Kapitel 2: Ein kleiner Rundgang

Endlich war es soweit. Lilly war aufgekratzt wie schon lange nicht mehr. Heute würde sie endlich die Opera Garnier sehen. Schon lange hatte sie sich auf den Tag gefreut. Sie redete schon beim Frühstück über nichts anderes. Dani war von Minute zu Minute genervter

Sag mal Lil kannst du nicht einfach mal die Luft anhalten oder über etwas anderes reden? Du gehst mir allmählich auf die Nerven mit deiner Opera´.

Oh tut mir leid Dani. Es ist nur so, das ich einfach tierisch aufgeregt bin.

Na was für ein Glück für mich!

Gab Dani säuerlich zurück.

Nur gut das ich dir die Ballettvorstellung heute Abend ausgeredet habe.

Ach nun komm schon, gib dir nen Ruck und lach mal wieder.

Dani verzog den Mund darauf zu einem aufgesetzten und auch ziemlich übertriebenen Lachen.

Was Lilly nur einen weiteren Grund gab sie weiter veräppeln.

Und außerdem, wer hat sich den gestern so aufgeführt als wir in Disneyland waren? Oh guck mal da ist Pluto! Und da drüben Goofy!

Dani wurde schlagartig feuerrot im Gesicht. Da war etwas wahres dran.

Na schön ich mach gute Mine zum Spiel ja, aber bitte, bitte geht das ein wenig leiser? Wir sind nämlich nicht alleine.

Lilly bemerkte plötzlich, dass sie von sämtlichen Nebentischen aus angestarrt wurden. Also beschloss sie hinter ihrer Speisekarte auf der sie sich gerade das Menü für das Abendessen aussuchte zu verschwinden und für den Rest des Frühstücks nur noch im Flüsterton zu reden.

Am liebsten wär sie auch gleich nach dem Frühstück Richtung Oper aufgebrochen. Aber Dani bestand darauf sich erst noch andere Klamotten anzuziehen. Sie wollte schließlich nicht mit Sack und Pack Frühstücken gehen. Also ging es zunächst wieder Richtung Zimmer nach oben. Und während sich Dani umzog, holte Lilly schnell ihre Sachen aus dem Schrank. Neue Batterien und ein Speicherchip für die Digicam, ein Päckchen Kaugummi und der Stadtplan durfte natürlich auch nicht fehlen. Und so stand sie schon fix und fertig in der Türe, als Dani gerade aus dem Bad kam. Und um Lilly nicht noch einen weiteren Grund zum Quengeln zu geben, beeilte sich sich auch fertig zu werden. Denn ihre Freundin konnte ziemlich nervig werden.

Eine gute halbe Stunde später, saßen sie endlich in der Metro. Sie hatten eine etwas längere Fahrt vor sich. Den ihr Hotel lag am anderen Ende der Stadt. Unterwegs unterhielten sie sich über alles mögliche. Nur nicht über das Ziel des heutigen Ausfluges. Lilly hatte vorsichtshalber das Thema nicht mehr angeschnitten.

Was hältst du davon wenn wir morgen eine kleine Schiffsfahrt auf der Seine machen?

Gute Idee. Vom Schiff aus gibt's ne Menge zu sehen.

Und so ging es während der ganzen Fahrt.

Doch Lilly beschäftigte noch etwas ganz anderes. Dani hatte versucht ihr eine Ballettaufführung in der Oper auszureden. Und eigentlich war das Thema damit vom Tisch gewesen. Und jetzt hatte Lilly ein Problem. Wie sollte sie Dani sagen, dass sie Karten für die Aufführung heute Abend hatte. Es war zwar keine Ballettaufführung sondern eine richtige Oper. Faust um genau zu sein. Sie hatte die Karten heimlich kurz vor dem Urlaub gekauft. Eigentlich wollte sie Dani damit überraschen, doch jetzt schien ihr das keine gute Idee mehr zu sein. Aber irgendwie wird sich das schon regeln lassen. Und wenn sie Dani mit verbundenen Augen oder mit KO Tropfen hinzerren musste. Doch jetzt war erst einmal eine Besichtigungstour angesagt. Und es war ja noch Zeit bis heute Abend.

