Hallo da bin ich mal wieder und ich habe wieder ein neues kapitel von CharlieWest im gepäck und leute freut euch drauf sie ist gerade inn eine spirituellen phase und schreibt wie eine verrückte, also das nächste Kapi kommi bestimmt also viel spaß beim lesen und knöpfschen nicht vergessen
Antworten von CharlieWest:
vegivir: Vielen Dank für das Kompliment und den lieben Kommi Da dir die Länge des Kapitels zugesprochen hat, freut es dich sicher, dass das zweite auch etwa so lang wurde ) Hoffentlich bleibst du auch weiterhin meiner FF treu
Weide: Was da los ist? Lies die FF, dann wirst du es rausfinden . Die Mail ist gern geschehen und es ist toll, dass dir die Hauptpersonen so sehr gefallen. Freu dich schonmal auf ein paar weitere Einsatze für Alex ;D
2. Kapitel; Sirius Black:
Langsam streckte sie ihren Arm nach dem Steinbogen aus und fuhr zögerlich über die alten Verzierungen. Nach einigen Minuten berührte sie sanft den wehenden Schleier, schloss ihre Augen und konzentrierte sich auf ihre Kräfte. Ein paar Minuten lang stand sie einfach nur da und atmete langsam und gleichmässig.
Dann öffnete sie plötzlich entschlossen ihre Augen und machte mit ihrem Arm eine schnelle Bewegung, als wolle sie ein Insekt verjagen.
Wind erfüllte den Raum und es schien, als würde er aus dem Steinbogen kommen. Nach wenigen Sekunden hörte Alex ein dumpfes Geräusch, ein Aufprall, auf der anderen Seite des Schleiers. Sofort liess der Wind nach und in dem grossen Raum wurde es wieder still. Zumindest fast; etwas war doch zu hören. Ein schwerfälliges Atmen.
Lächelnd schritt Alex um den Steinbogen herum und betrachtete ein schwarzes Bündel auf dem Boden, dass sich unregelmässig hob und senkte. "Lange her, nicht wahr, Sirius Black?"
Für einen kurzen Moment hielt der Mann am Boden die Luft an, bis -
"Bin ich... zurück?"
Es war nicht viel mehr als ein Krächzen; man merkte, dass er fast keine Kraft mehr in sich trug. Als sich Sirius langsam zu Alex umdrehte, glaubte sie für einen Moment Hoffnung in seinen Augen zu sehen.
Doch sie lag falsch.
Alex erkannte an seinem Blick, wie sehr er gelitten haben musste in dem steinernen Bogen, hinter dem Schleier. Seine Augen waren leer und Alex hatte das dumpfe Gefühl, dass es ihm egal war, ob er nun zurück oder noch immer gefangen war.
"Ja, du bist zurück. Zurück in der Mysteriumsabteilung." Sein Anblick hatte etwas seltsames an sich, doch nichts desto trotz hatte sie einen Auftrag.
In der Zwischenzeit war Sirius langsam aufgestanden und sah sich nun in dem Raum um, als würde eine unglaublich spannende Szene sich abspielen. Nie hätte er es für möglich gehalten, diesen Ort, diese Welt noch einmal zu betreten. Und nun stand er hier. An der Stelle, an der er gefallen war.
"Ich habe weder die Zeit noch die Lust, hier noch länger zu bleiben. Also komm jetzt!" Die Kälte war in Alex' Stimme zurückgekehrt; sie hatte sich abgewandt und war nun auf dem Weg die Steintreppe nach oben.
Misstrauen, zumindest ein Gefühl, lag jetzt in Sirius' Blick, als er sie fragte: "Willst du zum Hauptquartier, zum Orden?"
"Nein. Ich gehöre nicht zum Orden."
"Wer bist du dann? Und wohin willst du mit mir?" Er machte nicht den Eindruck als würde er einfach so mit ihr mitgehen.
Alex überlegte noch einen Moment, dann drehte sie sich wieder zu ihm um. "Du stellst zu viele Fragen als gut für dich ist! Und wenn du nicht freiwillig mit mir mitkommst, dann -"
Sie verstummte; im Raum hinter ihnen waren ganz deutlich Stimmen zu hören. Bevor Alex die Tür mit einem Zauber verschliessen konnte, wurde die Klinke nach unten gedrückt und zwei überraschte Zauberer standen mit erhobenen Zauberstäben vor ihnen. "Wer seid ihr! Macht ja keine Bewegung!"
