loose: hier ist dann das 2. kapitel, nur für dich bin ich früher aufgestanden. (dafür bekomme ich ja jetzt ne' neue story von dir, ne?) naja, ich hoffe, es gefällt!

Die erste Nacht

Am nächsten Morgen hatte Sara gepackt, einen Anruf von Grissom erhalten, das er sie um 17:00 Uhr abhole, hatte ein neues Kleid angezogen und war einigermaßen ruhig.
Bis er auftauchte.
Dann war ihre ganze Ruhe weg.
Weil er nämlich sagte: „Und du willst kein Kleid anziehen? Sieht doch super aus!"
Und er wurde auch sofort rot.
/Mein Gott, was hab ich mir dabei gedacht/ (Grissom)
/Meint er das ernst? Das sieht doch bekloppt aus. Und so was von Grissom… Vielleicht hat Cathrine ja Recht… Ach Quatsch, hör auf so zu denken, Sara/ (Sara)
Laut sagte sie: „Meinst du das etwa ernst? Ich finde das furchtbar!"
„Nein, furchtbar ganz sicher nicht."
„Ich hasse Kleider! Ich trage viel lieber Jeans, die sind praktischer."
„Womit du wohl Recht haben dürftest."
„Natürlich habe ich Recht! Und wohin fahren wir jetzt?" lenkte Sara vom Thema ab.
„Zu einer Art Ferienheim für Frischverheiratete."
„Ok, und was macht man da?"
„So was wie Flitterwochen vielleicht? Keine Ahnung. Das Teil heißt ‚Erholungsheim der Ehe' oder so."
„Dir ist schon klar, dass wir uns da ein Bett teilen müssen, oder?"
Grissom schluckte, daran hatte er ja noch gar nicht gedacht!
/Oh nein, bitte nicht! Sara so nah neben mir…/ (Grissom)
Doch er sagte: „Natürlich. Wir sind erwachsene Menschen, wir sollten das hinkriegen, meinst du nicht?"
„Klar. Wir können uns ja beherrschen." grinste Sara, doch sie dachte etwas ganz anderes.
Sie stiegen in ein Taxi und ließen sich zu dem besagten Ort fahren.
Dort stiegen sie wieder aus und Sara durfte das Zimmer bestellen.
Sie ging zum Empfang und sagte: „Ein Zimmer mit Doppelbett und Bad, bitte."
„Natürlich. Nummer 107, die Treppe rauf und dann links. Viel Vergnügen!" wünschte die Frau noch.
„Dankeschön. Zu freundlich."
Sie ging zurück zu Grissom, hielt ihm die Schlüssel hin und neckte ihn: „Du hast dich ja nicht getraut."
„Haha. Lass uns gehen."
Sie gingen ins Zimmer und richteten sich ein.
Dann gingen sie zum Essen, das gab es in dem ‚Erholungsheim' nämlich auch.
Nach dem Essen (italienisch), im Zimmer, ging Sara zuerst ins Bad.
Sie duschte, zog sich um, und machte sich auch sonst fertig um ins Bett zu gehen.
Jedoch hatte sie einen Schlafanzug mitgenommen, Nachthemden war genauso wenig ihr Stil wie Kleider.
Als sie aus dem Badzimmer kam, ging Grissom hinein um sich seinerseits fertig zu machen.
Sara legte sich schon mal hin.
Nach einiger Zeit (nicht länger, als Sara gebraucht hatte) kam Grissom auch aus dem Bad und legte sich neben sie, wobei er sich bemühte, Sara nicht zu berühren.
Doch der Versuch scheiterte.
Er streifte nur leicht ihren Arm mit seiner Hand, doch das genügte um ihn zu paralysieren.
Er lag halb, hatte die Decke hochgehoben, unter der beide schlafen mussten, und bewegte sich so lange Zeit nicht, das Sara langsam kalt wurde.
„Grissom, kannst du bitte die Decke runternehmen, mir ist kalt." sagte sie unfreundlicher als beabsichtigt.
„Ja, natürlich, ich hab nur nachgedacht. Tut mir Leid."
„Schon ok. Sollte nicht so unfreundlich rüberkommen."
„Gute Nacht, Sara."
„Nacht Grissom." antwortete Sara, bevor sie fast sofort einschlief.

