Es tut mir leid das ich bis dato keine Zeit fand um weiterzuschreiben, aber ich war mit meiner Lehre beschäftigt. Die auch sehr gut lief, bis man mich aus wirklich NICHT trifftigen Gründen entlassen hatte. Menschen kann man nicht vertrauen, erst loben sie einen und dann werfen sie dich raus :sob:
Ein gutes hat es ja, ich kann weiter schreiben ;) Ich hoffe, auch wenn es nicht sehr viel ist, dass es euch gefällt.
Und ich danke alle die so lieb reviewt haben, vielen Dank!
„Hermine!" stieß Ron erstickt aus. „Und wie erklärst du dir das?"
Hermine sah fassungslos die Fußabdrücke an. „Es gibt immer eine logische Erklärung Ron! Außerdem darfst du nicht vergessen das an dieser Schule nur Hexen und Zauberer sind!"
Ron schluckte. „Es geht auf die Treppe zu!"
Hermine zog ihre Hand aus Rons und lief den Fußabdrücken nach.
„Das ist doch der totale Unsinn!" Sie schüttelte den Kopf und beobachtete wie die Fußabdrücke sich über die Stufen verteilten. Gerade wollte sie einen Tritt auf die erste Stufe machen, als eine ihr so bekannte Stimme sie aufschrecken ließ.
„Granger und Weasley, was suchen sie hier noch mitten in der Nacht auf den Gängen?"
Hermine sah Snape überrascht an, Harry stand neben ihm und beeilte sich die Treppe hoch zu springen um zu seinen Freunden zu kommen.
„Professor...wir...!" begann Hermine, wurde doch sofort wieder unterbrochen.
„Es ist mir egal was sie hier treiben, aber vielleicht sollten sie sich des nachts nicht mehr aus ihren Schlafsälen wagen!" Seine Augenbrauen zogen sich gefährlich zusammen. „Wer weiß was ihnen dann passieren könnte!" Damit drehte er sich um und verließ die drei Freunde, ganz zur Freude von Ron und Harry.
„Was sollte uns denn passieren können!" schnaubte Hermine, die ihm immer noch nachblickte. „Ich sage euch, die Slytherins sind an diesen Fußabdrücken schuld und er weiß es! Er macht sich über uns lustig!"
„Fußabdrücke?" Harry horchte auf und Rons Blick glitt über den Boden.
„Sie sind weg, Hermine!"
„Was für Fußabdrücke!" wiederholte Harry seine Frage.
„Nichts von belangen!" winkte Hermine ab und sie machte sich wieder auf den Weg zurück zum Gryffindorgemeinschaftsraum. „Ron glaubt nur alles was man ihm erzählt. Irgendein kindischer Zauber von den Slytherins nehme ich an. Wahrscheinlich wollen sie uns Angst machen, dafür Sorgen das niemand mehr die Gemeinschaftsräume verlässt...aus Angst!" Sie schüttelte ihren braunen Lockenkopf. „So ein Unsinn!"
„Hermine, woher willst du das so genau wissen?" Ron sah sie verächtlich an. „Du hast doch bloß selber Angst. Deswegen redest du dir so etwas ein!"
„So ein Schwachsinn Ron!" sie beschleunigte ihren Schritt und ging Ihnen voran.
„Hermine liegt nicht so falsch, Ron! Als ich zur Stunde gekommen bin hörte ich Snape zu Malfoy sagen, dass er diesen Unsinn lassen solle bevor einer der anderen Lehrkörper etwas davon mitbekäme."
Ron schien sichtlich enttäuscht, wahrscheinlich hatte er sich auf ein neues Abenteuer gefreut, etwas das ihn von den Prüfungen fern halten könnte.
„Was machst du eigentlich auf dem Ball am Wochenende!" hörte Hermine Ron fragen.
