Nachdem mir so viele geschrieben haben, dass das Kapitel ihnen gefallen hat, war ich ganz beruhigt. Denn ich fand es echt nicht toll. Aber dafür gefällt mir das jetzt gut. Ich finde es auch von der Länge her genau richtig. Aber ihr könnt mir ja eure Meinung mitteilen. Mit einem lieben kleinen Review. (g)
Meine lieben Reviewer: Ich danke euch ihr seit echt die Größten. Nie hatte ich so eine (für mich) erfolgreiche Geschichte. Nun ich musste viel Kritik wegen der Länge der einzelnen Kapitel einstecken, aber das nimmt man gerne in Kauf in anbetracht des vielen Lobs.
Vielen Dank an: Noel McKey, Deedochan, Ireth, Isabelle de Lioncourt, Babsel, Liz Black, Leah-07, DarkAya(Kurz aber Aussagekräftig (g)),feaneth(Hab mich über dein Review gefreut), Tina, vickysnape, Lilly, Lara-Lynx, Angie, Lady-Claw, Lucina
Noel McKey: Ja stimmts? Was würde man nicht alles machen um die Gesichter zu sehen. Ich liebe Hunde auch, obwohl ich keinen habe. Nur Katzen. Magst du die?
Deedochan: Ich mag Pansy auch nicht. Aber es ist schön zu wissen, dass das Chap doch nicht so schlecht geworden ist. Danke! Genau zu Schulanfang hatte ich nur noch Schnupfen. Ich konnte ja nicht in den Ferien heilen. Das wäre ja zu schön. (grummel)
Ireth: Hätte nicht gedacht, dass plötzlich alle Leser auf Snitch stehen. Aber leider kommt er in dieser Fic nicht allzu oft vor. Thanx für das Review.
Isabelle de Lioncourt: Genau du hast es auf den Punkt gebracht. Deshalb fand ich das Kapitel nicht so toll. Ich wusste beim Schreiben nicht was es war, doch jetzt weiß ich es wenigstens. Danke dass du mich aufgeklärt hast. Ich werde es zwar nicht mehr ändern, aber mir zumindest für die Zukunft merken.
Babsel: Ja stimmt genau! Danke für dein Review.
Liz Black: Danke, dass du mich aufmunterst. Aber durch dein Review allein ist dir das schon gelungen. Ich freue mich immer über Reviews. Über längere sogar noch mehr. Jaja, in Draco stecken unerwartete Seiten. (sich jetzt über ihren Satz wundert)
Leah-07: Ron ist ja immer noch das Größte Problem. So weit bin ich mit dem Schreiben noch nicht, aber ich bin mir sicher, dass es nicht zu einfach wird für Harry ihn zu überzeugen.
Tina: Nein, keine Sorge ich hab sie noch nicht beendet (zwinker) Wieso glaubst du denn, dass sie beendet ist? Hat sich der Schluss so angehört? Danke fürs Kommi.
vickysnape: Es ist wirklich sehr nett, dass du mir Hilfe anbietest, aber da ich die Story schon fast fertig habe, glaube ich weiß ich alles, was ich brauch. Doch sollte ich noch etwas ändern, wende ich mich sofort an dich. Danke!
Lilly: Nein, ewig nicht. Ich kann es dir nicht genau sagen, wie lange noch. Es werden aber denke ich keine 20 Chaps.
Lara-Lynx: Du kommst ja aus dem seufzen gar nicht mehr raus. (g) Aber es freut mich, dass du es so süß findest.
Angie: Stimmt da hast du Recht. Ich kenne mich mit Hunden, vor allem Blindenhunden, nicht besonders toll aus. Deshalb habe ich, ehrlich gesagt, nicht mal dran gedacht so etwas in der Art zu schreiben, weil Snitch für diese Fic eigentlich nicht besonders wichtig ist. Ich hoffe , dass das nicht so schlimm ist. Oder?
Lady-Claw: Schön, wenn es dir gefallen hat. Ich fands halt einfach nicht so toll. Ja, Ron der alte Sturkopf. Mal schauen, was sie aus der Situation machen.
Lucina: Bei so einem Dackelblick muss man ja weiterschreiben. Viel Spaß mit dem neuen Chap. Na ja, eigentlich ist es kein Spaß.