Unweigerlich musste Alex grinsen. "Gute Idee!" Bevor die Wachen reagieren konnten hatte Alex sie bereits erstarren lassen. Immer noch lächelnd kehrte sie den beiden Zauberern den Rücken zu und lief die Treppe hinunter, zurück zu Sirius.
"Was hast du mit ihnen gemacht!" Er wirkte schockiert, oder vielmehr noch misstrauischer als noch vor einer halben Minute, und wich einige Schritte vor Alex zurück.
"Keine Sorge, sie leben noch. Nur eine kleine Vorsichtsmassnahme, du verstehst. Wir wollen doch nicht verhaftet werden."
"Wenn hier jemand verhaftet werden sollte, dann du."
"Eigentlich war unser Abgang anders geplant..." Gekonnt ignorierte sie seinen Kommentar.
"Unser Abgang?"
"...Aber Improvisation ist das halbe Leben, nicht wahr?" Sie lächelte noch immer, dann ergriff sie Sirius' Arm.
"Was hast du vor!" Noch vor wenigen Momenten hatte ihn der Gedanke beschäftigt, ob es richtig war, ihr nicht zu vertrauen. Jetzt wusste er: es war richtig.
"Ich bring uns hier weg, was denn sonst?" Alex wandte sich mit einer schnellen Bewegung um, löste die Erstarrung der Zauberer, ergriff ihren Anhänger - "Ein andermal vielleicht, meine Herren" - und war, zusammen mit Sirius, verschwunden.
Zurück blieben zwei Männer; verwirrt und unsicher über das, was sie eben erlebt hatten...
Zurück im Haus der Riddles
"Ich will endlich wissen, was hier..." Der Satz blieb Sirius im wahrsten Sinne des Wortes im Halse stecken. Er stand nicht mehr auf dem Steinboden, neben dem Bogen. Unter seinen Füssen war Holz und direkt neben ihm ein Fenster, dass ihm die dunkle Nacht zeigte. Als er näher trat, erblickte er etwas weiter entfernt ein kleines Dorf. "Wo bin ich? Und... Wie?"
"Wie ich schon sagte, du stellst zu viele Fragen. Und jetzt komm." Alex hielt ihn noch immer am Arm fest und wollte ihn jetzt mitziehen, doch -
"Nein!"
Sie wandte sich langsam um. "Wie bitte?"
"Erst will ich wissen, wo ich bin und wer du bist!"
Eine Minute lang starrte Alex ihn einfach nur an. Dieser Mann glaubte doch tatsächlich mit einer wütenden Stimme Forderungen stellen zu können.
Und scheinbar begriff Sirius immer noch nicht. "Los, sag es mir! Ich war lange genug in diesem verdammten Bogen; ich bin nicht zurück, um herumgeschoben zu werd - Aargh!"
Ihn an die Wand drückend und seinen Arm verdreht hinter seinem Rücken zischte Alex ihm ruhig, mit einem bedrohlichen Unterton, ins Ohr: "Doch, genau deshalb bist du zurück. Und je schneller du dich damit abfindest, umso besser für dich!" Ihre Gesichter waren ganz dicht nebeneinander; Sirius konnte ihren Blick im Fenster erkennen. Leise fügte Alex noch hinzu: "Du bist nicht in der richtigen Position um Fragen zu stellen, die dir sowieso niemand beantworten wird. Also halt die Klappe und beweg dich, oder ein anderer wird sich um dich kümmern und die werden nicht mehr so nett zu dir sein!"
"Wenn du das 'kümmern' nennst..." Er wurde von ihr richtig auf die Beine gestellt und dann liess er sich, von ihrer kleinen Rede doch beeindruckt, in einen grossen Saal bugsieren.
"Du hast länger gebraucht, als ich annahm, Kid."
"Verzeiht, ich hielt es nicht für notwendig mich zu beeilen. Wo soll ich ihn hinbringen?"
"Ins Nebenzimmer. Ich habe es, wie soll ich sagen, seinen Gewohnheiten angepasst."
Voldemort hatte sein Gesicht dem Kamin zugewandt, doch Sirius wusste auch so, wer diesen Befehl gegeben hatte.
Als Alex die Tür zum Nebenzimmer aufmachte, war auch sie für einen kurzen Moment überrascht. Auch wenn sie es nicht zeigte. Statt dem Holz, aus dem im übrigen Haus die Wände und Böden bestanden, war hier alles mit kaltem Granit überzogen. Das kleine Fenster hatte kein Glas mehr; dafür war es vergittert worden. Und in der rechten Ecke, gegenüber der Tür, waren Ketten in der Wand verankert.
