Kapitel 7: Kleiner Umzug

Das größte Rätsel war aber immer nu net geklärt. Wo kamen die eigentlich her? Und da fingen alle drei wieder an zu grübeln. Sie steckten die Köpfe zusammen und laberten drauf los. Doch zu einer logischen Erklärung kamen sie nicht. Was immer das auch heißen mag. Und wenig später hatten die drei dann doch entschieden, das es keinen Zweck mehr hatte heute noch nachzukontrollieren wo die herkamen. Des war ja viel zu kompliziert. Und außerdem würde des ja auch noch bedeuten das sie Überstunden machen mussten. Die wurden ja net mal bezahlt. Und die Gewerkschaft macht da a net mit. Und das wichtigste: Da ging ein Teil der Freizeit flöten, in der man sich so gut entspannen konnte. Und wenn erst mal der neue Wellnessbereich fertig ist, geht des nu viel besser. Aber des dauert ja noch ne Woche.

Aber etz ist erst mal wichtiger die komischen Typen da aus der Ecke irgendwo unterzubringen. Die konnten sie ja net auf der Brücke lassen. Nicht auszudenken was die da alles anstellen können. Die kommen sonst noch auf die Idee das Teeservice vom Käp´tn ausm Schrank zu hohlen. Da könnt ja eine Tasse kaputt gehen.

So Mädels, etz ist die Denkzeit rum! Habts euch scho was einfallen lassen? Der Käp´tn guckte die zwei ganz genau an. Oder muss ich mir wieder alles allein überlegen? Etz sagts halt was! – Ja mei Käp´tn des is net so leicht! So viele Betten ham ma doch gar net frei! Zumindest net in einem Zimmer. – Schrotty? Was sagts du dazu? Hast die Hirnkastel eingeschaltet? – Wie wärs mitn Frachtraum? Da können die nix dreckig machen! Und die Türe kann ma da auch zusperren. – Gute Idee! Spucky? Hast da scho eine neue Antwort überlegt? Eine hast nu frei! – Pha! Ich sag etz gar nix mehr. Du nimmst mich ja sowieso net ernst. Also mach ich mir auch keine Gedanken mehr darüber. – Meuterei oder was? Was glaubst du eigentlich wer ich bin hä? Ich bin immer noch dein Käp´tn! – Pha! Du hast dich doch nur Piep ! – Mr. Spuck ich warne dich! Noch so ein Ding und du hast bis zum Urlaub Käsesahneverbot! – Is mir doch egal!

Was der Käp´tn etz nicht wusste, ist das da Spucky in seinem geheimen Minikühlschrank immer ein paar Stücke Käsesahne versteckt hat. Man kann ja nie wissen, was so passiert. Und da wusste ja kein anderer was davon, weil des ja geheim war.

Wenig später war dann entschieden, dass die ganze Truppe im Frachtraum untergebracht wird. Da bekommt dann jeder eine eigene Hängematte und eine Campingdecke und dann passt des. Also wurden die alle mit Sack und Pack in den Frachtraum geladen. Aber Legolas wollte unbedingt den Fernseher mitnehmen. Er möchte da noch weitergucken. Also wurde der auch noch kurzerhand mitgenommen und im Frachtraum neu angeschlossen. Schrotty musste noch die Verhaltensregeln erklären.

Die Verhaltensregeln für den Weltraumverkehr:

Rauchen und offenes Feuer sind auf dem gesamten Schiff verboten. Dies ist aus folgenden gründen so: Die Besatzung könnte auf die Idee kommen zu grillen. Und das gehört net auf den Speiseplan. Und noch nebenbei: Es könnte anfangen zu brennen.

Weltraummarder füttern verboten. Die werden sonst angelockt und beißen die Kabel kaputt.

des weiteren gilt auch die Haltung eines Weltraummarders als Haustier verboten. Die sind erstens mal nicht stubenrein, und die beißen die Kabel kaputt.