Achja ich wollte ja schon lange was anmerken. Der fünfte Band hat übrigens keinen Einfluss auf diese Fic.
Und es gibt wieder was zu feiern: Crying Eyes hat über 100! Reviews erreicht. Mein persönlicher Rekord und ich freue mich darüber. Es ist schön zu wissen, dass es Leute gibt, die meine Fic gerne lesen und reviewen Toll wäre es natürlich noch 150 zu erreichen, aber schauen wir mal. Danke noch mal an alle.
Crying Eyes
Kapitel 11: Misshandelt
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Harry POV
Ich blinzelte. Ein paar Sonnenstrahlen fielen auf mein Gesicht und erwärmten es auf eine sehr angenehme Weise. Das Fenster war geöffnet worden. Gut so. Bestimmt wäre es sonst zu stickig hier wegen der Hitze.
Etwas rührte sich neben mir. Ich streckte die Hand aus und bekam seidig weiche Haare zu fassen. Unwillkürlich musste ich schmunzeln. Gestern hatte ich ihn gefragt, ob er noch bei mir bleiben wollte und als wir im Bett lagen, war er sofort eingeschlafen. Und aufwecken wollte ich ihn natürlich auch nicht.
„Morgen, Harry", murmelte Draco verschlafen und gab mir einen müden Kuss.
Glücklich wollte ich mich an ihn kuscheln. Doch er war schon aufgestanden. Ich gurgelte etwas Unverständliches und streckte mich.
„Willst du schon gehen?", fragte ich müde.
„Noch nicht. Aber es sollte zumindest so aussehen, als hätte ich nicht hier geschlafen. Wenn Madam Pomfrey es nicht sowieso schon gesehen hat.", antwortete er mir.
Zugegeben, da war was dran. Mir wäre es auch nicht angenehm jetzt hier erwischt zu werden. Zumal wir nicht gerade als die besten Freunde bekannt waren.
„Weißt du, dass ich im Moment sehr glücklich bin? Das hätte ich mir nie träumen lassen", fragte er mich wahrheitsgemäß.
„Wenn du so glücklich bist wie ich, dann ja. Hätte mir vor einer Woche jemand gesagt, dass Draco Malfoy in meinem Bett schlafen würde… nene. Aber ich bin ganz glücklich. Ich weiß ja gar nicht, was ich mit dem Angebot deiner Freundschaft verpasst habe."
„Mir geht's nicht ganz so. Denn ich träume schon länger hiervon, aber jetzt ist es Wirklichkeit. Das hätte ich nie gedacht. Nun ja, du hättest nie mit Wiesel und Granger Freundschaft geschlossen. Auch wenn ich nicht weiß, was du an ihnen so toll..."
Ich drückte meine Lippen auf seine und sie schnürten seine restlichen Worte ab. Nach einer halben Zeit trennten wir uns Atemlos von einander. Ich wollte nicht, dass er weiterredete.
„Sind wir jetzt eigentlich zusammen?", fragte ich leicht unsicher.
Das war eine selten dämliche Frage, aber sie interessierte mich. Nach dem ich sie gestellt hate war sie mir jedoch peinlich.
„Was für eine Frage. Natürlich.", antwortete er.
„Werden wir es den anderen zeigen?"
„Vorläufig noch nicht. Lass uns noch warten."
„Auch wenn ich das ungern mache. Meinetwegen."
Am liebsten hätte ich der ganzen Welt davon erzählt. Es war so schön, dass es mich von meinem Leiden ablenkte.
„Ich gehe jetzt. Sehen wir uns heute Nacht wieder? Denn ich fangen heute an den Trank zu brauen. Nachher kann ich dich noch besuchen."
„Liebend gerne. Freue mich schon.", verabschiedete ich mich.
Mit einem kurzen Kuss verabschiedete auch er sich von mir und ging. Seine Schritte hallten auf dem kahlen Boden wider.
Kurz darauf kam Madam Pomfrey herein. Natürlich konnte ich nicht erkennen, ob sie etwas gemerkt hatte.
„ Guten Morgen. Fürs Frühstück ist es zu spät. Willst du lieber hier oder unten Mittagessen?", fragte sie
unschuldig. Selbstverständlich hat sie mich und Draco beobachtet.