Endlich fuhr die Metro in die Endhaltestelle ein. Und wie sollte es anders sein, Lilly war nun wirklich nicht mehr zu bremsen. Dani hatte Mühe mit ihr Schritt zu halten, als sie die Treppen nach oben stürmte. Und kaum oben angekommen, ging das Gejammer schon wieder los.

Mensch nun beeil dich doch ein bisschen. Oder willst du den ganzen Tag da unten bleiben?

Nichts lieber als das.

Murmelte sie leise vor sich hin. Irgendwie konnte sie Lillys Begeisterung für dieses Gebäude immer noch nicht verstehen. Es war doch nur ein Opernhaus. Nichts besonderes. Davon gab es ja auch zuhause genügend.

Doch was solls?

dachte sich Dani darauf,

soll sie doch ihren Spaß haben. Solange ich nicht auch noch wie bescheuert rumhüpfen muss.

Als sie zu guter letzt endlich angekommen waren, wollten sie sich erst einmal informieren, was alles geboten wurde. Sie mussten auch nicht sehr lange suchen bis sie ein entsprechendes Schild gefunden hatten:

Besucherinformation:

Die Große Treppe, die Foyers, der Theatersaal, das Museum und die wechselnden Ausstellungen stehen täglich zwischen 10 und 17 Uhr den Besuchern offen (Zutritt bis 16 h 30).
Am 1. Januar, am 1. Mai sowie an Tagen mit Matinée-Vorstellungen und außerordentlichen Veranstaltungen geschlossen.

aus künstlerischen oder technischen Gründen ist der Theatersaal nicht immer zugänglich.

Tarife

normal : 6 €

ermäßigt : 3 €(Rentner, Arbeitslose, - 19jährige, Mitglieder und Begleiter von Schulgruppen sowie professionelle Vortragende)

Die Eintrittskarte kann nicht zurückgegeben, zurückerstattet oder umgetauscht werden

Führungen

Die Führungen umfassen den allgemeinen Besuch des Theaters mit der Präsentation seiner Geschichte, seiner Architektur und seiner verschiedenen Aktivitäten.

Für einzelne Besucher:

Besuchszeiten : bis zum 12. September 2004 täglich um 12 h, 13 h 30 und 15 h für eine Führung auf Französisch und um 12 h 30 für eine Führung in englischer Sprache. Mittwochs um 11 h 30 und 14 h 30 Führung in Deutscher Sprache.
nach diesem Datum jeweils samstags und sonntags um 12 h und 15 h für eine Führung auf Französisch und um 12 h 30 für eine Führung in englischer Sprache

Kartenverkauf : der Schalter befindet sich in der Eingangshalle des Palais Garnier hinter der Museumsboutique.

Eine vorherige Reservierung ist nicht nötig.
Der Schalter öffnet um 10 h 15 (an Besuchstagen)

Dauer : ca. 1 h 30

Für Besuchergruppen ab 20 Personen besteht außerdem die Möglichkeit einer individuellen Führung. Diese bitten wir aber vorzeitig anzumelden.

Fremdsprachige Führungen auf Nachfrage

Tarife

normal : 10 €

ermäßigt : 8 € (- 18 Jahre, Studenten, Rentner, Arbeitslose)

Kinder bis 12 Jahre : 6 €
Zahlung per Scheck oder Bargeld.

Thematische Führungen für Besuchergruppen

Die thematischen Führungen ermöglichen die Entdeckung des Palais Garnier zu bestimmten Themen außerhalb der Publikumszeiten.
(Ab 15 Personen)

Also war eine entsprechende Führung schnell gefunden. Und sie hatten Glück das sie eine in Deutsch erwischt haben. Die waren wie sie nun feststellten eher selten auf dem Programm. Die meisten wurden in Englisch gehalten. Doch Lilly schweifte mit ihren Gedanken sowieso in anderen Sphären umher. Wenig später schloss sich die beiden der Gruppe und der Touristenführerin an, die die Tour leitete, und zunächst einmal versuchte den Besuchern etwas über die Geschichte der Oper zu vermitteln:

