Pingeligkeit des Ministeriums würde sie noch eine Menge Zeit kosten. "Hier ist Du-nervst-mich und ich bin hier, um einem Ex-Häftling aus Askaban zu helfen, der übrigens unschuldig gesessen hat..."
"Vielen Dank. Besucher, bitte nehmen Sie die Plakette und befestigen Sie sie vorne an ihrem Umhang."
Gelangweilt entnahm Alex das Schild, warf einen kurzen Blick auf die Aufschrift Du Nervst Mich, Hilfe für unschuldigen Häftling und liess die Plakette dann in ihrer Hosentasche verschwinden. °Irgendwann steck ich diese Telefonzelle in Brand, das schwöre ich.°
Die Telefonzelle war bereits auf dem Weg nach unten und als die Frauenstimme erneut anfing zu reden, zwängte sie sich schnell aus der Telefonzelle und verschwand um die nächste Ecke, die Stimme erfolgreich ignorierend. "...einen angenehmen Abend."
°Blablabla...° Seufzend streifte Alex durch die Gänge; ihr Namensschild warf sie unterwegs kurzerhand in den Brunnen der Magischen Geschwister.
Als sie schließlich die Fahrstühle erreichte und eintrat, verfluchte sie die Rückständigkeit der Zauberer, wenn es um Technik ging. Denn ihr Fahrstuhl machte ein so lautes ratterndes Geräusch, dass Alex inständig hoffte, keiner der Ministeriumsleute käme heute auf die Idee, Überstunden zu machen.
Doch sie hoffte wohl vergebens, denn kaum war sie zuunterst aus dem Lift getreten, flüchtete sie schnell wieder hinein und hielt die Luft an. °Das war knapp!°
Eine alte Hexe kam ihr aus dem rechten Gang entgegen, einen Stapel Pergament in den Armen haltend.
Noch zehn Schritte war sie von dem Lift, in dem Alex stand, entfernt. °Anscheinend hat sie mich nicht gesehen.°
Noch fünf Schritte. °Tja, dann...°
Drei Schritte trennten die Hexe und den Lift, als Alex ihren Arm aus dem Lift streckte und alles erstarren liess. Schon wieder seufzend trat sie heraus. "Mann, warum gehen die Leute hier nicht nach Hause, wie jeder andere Mensch auch nach der Arbeit! Was red ich da, bin ja selbst Schuld; ich wollte ja unbedingt runter laufen..!" Kopfschüttelnd bewegte sich Alex Richtung Treppen um zur Mysteriumsabteilung runter zu kommen. Jedoch verschwand sie nicht, ohne die Hexe aus ihrer Erstarrung zu lösen; sie sollte ruhig endlich zu Hause sein, wenn Alex auf dem Rückweg war. "War hier nicht eben noch..? Ach, also schon wieder warten!" Nicht weiter darüber grübelnd, warum der Lift plötzlich weg war, drückte die alte Hexe erneut auf den Aufzugsknopf. Unterdessen sprang Alex grinsend die Treppen hinab. Der Auftrag war eine gute Abwechslung zum alten Haus, indem sich Voldemort versteckt hielt. Die einzigen Dinge, die man dort erstarren lassen konnte, waren Staubkörner und Insekten.
°Jetzt ist es nicht mehr weit.° Nach zehn Minuten erreichte sie einen grossen Gang, betrat einen kreisrunden Raum mit etwa einem Dutzend Türen und besah sich die dritte zu ihrer linken. Bevor die Tür, aus der sie gekommen war, ins Schloss fiel, durchquerte sie den Raum und fand sich nach besagter neuer Tür in einem grossen steinigen Raum wieder. Zufrieden lächelnd fiel ihr Blick auf einen Steinbogen weiter unten von ihr; in der Mitte des Raumes stand er auf einem Podium und der Schleier des Bogens bewegte sich leise von der einen zur anderen Seite. "Ich hab schon viel von dir gehört..."
Langsam schritt Alex die grossen Stufen hinab und blieb dann vor dem Steinbogen stehen. Er wirkte so alt, dass man hätte meinen können, die kleinste Berührung würde ihn zum einstürzen bringen. Ein trauriger Ausdruck legte sich über ihre Augen, während ihr Blick an dem schwarzen Schleier hängen blieb. "Es muss sein..."