„Was für eine Frage. Sicher unten. Snitch?"
Er bellte vom Fußende herauf und ich streichelte ihm sanft über den Kopf.
„Kommst du alleine runter? Bzw. findest du den Weg?", fragte Madam Pomfrey besorgt. Ja, würde ich überhaupt hinfinden?
„Denke schon. Diesen Weg bin ich schließlich schon oft genug gegangen. Und wenn ich ein Problem haben sollte… für was bin ich ein Zauberer?"
Als ich mich fertig angezogen hatte, trank ich noch mal einen großen Schluck Wasser. Auf ins Gefecht. Den Weg würde ich schon überstehen.
Derweil hatte Madam Pomfrey Snitch die Leine umgelegt und drückte mir diese in die Hand.
Zielsicher ging ich auf die Tür zu. Das heißt ich nahm es an. In Wirklichkeit wäre ich fast gegen die Wand gerannt, hätte mich die Krankenschwester nicht grob am Ärmel gepackt.
„Mensch Harry, pass doch auf! Streck mal die Hand aus. Du wärst beinahe an die Wand gekracht.", mahnte sie mich zurecht.
Gehorsam streckte ich den Arm und musste das gar nicht weit tun. 10 Zentimeter war sie von mir entfernt. Phu… Glück gehabt. Oder besser gesagt einen Schutzengel.
„Wäre es nicht trotzdem besser, du würdest mit jemanden zusammen runter gehen?", fragte sie mich ein wenig verunsichert.
„Nein, ich schaffe es schon. Keine Panik. Wenn mir etwas passiert, dann wird mir doch irgendjemand helfen können. In Hogwarts sind so viele Schüler. Ich erwarte das zwar nicht von Slytherins, jedoch Gryffindor wird mir sicher helfen."
„Wie du meinst…", murmelte sie beim weggehen.
Nachdem ich die Tür gefunden hatte ging ich hindurch und wandte mich nach rechts. (A/N: Ich weiß nicht wo der Krankenflügel liegt. Der Weg ist auf meinem Mist gewachsen). Ich ging den schier endlosen Gang entlang, der mich immer mit seinen wunderschönen Landschaftsgemälden beeindruckt hatte.
Snitch, neben mir, bellte und zog an der Leine.
„Snitch, hör auf damit. Ich kann nichts sehen. So leid es mir tut, du musst dich mir schon anpassen als Blindenhund. Folgst du jetzt und führst mich?"; herrschte ich ihn an.
Wie, als hätte er mich verstanden, ging er nun artig neben mir her. Ich muss zugeben, dass er bisher noch keine besondere Leistung gebracht hat. Immerhin bin ich fast in eine Wand hinein.
Bei der Treppe angekommen bellte er. Zwar wusste ich selber, dass jetzt die Treppe kam, freute mich aber dennoch, dass er auch was konnte.
Vorsichtig „torkelte" ich Stufe um Stufe hinunter, mich immer am Gelände festhaltend. Für meinen Hund war das langsame Treppen steigen sicher sehr mühsam. Das wollte ich ihm nun wirklich nicht antun. Und mir fiel es durch ihn auch schwerer. Ein Gedanke nahm Gestalt an, während ich gemächlich meinen Weg die Treppe runter fortsetzte.
Ob er unten warten würde bis ich kam? Einen Versuch war es immer hin wert. Abrupt blieb ich stehen. Was Snitch ganz aus dem Konzept brachte. Suchend beugte ich mich zu ihm und nahm ihm die Leine vom Hals.
„Hör zu ", mahnte ich ihn streng, „ du darfst die restlichen Stufen alleine hinunter. Aber, du wartest unten auf mich und lässt dich wieder an der Leine führen. Ich brauche dich. Und wenn du weg wärst, würde mir Madam Pomfrey die Hölle heiß machen. Klar?"
Ich hörte die Hundemarke an seinem Halsband klimpern, als er hinunter rannte. Hoffentlich wartete er. Ohne ihn ging das Treppensteigen leichter und ich wurde sicherer. So kam ich schneller ans Zwischenziel.
„Snitch?"
