Hallo alle zusammen! Danke für die tollen Reviews ! Macht weiter so.
Und hier euer nächstes Kapitel. Viel Spaß damit! Es könnte sein, dass ihr auf das nächste etwas länger warten müsst, weil mein Computer derzeit so seine Macken hat und nicht das tut, was er tun soll…
Ich freue mich schon auf eure Reviews !
Euer
Laragirl
Chapter Five:
Übellaunig stapfte Inuyasha durch die wilde Berglandschaft. Der kleine fette Gnom wäre wirklich gut darin beraten, wenn er ihm die richtige Richtung gesagt hatte.
Inuyasha marschierte nun schon seit Stunden durch dieses verdammte Gebirge und noch immer war kein Ende in Sicht. Er malte sich in den grellsten Farben aus, was er mit dem kleinen Wicht anstellen würde, wenn er ihn noch einmal in die Finger bekam. Von wegen, kurzer, unbeschwerlicher Weg... Kagome hätte vermutlich schon längst protestierend eine Pause gemacht.
Inuyasha schob den Gedanken rasch beiseite. In letzter Zeit wurde er immer so schwermütig, wenn er an sie dachte. Doch es ließ sich nicht vermeiden, sie kehrte immer wieder in seine Gedanken zurück. Immerhin war sie an seiner Situation schuld. Wäre sie nicht blöd genug gewesen, sich von seinem arroganten Bruder entführen zu lassen, dann müsste er jetzt nicht durch diese kahle Gegend hatschen.
Leise vor sich hin fluchend sprang Inuyasha ein paar Felsen empor um weiter zu kommen. Dabei bemerkte er jedoch nicht das gute Dutzend Dämonen, das ihm vorsichtig folgte und ihn ebenso vorsichtig wie unauffällig einkreiste.
In der Tat war er so in seine Gedanken vertieft, dass er plötzlich gegen etwas lief. Inuyasha fiel von der Wucht des Aufpralls zu Boden und starrte verdutzt zu einem monströsen Bergdämonen empor. Der Dämon war mit einem Fell bekleidet und hatte gräulich-braune Haut, die ihn in den Bergen beinahe unsichtbar machen ließ. Er trug eine enorme Keule auf seinem Rücken und hatte ein paar gefährlich aussehende Spieße an seinem Lederband befestigt, dass er als Gürtel benutzte.
Inuyashas Augen glitten hastig vom Dämon vor ihm zu den anderen seiner Art, die ihn mittlerweile vollständig eingekreist hatten. Allesamt waren bis auf die Zähne bewaffnet.
„Was wollt ihr?", schnauzte Inuyasha die Bergbewohner unfreundlich an.
Die Dämonen gaben keine Reaktion von sich, die darauf schließen lassen würde, dass sie ihn verstanden oder sogar gehört hatten. Sie blickten bloß weiterhin finster auf ihn hinab.
Genervt sprang Inuyasha auf die Füße. „Ich hab' keine Zeit für so einen Scheiß."
Er versuchte am Riesen vor ihm vorbeizugehen, doch dieser stieß ihn grob zurück. Wütend funkelte Inuyasha den Fremden an.
„Du bist in unser Gebiet eingedrungen, Fremder. Du wirst es nicht wieder lebend verlassen", grunzte der Bergdämon vor ihm.
„Ach ja!" Inuyasha griff nach Tessaiga, überlegte es sich dann aber doch anders. Er stürzte sich auf den Giganten vor ihm. So schwerfällig dieser aber auch wirkte, so flink bewegte er sich. Er wich Inuyashas zornigem Angriff ohne größere Schwierigkeiten aus und schwang seine gewaltige Keule.
Inuyasha konnte sich gerade noch rechtzeitig unter dem Schlag hinwegducken, der ihm den Schädel zertrümmert hätte, hätte er ihn getroffen. Er ging zum Gegenangriff über und schlitzte einen der Dämonen auf, die ihn umzingelt hatten. Als diese das Schicksal ihres Kameraden mit ansahen, griffen sie ebenfalls wutentbrannt in den Kampf ein.
Inuyasha konnte sich nur mit Mühe seiner Haut erwehren und machte einen gewaltigen Satz, aus der Mitte der Angreifer heraus, auf einen höhergelegenen Felsblock.
„Ihr steckt mit Sesshoumaru unter einer Decke, nicht wahr?"