Am nächsten Morgen, als Sara aufwachte, bemerkte sie sofort die Veränderung.
/Oh, nein! Bitte nicht schon wieder/ (Sara)'
Sie rückte zurück auf ihre Seite des Bettes, denn sie wollte nicht länger an Grissom gekuschelt liegen.
Oder besser: es war ihr zu peinlich…
Wenn er mal vor ihr aufwachen würde!
Sie beschloss, dass sie mit ihm reden musste.
Da sie nicht mehr liegen konnte, stand sie auf und ging ins Bad um sich anzuziehen.
Als sie fertig war (dieses Mal Jeans!) und zurück ins Zimmer kam, war Grissom schon wach.
„Na, fühlst du dich jetzt wohler?" fragte er.
„Viel wohler." Sara setzte sich aufs Bett. „Allerdings…muss ich was mit dir besprechen."
„In Ordnung, was denn?" fragte Grissom und setzte sich neben sie.
„Seit meiner Kindheit habe ich ein kleines Problem. Ich hab ja nie so viel Liebe bekommen…"
Da war das erste Mal, das sie mit Grissom freiwillig darüber redete.
Er wusste es zwar, aber von sich aus war sie noch nie auf das Thema gekommen.
Er ließ sie weitererzählen, ohne sie zu unterbrechen.
„Jedenfalls habe ich, immer wenn ich etwas Zuneigung bekommen konnte, danach gegriffen, als wäre ich süchtig. Noch heute…"
Sie unterbrach sich selbst und atmete tief durch.
„Ich kuschele mich an die Leute, die neben mir schlafen, ok? Also, wenn ich mal…bei dir…"'
„Dann weiß ich, woran es liegt."
„Jaaa. Wenn ich dich zu sehr störe, weck mich einfach, ok?"
„Klar."
Er musste ein bisschen grinsen, was Sara total aufregte.
„Ey, das war nicht leicht für mich, ja?"
„Tut mir Leid. Ehrlich." meinte Grissom, doch das Grinsen konnte er sich nicht ganz verkneifen.
„Was ist denn daran so lustig?" sagte Sara beleidigt.
„Nichts. Es ist nur…wenn ich mir so vorstelle, das du, also gerade DU, ein Problem hast, weil du zu sehr auf Zuneigung reagierst…"
Jetzt lachte sie auch ein bisschen.
„Okay, das ist wirklich komisch. Ich weiß, ich kann meine Gefühle nicht gut zeigen…"
„Ich doch auch nicht."
„Nein? Dann erzähl doch mal so, was empfindest du für…hm…mich, zum Beispiel?"
Sie schaute ihn hinterlistig an.
„Ähm…"
„Ja?"
„Ich glaube, wir müssen Frühstücken gehen, meinst du nicht?" lenkte er vom Thema ab.
„Spielverderber!" maulte Sara.
„Sonst fällt das noch auf."
„Wir haben uns eben noch ein bisschen ‚vergnügt'."
„Du bist ja schon wieder so lustig."
„Ja, immer doch, Grissom."
„Ist es nicht vielleicht ein bisschen auffällig, wenn du mich ‚Grissom' nennst?"
„Wie denn dann?"
„Ich habe auch nen' Vornamen, Sara."
„Ich auch."
„Ich benutze ihn ja auch."
„Sag doch einfach, das ich dich ‚Gil' nennen soll!"
„Ok, Sara, nenn mich bitte ‚Gil'!" sagte er und verdrehte die Augen.
„Geht klar, Gil."
„Wir sollten essen gehen."
„Ja, sollten wir. Das ist langweilig." beschwerte sich Sara.
„Tja."
„Was sollen wir noch mal genau machen?"
„Uns als Ehepaar ausgeben und Alice und Ted Becker überwachen. Ihr Zimmer durchsuchen und so."
„Dann lass uns das machen."
„Ja, beim Essen sprechen wir sie an, ok?"
„Weißt du denn, wer die sind?"
„Ich habe Bilder gesehen."
Damit war die Unterhaltung zu Ende und sie gingen zum Frühstück.