Das Palais Garnier ist der dreizehnte Opernsaal in Paris seit Gründung dieser Institution durch Ludwig XIV. im Jahr 1669. Seine Erbauung beschloss Napoléon III. im Rahmen der umfangreichen Restaurierungsarbeiten der Hauptstadt, die der Baron Haussmann auf seine Anweisungen hin durchführte.
Für die Oper wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, und Charles Garnier, ein junger und unbekannter Architekt, gewann ihn im Alter von 35 Jahren. Die Arbeiten nahmen fünfzehn Jahre, von 1860 bis 1875, in Anspruch und wurden von zahlreichen geschichtlichen Umschwüngen, beispielsweise dem Krieg von 1870, dem Zusammenbruch des Kaiserreiches und der Kommune, unterbrochen.

Am 15. Januar 1875 konnte das Palais Garnier eingeweiht werden

Die Oper in 9 Zahlen

Fläche: 11 237 m2
Länge: 173 m
Maximale Breite: 125 m
Höhe: vom Boden des Schachts bis zur Apollon-Lyra: 73, 60 m
Große Treppe: 18 m hoch, 54 m lang, 13 m breit
Saal: 20 m hoch, 32 m tief, 31 m maximale Breite
Gewicht des Leuchters: 8 Tonnen
Bühne: 60 m hoch, davon entfallen 45 m auf den Schnürboden, 15 m auf die Unterbühne, 27 m tief, 48, 5 m breit für 16 m Bühnenraumöffnung

Das von Charles Garnier erbaute Palais Garnier gilt als ein weltbekanntes architektonisches Meisterwerk. Dieser Palast aus Gold und Marmor entfaltet den Prunk seiner großen Treppe und verschiedener Foyers, die so reichhaltig mit Malereien und Skulpturen ausgestattet sind, dass hier für den Besucher Theater und Museum miteinander verschmelzen. In dem prachtvollen, in Rot- und Goldtönen gehaltenen Theatersaal nimmt das von Marc Chagall im Jahr 1964 gemalte Deckenbild u. a. auf die bedeutendsten Werke des Opern- und Choreografierepertoires Bezug. Das im Kaiserlichen Pavillon befindliche Bibliotheks-Museum das Bibliothèque Nationale de France bewahrt in seiner reichhaltigen Sammlung die Zeugnisse der Geschichte auf, die bis auf die Gründung der Königlichen Musikakademie durch Ludwig XIV. im Jahr 1669 zurückgeht... Die Sammlungen des Bibliotheks-Museums (BNF) zeichnen die gesamte Vergangenheit der Oper über dreihundert Jahre nach. Die Museumsräume zeigen das ganze Jahr über thematisch ausgerichtete Wechselausstellungen; eine ständige Galerie vereint Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und kleine, dreidimensionale Bühnenbildmodelle.

Das Bibliotheks-Museum befindet sich in der Kaiserlichen Rotunde, einem Pavillon, der die Hauptfassade im Westen flankiert und ursprünglich für die Dienerschaft des Kaisers gedacht war. Die Räumlichkeiten sind nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches niemals fertiggestellt worden, noch heute ist die Anhäufung massiver Steinblöcke im Zustand von 1870 zu sehen.

Der Weg führte nach dieser Einleitung weiter zu den Foryes der Oper. Selbst Dani konnte nun nicht mehr bestreiten das sie von der Pracht des Gebäudes beeindruckt war. Soviel Prunk hatte sie nicht erwartet.

Als Wandelgänge der Zuschauer während der Pausen sind die Foyers sehr weitläufig angelegt und reich ausgestattet. Das Gewölbe des Vorderen Foyers ist mit anmutigen, in schillernden Farben gehaltenen Mosaiken auf Goldgrund bedeckt. Ein fantastischer Blick auf die Halle der Großen Treppe eröffnet sich. Garnier hat das Große Foyer so konzipiert, dass es den Galerien in den Schlössern der französischen Klassik nachempfunden ist. Seine weiten Proportionen werden zusätzlich durch das Spiel der Spiegel und Fenster akzentuiert. Das von Paul Baudry gemalte hinreißende Deckenbild dekliniert Themen aus der Musikgeschichte. Die Lyra erweist sich als das führende Dekorationselement: sie bestimmt das gesamte Ausstattungsvokabular, angefangen bei den Kapitellen bis hin zu den Heizungsgittern oder Türgriffen. Im Mittelpunkt des Foyers, neben einem der Fenster, das einen perspektivischen Blick auf die Avenue de l'Opéra bis zum Louvre freigibt, steht eine Kopie der Büste, die der Bildhauer Carpeaux von Charles Garnier angefertigt hatte.