Die Dämonen grunzten bloß, was wohl ihre Art von Lachen sein musste.
„Ihr dummen, dummen Trolle, ihr hättet euch mir nicht in den Weg stellen sollen. Heute bin ich nicht gerade gut drauf!" Mit diesen Worten stürzte Inuyasha sich wieder in den Kampf.
Wenn diese Dämonen wirklich in Sesshoumarus Auftrag handelten, dann hatte er gut darin getan, Tessaiga nicht zu ziehen. Schließlich wollte er nicht gegen die Abmachung verstoßen und Kagome damit gefährden. Sollten diese einfältigen Bergbewohner jedoch nichts mit seinem Bruder zu tun haben, dann war es eine sehr schlechte Idee gewesen, Tessaiga nicht einzusetzen. Diese Dämonen waren stark. Verdammt stark.
Er bückte sich unter weiteren Keulenschlägen hindurch und versetzte dem Angreifer vor ihm kurzerhand einen Tritt. Der nächste bekam seine Krallen zu spüren. Er überlebte die Begegnung der Krallen ebenso wenig wie drei weitere seiner Kameraden.
Triumphierend lachte Inuyasha auf. Genau in diesem Augenblick traf ihn ein Keulenhieb und er fiel bewusstlos zu Boden. Der Bergdämon, der Inuyasha getroffen hatte, grunzte zufrieden, missachtete seine Wunden, die ihm der Hundedämon zugefügt hatte und schleifte den Bewusstlosen an einem Bein hinter sich her wie einen Sack Kartoffeln.
Miroku blickte auf das Gebirge, das sich vor ihnen auftat, und seufzte. „Bist du sicher, dass wir da durch müssen?" Zweifelnd sah er die Dämonenjägerin an.
„Ja", fauchte Sango ihn an, „Kiara irrt sich nie."
Alle waren mittlerweile sehr gereizt, denn die Sorge um Kagome und Inuyasha wurde immer mehr. Der kleine Shippo hatte sich in Kiaras Fell gekrallt und blinzelte trotzig in die Runde.
Sango schwang sich zu ihm auf Kiara und Miroku nach einigem Zögern ebenfalls.
„Mir gefällt das nicht. In diesem Gebirge wimmelt es bestimmt nur so von Dämonen jeder Art."
„Wenn du zuviel Angst hast, kannst du auch absteigen und außen rum gehen. Ich jedenfalls werde dem Weg folgen, den Inuyasha gegangen ist." Sango wartete einen Moment um es Miroku zu ermöglichen abzuspringen, dann bedeutete sie Kiara, dass sie losgehen sollte.
Die nächsten Minuten verbrachten sie in einheitlichem Schweigen. Nur Kiaras Pfoten waren zu hören, als sie den Boden berührte.
„Das ist nicht gut. Das dauert zu lange... Wer weiß was in dieser Zeit mit Kagome passiert? Gegen Sesshoumaru kann sie nichts ausrichten...", dachte Miroku laut.
„Solltest du einen Vorschlag haben, wie wir das beschleunigen können, dann zögere nicht, ihn uns mitzuteilen. Also, wir hören..." Sango wartete einen Augenblick. „Das dachte ich mir. Dann hör endlich auf damit. Deine Schwarzmalerei hilft uns nicht weiter!"
„Aber wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken. Kagome droht ohne uns in Sesshoumarus Nähe enorme Gefahr."
Als Kagome eine bissige Antwort zurückgeben wollte, brüllte Shippo los.
„Hört auf! Ihr beide! Ihr tut ja so, als ob Kagome völlig wehrlos wäre! Sie weiß sich zu verteidigen und sie ist klug, ihr wird nichts geschehen!"
Miroku schluckte seine Zweifel hinunter, weil er den Kleinen nicht noch mehr beunruhigen wollte. Doch er glaubte nicht, dass Kagome sich lange gegen Sesshoumaru behaupten konnte. Sie neigte dazu nur das Gute in den Lebewesen zu sehen und begriff nicht, dass es Wesen gab, die nichts Gutes an sich hatten. Obwohl Miroku überzeugter Priester war, der generell an das Gute zu glauben hatte, hatte er diese Erkenntnis akzeptieren müssen. Doch Kagome glaubte immer noch daran und das konnte ziemlich gefährlich werden für sie, vor allem wenn sie sich in Sesshoumarus Gewalt befand.