Mir wurde mit bellen geantwortet. Braver Hund. Ich legte ihm die Leine wieder an und wandte mich zum nächsten Gang um, von dem ich wusste, dass dort viele Ecken und Kurven waren. Das war auch ein selten dämlicher Weg.
Derweil in der Großen Halle
Draco POV
Ungewöhnlich fröhlich aß ich heute meinen Gurkensalat. Nichts verabscheute ich mehr als Gurkensalat. Doch das war mir so ziemlich egal. Keiner würde mich jetzt darauf ansprechen.
Nur einem fiel es wieder auf. Blaise. Neugierig musterte er mich, bevor er mir eine Frage stellte:
„Sag mal Draco, was ist überhaupt los mit dir? Du sitzt hier, als wäre es das gewöhnlichste der Welt, dass du gierig Gurkensalat in dich hinein schaufelst, bist des Nachts öfters weg. A propos, wo warst du diese Nacht? Auf jedem Fall nicht im Schlafsaal, wo sonst alle Sechstklässler unseres Jahrganges schlafen "
Sollte ich ihm von Harry erzählen? Blaise war eigentlich schon vertrauenswürdig. Andererseits, wollte ich es niemanden anvertrauen. Was nun? Harry hatte es Granger auch gesagt. Blaise glaube ich war für mich so etwas wie Granger. Blaise tratschte nicht. Und wenn ich ihn mit meinem Malfoy-Blick ansah, dann kriegte er sowieso immer Angst.
„Ok, ich sag es dir. Aber nur wenn du versprichst, nichts weiter zu sagen. Wen du irgendetwas verrätst, dann kann ich für nichts garantieren.", zischte ich bedrohlich.
„Alles klar, Mann. Ich hab verstanden. Du kennst mich. Habe ich schon jemals was weitererzählt? Also schieß los. Was hat es mit deinem geheimnisvollen Verschwinden auf sich?", fragte er mich gebannt.
Noch einmal holte ich tief Luft. War das richtig? Nun, jetzt hatte ich angefangen.
„Wenn du es genau wissen willst, ich war bei Harry", sagte ich wahrheitsgemäß.
Das schockierte ihn sichtlich. Ungläubig glotzte er mich an. Das war definitiv nicht die Antwort, die er erwartete hatte.
„Du meinst, du warst bei Harry Potter? Aber… wieso? Weshalb warst du bei Potter? Geht's noch? Er ist dein Feind. Schon vergessen? Das kann ich jetzt nicht glauben."
„Solltest du aber. Ich lüge dich bestimmt nicht an. Wäre auch sehr einfallslos."
„Was zum Henker treibst du bei Potter?", schrie er nun schon fast.
Bevor er zu laut wurde brachte ich ihn mit einem knurren zum Schweigen. So konnte ich es auch gleich der ganzen Halle erzählen.
„Das kann ich dir nicht sagen. Gedulde dich noch etwas."
„Aber…", setzte er vergeblich an.
„Kein aber. Warte noch. Ok? Lass mich jetzt Weiteressen."
In aller Ruhe biss ich von meinem Hähnchen ab und bemerkte ganz genau die verwirrten Blicke von Blaise. Das einzige was mich an ihm störte, war seine Ungeduld. Und die bekam ich jetzt zu spüren. Doch das hielt ich aus.
Harry POV
Der Weg stellte sich doch als verzwickt heraus. Ein paar mal wäre ich beinahe irgendwo dran, hätte mich Snitch nicht davor bewahrt. Also ist er doch zu was gut. Ich hatte schon das Gegenteil befürchtet. Aber immerhin war er süß. Das glaubte ich zumindest, denn Hunde wie er waren immer süß.
Jetzt stand ich in der Eingangshalle. Wo ging es lang? „Gerade aus glaube ich. Nur gerade aus und dann sollte die Große Halle weiter vorne liegen." Schon etwas erschöpft versuchte ich den letzten Rest zu bewältigen.
Da hörte ich ein Tuscheln. Viel Gedanken machte ich mir darum nicht, bestimmt nur Schüler auf dem Weg in die Halle. Die tuschelten ja andauernd, weil immer die Gefahr für sie lief, einem Lehrer zu begegnen.
