Kapitel 5: Hilfe für Spucky
Die Frage und Antwortrunde ist beendet. Die Crew konnte es immer noch nicht glauben. Entweder hatten sich alle verhört, oder die waren wirklich net ganz dicht. Der Käp´tn mal wieder: Aha so ist das also. Dann ist ja alles klar! – im selben Moment drehte er sich zu Popowitsch um und fragte kaum hörbar: Du sag amal hast du verstanden was die uns sagen wollten? – Mit Verlaub Käp´tn ich hab auch kein Wort verstanden. – Ah. Gut dann ist das ja auch geklärt. Ich hatte scho Angst das nur ihr die net verstehen könnt. – Und es blieb dabei, das die ganze Crew die Typen nur entgeistert anstarrte.
Mittlerweile im Beamraum:
Spucky hörte das sich zwei Leute unterhielten. – Und ich sag dir Legolas wir legen den um. Der ist bestimmt ein Spion von Saruman. – Ne guck dir den doch mal an, der schaut so lieb aus. Und außerdem hat er manikürte Fingernägel. Der kann ja gar nicht böse sein. – Ihr Elben und eure seltsame Art Freund von Feind zu unterscheiden. Ich sag dir, der ist ein Spion. Wieso sollte er mich sonst bei meinen Mithrilgrabungen stören? Der Typ ist von der dunklen Seite.
Spucky glaubte nicht was er da hörte. Schlagartig war er wach, musste aber feststellen, das ihn die zwei gefesselt hatten. Er konnte sich ja nicht mal rühren, so eine Sauerei. – Hey sagts amal, was solln das? Ich bin doch kein Rollbraten. Bindets mich sofort los. Oder ich verklag euch wegen Freiheitsberaubung.
– Aha der Spion ist wach. Legolas! Legolas? He du Depp was machstn du da? Gehst her da? Ich kann ja net alles allein machen. – Reg dich doch nicht so auf Gimli. Ich hab da hinten nur eine Nagelfeile gefunden. Und ich habe mir doch gestern einen Fingernagel eingerissen. Ich versuch nur zu retten was zu retten ist. Und die riecht so lecker nach Erdbeeren. – der Blonde hatte doch tatsächlich die Nagelfeile vom Käp´tn gefunden, die er schon seit ein paar Wochen vermisste.
Spucky hat sich wohl noch mal verhört. Der kannte sich anscheinend mit Maniküre aus. Der konnte ja gar net böse sein. – Mei eine eingerissener Fingernagel? Des ist ja furchtbar. Ich hab da ne ganz gute Technik den zu retten. Da muss ma nämlich ganz doll aufpassen wo ma hinfeilt. – Ehrlich? Kannst du des echt? – der Blonde wurde hellhörig. – Siehst Gimli, der ist echt nicht böse. – Oder hast du etwa vor hinterhältig meine tollen Fingernägel zu ruinieren?
- Um Gottes Willen des wär ja fürchterlich. So was würd ich nie übers Herz bringen. Dafür bin ich viel zu sensibel. Aber sagts amal könnt ihr mich nicht vorher losbinden? Des macht mich ja ganz kribbelig in die Füße.
Der lange Blonde wechselte noch kurz einen Blick mit dem kleinen dicken, bevor er ein Messer aus seiner Tasche holte und anfing die Fesseln durchzuschneiden. – Legolas! – Der kleine schrie entsetzt auf. – Was machstn du da? Bist du etz total verrückt geworden? Du kannst doch net einfach so unsere Geisel losschneiden! Was wenn der doch ein Spion ist und nur vom Dunklen Herrscher einen Crashkurs in Sachen Maniküre und Co gekriegt hat? Der hat es doch bestimmt auf mein Mithril abgesehen. Der ist böse sag ich dir! Mittlerweile klammerte sich der Zwerg verzweifelt an Legolas Bein fest und versuchte ihn davon abzuhalten Spucky loszuschneiden. Doch zu spät gerade fiel der letzte Strick zu Boden.