Im gesamten Schiff ist das tragen von Hausschuhen zwingend vorgeschrieben. Aber nicht jedes Modell ist erlaubt. Eine Auflistung der erlaubten, bzw. der verbotenen Modelle erhalten sie vom Schiffsarzt.

Die Pausenregelung macht der Käp´tn. Extrawünsche bitte auf dem entsprechenden Formular eintragen und spätestens vier Wochen vor dem gewünschten Termin beim entsprechenden Amt abgeben, damit der Antrag geprüft werden kann.

Der Tafeldienst wird ebenfalls vom Käp´tn eingeteilt und gilt dann für eine Woche.

Zum jährlichen Gesundheitscheck muss die gesamte Crew anwesend sein. Deswegen ist in der Zeit Urlaubssperre.

Der Proseco und die Käsesahne werden gerecht aufgeteilt. Dabei ist allerdings zwingend zu berücksichtigen, wer grad Käsesahneverbot hat.

Nachdem man auf der Toilette war, bitte Händewaschen, des ist einfach besser so.

Zudem sind folgende Arbeitsanweisungen zu beachten:

Die Brücke Grundkurs, Fortbildung zu die Brücke Grundkurs und Profikurs nach Fortbildung zu die Brücke Grundkurs.

Der Umgang mit Klingonen von A-Z

Das große Backbuch der Käsesahne

Weltraummarder, Bedrohung oder nicht das ist hier die Frage

Ebenso sind folgende Arbeitsabläufe genauestens einzuhalten:

Hochfahren auf die Brücke

Teatime

Computer putzen und sauberhalten

Allerdings bezweifelte er das die auch nur ein Wort verstanden haben. Die guckten ihn so an als hätte er ne Schraube locker. Und auch als er den Punkt mit dem Feuer wiederholte, weil sich die zwei Hobbits Frodo und Sam schon wieder nach Brennholz erkundigten guckten die auch nicht grad verständnisvoll. Und auch die anderen waren mit der neuen Situation nicht ganz zufrieden. Legolas Jammerte weil der Fernsehempfang gestört war und Gimli traute sich nicht in seine Hängematte. Er war ja schließlich ein Zwerg und die schlafen nun mal auf dem Boden und nicht in der Luft. Mittlerweile jammerten alle vier Hobbits weil sie kein Feuer anzünden durften. Da konnten sie ja kein Abendessen machen. Und was war dann mit dem Nachtimbiss? Der fällt ja dann auch aus. Dabei hatten sie so leckere Bratwürstchen im Gepäck. Und für Hobbits gibt es ja bekanntlich nichts schlimmeres. Nur Aragorn war ganz Happy. Er hatte in einer Ecke ein paar Kisten mit Erde gefunden in denen er nach Herzenslust buddeln und Spurenlesen konnte. Doch wo die Kisten hergekommen sind konnte sich der Käp´tn nun gar nicht erklären. Wie lange stehen die da wohl schon rum? Und vor allem wer hat sie dorthingestellt? Und zu guter letzt versuchte Gandalf grad den Käp´tn mit einem Zauberspruch anzukokeln, was im aber nicht so recht gelingen wollte. Was vielleicht auch daran lag das er seinen Zauberstab falsch rum in der Hand hatte. Aber des bemerkte er net einmal.

Doch plötzlich bemerkte Spucky das in der Rasselbande noch einer fehlte. Du Käp´tn? – Was ist ? – Da fehlt ja einer! – Was ja wie geht den so was? – Keine Ahnung aber der kleine mit der Badehose is net da! – Ja du hast ja mal Recht, ich hätt´ des etz gar net bemerkt. Wie konnte mir das nur entgehen? Also gut, dann müssen ma den halt suchen. – Ähhhhhh! – Mr. Spuck, Schrotty keine Wiederrede, Abmarsch das ist ein Befehl! – Ein Befehl, ein Befehl!