„Was soll ich da machen?" erwiderte Harry die Frage mit einer Gegenfrage. „Es ist nur ein Ball, nichts besonderes! Mir hat der Ball beim Trimagischen Turnier gereicht!"
Ron stieß einen tiefen Seufzer aus und Hermine wusste das er an diesen Ball überhaupt nicht denken wollte.
„Nun, dieses Jahr habe ich wenigstens einen richtige Robe, dank Fred und Georg!"
„Das wird dir aber nicht viel weiter helfen, wenn du eine Partnerin suchst!" Hermine war stehen geblieben und hatte sich zu ihren beiden Freunden umgedreht.
„Wer fragt denn dich?" Ron presste die Lippen wütend aufeinander.
„Kirschbrause!" sagte Harry laut als sie vor dem Gemälde der dicken Frau standen.
„Aber immer doch!" erwiderte diese mit ihrer grausamen hohen Singsangstimme und schwang auf.
„Du bist doch bloß neidisch, Hermine!" setzte Ron wieder an.
„Auf dich neidisch?" lachte Hermine schrill auf. „Davon träumst du wohl."
„Dieses Jahr gibt es kein Krumilein der dich begleiten kann!"
„Keine Sorge, ich habe sowieso kein Interesse an diesem Ball!"
„Jetzt hört auf euch deswegen zu streiten!" Harry stieß Ron weiter und ging an den Erstklässlern vorbei die neugierig ihre Köpfe zu den dreien gedreht hatten.
„Frag doch mal Snape, vielleicht kommt er ja mit dir mit!"
Harry warf Ron einen bösen Blick zu, der ihm sagen sollte das er seinen Mund halten solle, es würde reichen.
„Oh, ich verbringe den Ball viel lieber mit Snape als mit dir!" kam es jedoch von Hermine wieder zurück, die ihre Brauen fast genauso gefährlich zusammen gezogen hatte wie Snape. „Und jetzt wünsche Ich euch eine Gute Nacht. Übrigens Ron, du wirst sowieso ein T für deinen Aufsatz bekommen, egal ob du ihn noch einmal überarbeitest, denn Snape wird nichts lesen können!"
Ron starrte ihr mit offenen Mund nach, als sie hinauf zu den Mädchen Schlafsälen ging. „Was war das denn eben?"
„Ron, frag sie doch dieses mal einfach ob sie mit dir zum Ball mitgeht!" Harry machte sich auch hinauf zu den Schlafräumen. „Und du weißt, dass wir immer eine schlechte Note bei Snape bekommen, also reg dich ab!"
Ron lief Harry nach.
In der Nacht wachte Hermine auf, sie hatte einen Traum gehabt in dem sie mit Snape einen Walzer getanzt hatte und Ron hatte sich an Professor Trelawney herangemacht, während Harry einen Tango mit Voldemort hingelegt hatte. Sie schüttelte verwirrt den Kopf, wieso träumte sie nur so einen Unsinn.
Sie schlüpfte aus dem Bett und lief leise zum Gemeinschaftsraum hinunter. Die Fußabdrücke gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Slytherin sollte einen Schreck bekommen und sie lächelte in sich hinein. Wenn Ron erfahren würde was sie vor hätte, dann wäre er sicher stolz auf sie.
Sie kletterte durch das Portraitloch hindurch. Die fette Damen gab einen lauten Grunzer von sich, doch schien weiterzuschlafen.
Malfoy meinte wohl das ihr, Hermine, Fußabdrücke Angst machen würden, was würde Malfoy wohl machen wenn ein kleines totes Mädchen ihn überall hin verfolgen würde. Bei der Vorstellung fröstelte es sie selbst ein wenig.
Sie hielt den Zauberstab vor sich und lief schnellen Schrittes durch die kalten Gänge in der Hoffnung das Filch sie nicht erwischen würde.
Noch leiser schlich sie die Treppe in den Kerker hinunter, überraschenderweise waren ihr die Fußabdrücke bis dahin noch nicht begegnet und sie konnte sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen.