Plötzlich knallte ich der Länge nach hin. Jemand hatte mir ein Bein gestellt. Mühsam rappelte ich mich auf und bekam sofort einen Stoß in den Magen. Ächzend sackte ich zusammen. Hämisches Lachen ertönte über meinem Kopf.
„Na, wen haben wir denn da? Die Blindschleiche Potter.", das war eindeutig eine Slytherin Stimme. Sie kam mir bekannt vor, doch ich konnte sie nicht einordnen.
Ein leichter Windhauch fegte über mein Gesicht, als eine Hand energisch davor herumfuchtelte.
„Wie viele Finger sind das Potter, he?", sagte ein Slytherin-mädchen mit schriller Stimme.
Alle brachen in Gelächter aus und traten mich so heftig in den Bauch, dass mir ganz schlecht wurde und ich mich zusammenkrümmte. Eine andere Hand packte mich grob an den Haaren und zog daran. Wie in Trance zog ich meinen Zauberstab, doch der wurde mir durch einen gut gezielten Entwaffnungszauber aus der Hand gerissen.
„Oh, der arme Potty. Sieht nichts mehr. Und wie ist es so blind zu sein? Seht mal da vorne… seht ihr diese schöne Wolke. Kommst du mit Potter und siehst sie dir an.", höhnte ein weiterer Slytherin.
Ohne es zu wollen, brachen Tränen aus mir hervor. Hatten die denn gar keine Skrupel? Was sind das nur für Menschen? Ich war mehr als verletzt. Heute früh war ich noch so glücklich. Doch jetzt hatten sie einen empfindlichen Nerv getroffen. Sie traten weiter auf mich ein und spuckten mich an. Angewidert und verletzt versuchte ich mir die Spucke wegzuwischen. Aber meine Hand wurde fest gepackt und so weit umgedreht, bis es widerlich knackste.
„Och, er weint wie süß. Brauchst du ein Taschentuch? Warte ich helfe dir, du siehst ja nichts."
Einer von ihnen nahm ein Taschentuch und fuhr mir wild über das Gesicht. Auf der Stirn angekommen, rieb er zu fest. Ein rasender Schmerz breitete sich in mir aus. Dieser Junge hatte mir meine Wunde wieder aufgerieben, solange bis es brannte. Hautfetzen klebten mir im Gesicht.
„Potter, du hast da was im Gesicht. Es sieht ziemlich unappetitlich aus. Sieht aus wie eine aufgeriebene Wunde. Soll ich sie dir auch noch reinigen? Ich habe hier Essigsäure. Die soll angeblich gut wirken."
„Warum lasst ihr mich nicht in Ruhe was habe ich euch getan?", konnte ich mühsam hervor krächzen. Doch ich erntete nur hämisches Gelächter.
Mein Tränenfluss war nun gar nicht mehr zu stoppen. Der Schmerz und die Scham pressten sie heraus. Das drängte sich eine Frage herauf. Wo war Snitch? Warum kam er mir nicht zu Hilfe? Als hätte jemand meine Gedanken gelesen, sagte ein Slytherin:
„Ist das dein Hund, Potter? Was für ein süßer Hund. Was passiert wohl, wenn wir in Freilassen und davon jagen? Ob er dann wohl wieder kommt?"
„Das Mr. Smith würde ich an ihrer Stelle nicht ausprobieren.", sagte eine eiskalte Stimme hinter uns.
„Pr-Professor Snape", stotterte er.
„Richtig. Was tun sie hier mit Mr. Potter. Haben sie schon mal etwas von Skrupel gehört? So ungern ich es tue, ich muss Potter beschützen. Das was sie hier mit ihm machen ist mehr als unmenschlich. 100 Punkte Abzug für Slytherin. Und für jeden von euch Nachsitzen. Erklären sie ihren Mitbewohnern mal diesen Punkteverlust. Obwohl Nachsitzen und Punkteabzug noch eine milde Strafe sind. Wie können sie nur so ungerecht sein? Außerdem melden sie sich bei mir wenn ich wieder da bin. Gemeinsam werden wir dann zu Professor Dumbledore gehen. Er sollte von ihrer Tat erfahren. Jetzt scheren sie sich weg."