Die drei wollten grad losmarschieren, als das Funky vom Käp´tn losbimmelte. Popovitsch war dran: Ähm Kaptn wir ham a Problem! – Ja wer macht den so was? Des geht doch net! Was isn eigentlich los? – na ja, bei uns im Aufenthaltsraum schwimmt einer im Aquarium rum. Der wollt die ganzen Fische rausfangen. – Ja so was, des kann der doch net machen, die gehörn dem doch gar net! – Ja des ham ma ihm ja auch gesagt, aber der hat bloß so was komisches gemurmelt wie auf den Tisch kommt heut ein Fisch so saftig süß! Etz ham ma halt schnell die Fische ausm Aquarium rausgefangen und in die Badewanne rein. Denn anderen ham ma im Aquarium drin gelassen. Und den Deckel ham ma auch zugesperrt. – Dann passts ja. Wir kommen glei runter und hohlen den ab! – Okilidokili Kaptn! Wir lassen den a net raus!

Schrotty? – Ja Käp´tn? – Der Mr. Spuck und ich wir gehen etz schnell in den Aufenthaltsraum runter und hohlen den letzten ab. Und solang passt du bitte auf die da auf das die net auf dumme Ideen kommen. Und wehe die machen irgendeinen Scheiß, dann ist aber was los nur das dus weißt. – Aber warum den scho wieder ich? Der Spucky kann des doch genauso machen! – Nix da keine Ausrede! Befehl ist Befehl.

Schrotty lies sich mit einem lauten Plumps auf eine der vielen Kisten fallen: Sollen die doch machen was die wollen, ich setz mich da her und mach nix mehr. Währ ja noch schöner.

Und während Schrotty vor sich hinschmollte, machten sich die zwei anderen auf den langen Weg zum Aufenthaltsraum. Sie mussten den Typen so schnell wie möglich abholen. Weil sie konnten die armen Fische ja net in der Badewanne lassen. Da gefällts denen bestimmt net. Und Heimweh bekommen die bestimmt auch. Und als nächstes müssen sie sich ja auch noch überlegen was die mit der ganzen Truppe machen sollen. Die ham ja nu net amal verraten wo die eigentlich herkamen. Zuletzt sind des auch noch Aliens. Den die Crew hat ja nu net amal rausgefunden wie die eigentlich aufs Schiff raufgekommen sind. Der Gandalf behauptet zwar immer er währ ein Zauberer. Aber der hat ja nu net amal ein Karnickel aus dem Hut gezogen. Der hat ja nu net amal nen Hut. Wie will der da also Zaubern?

Also ich find die eigentlich ganz nett Käp´tn. Wollen ma die net fragen ob sie bei uns aufm Schiff bleiben wollen? – Ne also des geht ja auf gar keim Fall. Wie stellst dir des eigentlich vor? Wo sollen die eigentlich schlafen? – Ja mei ich mein ja net alle, aber ein paar von denen, die sind doch ganz lieb. – Ganz lieb wie? Ich hab's doch gewusst. Hast dich wieder mal verglüht oder wie? – Ne so ist des nicht. Obwohl ich sagen muss, dass der Legolas eigentlich ganz nett ist. Und der hat auch so schöne große Ohren wie ich. – Aha so ist des als, deswegen benimmst du dich auch wie ein rolliger Heilbutt! – Gar net wahr. Bloß will ich ihm angeboten hab sein Fingernagel zu reparieren. Des hab ich doch bloß gesagt das die mich losbinden und aus keinem anderen Grund. – Des kann ja ein jeder behaupten. – Stimmt aber! – Na schön dann glaub ich dir halt mal. Aber wehe ich erwisch dich beim rumglühen, dann gibt's Haue nur das dus weist. – Ja mein Käp´tn. – Und vorerst bleiben die da wo sie sind und zwar im Frachtraum! Ham ma uns da auch verstanden? – Ja Ja! –Gut dann ist ja alles in Butter.