Am Ende der Galerie, in welcher sich die Bar befindet, stößt man auf den sogenannten Konditor-Salon. Er nimmt eine helle und lichtdurchflutete Rotunde ein, die durch ein von Clairin gemaltes Deckenbild - einen Reigen aus Bacchantinnen und Faunen - sowie durch Wandteppiche geschmückt wird: neben Darstellungen der Jagd und des Fischens sind sämtliche Getränke wie z.B. Tee, Kaffee, Limonade, Champagner veranschaulicht. Dieser, erst nach der Eröffnung der Oper fertiggestellte Salon hat einen deutlichen Hang zum Flair der Belle-Epoque.

Der Touristenführerin (geschweige den ihrem Vortrag) schenkte Lilly zu diesem Zeitpunkt sowieso kaum noch Beachtung. Und als sie der Weg nun endlich zu der großen Marmortreppe führte, war es mit der Aufmerksamkeit komplett vorbei. Mit dem Fotografieren kam sie sowieso nicht hinterher. Und Dani war mit den Nerven auch bald komplett am Ende. Phantom der Oper hier, Phantom der Oper da.

Und da war das und hier jenes. Und erinnerst du dich an die Szene mit dem Maskenball? Und da drüber war wieder was anderes.

Im stillen beschloss Dani diesen bescheuerten Roman aus dem Fenster zu werfen sobald sie wieder im Hotel waren.

Die Halle der Großen Treppe gilt als einer der berühmtesten Bauteile des Palais Garnier. Sie ist aus verschiedenfarbigem Marmor und überdacht die Stufen einer Treppe mit doppeltem Umlauf, welche zu den Foyers und zu den verschiedenen Stockwerken des Theatersaals führt.
Die Große Treppe ist auch für sich genommen ein Theater: eine Bühne des Gesellschaftslebens, auf der sich im Zeitalter der Reifröcke ein ausgesuchtes Publikum bewegte. Das vierteilige Deckengemälde spielt auf verschiedenen Allegorien der Musik an. Am unteren Treppenende befinden sich zwei bronzene Wandleuchter, die zwei große, Lichtersträusse haltende Frauenfiguren darstellen.

Dani musste Lilly nun förmlich weiterzerren. Den sonst lief sie noch Gefahr Amok zu laufen und ihre beste Freundin auf der Stelle umzubringen. So ging sie ihr schon auf die Nerven. Doch zu Danis Erleichterung neigte sich die Tour langsam dem Ende zu. Sie würden noch den Theatersaal besichtigen und dann war Schluss. Und so stapfte sie sichtlich besser gelaunt ( was sicherlich auch damit zusammenhing, dass sie Lilly nun völlig ignorierte.) weiter.

Der nach italienischem Vorbild hufeisenförmig angeordnete Theatersaal ist in Gold und Rot gehalten. Er umfasst 1900 Sitze mit rotem Samtbezug, wird durch einen riesigen Kristallleuchter erhellt und gewinnt durch die klaren Farben des Deckengemäldes von Marc Chagall zusätzlich an Ausstrahlung. Der wunderschöne Bühnenvorhang aus gemaltem Stoff ahmt eine Draperie aus Zierbändern und Goldquasten nach.

Doch kam es in all den Jahren auch immer wieder zu mehr oder weniger tragischen Ereignissen und recht merkwürdige Zwischenfällen. Die meisten von ihnen wurden von den Historikern der Oper in Form von Anekdoten gesammelt, und so entstand ein Katalog der Fragwürdigkeiten, einige Beispiele:

1890 soll es während einer Aufführung schneien, aber irgend jemand hat die Papierschnipsel, die als Schneeimitation gelten sollten, durchnässt. Resultat: der "Schnee" fiel dem Hauptdarsteller als Lawine auf den Kopf

1891: während der Premiere zu "Lohengrin" entsteht während der Vorstellung ein bestialischer Gestank und die Leute flüchten: jemand hatte zwei Stinkbomben hinter der Bühne entzündet.

