A/N: Hey sunny, danke fürs Reviewn! LOL Jepp, mit Grissom ist nur Gil gemeint, für mich gibt es halt nur einen Grissom – daher auch Larry gleich immer und nur beim Vornamen. So, und nun auf zum Endspurt:-)


Kapitel 6
Abgeklopft

Sara tanzte mit geschlossenen Augen und ließ von der Musik und Greg führen, sich fallen, begann leise mitzusummen und zu träumen … Auf den Partys in Berkeley hatte sie das Tanzen geliebt, in San Francisco war sie regelmäßig mit ihren Freunden los gewesen, doch seit sie in Vegas war, hatte sie nur ein paar Mal mit Hank getanzt. Eine Erinnerung, die sie am liebsten aus ihrem Gedächtnis gestrichen hätte. Hank hatte ihr als linkischer Parketttrottel mehr als nur einmal blaue Flecken auf ihre Zehen getreten und sich nie dafür entschuldigt. Das allein hätte sie schon vor ihm warnen können.

Sara hörte neben sich ein Hüsteln und Greg stoppte mitten in einem Wiegeschritt. Etwas unwillig öffnete Sara die Augen.

"Ist abklopfen erlaubt?", fragte Grissom.

Amüsiert beobachtete Sara die Unsicherheit, die in Grissoms Lächeln lag.

Greg kräuselte kurz die Stirn, löste sich aber von Sara, nickte, reichte Grissom Saras Hand und zog sich von der Tanzfläche zurück.

"Du tanzt?", fragte Sara und schmiegte sich in Grissoms Arm.

"Zu besonderen Anlässen ..."

Sara stockte mitten im Tanzschritt.

"Oh Gott, hast du … nein … du hast nicht Geburtstag, puh, für einen Moment dachte ich schon …"

Grissom schmunzelte und zog sie sanft zurück in den Rhythmus des Liedes.

"Sowas ähnliches", murmelte er und neigte seinen Kopf, so dass sich ihre Wangen berührten.

Sara schloss wieder für einen kurzen Moment die Augen und genoss den Schauer, den seine Berührung durch ihren Körper schickte.

"Willst du gar nicht wissen, was?", fragte Grissom in ihr Schweigen.

Sie lächelte und sah ihn an.

"Also gut: Was hat dich auf die Tanzfläche gelockt?"

"Du. Ich meine … ähm … Sara …"

Sie standen nun und Grissom nahm ihre Hände in seine.

"Was ich eigentlich sagen will … Ich war so ein Idiot und ich hoffe, du verzeihst mir, dass …"

Er schaute Hilfe suchend zu Larry hinüber, doch der war in ein Gespräch mit Greg vertieft. Er fühlte Saras Hand an seiner Wange und schaute sie wieder an.

"Ich glaube, für deine schlechte Laune vorhin solltest du dich eher bei Larry entschuldigen. Er ist nur kurz zu Besuch und ihr streitet euch. Er ist doch so ein netter Kerl, sei froh, dass du so einen wundervollen Cousin hast."

Und da war er wieder, der Knoten in Grissoms Magen.

"Ich wusste es doch", entfuhr es Grissom und er ließ Saras Hände los und trat einen Schritt von ihr zurück.

Als er einen weiteren Schritt zurückweichen wollte, trat Sara blitzschnell an ihn heran und ergriff seine Hände.

"Nein", sagte sie und hielt ihn fest. „Ich bin nicht Cindy."

Er sah sie sprachlos an.

Sara lächelte unsicher.

"DAS meinte ich mit wundervoll: Larry hat mir das erzählt, damit ich dich besser verstehe. Damit ich dich nicht … aufgebe."

Sie ließ ihn los und schaute verlegen zu Boden. Grissom spürte den großen Wunsch, sie in die Arme zu nehmen, sie … Er sah wieder zu Larry hinüber. Larry nickte ihm auffordernd zu.

Ohne weiter zu überlegen, nahm Grissom Saras Gesicht in seine Hände, beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie.

Er schloss die Augen und spürte, wie Sara zusammen zuckte und für eine Sekunde den Atem anhielt. Und dann seinen Kuss erwiderte, ihre Lippen öffnete und ihn einließ. Er tastete mit seiner Zunge ihre Unterlippe entlang, stieß mit seiner Zungenspitze zärtlich vorwärts und berührte ihre Zunge. Sara stöhnte leise auf und legte ihre Arme um seinen Hals, begann, durch seine Haare zu wuscheln.

Beide waren so ineinander vertieft, dass sie das Verstummen der Musik erst merkten, als die Paare um sie herum die Tanzfläche verließen und nicht wenige in ihrer Nähe lachten und tuschelten.

"Hm", seufzte Sara und löste ihre Lippen zögernd von seinen, „ich glaube, wir sollten uns ein Plätzchen jenseits des Rampenlichts suchen."

Grissom lehnte seine Stirn an ihre und lächelte verschmitzt.

"Zu mir oder zu dir?"

Sara lachte auf und gab seinem rechten Oberarm einen leichten Klaps.

"Auf keinen Fall zu dir, oder denkst du, ich möchte Larry dabei haben?"

"Nun, deine Unterwäsche hat er ja schon gesehen …"

"Ja, am Kleiderbügel. Was hast du denn gedacht?"

Kopfschüttelnd zog sie Grissom mit sich zurück in die Sitzecke.

Larry blickte ihnen alleine entgegen.

"Wo ist Greg?", fragte Grissom.

"Ich glaube, euch küssen zu sehen, hat er nicht vertragen. So schnell wie ihn eben habe ich noch niemanden eine Bar verlassen sehen. Aber er ist jung, er wird drüber hinweg kommen."

"Ich ruf ihn an und klär das", murmelte Sara.

"Aber erst morgen, wir beide nehmen jetzt frei", sagte Grissom und legte seinen Haustürschlüssel vor Larry auf den Tisch.

Larry grinste.

"Okay, dann werde ich mit dem Frühstück mal nicht auf euch warten und liebenswert wie ich bin stattdessen die Käfer und Spinnen füttern."

Sara beugte sich zu ihm hinunter und küsste ihn auf die Wange.

"Danke. Für alles."

"Hey!", protestierte Grissom und zog sie an sich. „Das darfst du jetzt nur noch bei mir."

"An deiner Eifersucht musst du echt noch arbeiten, Gil", lachte Larry beim Aufstehen und klopfte Grissom auf die Schulter. „Und Hausbesuche bei Lady Heather sind jetzt auch nicht mehr drin."

Grissom wurde rot und schaute Sara an.

"Was hast du ihm denn noch alles erzählt?"

"DAS wird unser kleines Geheimnis bleiben", grinste sie, hakte sich bei beiden Grissoms ein und zog sie Richtung Ausgang.

The end