Da nun alles geklärt war, stolzierten die zwei eilends Richtung Aufenthaltsraum. Aber leider ging des net so schnell wie sich des der Käp´tn vorgestellt hat. Der hat nämlich neue Stiefel an und die ham so nen hohen Absatz. Und drücken tun sie auch ganz doll. Also muss man halt ein wenig langsamer gehen. Und das Ende vom Lied war, dass sie ganze zehn Minuten länger für den Weg brauchten. Im Aufenthaltsraum wurden sie schon ungeduldig erwartet.

Mei Kaptn da seids ja endlich. Der Typ da spinnt. Der ist völlig verrückt geworden. Und der benimmt sich ja so wie ein Fisch. – Als der Käp´tn das hörte, ging er so schnell es mit den neuen Stiefeln eben ging zum Aquarium rüber. Und des war ein sehr großes Aquarium. Und was der Käp´tn da als erstes sah, glaubte er ja fast net: Mr. Spuck schau da des mal an, der schwimmt ja da richtig drin rum. Wie macht der des bloß? Für den Käp´tn war das ja unglaublich. Gollum platschte vergnügt im Aquarium rum und versuchte nebenbei ein paar Schnecken zu erschrecken, die mit drin waren.

Spucky? Wie bekommen wir denn den da raus? – Ich hab keine Ahnung. P4obiern ma´s halt einfach mal mit nen Kescher! – Mr. Spuck des ist eine tolle Idee. Popovitsch! Die Kescherauswahl bitte!

Ein paar Minuten später brachte Popovitsch die gewünschten Kescher rüber. Aber wie sie die alle angeguckt hatten, stellte der Käp´tn überflüssigerweise fest, das die alle zu klein waren. Also mussten sie sich schleunigst was einfallen lassen.

Du Käp´tn ich hab eine super Idee! – Na raus damit du Sau! – Der mag doch so gern Fisch oder? Ham ma da nu einen von heute Mittag in der Küche? Damit könnt ma doch probieren den in den Frachtraum zu locken. Weist scho so wie ma die Klingonen immer mit ner Dose Wiskas verarschen! – Mr. Spuck des ist gar keine so schlechte Idee. Aber da gibt's ein Problem, wir ham kein Fisch mehr. Den letzten den hab ich heut gegessen. – Na schade was machen ma den etz? Etz hab ich die Lösung wart amal kurz bin glei wieder da!

Sagte der Spucky kurz und war weg. Und bevor der Käp´tn loslegen konnte weil er etz wieder mal alles allein machen musste, war er a scho wieder da.

Ja Spucky was hastn du da dabei, des riecht ja wie die alten Socken vom Pille! Und des soll funktionieren oder was? Etz sag halt was isn des? – Ja des ist des Sushi vom Nasi, ich hab nen gefragt ob ich mir des mal ausleihen darf. Probieren kann man des ja mal. Aber zuerst müssen ma den Deckel aufmachen sonst kann der ja gar net raus.

Dem stimmte der Käp´tn gleich zu. Aber wie der Popovitsch das Schloss vom Aquarium aufgesperrt hatte, duckte sich der Käp´tn glei hinter den nächsten Sessel, dass ja nix passierte. Und der Spucky musste des wieder mal alleine machen. Also ging der ein Stück näher hin und wedelte mit dem Sushi vor dem Aquarium rum. Worauf Gollum der Duft gleich in die Nase gestiegen ist. Der guckte aber erst noch ein wenig skeptisch.

Ist es für mich mein Schatz? Netter Fisch mein Schatz, gib ihn uns. – Gollum konnte dem Sushi einfach nicht wiederstehen. Also musste er wohl oder übel aus dem Aquarium raus. Und wie Spucky gesehen hat das der übern rausklettern war, ist er auch schon losgerannt. Der könnte ihm ja sonst was tun. Aber der plan funktionierte bestens, den Gollum rannte Spucky echt hinterher. Und der Rest der Crew? Die guckte nur doof hinterher.