1894: Maskenball. Plötzlich beginnt es im Magazin zu brennen. Panik, Verletzte, Tote.

Ab 1894 darf die Feuerwehr keinen Rundgang mehr durch den Unterbau der Oper machen, da durch das Auftauchen eines angeblich körperlosen Flammengesichts im Bereich der Hinterbühne ein Brand ausbrach.

1896: das Gegengewicht des Kronleuchters stürzt durch die Decke, eine 56jährige Concierge stirbt.

Oh mein Gott!

Dachte sich Dani als die Touristenführerin mit diesem Thema anfing. Das war ein Thema für Lilly. Damit wurde ihre Fantasie die sich auf das Thema Phantom der Oper bezog ja noch regelrecht beflügelt. Und als sie zu ihrer Freundin hinübersah, musste sie feststellen, dass sie ihre Aufmerksamkeit nun wieder uneingeschränkt auf die Lippen der Führerin richtete. Mit wenigen Schritten war sie bei ihr, um ihr notfalls den Mund zuzuhalten, sollte Lilly auch nur Anstallten machen eine Frage zu dem Thema zu stellen. Doch wie durch ein Wunder tat sie es nicht einmal. Denn von einer Sekunde auf die andere, drehte sie sich um, als hätte irgendetwas interessanteres ihre Aufmerksamkeit erregt. Doch sie sagte kein Wort. Nach einer - wie es Dani schien – Ewigkeit war die Führung endlich zu Ende. Und als beide aus der Oper kamen, beschlossen sie noch kurzerhand sich im Cafe nebenan ein kleines Mittagessen zu gönnen. Danach ging es zurück ins Hotel.

Du Daniiiiiiiiii?

Jetzt oder nie dachte sich Lilly. Irgendwie musste sie nun mit den Karten rausrücken. Dani war nämlich grad dabei den Abend zu verplanen.

Was ist?

Weist du noch das ich dir gesagt habe, dass ich eine Überraschung dabei habe?

Äh ja so was in der art hast du gesagt.

Ja genau, und um genau zu sein,

bei diesen Worten zog Lilly den Briefumschlag aus dem Koffer und zeigte ihn ihrer Freundin,

du wirst bestimmt überrascht sein.

Dani nahm den Umschlag und machte ihn auf.

Lilly! Sag mal spinnst du? Ich hab doch klar und deutlich gesagt das wir uns keine Karten für irgendwelche Aufführungen kaufen. Und schon gar keine für eine OPER!

Jetzt mach aber mal halblang. Du hast gesagt das DU dir keine kaufst. Die bekommst du ja von mir geschenkt. Also reg dich ab ja. Und ich hab extra ein Stück ausgesucht das du wenigstens ein wenig kennst. Und was ist schon dabei?

Dani sah aus als würde sie Lill mal so eben an die Kehle springen. Doch dann schien sie sich doch etwas zu entspannen.

Tief Durchatmen, keine Aufregung!

Sagte sie sich insgeheim.

Also gut, du verrücktes Huhn hast also zwei Karten gekauft. Und da du mir eine davon schenkst, kann ich ja wohl schlecht nein sagen.

Soll das etwa heißen, das du mitgehst?

Ja ich geh mit, dass Ruhe ist. Aber ich bestehe auf eine Schachtel Ohrstöpsel.

Das Buch hatte sie aber trotzdem nicht aus dem Fenster geworfen.

Hi Hi Hi das mit den Karten habe ich echt schon mal gebracht. Einfach welche gekauft und die dann meiner besten Freundin bei Frühstück serviert. Allerdings hatte ich Karten für ( man glaube es kaum grins ) Das Phantom der Oper! Aber gefallen hat es ihr am Schluss trotzdem. Und sie ist auch nicht an die Decke gegangen!