- Ah endlich wieder bewegen! - Spucky streckte sich erste mal nach Vulkanettenart also indem er gleichzeitig mit Nase und Ohren wackelte und dabei noch mit den Armen wedelte. – So und etz zeig doch mal das böse Nägelchen- mei sind die toll gefeilt, und so toll lackiert! Da müssen ma uns ja echt Mühe geben, das ma des wieder hinkriegen. A ja übrigens ich bin der Mister Spuck und wer seidsn ihr eigentlich? – Mein Name ist Legolas, Waldelb aus Düsterwald. Und der da hinten ist Gimli. Der ist manchmal a wenig ruppig aber eigentlich ein ganz liebes Kerlchen! – LIEBES KERLCHEN? – Gimli war grad kurz davor zu explodieren. – Ich geb dir gleich ein liebes Kerlchen du lange Schwuchtel! – Boah, des lass ich mir nicht gefallen von einer so abgebrochenen Gestalt wie dir. Wer ist den Schuld daran, das mein Fingernagel kaputt ist? Da hast du mir doch gestern draufgehauen. Du bist schuld dran... -
Spucky stand grad ein wenig belämmert daneben und hörte sich die Streitereien der zwei an. Wie beim Käp´tn und mir! – Dachte er so bei sich. Beschloss aber gleich darauf sich nicht einzumischen. Nicht das seine Fingernägel auch noch draufgingen. An seine Frisur wollte er gar nicht denken. Die war sowieso scho ruiniert. Doch nach einiger Zeit wurde es ihm doch zu bunt. – Etz hörts halt auf zu Streiten wie zwei kastrierte Köter! Mir san doch net im Kindergarten. Und überhaupt, die vermissen mich bestimmt scho auf der Brücke. Ich mein also wir gehen etz glei dahin und sagen dem Käp´tn was hier los ist.
Ja aber was ist mit meim Fingernagel? Du hast versprochen den wieder zu richten. – Legolas war kurz vorm losheulen weil er dachte das ihn Spucky veräppelt hat. – Den richten wir dann in meim Zimmer. Aber etz gema erst zum Käp´tn auf die Brücke. – Sprachs und ging dann auch scho voraus mit den zwei komischen Leuten im Schlepptau Richtung Brücke. Und auf dem ganzen Weg dachte er scho drüber nach, wie er dem Käp´tn sagen sollte, dass er noch zwei von denen gefunden hatte. Bis ihm einfiel, dass die der Käp´tn ja selber sehen würde, wenn sie auf der Brücke ankamen. Dafür hatte er sie ja auch mitgenommen.
Habts ihr vor länger zu bleiben? Oder seids ihr nur auf der Durchreise? – Spucky wollte eigentlich net fragen, aber er war halt einfach etwas zu neugierig. – Denn wenn ihr nu a wenig dableibts, könnt ihr euch mal in Ruhe unser schönes Schiff anschaun. Und nächste Woche, macht aufm Sonnendeck die neue Wellnessoase auf. Da kann ma sich dann so richtig schön entspannen. – Die beiden anderen marschierten ein Stück hinter Spucky her und flüsterten leise miteinander. ( was meint der mit Durchreise, und was zum Ringgeist ist eine Wellnessoase?) Sie kamen der Brücke immer näher. Spucky freute sich scho riesig darauf, dem Käp´tn seine Neuentdeckung vorzustellen, Legolas und Gimli unterhielten sich mittlerweile schon darüber ob Spuckys Uniform eigentlich Lila ist oder Purpur, und im nächsten Gang rannte Schrotty immer noch vor den zwei wildgewordenen Hobbits Frodo und Sam davon. An ihn dachte nun wirklich keiner mehr. Armer Schrotty, einfach vergessen werden. Eine riesen Sauerei.
