Kapitel
Nachdem Käp´tn Kork mit seinen kristallklaren Ansagen auf der Brücke fertig war, trollte sich Spucky wieder beleidigt davon.
...Ist des net deine Aufgabe neue Welten zu entdecken? Und was hast den scho wieder getrieben? – Mei was kann ich den dafür, das nie eine neue Welt auftaucht wenn ich vorm Computer hock und mir mal wieder die Augen eckig schau? Und was macht der grüne Grashüpfer? Guckt einmal hin und e vola scho ne neu entdeckt.
Er war ziemlich beleidigt. Und wohin geht er zum schmollen? Natürlich auf die Krankenstation. Vielleicht hat der Pulle ja mal wieder ein Fiberthermometer liegen lassen, mit dem er jemanden veräppeln konnte. Und vielleicht hat der auch scho rausgefunden, was mit den anderen zwei so los ist. Immerhin haben sie die ja übern Haufen geschossen.
Keine fünf Minuten später war er dann auch endlich angekommen. Schnurstracks ging er zum Forschungslabor für Einzeller und andere niedere Lebewesen.
Servus Pulle! Hast du schon was rausbekommen?
Servus! Ne - du des is komplizierter als wir angenommen haben. Der Alte da drüben macht koa Probleme, aber der lange Schwuchtel da , der so dämlich vor sich hinkichert, mit dem kommen ma auf koan greana Zweig.
Echt? Faszinierend! Ja und was machen ma etz?
Keine Ahnung. Am besten machen ma mal des ganze Programm durch.
Pulle hatte offensichtlich recht. Legolas war ganz sicher wieder wach. Aber der kicherte die ganze Zeit so dämlich vor sich hin. Und die Augen verdrehte der auch so komisch. Aber deswegen das komplette Programm? Der konnte einem echt Leid tun.
Das bedeutete im Klartext: Den Anfang macht eine CT gefolgt von einem EKG und anschließendem abhören. Im Anschluss kommt dann der Schwebetest sowie gewisse Blutentnahmen uns sonstige Proben. (Bei den Haaren durfte das schwierig werden!) Vom Drogen- und Tollwuttest reden ma gar nicht erst.
Alles in allem, war Pulles Dienstplan für den heutigen Tag wohl vollständig gefüllt. Doch erst einmal mussten auch die anderen Patienten versorgt werden, die ebenfalls da waren, und im Gegensatz zu Lexi und Gandalf einen Termin hatten. Was zu dem Schluss führte, das die beiden in frühestens viereinhalb Stunden dran sein würden. Bis dahin, mussten sie halt warten. Und vielleicht hörte Legolas in der Zeit auch auf so dämlich zu gackern.
Und so blieb auch Spucky nichts anderes übrig, als sich davonzumachen und seine Sachen zu Packen. Immerhin, wollten sie morgen früh los auf Erkundungstour.
Missmutig ging er Richtung Zimmer, um seine Sachen zu Packen. Solche Sachen wollten ja gut vorbereitet sein. Denn wenn was fehlt, is des gar net gut. Also schnell die Packliste aus dem Schrank geholt, und angefangen. Weil der Käp´tn ganz schön ungemütlich werden konnte, wenn man trödelt.
Nach einer guten Stunde war es vollbracht. Strahlend klopfte sich Spucky auf die Schulter, weil ja kein anderer da war, der das machen könnte.
Der Rucksack war fix und fertig. Schnell kontrollierte er noch mal alles durch, was er auf der Liste hatte.
Stifte, Block kariert/liniert, Lineal, Geodreieck, Schal, Badesachen, Golfball, Schnur, Kompass usw.
Als er mit den vier Seiten durch war, machte er sich sofort wieder auf den Weg zur Brücke. Er hatte ja alles zusammen. Mal schauen wie weit die anderen sind.
Servus Käp´tn!
Servus Mr. Spuck! Was gibt's denn?
Gar nix, ich wollt da ja nur mal bescheid sagen, dass ich mit dem einpacken fertig bin! Wie weit bistn du?
Bin auch schon fertig, ich bin ja der Käp´tn! Ich lasse Packen!
Na so schön würd ich des auch mal gern haben. Meinst, können ma da nicht mal was drehen dran?
Mr. Spuck, dass ist ganz allein ein Privileg für den Käp´tn. Da gibt's keine Ausnahme!
Ja ist ja schon gut! Wo isn eigentlich der Schrotty? Ist der nu net fertig?
Ich habe keine Ahnung. Hast nan nu net gesehen?
Na, drum frag ich ja!
Gut, Mr. Spuck, ein neuer Befehl, Sie gehen los, uns schauen nach wo der bleibt, und wie weit der scho mitn Packen ist. Und wenn ihr fertig seid, geht's glei zur Umkleide, und ziehts euch engan Raumanzug an gell! Und wenn ihr des habt, können ma los!
Warum den scho wieder ich?
Keine Wiederrede, Abmarsch, ich bin der Käp´tn.
Ich geh ja schon! Aber des war des letzte mal heut nur das dus weist.
Und schon musste er wieder Laufbursche spielen. Das Leben war manchmal wirklich ungerecht. Aber wie schon gesagt, Befehl ist nun halt mal Befehl. Und keine Ausnahmen.
So ist nur ein kurzes Kap, aber ich komm im Moment nicht so viel zum schreiben. Erstens, weil vor kurzem in unser Geschäft, in dem ich arbeite eingebrochen wurde, und ich mehr Zeit bei der Polizei rumsitze, als alles andere, und zum zweiten, ist im Dorf Kirwa! Und alle Kirwafans wissen ja was das so heißt. Aber das nächste wird wieder länger versprochen! Und mal einen Riesen Dank an meine fleißigen Leser. Und für alle, die mich mit E-Mails bezüglich des kleinen Nils bombardiert haben, Guckt mal auf www.antenne.de nach, da gibt's die besten Folgen vom kleinen Telefonschreck.