Alex hatte noch nie eine Zelle von innen gesehen, davor hatte sie sich erfolgreich retten können, aber so wie dieser Raum musste ein Kerker wohl aussehen. Das hatte der Dunkle Lord also mit 'Gewohnheiten' gemeint.
Mit einem kurzen Seitenblick auf Sirius stellte Alex fest, dass dieser nicht so schockiert wirkte, wie es sich Voldemort wohl erhofft hatte. Im Gegenteil, Sirius blieb so ruhig, dass Alex Zweifel aufkamen, ob er überhaupt verstand, dass das hier sein neues 'Zuhause' war.
"Nur für den Fall", der Dunkle Lord war hinter die beiden getreten, "habe ich noch Ketten angebracht." Offensichtlich bereitete es ihm grosses Vergnügen, Sirius Black nun zu besitzen. "Leg ihm die Ketten um, Kid, und dann kümmere dich um deinen nächsten Auftrag. Unser neuer Mieter wird die nächsten 24 Stunden auch ohne dich auskommen; danach sorg einfach dafür, dass er überlebt." Voldemort wandte sich zum Gehen; er hatte den Raum schon fast durchquert.
"Ein Mieter ist jemand, der dafür bezahlt, einen Raum zu bewohnen. Du wirst verstehen, wenn ich nicht gerade Millionen mit mir herumschleppe."
Wie konnte ein einzelner Mensch nur so dumm sein!
Alex hätte Sirius für diese Frechheit und Hirnrissigkeit am liebsten eine verpasst. Zu ihr so etwas zu sagen, war leichtsinnig, bei Lord Voldemort konnte man es als Selbstmordversuch betrachten.
Doch zu Alex' Verwunderung vergingen die nächsten fünf Sekunden ohne, dass Sirius vor Schmerzen schrie oder tot zu Boden ging. Der Dunkle Lord machte sich nicht einmal die Mühe, sich noch einmal umzudrehen als er drohend flüsterte: "Glaub mir, du wirst bezahlen, auch für deine Frechheiten!"
Damit verliess er den Saal und schloss die Tür hinter sich.
Über diese Reaktion, oder eben darüber, dass es keine wirkliche Reaktion gegeben hatte, war Alex mehr als erstaunt. Deshalb merkte sie auch nicht wie Sirius sie von oben bis unten genau musterte.
Er bemerkte erst jetzt, dass sie einen ganz anderen Blick hatte als die Todesser, die er bisher getroffen hatte. Ihr Gang war anders, ihre Statur; sie wirkte nicht so untergeben wie die anderen und in ihren Augen lag mehr als Hass und Verachtung, auch wenn er es nicht genau deuten konnte.
Aber vor allem... Vor allem hatte er plötzlich das Gefühl, sie zu kennen. Er konnte sich bis eben nicht an sie erinnern, doch bei dem Namen 'Kid' hatte er aufgehorcht.
"Warum siehst du mich so an?" Misstrauisch beäugte Alex Sirius, der sie noch immer beobachtete.
"Habe ich vorhin richtig gehört?"
"Was meinst du?"
"Heisst du wirklich... Kid?"
Ein Teil von ihr hatte gehofft, dass er sie nicht erkennen würde. "Lässt du dich freiwillig anketten oder muss ich dich zwingen?" Sie hatte sich sofort an ihn erinnert, dass bedeutete aber nicht, dass sie mit ihm über alte Zeiten plaudern wollte.
"Du hast meine Frage nicht beantwortet."
"Warum ist das so wichtig? Du brauchst nicht zu wissen, wer ich bin."
"Ich kannte mal ein Mädchen namens Kid. Aber niemals hätte ich gedacht, dass sie eine Todesserin werden würde."
"Menschen verändern sich nun mal, du bist das beste Beispiel dafür."
"Dann bist du es also doch. Alexandra Kid."
Während ihrer kleinen Unterhaltung hatte Alex stur nach draussen gesehen. Jetzt wandte sie sich wieder um.
Mit einer Bewegung ihres Zauberstabes zog sich ein Ende der Kette um Sirius' rechtes Handgelenk und schnallte sich fest; als sich die Kette wieder legte wurde Sirius automatisch in die Ecke gezogen.
Alex wandte sich zum Gehen, als Sirius flüsterte: "In der Schulzeit warst du, soweit ich mich erinnern kann, immer fröhlich. Geheimnisvoll, aber immer fröhlich und gut gelaunt."
Sie hatte sich noch einmal umgedreht und sah ihm direkt in die Augen; diese Unterhaltung stimmte sie traurig. Und so war es ein trauriges Lächeln, als sie ihm antwortete: "Ja... Du auch."
