carrie: Das sollte keine Beleidigung sein, ich halte das nicht für gut, aber das Schreiben macht solchen Spaß... Aber es freut mich das es dir gefällt. Ich hoffe das bleibt so! Lies weiter, dann weißt du's. Und bitte schreib mir das Ergebnis! ;)
loose: Ohne Folgen? Schwer zu sagen, eigentlich eher nicht. Aber darum gehts im neuen Chappi nicht, es gibt bereits neue Sünden... ;)

Die etwas andere Weckmethode

Als sie auf dem Zimmer waren, sagte sie: „Bist du denn bekloppt? Was sollte das?"
„Tut mir Leid. Ich hab nicht nachgedacht."
Zerknirscht schaute Gil auf den Boden.
„Na das merkt man! Mein Gott, was hättest du gemacht, wenn ich nichts gesagt hätte?"
„Keine Ahnung. Entschuldige."
„Schon gut, ist ja nichts passiert."
„Wäre es aber, wenn du mich nicht gerettet hättest. Danke, Sara."
„Bitte, kein Problem. Aber ich habe nicht dich gerettet, ich habe uns gerettet."
„Ich wusste ja nicht, dass es ‚uns' gibt."
„Gibt es ja auch nicht. Nur JETZT gibt es ‚uns'. Dieser Fall bringt das mit sich, wir müssen uns damit abfinden."
/Schade… Na ja, ich wusste ja, das es ‚uns' nicht wirklich gibt. Sie will es ja auch gar nicht. Merkt man ja…/ (Gil)
/Es ist die Wahrheit, Sara. ‚uns' gibt es nicht. Nicht in Wirklichkeit jedenfalls! Finde dich endlich damit ab! Ach, wäre das schön, wenn ‚uns' für immer wäre…/ (Sara)
Sara musste endlich einsehen, dass es ein ‚uns' niemals zwischen Gil und ihr geben würde.
Aber sie wollte nicht.
Ein kleines Fünkchen Hoffnung war noch da.
Und solange das noch da war, wollte und konnte sie das einfach nicht akzeptieren.
Sara seufzte leicht, drehte sich um und ging ins Bad.
Dort schaute sie erst mal in den Spiegel.
/Scheiße, meine ganze Schminke ist beim Heulen verlaufen! Hoffentlich ist das keinem aufgefallen./ (Sara)
Sie wusch sich das Gesicht und machte sich fertig um ins Bett zu gehen.
Dann kam sie aus dem Bad und fand Gil im Stuhl eingeschlafen wieder.
Sara lachte leise und überlegte, ob sie ihn wecken sollte.
Sie entschied sich für ja, denn der Stuhl sah nicht gerade bequem aus.
Allerdings wollte sie ihm noch einen kleinen Streich spielen.
Seitwärts setzte sie sich auf seinen Schoss und strich ihm sanft über das Gesicht.
„Gil, aufwachen!" flüsterte sie zart in sein Ohr.
„Was? Sara, was machst du da?"
/Himmel, was hat sie auf meinem Schoss zu suchen? Wenn sie nicht gleich runtergeht verliere ich noch die Kontrolle/ (Gil)
/Was ist denn jetzt los? War doch nur ein Scherz…/ (Sara)
„Ich wecke dich." verkündete sie mit gekränkter Stimme.
Gil merkte, wie erregt er war.
Das durfte Sara auf keinen Fall mit bekommen.
Er musste schnell handeln.
„Ja, aber wie! Geh runter, Sara!"
/Ist ja gut, ich hab's geschnallt/ (Sara)
Beleidigt stand Sara auf und sagte: „War ja nur ein Spaß! Brauchst dich nicht gleich aufregen!"
Als Sara aufgestanden war, hatte Gil innerlich aufgeseufzt, er hätte es nicht mehr lange ausgehalten.
Dennoch fand er es sehr schade, dass sie nicht mehr so nah bei ihm war…
„Sara, ich hab mich nur erschrocken. Tut mir Leid. Aber deshalb sind wir nicht hier!"
„Gute Nacht!" erwiderte Sara nur und legte sich ins Bett.
Gil stöhnte, gab aber auf und legte sich neben sie.
Sara drehte ihm betont den Rücken zu als Gil sich neben ihr niederließ.
„Sara…" fing er wieder an, denn er konnte es nicht ertragen das sie sauer auf ihn war.
„Vergiss es. Und jetzt schlaf und lass mich in Ruhe!"
Sara wusste selber nicht genau, warum ihr das so wehgetan hatte.
Natürlich, klar, sie war in ihn verliebt, aber sie hatte sich an Abweisungen gewöhnt.
Doch das war etwas anderes gewesen.
Irgendwie…komisch.
Sie hatte vorher das Gefühl gehabt, sie würde ihm endlich näher kommen, ihn verstehen können.
Aber jetzt…
Es war, als wäre alles, was je war, zerstört…
Auch wenn sie das nach außen hin nicht zu gab, sie plagten schlimme Schuldgefühle.
/Was hab ich nur gemacht? Oh Gott, wenn er mir das ewig übel nimmt? Ich muss mich einfach entschuldigen./ (Sara)

Gil hatte es hingenommen, das sie jetzt nicht mit ihm reden wollte.
Drängen wollte er sie auf keinen Fall.
Würde er es eben morgen noch mal probieren.
Er versuchte gerade einzuschlafen, als Sara sich abrupt umdrehte und ihm direkt ins Gesicht sah.
„Tut mir Leid. Ehrlich, es tut mir Leid!" gestand sie ihm schnell, bevor sie es sich anderes überlegen konnte.
„Mir auch. Ich war nur so…verwirrt."
„Ich hätte das nicht tun sollen. Entschuldige, bitte."
„Schon ok. Lass uns das einfach vergessen und schlafen. Ich bin nämlich total kaputt."
„Gute Idee. Aber eine Frage hab ich da noch…"
„Frag." forderte Gil sie auf.
„Ich habe dich verwirrt?"
Gil verdrehte die Augen und antwortete: „Wenn du dann glücklich bist, ja. Ich hatte damit wirklich nicht gerechnet. Ist ja auch kein Wunder. Man kann nicht mal harmlos schlafen, schon wird man überfallen."
Sara grinste.
„Unter ‚überfallen' stelle ich mir was anderes vor…"
Das möchte ich, glaube ich, lieber nicht wissen."
"Nein? Och, wie schade…"
Mit diesen Worten drehte sie sich wieder um und Gil dachte schon, sie wäre wieder beleidigt.
Doch dann merkte er wie sie sich leicht an ihn kuschelte.
Sie schlief bereits.
Gil genoss das Gefühl und glitt in einen tiefen Schlaf über.

Na?
Die Bewertung bitte!
Sunny