Sie blieb im dunklen Gang stehen. „Nox!" flüsterte sie leise und konzentrierte sich auf den Zauberspruch. Gerade als sie anfangen wollte spürte sie eine schwere Hand auf ihrer Schulter.
Hermine gab einen heiseren Schreier von sich und wich zurück.
„Was suchen sie hier unten Granger?"
Hermine hielt sich ihr rasendes Herz und rappelte sich vom Boden hoch, auf den sie gestürzt war, nachdem sie sich vor Schreck umgedreht hatte. „Pro...Professor!"
„Sie wissen, dass dies Konsequenzen haben wird!"
Hermine schluckte. Eigentlich hätte sie vorsichtiger sein sollen, doch an Snape hatte sie nicht gedacht. Sie hatte nur daran gedacht wie alle anderen sich über ihre Rache an Malfoy freuen würden.
„Ich gebe zu, von Ihnen hatte ich das nicht erwartet!" Snape schien auf keine Antwort von ihr zu warten. „Haben sie denn keine Angst, so alleine... hier unten... im dunkeln!"
Hermine biss sich auf die Zunge, Snapes Zauberstab spendete ihr zwar Licht, doch Snapes Gesicht schien noch fürchterlicher mit den Schatten unter den Augen und der Nase.
„Ich... ich bin eine Gryffindor!" erwiderte sie nun mit fester Stimme. „Gryffindors sind mutig!"
„So mutig, dass sie nachsitzen werden und zwar den ganzen Monat!"
Hermine schnappte nach Luft. „Das ist nicht gerecht, Professor!"
„Was gerecht ist und was nicht, das entscheide ich, Miss Granger!" zischte er ungehalten. „Glauben sie, dass es mir spaß macht mitten in der Nacht durch das Schloss zu laufen, nur weil einige Schüler, wie sie, nicht in ihren Betten bleiben können und Regeln brechen möchten!"
„Ich wollte keine Regel brechen!"
„Nein, natürlich nicht!" Snapes sarkastische Stimme hallte leise in dem dunklen Gang wieder. „Sie schlafwandeln! Wieso sagten sie das nicht gleich!" Seine Augen zogen sich eng zusammen. „Ich hatte wahrlich mehr von ihnen erwartet! Aber was will man anderes erwarten wenn man die Freundin von einem Weasley ist!"
„Ich bin nicht die Freundin von Ron!" sie schüttelte verwirrt den Kopf. „Zumindest nicht... also... sie wissen schon!"
Sie konnte sehen wie sich auf Snapes Gesicht ein höhnisches Grinsen abbildete. „Nein, natürlich nicht, dass habe ich auch nicht erwartet. Ich denke nicht das es jemand mit Ihnen länger als nötig aushält!"
„Dann lassen sie mich in Ruhe!" fauchte Hermine aufgebracht und wollte an Snape vorbeirennen.
Snape fasste zielstrebig nach ihren Arm und riss sie grob zurück. „Passen sie auf in welchen Ton sie mit mir reden!" er sprach sehr leise, doch Hermine konnte den Zorn in seiner Stimme mitschwingen hören und seine Augen glühten vor Hass.
In diesem Moment, da sie ihm so nah war, musste sie an ihren Traum denken und errötete. Voller Scham über ihre Reaktion riss sie ihren Arm los und starrte, unfähig sich zu bewegen, auf den Boden. Hatte Snape etwas mitbekommen?
„Ich muss sie wohl selbst zu ihrem Schlafgemach finden!"
Hermine horchte auf, klang seine Stimme anders als sonst? Sie traute sich einem Blick und erkannte, dass Snape über etwas hocherfreut zu sein schien. Und da wusste sie, dass er die Röte in ihrem Gesicht erkannt hatte, als er ihr so nahe war. Hoffentlich deutete er es anders.