Man hörte Fußgetrapel und weg waren sie. Ich lag immer noch zusammengekrümmt am Boden. Meine Tränen hatten aufgehört zu fließen. Meine Stirn brannte unerträglich.
„Wie geht es ihnen?", fragte er mit leichter Besorgnis in seiner Stimme.
„Hervorragend", presste ich hervor.
„Ja, das sehe ich. In die Große Halle gehen sie nicht mehr. Ich trage sie hoch in den Krankenflügel Poppy soll sich um sie kümmern. Der Hund wird uns schon hinterherlaufen denke ich."
Ich spürte, wie mich etwas hoch hob und auf eine Herbeigezauberte Trage hievte. In diesem Moment spürte ich durch den Schmerz eine Welle von Dankbarkeit für Snape. So übel war er nicht.
Severus POV
Als Potter in seinem Bett lag, kam Poppy sofort angerannt um sich um ihn zu kümmern. Ich derweil war schon wieder in der Großen Halle und warf den Slytherins, die Potter misshandelt hatten einen giftigen Blick zu. Damit bedeutete ich ihnen, dass sie gleich zu mir kommen sollten.
Ich nahm meinen Platz neben Dumbledore ein und berichtete ihm, dass ich und eine paar Slytherins mit ihm reden wollte bzw. mussten. Er erklärte sich einverstanden und gab uns einen Termin für gleich nach dem Mittagessen.
Dumbledores Büro
„So, Professor Snape was ist ihr anliegen?", fragte er freundlich und sah uns interessiert an.
„Ich denke, dass sollten ihnen diese Drei Herren und die Dame erklären. Nicht wahr Mr. Smith, Mr. Slooper, Mr. Blood und Ms Parkinson?"
Alle sahen mich an, schwiegen aber. Ich seufzte resigniert.
„Doch nicht. Professor Dumbledore, dann muss ich es Ihnen erzählen. Ich fand diese vier Schüler Potter misshandelnd auf dem Gang vor der Großen Halle."
„Was meinen Sie mit misshandeln?", fragte Dumbledore mit einer Spur von schärfe in seiner sonst so gutmütigen Stimme. Wenn jemand seinem Goldjungen etwas antat, dann verlor er diese jedoch meistens.
„Nun ja, sie traten ihn, beleidigten ihn und noch vieles mehr, was ich hier aber nicht weiter auflisten möchte.", schloss ich.
„Soso", antwortete Dumbledore, „ es ist schon wirklich eine große Tat einen blinden Mitschüler zu misshandeln. Sie alle vier haben mich sehr enttäuscht. Das hätte ich nicht gedacht. Selbst wenn er ein Gryffindor ist, hätte ich mehr Loyalität erwartet. Ist euch das klar? Was ihr hier getan habt ist unter aller Würde. Ihr könnt froh sein keine schlimmere Bestrafung erhalten zu haben. Man sollte euch von Hogwarts verweisen."
Parkinson quietschte bei diesen Worten und blickte mich aus unbehaglichen Augen an. Man sah ihnen an, wie unangenehm es für die vier war. Ich wollte jetzt nicht in ihrer Haut stecken.
„Viel kann ich zu dieser Missetat nicht sagen. Nur das, wenn mir zu Ohren kommen sollte, dass ihr so etwas noch mal gemacht habt, ihr es bereuen werdet. Vier gegen einen. Das ist erbärmlich. Harry kann nichts dafür und ihr macht ihm sein Leben nur noch schwerer. Geht jetzt."
Kleinlaut machten sie sich aus dem Staub. Ich folgte ihnen siegessicher. Wieder einmal hatte ich Autorität bewiesen. Ich lieferte meine eigenen Schüler beim Direktor ab. Das mit Potter war mir dabei ziemlich egal. Zufrieden mit mir selbst ging ich in meine Privaten Räume. Ja ja. Und bei Dumbledore hatte ich jetzt auch wieder ein paar Punkte gut. Zugegeben, ihre Tat war wirklich nicht schön. Aber für was war ich in Slytherin? Potter konnte ich noch nie leiden. Doch aus irgendeinem Grund tat er mir Leid.
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War euch das von der Länge her genug? Ich hoffe es doch. Ob es euch gefallen hat, könnt ihr mir ja mit einem kleinen Review mitteilen. /g/
LG Hudi
